Luft-Wasser Wärmepumpe mit Wasserführenden Kaminofen

Diskutiere Luft-Wasser Wärmepumpe mit Wasserführenden Kaminofen im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich bin neu hier und stehe vor einer großen Frage. Wir befinden uns noch in der Planung eines Neubaus KFW55 Haus ca170m². Die...

  1. ktown84

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    Hallo,

    ich bin neu hier und stehe vor einer großen Frage.
    Wir befinden uns noch in der Planung eines Neubaus KFW55 Haus ca170m².
    Die Wärmepumpe wird ca. 8-9 KW/h Leistung haben.Da die Luft-Wasser Wärmepumpe aber durch den Winter, wo sie den Heizstab benötigt, eine schlechte JAZ hat dachten wir einen Wasserführenden Kaminofen für den Winter mit einzubauen.

    Welche größe sollte der Kamin dann haben? (8-9 KW/h wie die WP?)

    Wie groß muss der Pufferspeicher Dimensioniert werden?

    Wie lange kann die WP aus bleiben wenn wir den Kamin 4h pro Tag beheizen, bzw. wie lange speichert der Pufferspeicher die Wärme wenn durchgehend geheizt wird. (kennt einer ne Formel für sowas?)

    Wäre nett wenn einer mir helfen kann.
    mfg
    Michael
     
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  3. roro

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  4. ktown84

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    Das hat mir schonmal sehr geholfen. Haltet ihr es denn für Sinnvoll diese kombination anzustreben oder ist das Geld zum Fenster raus geworfen?

    Der mehrpreis gegenüber einem normalen kaminofen ist ca. 2000€ je nach Modell.

    @roro bin momentan noch unterwegs. Werde den genauen Heizbedarf nachher mit beifügen.
     
  5. roro

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    Ein Kamin ist für mich ein Luxusartikel und hat mehr mit "Optik" und "Romantik" zu tun als zum heizen.
    Ich würde die LWP als alleinige Heizung planen, und falls Geld vorhanden ist, einen Kamin als Aufputz einbauen, der hin und wieder die LWP entlasten kann.
     
  6. R.B.

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    Vorsicht, wir reden hier von einer LWP, da wird die Nennleistung angegeben die sich auf AT+2°C bezieht. Manche "Verkäufer" setzen auch gerne mal die Leistung bei noch höherer AT an.

    Aber egal wie, zuerst mal brauchen wir die Heizlast nach EN12831, und dann die Heizlast des Aufstellraums.

    Ein nicht wasserführender Kaminofen wird Dir den Aufstellraum ruckzuck in eine Sauna verwandeln.

    Ach ja, so nebenbei bemerkt, ich hoffe doch Du kannst billig Holz beschaffen und musst es nicht für 80,- €/Ster ofenfertig zukaufen. Sonst wird es billiger die LWP mit schlechter JAZ, und wenn es sein muss auch mit Heizstab, laufen zu lassen.

    Gruß
    Ralf
     
  7. ktown84

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    Ich muss mich korigieren.

    Die Heizlast liegt bei 9,4 KW. Es ist kein Kfw55 Haus sondern irgendwo zwischen 75 und 55.
    Diese 9,4KW sind vom Architekten berechnet worden.
     
  8. roro

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    9,4 kW bei 170 qm und Neubau. Das sind über 55W/qm.
    Wie weit bist Du schon beim Bau, denn da sollte einiges verbessert werden (Mehr als 30W/qm vor allem bei dieser Größe sollte ein Neubau nicht benötigen).
    Wenn Du da eine LWP mit 8-9 kW einbaust, dann brauchst Du nicht darüber nachdenken ob Du einen Kamin einbauen sollst. Du wirst in BRAUCHEN.
    Wie sehen Deine U-Werte aus?
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Das ist verdächtig viel. Ich vermute mal, die Berechnung erfolgte nicht nach EN12831 sondern mehr nach der Variante Pi*Daumen.

    Ich sag´s mal so, in der Deiner Heizungsplanung steckt noch der Wurm drin. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  10. bomberos

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    Hallo,

    ich funke hier mal so rein, weil wir auch eine LWP mit 9,7KW bekommen.
    Laut Energieausweis 9 KW benötigt für 190m2 FBH, im Keller 3 Heizkörper zum
    gelegentlichen heizen und in den Bädern 2 Heizkörper zum Erwärmen der Umgebungsluft (Handtuchheizkörper).
    In 1-2 jahren kommt dann der obilagtorische Ofen dazu...
    Haus ist genauso irgednwas zwischen KfW75 und 55, wird mit 140er WDvS gedämmt.

    Spricht eurer Meinung nach was gegen dieses Heizkonzept?
    Würd mich mal interessieren...
    Dank

    MfG
    bomberos
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Die EnEV ist als Grundlage für eine Heizlastermittlund denkbar ungeeignet. Besteht auf einer Heizlastermittlung nach EN12831, und zwar mit Euren Vorgaben (Raumtemp. usw.).

    die o.g. 9kW sind somit nur als Richtwert zu gebrauchen.

    Die Handtuchwärmer an einer LWP mit einer VL Temperatur von irgendwas um 30°C? Das kann dauern bis die Handtücher trocken werden, und Wärme bringen die Dinger dann auch nicht.

    Auch hier gilt das oben gesagt, Heizlast, insbesondere die Heizlast des Aufstellraums ist zu beachten. Sonst wird der Ofen nichts anderes als ein schickes Dekostück an der Wand, denn sinnvoll nutzen wird man ihn nicht können.

    Gruß
    Ralf
     
  12. ktown84

    ktown84

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    Außenwand: 0,23 (24cm Bimsbeton + 14cm 035er WDVS)
    Fenster: 1,19 (2fach Verglasung)
    Dach: keine Ahnung...haben 14cm 025er Hartschaumdämmung drauf)

    Beheizter Raum ist nur EG+OG

    Ich kann euch nicht sagen ob diese 9,4KW der Heizbedarf des Hauses ist auf jedenfall ist es die Dimensionierung der Wärmepumpe um das Haus gleichmäßig zu beheizen.
     
  13. bomberos

    bomberos

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    Die Handtuchwärmer an einer LWP mit einer VL Temperatur von irgendwas um 30°C? Das kann dauern bis die Handtücher trocken werden, und Wärme bringen die Dinger dann auch nicht.



    Laut meinen Heizi fährt er mit einem 2. Heizkreis vom Pufferspeicher direkt weg. Er meint Vorlauftemp. dort ca 50 Grad.
    Ginge das?

    MfG
    bomberos
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Damit bist Du aber von KfW55 weit entfernt, selbst KfW70 wird nicht erfüllt, zumindest so lange man nicht alle möglichen Register zum Schönrechnen zieht.
    Wand, Fenster, das ist alles mehr oder weniger Standard.

    Eine Heizlast irgendwo zwischen 6kW und 8kW könnte also realistisch sein.

    Für die Dimensionierung einer LWP muss man dann noch in die Leistungskurve der LWP schauen, und diese mit der Heizlast abgleichen.

    Gruß
    Ralf
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Geht schon, aber doch nicht mit einer Wärmepumpe. Die könnte das zwar auch, aber die Effizienz geht in den Keller.

    Gruß
    Ralf
     
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  17. bomberos

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    Danke für den Hinweis.
    Werde das nochmal mit dem Heizi durchsprechen...

    Schönen Tag noch
     
  18. Julius

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