Luftfeuchtigkeit bei dezentraler Anlage

Diskutiere Luftfeuchtigkeit bei dezentraler Anlage im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Liebe Experten, wir haben ein Lüftungssystem mit zentraler Absaugung in den Nassräumen und dezentralen Zuluftventilen in den Wohnräumen. Diese...

  1. #1 hausbauer2008, 16. September 2010
    hausbauer2008

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    Liebe Experten,

    wir haben ein Lüftungssystem mit zentraler Absaugung in den Nassräumen und dezentralen Zuluftventilen in den Wohnräumen. Diese sind einfache Wandventile ohne Wärmerückgewinnung oder dergleichen.

    Die Anlage ist laut Heizlastberechnung mit n=0.5/h eingestellt, der Blower-Door-Test hat n50=0.9/h ergeben.

    Nun die Frage: Je höher draussen die absolute Luftfeuchte ist, desto höher ist die relative Luftfeuchte innen (die Innentemperatur ist meist konstant um die 20-24 Grad). Dabei ist die absolute Feuchte innen meist um ca. 1 bis 2g/m3 höher als draussen, sowohl an feuchten als auch an trockenen Tagen. Macht es dann überhaupt Sinn, an feuchten Tagen die Anlage laufen zu lassen oder holt man sich damit mehr Feuchtigkeit ins Haus als gewünscht, d.h. erzielt man damit den gegenteiligen Effekt als erwünscht.

    Ich frage vor dem Hintergrund, dass wir natürlich noch mit entsprechender Baufeuchte zu kämpfen haben und an einer effektiven Trockung interessiert sind.

    Gruss.
     
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  3. ThomasMD

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    Damit hast Du Dir doch Deine Frage selbst beantwortet.
     
  4. #3 hausbauer2008, 16. September 2010
    hausbauer2008

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    Verstehe Deine Antwort nicht ganz. Meinst Du Ventile an feuchten Tagen zu machen? Habe es noch nicht ausprobiert, aber dann müßte es ja allein deshalb feuchter werden, weil die von innen produzierte Feuchte nicht mehr entweichen kann.

    Außerdem dürfte das ständige manuelle Öffnen und Schließen von 6 Ventilen auch kein Spaß sein.
     
  5. ThomasMD

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    Ich hatte geglaubt, Du kämest selber drauf.

    Dann noch ein Denkanstoß:
    Was passiert wohl, wenn Du Außenluft mit einer geringeren absoluten Feuchte als die Innenluft ins Haus holst?

    Im Übrigen dürfte das fallweise Abschalten des oder der Abluftventilatoren einfacher als das manuelle Schließen von sechs Zuluftventilen sein.

    Partiell bist Du aber doch schon auf dem richtigen Weg:
     
  6. #5 hausbauer2008, 16. September 2010
    hausbauer2008

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    Bist Du Lehrer? ;)

    Sorry, aber gib mal bitte konkrete Handlungsanweisungen, wenn Du was weißt, mir ist die Raterei zu kompliziert.

    Wann also Anlage aus und wann Anlage ein? Und warum?
     
  7. #6 ThomasMD, 17. September 2010
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2010
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    Nein bin kein Lehrer, aber bei mir stimmt die Berufsbezeichnung im Profil.

    Ich hatte auch nichts von Raten geschrieben, sondern von Nachdenken.

    Du hantierst zwar immerzu mit dem Begriff der absoluten Feuchte. Vielleicht erklärst Du uns mal, wie Du den ermittelst.

    Ich habe leider nur ein uraltes Kanomax-Messgerät und kann nur die relative Feuchte messen. Den absoluten Feuchtegehalt der Luft muss ich mir aus Tabellen zusammensuchen. Wobei mich dieser auch nur am Rande interessiert. Wichtiger ist mir die Taupunkttemperatur. Beispielsweise hier nachzulesen:http://www.schimmelpilz-sanieren.de/info/bt/bt12.htm

    Vereinfacht ausgedrückt, und weil ja niemand mit dem Feuchtemessgerät um den Hals herumläuft, kannst/sollst/darfst Du immer dann lüften, wenn die Außentemperatur niedriger ist, als die Temperatur der Oberflächen im belüfteteten Raum. So vermeidest Du Kondensationsfeuchte und spätere Pilzkulturen an Wänden und Möbeln.
     
  8. #7 hausbauer2008, 17. September 2010
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    Ich messe die Temperatur und die rel. Luftfeuchte mit einem Hygrometer und aus diesen beiden Werten kann ich mittels Mollier-Diagramm oder Formel die absolute Luftfeuchte ausrechnen.

    Die in dem Link dargestellten Zusammenhänge sind mir schon weitesgehend bekannt. Meine Ausgangsfrage richtete sich dahingehend, wie mich die Lüftungsanlage unterstützt oder auch nicht, die Raumfeuchte im optimalen Bereich zu erhalten.

    Bsp.: Ich habe im WoZi 20 Grad und 60% rel. Feuchte, was einer absoluten Feuchte von 10,4 g/m3 entspricht. Nun schlägt das Wetter um und wir haben außen eine Temp. von 18 Grad und 95 % rel. Luftfeuchte = 14,6 g/m3. Dann merke ich wie allmählich auch innen die absolute Feuchte steigt, indem bei 20 Grad Innentemperatur die rel. Luftfeuchte an die 80 % geht.

    Es kann aber doch nicht Sinn und Zweck einer sog. Komfortlüftungsanlage sein, dass ich mit dem Hygrometer in der Hand ständig die Anlage an oder ausschalten muss, nur um mir keine Feuchtigkeit ins Haus zu holen. Hier würden mich vor allem die Meinungen der Lüftungsexperten interessieren.
     
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  10. OldBo

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    Tja, wenn die Gegebenheiten so sind, dann wird man auch ohne KWL nicht viel ändern können. Eine Alternative wäre, nicht zu lüften.

    Aber auch eine Festerlüftung würde die Luftfeuchte erhöhen. Ich gehe einmal davon aus, dass diese Zustände selten sind und von einem ordentlich geplanten Haus abgepuffert werden. Probleme wird es nur in den Späneburgen geben, wenn die hohe Luftfeucht länger anhält.

    Ob es dann sinnvoll ist, für diese Feuchtigkeitszustände eine Entfeuchtung einzubauen, wage ich zu bezweifeln.

    Es gibt Leute, die nur aus einem Grunde in jeder Suppe ein Haar finden,
    weil sie, wenn sie davor sitzen, so lange den Kopf schütteln, bis eins hineinfällt.


    Gruß

    Bruno Bosy
     
  11. skydiver75

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    Hier stellt sich doch aber die Frage, wann du solche Außenluftverhältnisse hast?
     
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