Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Solar?

Diskutiere Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Solar? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, nun habe ich eine Baubeschreibung erhalten wo wir um auf KFW70 zu kommen eine Luft-Wasser Wärmepumpe + 300 lt. Warmwasserspeicher...

  1. #1 CroNet, 1. Juni 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. Juni 2013
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    Hallo zusammen,

    nun habe ich eine Baubeschreibung erhalten wo wir um auf KFW70 zu kommen eine Luft-Wasser Wärmepumpe + 300 lt. Warmwasserspeicher (Fabrikat Xxxxxx oder gleichwertig) nehmen würden. Wenn wir nicht KFW70 nehmen bekommen wir eine Gastherme mit Solarunterstützung. Nun bin ich davon ausgegangen das sich nur die Heizung im Keller ändert sprich Gastherme auf Wärmepumpe und die Solarunterstützung weiterhin erhalten bleibt? lt. Baubeschreibung steht nichts mehr von Solar. Muss die Wärmepumpe keine Solarunterstützung haben? Empfehlenswert?

    Was haltet ihr von Xxxxxx Wärmepumpen?
     
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  3. #2 Baufuchs, 1. Juni 2013
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    Produktbesprechungen gibt's hier nicht
     
  4. #3 Alfons Fischer, 2. Juni 2013
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    nein, eine Wärmepumpe muss nicht zwingend eine Solaranlage dazu haben. Bei Luftwärmepumpen halte ich eine thermische Solaranlage sogar für ein "konkurrierendes System": dann, wenn die LW-WP die größte Effektivität hat, nehme ich diese durch die Energie vom Dach weg. Und umgekehrt.

    Ob es natürlich damit für KfW 70 reicht, vermag ich nicht zu sagen...

    Entscheidend ist das Konzept aus Wärmeschutz und Haustechnik unter Berücksichtigung der Architektur, Gebäude/Wohnungsgröße, des Nutzers und der Nutzererwartungen. Da hilft z.B. ein unabhängiger Berater...
     
  5. CroNet

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    Vielen Dank für die Antworten.
     
  6. R.B.

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    Wie oben schon geschrieben, widersprechen sich LWP und Solar, denn beide liefern zur gleichen Zeit (im Sommer) ihre besten Arbeitszahlen. Natürlich kann man auch an eine WP eine Solaranlage hängen, zumindest technisch ist das kein Problem. Wirtschaftlich sinnvoll ist das aber nicht.

    Ich würde auch das Konzept "LWP" noch einmal hinterfragen. Aufgrund der extremen Strompreissteigerungen der letzten 2 Jahre, sind Wärmepumpen nur dann sinnvoll wenn sie auch eine entsprechende JAZ aufweisen. Hier sollte man sich nicht verleiten lassen und irgendwelchen nach "Norm xxx" schöngerechneten Zahlen glauben, denn die haben mit der Praxis so gut wie nichts zu tun. Je nach Konzept, Betriebsweise und Maschine, wird die JAZ einer LWP irgendwo zwischen 3 und 3,5 liegen. Bei einem WP Tarif, der inkl. Grundgebühr (anteilig gerechnet), Kosten von etwa 22Ct./kWh bedeutet, kostet die kWh thermisch dann irgendwas zwischen 6,3 und 7,3Ct.
    Es wäre daher zu überlegen, ob man nicht auf ein WP-Konzept mit Flächenkollektor o.ä. ausweicht. Diese liefern aufgrund der besseren Quelle problemlos eine JAZ deutlich über 4. Konzepte mit DV liegen noch einmal darüber. Eine JAZ von 4 bedeutet bei den o.g. Rahmenbedingen Kosten von 5,5Ct./kWh, wobei man mit entsprechender Optimierung die Kosten auch in Richtung 5Ct./kWh bringen kann.

    Erst bei solchen JAZ erzielt man einen deutlichen Verbrauchskostenvorteil gegenüber anderen Energieträgern.

    Für einen Vergleich müssen dann alle Zahlen auf den Tisch. Man muss das Haus rechnen, und damit meine ich nicht die Zahlen nach EnEV, sondern praxisnahe Daten, daraus den zu erwartenden Heizenergiebedarf ermitteln, und dann kann man mit den Investitions- und Verbrauchskosten fortfahren.

    Gruß
    Ralf
     
  7. CroNet

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    Also die Luft Wasser Wärmepumpe wird
    Benötigt um auf Kfw70 zu kommen. Aufpreis wäre 8500 €. Vorteil wäre der vergünstigte Kredit. Ohne Kfw70 würde ich eine Gastherme mit Solar nehmen. Meint ihr besser Gas nehmen?
     
  8. ultra79

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    Mit Gas und SolarThermie solltest du auf KfW70 kommen können... hast du da mehr Daten?

    Eh ich LuftWP nähme würde ich Gas haben wollen.
     
  9. Julius

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    Wenn Gas mit Solar nicht für KfW70 reicht, ist die Hüllendämmung des Gebäudes nicht sonderlich gut. Dann besser DORT Verbesserungen vornehmen!
     
  10. CroNet

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    Weitere Daten habe ich noch nicht. Lt. GU ist eine Dreifachverglasung und Dämmung so weit Ok. Man müßte nur statt der Gastherme mit Solarunterstützung ein Wärmepumpe nehmen damit man die Kfw70 erfüllt.
     
  11. CroNet

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    Oder muß ich noch etwas zur Gastherme nehmen z.b. Kamin?
     
  12. R.B.

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    Das kann man aus der Ferne nicht sagen, aber ein Kaminofen ist hier nicht besonders hilfreich. Aus Deinen bisherigen Angaben kann man nur schließen, dass KfW70 etwas schöngerechnet wurde, deswegen auch die Klimmzüge mit der LWP. Der von Dir genannte Aufpreis ist auch nicht erklärbar.

    Ich würde mich hier Julius anschließen.

    Gruß
    Ralf
     
  13. #12 Alfons Fischer, 4. Juni 2013
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    das kann man pauschal nicht sagen. Ich hatte auch erst kürzlich ein Haus, bei dem wir Eff-70 mit Gas+Solar nicht hinbekommen haben.
    Naja, ich hätte es schon hinbekommen, die Hülle war gut genug (H'T), nur wollte das der Bauherr nicht bezahlen. Wir hätten nämlich 20% solare Heizungsunterstützung gebraucht. Und diesen Nachweis konnte der Hersteller in einer Simulation bei knapp 14m² Kollektorfläche nicht nachweisen. Er ist nur auf einen Heizungsüberschuß von rund 1000 kWh gekommen.
     
  14. sk8goat

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    Wie Ralf schon schreibt: Luftpumpe und Solar funktionieren gut im Sommer und schlechter im Winter und sind daher keine gute Ergänzung zueinander.

    Ein wirklich gut gemeinter Tipp: Vor Unterschrift beim GU darauf bestehen, dass "oder gleichwertig" aus der gesamten Baubeschreibung gestrichen wird. Oder ersetzen durch "Alternativfabrikate nur durch Auftraggeber schriftlich bestätigtes Auf-/Abgebot".

    Die Praxis 'Wenn die KFW70 willst, dann zahlst du auch mehr' ist gängige Praxis bei GUs. Meist gibt es zum Zeitpunkt noch nicht einmal eine Wärmebedarfsberechnung bzw. einen EnEV Nachweis. Also fehlt jegliche Grundlage für eine pauschale Aussage.
     
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  16. CroNet

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    Muss eigentlich in der Baubeschreibung der genaue Heizungshersteller und Typ rein? Die Wärmebedarfsrechnung wird doch erst mit Unterschrift gemacht?
     
  17. R.B.

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    Schwere Frage, den Grund hast Du bereits erkannt.
    Man könnte aber die typ. Formulierung abändern, wenn beispielsweise ein bestimmter Hersteller/Modell favorisiert wird, dann kann man diesen auch in die Beschreibung mit aufnehmen, und dann ergänzen um Modell/Typ/Leistung entsprechend Heizlastermittlung nach EN12831. Die genaue Formulierung hängt auch davon ab, welche Modelle/Typen der gewünschte Hersteller hat. Meist haben diese das gleiche Modell in mehreren Leistungsklassen, bei manchen wird die Leistungsklasse auch durch die Modellbezeichnung unterschieden.

    Gruß
    Ralf
     
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