Lohnt die "Aufrüstung" von EnEV 2014 auf EnEV 2016?

Diskutiere Lohnt die "Aufrüstung" von EnEV 2014 auf EnEV 2016? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir bauen derzeit ein Reiheneckhaus (Keller, EG, OG, DG mit Pultdach) mit Bauträger nach EnEV 2014. Es hat nach Berechnung...

  1. JoePow

    JoePow

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    Hallo zusammen,

    wir bauen derzeit ein Reiheneckhaus (Keller, EG, OG, DG mit Pultdach) mit Bauträger nach EnEV 2014.
    Es hat nach Berechnung einen Endenergiebedarf von 46,8 kWh/m²a und einem Primärenergiebedarf von nur 56,2 kWh/m²a und der Energieeffizienzklasse „A“.

    Wir haben nun vom Bauträger nun das Angebot bekommen auf EnEV2016 "aufzurüsten" und die Wämedämmung des Dachs um 7cm und die der Außenwände um 6cm dicker auszuführen.
    Diese Arbeiten würden dazu führen den Anforderungen der EnEv2016 genügen und uns knapp 2.500€ zusätzlich kosten.

    Es fällt uns schwer einzuschätzen, ob sich diese Investition lohnen würde (Heizkosteneinsparung, Wertsteigerung der Immobilie, ...).
    Hat hier dazu jemand Rat für uns?

    Danke!
     
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  3. dimitri

    dimitri

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    So ähnlich wie bei uns. Lohnt sich vermutlich nur, wenn man statt der WW Solaranlage die Dämmung macht und damit die Ersatzmaßnahmen erfüllt. Muss man aber rechnen.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Was bedeutet "ob es sich lohnt"?

    Um den Vorteil abschätzen zu können, müsste man wissen, wie die Bauteile bisher geplant waren. Deine Angaben zum Primärenergiebedarf sagen hier nicht viel aus, denn es ist nicht bekannt, wie die Bauteile eingeplant waren und was mit der Anlagentechnik "schöngerechnet" wurde. Je besser das Haus gedämmt ist, um so schwieriger ist es mit moderatem Aufwand wesentliche Verbesserungen zu erzielen.

    Andererseits erscheinen mir die Mehrkosten für die Verbesserung verdächtig gering.
    Unabhängig davon glaube Ich aber nicht, dass sich das über eine Heizkosteneinsparung so schnell wieder reinholen lässt. Ein sehr gut gedämmtes Haus hat bereits einen geringen Heizenergiebedarf. Da könnte der Punkt Wertsteigerung schon mehr Erfolg versprechen, vor allen Dingen mit Hinblick auf die Zukunft. Die Anforderungen werden zukünftig ja nicht geringer, ganz im Gegenteil, die Zielrichtung ist klar vorgegeben.

    Also, ich würde mich für die Verbesserung entscheiden, wohlwissend, dass ich das über Heizkosteneinsparung in den nächsten 10 Jahren nicht wieder einspielen kann.
     
  5. Taipan

    Taipan

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    Die 2500 EUR sind rund 360 m² thermische Gebäudehülle, die verbessert werden. Klingt nicht unplausibel der Preis.

    Was bringts? kann man ohne Zahlen nicht sagen. Such mal bitte die Jahresendenergie für die Planung und für die Aufrüstung raus. Die Differenz mal Einstandspreis des Ebergieträgers ist in etwa die jährliche Betriebskostenersparnis für das Gebäude. Ob sich das lohnt, kannst du dann selbst entscheiden.

    Die reine Wertsteigerung ist nicht so ohne weiteres bezifferbar (und wird von mir verneint). Du würdest dein Gebäude nämlich grade mal auf ~kfw70 aufpimpen, was nichts sonderlich besonderes ist und somit, entschuldige den Vergleich, dein Gebäude von Ramsch auf Standard bringt. Je nach Region in Hessen schaffst du damit grade mal die Hürde der Weiterveräußerbarkeit.

    Beachte bitte, dass sich die Außenmaße des Gebäude ändern und du damit eigentlich deine Bauantrags-/Bauanzeigeunterlagen beim Bauamt korrigieren müsstest.
     
  6. SirSydom

    SirSydom

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    Man kann das nur sehr schwer rechnen.
    Problematisch sind vor allem die Energiepreise in der Zukunft. Glaubst du, dass die im Wesentlichen gleich bleiben (Inflationsbereinigt!) dann rechnet es sich wohl eher nicht, nimmst du aber 2-3-4% Steigerung p.a. (über der Inflation) an, dann rechnet sich auf 30 Jahre gerechnet schon so Einiges.

    Es geht aber insgesamt um keine Unsummen, da auch ein ENEV2014-Gebäude keine riesigen Transmissionsverluste mehr hat (absolut gesehen).

    Führt eine Maßnahme zu mehr "Schmerzen" als reine Kosten, würde ich es wohl lassen. Wände 6cm dicker heißt wohl auch Wohnflächenverlust.
    Dachdämmung hingegen ist ggf. neutral..
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Nicht zwangsläufig. Dann wird das Haus durch das dickere WDVS halt 12cm länger.
     
  8. JoePow

    JoePow

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    Die Außenwände wurden aus Kalkssandlochstein hergestellt. Das Dach ist ist aus Konstruktionsvollholz mit EPDM-Flachdachfolie auf Holzplatte.
    Geheizt wird mittels Erdgas-Brennwerttherme und indirekt beheiztem Warmwasserspeicher - auf dem Dach haben wir zusätzlich Kollektoren fürs Warmwasser.
    Das WDVS ist aus Polystyrol. Das Dach wird mit Mineralwolle gedämmt.

    Wohnfläche würden wir keine verlieren - das Haus würde durch die Dämmung entsprechend länger/breiter werden.

    Wenn ich die Stimmen richtig deute, dann ist die Investition wohl eher nicht sinnvoll, da kaum Energieersparnis eintreten wird und die Wertsteigerung vsl. zu vernachlässigen ist.
     
  9. Taipan

    Taipan

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    Hör nochmal genau hin.
     
  10. SirSydom

    SirSydom

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    Bei einem Reiheneckhaus??
    Ne du, da glaub ich nicht dran. In der Länge bleibt die Flucht gleich, ok, vielleicht ist bei der Breite noch Luft - aber nur vielleicht. Meistens sind die Grundstück "ausgeknautscht" was Abstandsflächen und GFZ/GRZ angeht..
     
  11. Taipan

    Taipan

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    Vielleicht sind die Grundstücke nicht vollständig ausgeknautscht oder der BT scheisst drauf. Fluchtprobleme muss es nicht geben, wenn die Häuschen versetzt aufgefädelt sind.
     
  12. eltorito

    eltorito

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    Weiß man wie "dick" die Wände / Dämmung vorher sein sollte?

    Schelm wer böses denkt, aber ich würde das ganz genau wissen wollen...
     
  13. ekko123

    ekko123

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    .... ist ja so eine "Glaubensfrage", ob sich Solarthermie "lohnt"...aber, wenn ich das hier lese - so würde ich das Angebot annehmen für 2,5k die Dämmung zu verbessern und dann auf Solarthermie verzichten und Xk einsparen.
    (Wenn das machbar ist, mit den 2016 Vorschriften)

    (lass die entsprechendes Leerrohr legen, von Dach in Technikraum, um in Zukunft vielleicht mal Photovoltaik zu installieren, falls sich das mal "lohnt")
     
  14. JoePow

    JoePow

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    Die Wände sind ja bereits gemauert - ich glaube nicht dass sie nochmal abgerissen und verkleinert werden.. :)

    Die Dämmung nach EnEV2014 wäre bei uns 14cm dick.
     
  15. planfix

    planfix Gast

    2cm mehr styropor auf die wände liegt mit sicherheit im toleranzbereich der baugenehmigung.
    7cm höheres dach dürfte auch kein fiasko sein aber hier wird es spannend. wenn eine zusätzliche aufdachdämmung zum tragen kommen sollte, halte ich den preis dafür für fast zu billig.
     
  16. Taipan

    Taipan

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    sechs!
     
  17. planfix

    planfix Gast

    oh, die 6cm hab ich übersehen. naja, kommt auf des grenzabstand an.
    ich habe hier bei sanierungen immer sehr kulante bauämter gehabt, aber das ist ja ein neubau, also sollte man das vorab klären.
    preislich finde ich den mehraufwand in ordnung ohne jetzt qm-kosten zu rechnen, das hört sich schon fair an, aber das darf man auch anders betrachten.
     
  18. SirSydom

    SirSydom

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    bei 6cm "mehr" ist das doch garantiert kein XPS sonder eher 425 statt 365er Mauerwerk...
     
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  20. Taipan

    Taipan

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    Öhm ... nö. Wir haben offensichtlich einen Faktor von 1,2 zwischen Endenergie und Primärenergie ... Wenn man also 25%*1,2=30% Endenergie einsparen will, muss man die GESAMTE Gebäudehülle - plakativ gesagt - 30% besser kriegen. Da hilft, wenn man nur einzelne Teilflächen pimpt, dies mit der relativ großen Keule 032er irgendwas zu tun. Wobei ich eher glaube, dass +14cm im Dach eher einen Effekt hätte als die Fassaden ...
     
  21. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    die Wände stehen doch schon...
    Ich finde das bisher zu wenig Info und sehr undurchsichtig.
    was ist im Standard exakt geplant und was würde es mehr geben für die 2500€ und wie wird das ausgeführt? (z.b. die Frage Aufdachdämmung oder nach innen?)
     
Thema:

Lohnt die "Aufrüstung" von EnEV 2014 auf EnEV 2016?

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