Lohnt sich eine Zisterne für WC und eventl. Waschmaschine

Diskutiere Lohnt sich eine Zisterne für WC und eventl. Waschmaschine im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Lohnt es sich, wenn man eine Zisterne nicht ohnehin zum Gießen des Gartens benötigt, eine solche extra einzuplanen um damit die WC-Spülung und...

  1. #1 Deadmoon666, 24. Oktober 2011
    Deadmoon666

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    Lohnt es sich, wenn man eine Zisterne nicht ohnehin zum Gießen des Gartens benötigt, eine solche extra einzuplanen um damit die WC-Spülung und eventuell die Waschmaschine zu versorgen? Oder ist das eher eine Geschichte fürs "Gute Gewissen"?


    Gruß
    Deadmoon666
     
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  3. Julius

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    Ökologisch wahrscheinlich schon.
    Finanziell lohnt es sich leider nach wie vor nicht.

    Insbesondere, wenn - wie vielerorts üblich - auch das dafür verwendete Zisternenwasser gezählt und hierfür Kanalentgelt entrichtet werden muß.
    Man spart also nur den (meist geringen) Frischwasseranteil.
     
  4. Taipan

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    Und die mittlerweile oftmals übliche Regenwasserabgabe, wenn man die "Überschüsse" auf eigenem Grund versickern lässt.

    Man müsste nach Jahren mal wieder die eigene Anlage neu kalkulieren.
     
  5. Julius

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    Dafür darf die Zisterne dann aber meist keinen Überlauf zum Kanalnetz besitzen!
     
  6. alex2008

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    auch ökologisch ist das per se nicht unbedingt eine gute Sache.

    Wirds für die Klospülung etc. verwendet spart man lediglich auf der Frischwasserseite. Die Schmutzwassermenge bleibt gleich.

    Frischwasser ist aber ein verderbliches Produkt welches zügig verbraucht werden sollte.

    Die Dimensionierung des Leitungsnetzes erfolgt aber nach versch. Parametern.
    Bspw. u.a. auf die Löschwasserentnahme.
    Dies kann bedeuten dass das Netz in schwach besiedelten Gebieten recht üppig dimensioniert ist. Dann kann die regelmäßige Wasserentnahme schon fast grenzwertig gering werden.
    Wird durch "Wassersparer" bedingt dann die Wasserentnahme aus dem Netz deutlich verringert kann das Probleme hinsichtlich der Verkeimung ergeben.
    Bei einer Entkeimung des Netzes und anschließender Spülung wird aber dann wohl einiges mehr an Frischwasser verschwendet als die Wassersparer zuvor einsparten.
     
  7. Skeptiker

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    Für dünn besiedelte Gegenden sicherlich eine begründete Betrachtung.

    Umgekehrt wird in manchen hoch versiegelten innerstädtischen Vierteln mittlerweile Regenwassereinleitung in die Kanalisation entweder indirekt über sehr hohe Gebühren oder gleich direkt verboten um den Grundwasserhorizont anzuheben. Bei ungünstigen geologischen Verhältnissen und / oder hoch versiegelten Grundstücken und / oder hohen Trinkwasserpreisen ist dann Regenwassernutzung auch schon 'mal finanziell attraktiv.
     
  8. Baumal

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    trinkst du aus deiner kloschüssel? :D
     
  9. #8 Deadmoon666, 25. Oktober 2011
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    Also kann man tatsächlich sagen: finanziell NEIN, ökologisch VIELLEICHT
     
  10. #9 ReihenhausMax, 25. Oktober 2011
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    Was zahlt Ihr denn fürs Frisch- und Abwasser? Wie groß ist der Garten?
    Ist dafür alternativ eine Pumpe möglich? Gibts eventuell Zuschüsse?
     
  11. R.B.

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    Warum nicht mal den konkreten Fall durchrechnen?

    Ich kam in meinem Fall (4 Personen, keine Gartenbewässerung) auf ein Einsparpotenzial von 95,- € p.a. Das kann sich aber in Kürze wieder ändern, sobald die Geschichte mit dem Niederschlagswasser geklärt ist.

    In meinem Fall hätte sich die Investition wirtschaftlich betrachtet nicht gelohnt.

    Gruß
    Ralf
     
  12. #11 der.schmiddl, 25. Oktober 2011
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    Aus meiner Sicht ist das Zisternenwasser fürs Klo ok.
    Zum Wäsche waschen taugts meiner Meinung nach nicht. Wenn das länger in der Zisterne steht, kippts schon mal um und stinkt. Damit will man keine Wäsche waschen.
     
  13. Taipan

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    Wir reden hier schon von Zisternen und nicht von den Regentonnen hinterm Haus, oder?
     
  14. Mapoe

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    Hallo Deadmoon666,

    wenn nicht besondere Umstände, wie ein total überdimensionietes Leitungsnetz o. ä., vorliegen ist eine Regen-/Grauwassernutzung i. d. R. ökologisch sinnvoll. M. E. kann es doch nicht richtig sein, unser bestkontroliertes, immer aufwändiger aufbereitetes und kostbarstes Lebensmittel dazu zu nutzen, um Sch**** wegzuspülen... wobei wir ja auch heute inzwischen andere Lebensmittel lieber zum Heizen oder Autofahren einsetzen... nur weil damit mehr Gewinn erwirtschaftet werden kann.... verrückte Welt ....:-(

    Ob sich eine Zisterne wirtschaftlich lohnt ist sicher meist vom Einzelfall abhängig und setzt daher eine individuelle Betrachtung voraus. Wenn, wie von Energieberatern für viele energetischen Sanierungen Amortisationszeiten von 30 Jahren und mehr "verkauft" werden ohne rot zu werden, rechnet sich eine Regenwassernutzunganlage sicherlich in den meisten Fällen ... ob du das aber noch erlebst, steht auf einen anderen Blatt...<> Gesellschaftskritik aus ;-)

    Einzelfall bei uns:
    - Einbau Regenwassernutzungsanlage vor 20 Jahren im Rahmen einer Komplettsanierung aller Bäder
    - Zisterne mit 12 m³ Inhalt
    - Nutzung 2x Waschmaschinen, 4x Toilettenspülungen, Gartenbewässerung usw.
    - Kosten rd. 4.500 DM + xxx Std. Eigenleistung und jede Menge Futter und Bierkisten für die Bauhelfer;-)
    - 25% Förderung der anrechenbaren Kosten, im Rahmen eines Modernisierungsprogramms, da wir über 2 Jahre extreme Wasserknappheit und "Rationierung" von Trinkwasser hatten
    Vorab-Kalkulation: 60 % Tinkwasser, 40 % Regenwasser, Amortisation der Investitionskosten in 15-20 Jahren, Muskelhypothek für die Umwelt und das gute Gewissen

    Nachkalkulation: 1,5 Mio Liter Regenwasser verbraucht, 75 m³ p. a., 60 % des Gesamtwasserverbrauchs, bisher ersparte Kosten für Frischwasser und Kanalgebühren rd. 6.750 € (Wasser und Kanal in 1991 = 5,81 DM, 2010 = 6,02 € je m³) ... hat sich also viel, viel besser gerechnet, als erwartet. Sicherlich auch durch die sich geänderten Familienumstände und den damit deutlich höheren Verbrauch als kalkuliert....
     
  15. alex2008

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    zwischen Regenwasser und Grauwasser besteht aber ein erheblicher Unterschied.

    Ökologisch am sinnvollsten ist es eben immer noch Regenwasser möglichst da zu versickern wo es auch runterkommt.

    Für die Klospülung verwendet landet es schließlich auch im Klärwerk und das kann etliche km entfernt sein und leitet zumeist auch nur in ein größeres Fließgewässer ein.
     
  16. Mapoe

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    o.k., aber Regenwasser da versickern zu lassen, wo er runter kommt, und dann dafür Grundwasser abzupumpen, um damit Sch**** wegzuspülen ist nicht wirklich ökologischer, oder? An der Menge der Wassereinleitung in den Kanal ändert es nix, es sei denn man stellt auf Komposttoilette o. ä. um... Ferner wird das Regenwasser zeitversetzt und dossiert in den Kanal eingeleitet, also nicht dann wenn der Regen runterprasselt und über die Sraßeneinläufe in den Kanal oder direkt in die Flüsse abgeleitet wird.

    Zisternen haben nämlich einen ganz großen Nutzen für den Hochwasserschutz, insbesondere wenn der Überlauf nicht in den Kanal eingeletiet wird, sondern ortsnah versickern kann.

    ... und jetzt bist du dran...;-)
     
  17. Newman

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    Richtig! Da (Zumindest hier in Berlin) das Abwasser aber am Frischwasserverbrauch berechnet wird, spare ich quasi zweimal.

    Möge auch sein, kostet aber dann auch nicht mein Geld!
    Ich für meinen Teil werde daher nicht nur das Regenwasser auffangen, um den Garten zu bewässern... Nein, ich geh noch einen Schritt weiter, und werde einen Brunnen bohren und diesen ins Brauchwassernetz einspeisen.
     
  18. ThomasMD

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    Darf ich Sie Schmarotzer nennnen?

    Wer seine Mitmenschen so besch.... und das auch noch stolz verkündet, hat sich den Titel doch redlich verdient.

    Meint Ihr nicht auch?
     
  19. wasweissich

    wasweissich Gast

    kann man so sagen....

    und das mit dem brunnen ist auch sehr grenzwertig.
     
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  21. Newman

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    Wenn´s dir dann besser geht... Nur zu. Hab ich kein Problem mit. Von Beschiss kann nämlich keine Reden sein. Ist alles Legal!

    Grenzwertig ist da garnix. Das Berliner Wassergesetz besagt, das Brunnen bis 15m Tiefe und 6000m³ Wasserentnahme im Jahr Genehmigungsfrei sind! Ferner besagt es, das das Grundwasser nicht ins Trinkwassernetz eingeleitet werden darf.... (Sprich, getrennte Leitungen sind nötig.), es darf aber als Brauchwasser genutzt werden!!!!

    Von da her, wers nicht nutzt.....selbst Schuld.:bef1009:
     
  22. fmjuchi

    fmjuchi

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    Nö, kein Schmarotzer. Er erschleicht sich nur Leistungen auf Kosten der Allgemeinheit.

    Die Allgemeinen Bedingungen für die Entwässerung für Berlin besagen, dass der Kunde auf eigene Kosten geeichte Zähleinrichtungen vorhalten muss, damit das nicht über den Wasserzähler bezogene Wasser berechnet werden kann.

    Wenn es rauskommt gibt es übrigens einen Zuschlag von 100 %.

    Edit sagt: Wie blöd muss man eigentlich sein, wenn man sich damit auch noch öffentlich brüstet?
     
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