Lohnt sich die Anschaffung einer Wärmepumpe tatsächlich?

Diskutiere Lohnt sich die Anschaffung einer Wärmepumpe tatsächlich? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Ihr Lieben! ich bin gerad mit meinem Mann am diskutieren- seiner Meinung nach ist eine WP nur was für Ökofreaks:irre er meint, dass man...

  1. gruenertee

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    Hallo Ihr Lieben!
    ich bin gerad mit meinem Mann am diskutieren- seiner Meinung nach ist eine WP nur was für Ökofreaks:irre
    er meint, dass man die Zusätzlichen Kosten von etwa 10000 € erst nach etwa 15 Jahren (bei heutigen Gaspreisen) raus hätte und dann muss schon ne neue Heizung her...

    Ist das wirklich wahr, dass die Amortisationszeit so lange beträgt?
    Ich bin noch ganz frisch auf dem Gebiet und erst gerade dabei mich in das Thema einzulesen.
    Die 10000 € zusätzlich müssten wir dann auch in Kredit nehmen:-(
    Mein Mann meint, es würde sich für uns eher lohnen ein Kamin mit Anschluss an die Heizung anzuschaffen als eine WP..
    wie seht ihr das?
    (wir haben Massivbau (17ner Uniporziegel und 14 WDVS))

    Freue mich über eure Meinungen!
    liebe Grüße
    lina
     
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  3. Julius

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    Kurz gefaßt: Im Prinzip hat er Recht.
     
  4. planfix

    planfix Gast

    Woher nimmst du die zusätzlichen Kosten von 10000€?
    WP kostet zwischen 5000€ bis 8000€, dagegen ist ein Gasbrennerbrenner billiger, stimmt!
    Energiequelle ist vom Grundstück und den Möglichkeiten abhängig, dagegen kannst Du Gasanschluß und Kamin rechnen, manchmal kommt dann der Gasanschluß billiger, aber meist nicht bei Luftaußengerät, Grundwasserbrunnen oder Direktverdampfung.
    Dafür sparst Du den Kaminkehrer und bei den Betriebskosten.

    Hier mal ein Rechenbeispiel einer Bestandsanlage:

    Ja, gerechnet! Unser Haus BJ 1997 als Niedrigenergiehaus, mit Anlagendaten der WP (Ist-Werte) nachgerechnet Haus ca KfW 60. Damals gabs die Anlagendaten im Wärmeschutznachweis noch nicht.
    Wir haben einen jährlichen Stromverbrauch für die WP mit 2500 bis 3500kWh. Die JAZ ist gemessen mit 5,4!
    Also: 5,4* ~3000kWh = 16200kWh, passt zum klima, Hausgröße, Dämmung ...

    Gas heute
    16200kWh * ca. 0,06€/kWh = 972€ + Grundkosten

    WP :
    3000* 0,13€/kWh = 390€ + Zählerkosten

    jähliche Kostenersparnis im Verbrauch von 582€

    gespart unser Haus:
    Gasanchluß einmalig: damals 4500DM ~ heute 2250€,
    Kamin einmalig (damals mit richtigem Schornstein 4000DM ~ 2000€)
    kein Gas im Haus verlegen usw. geschätzt 500€

    Kaminkehrer für immer, bisher 10Jahre * 40€? = 400€

    gesparte in der Summe ca. 5000€

    und Summe Verbrauch jährlich mit heutigem Preis
    (Achtung MMR) 580*10 = 5800€

    ---------------------------------------------------
    Kosten:
    Brunnen 6m * 150€ ....~ > 900€
    Rohre zu Sicherschacht ca. 300DM ...~> 150€
    Aufpreis WP zu Gas (heute für 10KW) 4300€


    bleiben nach 10 jahren ca. 4000€ gespart

    Aber das ist spezifisch für unser Haus.
    Die Gas und Strompreise sind tagesaktuell, also in der Vergangenheit war auch bei uns der Strom billiger.

    Vielleicht kannst Du mit den Zahlen was anfangen, ich würde auch heute wieder so entscheiden!
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Guten Morgen.

    Ob man unbedingt ein Ökofreak sein muß um mit einer WP zu heizen, sei mal dahingestellt.

    Zuerst muß man die Heizlast ermitteln damit man überhaupt weiter planen kann. Gerade bei eine WP kostet jedes kW " richtig "Geld". Ohne Kenntnis der benötigten Leistung könnte man die Preise auch gleich würfeln.

    Fakt ist, die Anschaffungskosten einer WP im Vergleich zu einer einfachen Gasheizung sind höher, keine Frage. Man sollte aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Die "billigen" Gasthermen passen meist nicht, und wenn man dann eine auf´s Objekt passende Heizung zusammenstellt, ist der Preisunterschied plötzlich nicht mehr so hoch. Was hilft es wenn bei eBay für 1.500,- € eine billige Gastherme verschleudert wird, wenn eine Therme die zu meinem Haus passt, das 3 fache kostet? Wie sieht´s aus mit (notwendigem?) Zubehör? Was kostet der Schornstein, oder der Gasanschluß?

    Aber auch bei WP sollte man mit spitzer Feder rechnen, es gibt ja mehrere Systeme. Muß es unbedingt die Bohrung sein für die man aktuell ein Vermögen ausgeben muß? Wie wär´s mit Flächenkollektor? DV, oder evtl. auch einer Luft-WP? Lohnt sich ein Zweitarifzähler oder hängt man die Kiste an den normalen Hausstrom?

    Ein Kaminofen ist sicherlich eine Alternative, doch wenn damit ordentlich zugeheizt werden soll, dann geht so mancher Ster Holz durch den Schornstein. Habt Ihr Wald oder Holz oder muß das Zeug teuer irgendwo eingekauft werden? Habt Ihr überhaupt Zeit um regelmäßig im Wald "Holz zu machen"? Immer daran denken, mit einem 10kg Sack aus dem Baumarkt kommt man nicht weit..:yikes

    Fazit:
    Man muß zum Vergleich zuerst eine Basis schaffen (Heizlast) und dann einmal alle Optionen komplett durchrechnen, erst danach kann man Spekulieren wie sich die Preise für Gas, Öl, Holz, Strom entwickeln werden und ab wann sich die bevorzugte Lösung rechnen kann.

    Gruß
    Ralf
     
  6. gruenertee

    gruenertee

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    Danke erstmal...

    Hallo an die Runde :-)
    danke für die Beiträge!
    also auf den Preis kommen wir, weil wir 2 verschiedene Istallateure gefragt haben..Beide haben uns ein Angebot einmal für eine neue Gastherme von Viesmann gemacht und dann einmal für eine WP---beide meinen, dass es insgesamt bei einer WP etwa 10000 € mehr kosten würde...

    Einen Kamin haben wir eh, die Frage ist halt der Anschluss über die Heizung...

    Holz haben wir zu Genüge (Meine Eltern haben mehrere ha Wald!)

    liebe Grüße
    lina
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Äpfel mit Birnen....ohne Details kann man zum Preisunterschied absolut nichts sagen. Kann passen, kann überzogen sein, kann aber auch billig sein.

    Ich weiß das klingt ein wenig pingelig, aber ohne Fakten und Details könnte ich auch schreiben, daß die WP etwa 10.000,- € billiger wird.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Julius

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    Warum dann keinen Stückholzkessel mit großem Pufferspeicher???
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Das ist richtig....wenn die Holzversorgung sowieso gesichert ist, dann wäre ein Holzvergaser eine überlegenswerte Alterantive. Puffer evtl. mit Solar kombinieren, WW Aufbereitung, daraus lässt sich was machen.

    Man könnte das auch mit einer BW Pumpe ergänzen oder.....

    Gruß
    Ralf
     
  10. muelleto

    muelleto

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    Hallo Planfix,

    die Angaben klingen interessant. Nach Deinen Angaben handelt es sich um eine GW-WP.(?) Hast Du einen separaten Wärmemengenzähler installiert?
    Die JAZ deutet fast auf eine Direktverdampfende WP. Ein schönes Beispiel für eine CO2-direktverdampfende WP mit eine sehr, sehr guten nachgewiesenen JAZ findet man auch hier CO2-WP Bensheim.
    Falls es sich um eine GW-WP handelt, kannst Du auch Aussagen zum Stromverbrauch der Förderpumpen machen?

    Viele Grüße
    muelleto
     
  11. planfix

    planfix Gast

    die förderpumpe ist mitgezählt, hängt auch am stromzähler für die WP. also echte JAZ, auch mit umwälzpumpe!
    benzheim daten kenne ich. dort ist das klima milder als hier, aber auch die zahlen stimmen nicht.

    ich habe die werte verfolgt, hier fixierte Beispiele:

    Datum: 05.06.2007
    Uhrzeit: 06:00:10

    Heizung:
    Betriebsstunden (h) 1555
    Arbeitszahl 6,45
    Energieoutput (kWh) 11920
    Energieinput (kWh) 1848,7

    Warmwasser: ( Das brauchen die auch im Sommer)
    WW- Temperatur 40,3
    Arbeitszahl 4,05
    Energieoutput (kWh) 5175
    Energieinput (kWh) 1277,9

    Datum: 08.06.2007
    Uhrzeit: 09:00:23

    Heizung:
    Betriebsstunden (h) 1555
    Arbeitszahl 6,45
    Energieoutput (kWh) 11924
    Energieinput (kWh) 1848,9

    Warmwasser:
    WW- Temperatur 43,4
    Arbeitszahl 4,05
    Energieoutput (kWh) 5198
    Energieinput (kWh) 1284,3


    Datum: 11.06.2007
    Uhrzeit: 06:00:14

    Heizung:
    Betriebsstunden (h) 1555
    Arbeitszahl 6,45
    Energieoutput (kWh) 11925
    Energieinput (kWh) 1849.1

    Warmwasser:
    WW- Temperatur 43,4
    Arbeitszahl 4,05
    Energieoutput (kWh) 5220
    Energieinput (kWh) 1289.9

    Aussentemp. °C 17,3
    Raumtemp.°C 24,7

    Heizkreis:
    Vorlauftemp. °C 31,5
    Rücklauftemp. °C 28,5

    Datum: 17.06.2007
    Uhrzeit: 12:00:09

    Heizung:
    Betriebsstunden (h) 1555
    Arbeitszahl 6,45
    Energieoutput (kWh) 11927
    Energieinput (kWh) 1849.2

    Warmwasser:
    WW- Temperatur 43,5
    Arbeitszahl 4,05
    Energieoutput (kWh) 5262
    Energieinput (kWh) 1300,4

    Aussentemp. °C 30,5
    Raumtemp.°C 24,4

    Heizkreis:
    Vorlauftemp. °C 28,4
    Rücklauftemp. °C 28


    Datum: 25.06.2007
    Uhrzeit: 18:00:09

    Heizung:
    Betriebsstunden (h) 1555
    Arbeitszahl 6,45
    Energieoutput (kWh) 11934
    Energieinput (kWh) 1849.8

    Warmwasser:
    WW- Temperatur 40,5
    Arbeitszahl 4,04
    Energieoutput (kWh) 5316
    Energieinput (kWh) 1314,3

    Aussentemp. °C 16,9
    Raumtemp.°C 24,3

    Heizkreis:
    Vorlauftemp. °C 24,4
    Rücklauftemp. °C 24,3


    Datum: 03.07.2007
    Uhrzeit: 09:00:16

    Heizung:
    Betriebsstunden (h) 1556
    Arbeitszahl 6,45
    Energieoutput (kWh) 11950
    Energieinput (kWh) 1852,4
    Warmwasser:
    WW- Temperatur 40,1
    Arbeitszahl 4,05
    Energieoutput (kWh) 5388
    Energieinput (kWh) 1332

    Aussentemp. °C 17,3
    Raumtemp.°C 23,4

    Heizkreis:
    Vorlauftemp. °C 41,9 HÄÄÄÄÄ?
    Rücklauftemp. °C 39,4 HÄÄÄÄÄ?


    nicht weiter gemacht, weil blödsinn!
     
  12. #11 buddelchen333, 25. November 2007
    buddelchen333

    buddelchen333

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    ist Eurer Warmwasser nicht etwas kalt mit 40°C, gibt das keine Gefahr mit Legionellen?
     
  13. planfix

    planfix Gast

    die aufstellung oben ist von bensheim.
    mir wären 40°C fürs warme wasser auch zu kalt.

    die legionellenproblematik braucht man aber erst ab 400l speicherinhalt berücksichtigen, da man bei kleineren speichern davon ausgehen kann, dass das wasser zur genüge getauscht wird und dann keine legionellenprobleme entstehen. ein zyklisches aufheizen von größeren speichern z.b. 1 x wöchentlich ist auch ausreichend.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Meine Chefin würde mich bei 40°C WW Temperatur steinigen.

    Mit lauwarmer Brühe schnell etwas abspülen oder putzen? Muß ja nicht sein. Deswegen läuft mein WW mit etwa 50°C.

    Gruß
    Ralf
     
  15. joegeh

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    Das ist aber deine persönliche Meinung.
    hier : http://www.bosy-online.de/Legionellen.htm
    gibt es fundierte Infos zum Thema.

    Gruß Josef
     
  16. planfix

    planfix Gast

    und dann können wir neu zu den Ersparnissen bei einer Wärmepumpe gegenüber den Holz- und Pellestheizungen den FEINSTAUBFILTER hinzurechnen nachtichten t-online
     
  17. R.B.

    R.B.

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    @joegeh

    Legionellen sind sicher ein ernstes Thema, und ich habe schon an mehreren Stellen meinen Kommentar dazu abgegeben.

    In einem EFH bei fachgerechter Installation und vernünftiger Betriebsweise ist das Risiko jedoch minimal. Es gibt viele Möglichkeiten das Risiko gering zu halten, man muß sie nur nutzen.

    Gruß
    Ralf
     
  18. th_viper

    th_viper

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    Hallo !

    Ergänzung für gruenertee, falls ihr da noch offen seid:
    In den Variantenvergleich sollte man auch unterschiedliche Dämmstandards und den Einbau einer Lüftung mit WRG mit einbeziehen. Diese Maßnahmen haben direkten Einfluss auf die Heizlast.
     
  19. transformer

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    Die Wärmepumpe bedient über den Kondensator sowohl Fussbodenheizung wie auch Warmwasser. Kommt die Serverabfrage in dem Moment, in dem die Maschine gerade Warmwasser macht, werden die am Kondensator gemessen Temperaturen übernommen und tauchen bei der Heizung auf. Das ist ärgerlich, weil verwirrend und falsch, aber technisch derzeit nicht anders darstellbar.

    Wer traut sich denn sonst, Werte online ins Netz zu stellen? "Die Zahlen stimmen nicht, Blödsinn, ich bin der beste und alle anderen sind dumm", solche pauschale Formulierungen haben immer einen zielgerichteten Hintergrund. Beweise zählen, sonst nichts.

    Ab 41 °C wird´s ungemütlich in der Badewanne, warum sollte das nicht genügen? Hier hat jeder seine eigenen Ansprüche.

    Ob sich eine Wärmepumpe rechnet, ist eine gute Frage. Antwort: Es kommt auf den Zeithorizont und die Preisentwicklung an. Wer einfach mal mit 3% Preissteigerung kalkuliert und dies auf 20 Jahre betrachtet, wird eine klare Antwort bekommen.
     
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  21. #19 buddelchen333, 27. November 2007
    buddelchen333

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    mit 3% wird man nicht auskommen
     
  22. Julius

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    Wobei es weniger auf die Höhe der Steigerungsrate ankommt. Sondern vor allem auf den Unterschied im Anstieg der Preise von (WP-) Strom und den Alternativ-Energieträgern (wie z.B. Erdgas).
     
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Lohnt sich die Anschaffung einer Wärmepumpe tatsächlich?

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