Lohnt Glasschaumschotter?

Diskutiere Lohnt Glasschaumschotter? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; hallo, da ich nun hier im forum lange nachgeschaut habe und nicht die richtige antwort gefunden habe, frage ich jetzt mal selbst. lohnen sich...

  1. Formond

    Formond

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    hallo,

    da ich nun hier im forum lange nachgeschaut habe und nicht die richtige antwort gefunden habe, frage ich jetzt mal selbst.
    lohnen sich die mehrkosten für glasschaumschotter unter der bodenplatte, gegenüber einer
    "normalen" bodenplatte mit ausreichend guter dämmung. der glasschaumschotter ist ja recht teuer. ein bauunternehmer hat mir gesagt, ist des guten zuviel, aber wenn ich das will, kein
    problem, macht er mir auch rein. tja und nun stehe ich da und weiß nicht was ich tun soll.
    dasselbe habe ich jetzt bei fenstern. fensterbauer hat gesagt dreifachverglasung wäre vom
    kosten/nutzenfaktor auch zuviel des guten und es würden gute zweifachverglaste fenster ausreichen.
    jetzt frage ich mich warum sollten beide unternehmer nicht die wahrheit sagen, weil anders hätten sie ja mehr geld verdient und so würde ich nun geld sparen. ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen.

    Gruß Formond
     
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  3. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    SGS als Bodenverbesserer ...

    ... bei schlechten Baugrund. Dämmtechnisch bekomme ich das gleiche Ergebnis bei xps und Perimeterdämmung. 2-oder 3-fach Fenster: Mehrkosten enorm, Ergebnis minimal. Jedenfalls im Vergleich zum Rest des Hauses minimal, da gehts um miliprozentpunkte, oder um rechnerische Tricks um die ENEV nachzuweisen...:shades
     
  4. Seev

    Seev

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    Also die Frage nach "dem Lohn" ist schon mal ne ganz schwierige. Wann lohnt sich ... eine Einbauküche, oder ein neues Auto? Du verstehst was ich meine.

    Wofür soll es sich denn lohnen? Hast Du konkrete Kostenvergleiche, z.B. pro qm? Und U-Werte? Und alles worauf es sonst noch ankommt.
    Was ist denn für den BU eine "normale Dämmung"? innen oder aussen oder beides? wie dick, U-Werte, ...?

    Sofern der Vergleich die Kosten für Dämmung und Energie sind, so denke ich, daß sich Mehrkosten für Dämmung im vorgegebenen Spielraum der ENEV nie lohnen würden. Aber damit ist noch lange nicht gesagt, was aus z.B. technischer Sicht das bessere wäre, und das auch nur in dieser speziellen Situation.
     
  5. alex2008

    alex2008

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    Diese Fragen ob sich etwas rechnet oder Wann sich etwas rechnet sind doch immer im Gesamtsystem zu betrachten.

    Reicht der Dämmstandard für KfW40/60 ist die Fördersumme bei Heizungen evtl. um ein nettes Sümmchen höher.
    Die Heizung kann dann evtl. kleiner dimensioniert werden. Ein Hunderter hier ein Fuffi da.

    Zudem sinkt bei besserer Dämmung die Heizgrenze. Was sich noch lohnt ist schwer zu sagen.
     
  6. PeMu

    PeMu

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    Was sagen die Planer dazu?

    Bringt es was wieviel im Gesamtkonzept?

    Oder nur basteln an Einzelfragen?
     
  7. Gina

    Gina

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    Zu Glasschaumschotter unter der Bodenplatte: Handelt es sich um ein Haus ohne Keller??? Wenn ja, dann würde ich auf jeden Fall in ein gute Dämmung investieren. Da das EG mit Wohnräumen direkt an Erdreich angrenzt, ist m. E. eine gute Dämmung schon für die Behaglichkeit wichtig. Bei Dämmung "nur" auf der Bodenplatte sind die Flächen auf den die Wände stehen, der (lösbare!?) Problembereich.

    Zu 3-fach oder 2-fach Verglasung: Nimm 3-fach Verglasung!!! Die Fenster hast Du (hoffentlich) die nächsten 30 Jahre. Unabhängig von der Frage, ob sich die Mehrkosten "lohnen", hast Du direkt am Fenster eine in etwa gleich hohe Temperatur wie in der Mitte des Raums, also wieder eine Sache der Behaglichkeit.

    Generell muss man aber immer das Gesamtkonzept sehen und dann entscheiden an welcher Stelle man welche Dämmqualität haben will/muss.

    Und: Beim Kauf eines Autos fragt man sich bezüglich Klimaanlage auch nicht, ob diese sich lohnt.
     
  8. Seev

    Seev

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    Von welchem Dämmstandard der Wände (U-Wert, ...) und sonstigen Rahmenbedingungen gehst Du dabei aus?
    Mit welchem Temperaturunterschied am Fenster müsste man dabei bei 2-fach rechnen?

    Gruß Seev
     
  9. mls

    mls Bauexpertenforum

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    da ist zwischen leicht- und nassbau zu unterscheiden,
    zwischen unterkellert oder nicht,
    zwischen mono-mw und mehrschaligem,
    zwischen flächendämmwahn und wärmebrückenreduktion,
    zwischen prospektgläubigkeit und nackten zahlen .. und und und ..
     
  10. Haniball

    Haniball

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    Hallo,

    'Glasschaumschotter' ist ein Abfallprodukt aus der Foamglasproduktion.

    Das Zeugs zerbröselt sofort, wenn man versucht, es mechanisch zu verdichten,
    um einen gründungsfähigen Baugrund zu erzeugen.

    Besser: Planebene Sauberkeitsschicht auf verdichteter Grobkiesschüttung und Styrodurplatten oder Foamglasplatten.
    Beides habe ich schon gebaut.

    Bei Polystyrolhartschaum ist der Haken an der Sache, wenn Benzin oder Aceton
    mal in den Boden läuft, werden die Paltten zersetzt und das Haus setzt sich (ungleichmäßig.)

    Vorsichtige Zeitgenossen kleben auf die planebene Sauberkeitsschicht Foamglasplatten
    mit Dünnbettkleber, dann 5 cm Fließestrich und dann die Bodenplatte. Den Fließestrich
    benötigt man, um die Bewehrung vernünftig einbauen zu können (Durchstanzen der
    Drahtböcke der oberen Bewehrungslage ! ).

    Dann wäre also der Aufbau (Dicken als Anhalt):


    - Bodenplatte 20 cm
    - Fließestrich 5 cm
    - Foamglas 10 cm
    - Sauberkeitsschicht 5 cm
    - Grobkies 16/32 15 cm
    - Erdboden

    ---
     
  11. C. Schwarze

    C. Schwarze

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    G´Tag,

    dann erklär mir doch mal wie du den Fundementerder korrekt ausgeführt hast....?
     
  12. Haniball

    Haniball

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    Hallo,

    naja, da ist doch ganz einfach:

    Der (verzinkte)Fundamenterder muß in einer feutigkeitsbeaufschlagten (Beton-)Schicht
    unterhalb der Foamglasschicht eingebaut werden.
    Einbaulage: Lotrecht

    Zementlose Schichten müssen mit Erdern aus 1.4571 überbrückt werden.

    O.k. es entstehen einige Kosten, aber so ist es sauber nach VDE.

    ---
     
  13. C. Schwarze

    C. Schwarze

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    Damit wäre doch die Eingangsfrage geklärt.
    Schaumglasschotter oder Styrodurplatten unter der Bopla lohnen sich eigentlich nicht.
     
  14. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Quark!...

    ...


    Man muß nur wissen, was man macht... Oder wie kommste ansonsten zur ner Platte mit U-Werten von 0,13?
     
  15. DerSuchende

    DerSuchende

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    Damit wird die Basis eines jeden Gebäudes dort gestärkt wo sie am Notwendigsten ist. Obwohl hier das Einsparpotenzial am größten ist, wird dies mangels Informationen beim Neubau vieler Häuser oft vergessen.
    Die Schaumstruktur aus Glas sorgt für einen wärmebrückenfreien Aufbau der Bodenplatte und die effektive Ableitung von Feuchtigkeit und Nässe. Das unterstützt die Energiebilanz.

    Die Kosten liegen unter denen von herkömmlicher Dämmung.

    MfG
     
  16. Formond

    Formond

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    hallo,
    danke für die vielen antworten. tja, was nun gut und was schlecht ist bzw. was man haben will
    muß glaub ich jeder für sich ganz alleine entscheiden, gerade beim hausbau und da hat man bekanntlicherweise viel zu entscheiden.
    euch allen schöne feiertage und nen guten rutsch!

    Gruß Formond
     
  17. PeMu

    PeMu

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    Der Glaube versetzt Berge, aber hier sind Fakten gefragt.
    Das Zeug gibt es schon lange. 5 harte Aussagen. Würden die so absolut stimmen, dann gäbe es schon längst einen Boom.:shades
     
  18. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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  19. mls

    mls Bauexpertenforum

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    das ist die falsche schlussfolgerung.
    ich hatte oben beschrieben, das thema "dämmung UNTER der bodenplatte" hängt von vielen
    parametern ab.
    ob das dann schaumglas in plattenform oder als bröckelchen, oder aber dämmplaste wird .. ist
    wie immer im einzelfall zu entscheiden. gänzlich ohne fachkundige hilfe wird das nicht leicht.
    relevante stichpunkte (wie man das thema vereinfacht) hats in den beiträgen zuvor gegeben :)
     
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  21. C. Schwarze

    C. Schwarze

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    hä?
    die herkommliche Dämmung wäre unterm Estrich...und wesentlich preiswerter...und über das Thema wurde bereits ausführlich diskutiert....Schaumglasschotter oder Styodur unter der Bolpa mit allen Notwendigkeiten ist nicht günstiger, auch wenn aufgehendes Mauerwerk bei normalenr Dämmung Wärmebrücken darstellen sollten, die noch nichtmal mit mit ISO-Kimmsteinen gemauert werden müssen, weil dies auch nicht günstiger ist...es rechnet sich einfach nicht.

    wer sowas also bevorzugt...der will entweder angeben das er sowas hat....mein Porsche, mein Auto, mein Haus....ist Bauunternehmer....oder ein Architekt, der noch nen bischen mehr Vergütung haben will, da sich sein Einkommen, nach der Höhe der Bausumme orientiert...und dann rechnet sich das erst gar nicht für den Bauherrn...der die Summe die nächsten 30 Jahre mit Zinsen abdrücken muß.

    wie Pemu schon sagt...
    Das Zeug gibt es schon lange. 5 harte Aussagen. Würden die so absolut stimmen, dann gäbe es schon längst einen Boom
     
  22. DerSuchende

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    Fakten ?:
    - Lastabtragend und wärmebrückenfrei
    (Dämm- und Drainageschicht, welche mit 195 kN/m2 belastet werden kann.)
    - Hoch wärmedämmend
    - Unverrottbar und frostsicher
    - Umweltfrendlich und energieeffizient
    - Bakterien- und nagersicher
    - Ideal für Neubau und Sanierung
    - Einfache Handhabung
    - Preis ca. 75,00 €/m3 + Steuer (beim Kalkulationsvergleich "alles rechnen" vor allem Zeit)

    MfG
    PS: ist nicht von mir, hab ich auch erst v.k.(08.2008) gelesen. hab aber ma mehrfach (u. in praxis) nachgefragt und nicht viel "minus" gefunden?
     
Thema: Lohnt Glasschaumschotter?
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