Luftschicht

Diskutiere Luftschicht im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, in unserem Neubaugebiet sind einige Nachbarn bereits am Verblenden. Zum Teil kann man von oben oder von der Seite hinter den Verblender...

  1. HeikoM

    HeikoM Gast

    Hallo,

    in unserem Neubaugebiet sind einige Nachbarn bereits am Verblenden. Zum Teil kann man von oben oder von der Seite hinter den Verblender schauen. Mir ist aufgefallen, daß die Dämmung ab und zu von innen an den Verblender drückt.
    Ist das in Ordnung?
    Bei einer 4cm-Luftschicht würde ich davon ausgehen, daß ich zwischen Verblender und Dämmung bis ans andere Ende des Hauses hindruchschauen kann. Zuviel verlangt?
    Dort, wo die Dämmung am Verblender anliegt, kann die Luft m.E. schlechter zirkulieren und die Dämmung somit schlechter trocknen.

    Wie ist Eure Meinung?

    Gruß
    Heiko
     
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  3. #2 Hendrik42, 14. Juli 2005
    Hendrik42

    Hendrik42 Gast

    Wenn 4cm "Soll" ist, dann muß man durchschauen können, denke ich.

    Haben die Nachbarn aber vielleicht bei der Dämmung draufgelegt und es ist nur ein "Fingerspalt" übrig geblieben?

    Wenn nur die Kanten der Mineralwolle-"Platten" ab und an mal den Verblender berühren wird das wohl nicht das Problem sein, wenn aber die Mineralwolle öfter flächig am Verblender anliegt dann ist das sicherlich nicht wirklich gut.

    Ich habe gerade nochmal auf meine Fotos geschaut. Bei uns war nur ein "Fingerspalt" (1-2cm) geplant und selbst da konnte ich "durchschauen".

    Du solltest das für Dein Haus nicht akzeptieren, wenn Du nicht durchschauen kannst.

    Gruß, Hendrik
     
  4. HeikoM

    HeikoM Gast

    Hallo Hendrik!

    Ich hab' gestern mit einem anderen Haus verglichen: Dort konnte man definitiv von einer Hausecke zur anderen hinterm Verblender durchschauen.
    Ich werde bei uns aufpassen, noch sind wir nicht so weit.

    Gruß
    Heiko
     
  5. #4 Hendrik42, 15. Juli 2005
    Hendrik42

    Hendrik42 Gast

    noch zu dem Thema:

    zwischen den Verblendsteinen werden in einer Reihe unten und oben immer mal Lücken zwischen den Steinen gelassen (d.h. kein Mörtel), damit unten Luft eintreten und oben Luft austreten kann.

    Hie darauf achten, dass a) die Löcher/Lücken vorhanden sind, b) nicht im Spalt zur Mineralwolle die Löcher mit Mörtel zufallen c) die Lücken beim Verfugen der Verblender nicht zugemacht werden.
     
  6. HeikoM

    HeikoM Gast

    Hallo Hendrik!

    Häufig werden dafür sogar Platzghalter aus Kunststoff eingesetzt. Diese sollten natürlich später entfernt werden ;)

    Gruß
    Heiko
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 15. Juli 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Jau....

    Ihr Platzhalterentferner :mad: .
    Was hier als Platzhalter bezeichnet wird sind Klemm- und Tropfscheiben.
    Erste verhindern ein "Umkippen" der Dämmung, zweitere ein Ablaufen von Regen-/Kondenswasser an den Ankern in die Dämmung.
    Aber baut Ihr die mal schon aus :respekt
    Verständnislosdenkopfschüttelundaufdenfeierabendfreu
    MfG
     
  8. #7 Carden. Mark, 15. Juli 2005
    Carden. Mark

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    Sag mal Ralf, wie kommen die da hinter um die wieder rauszunehmen :irre

    Aber zur Ausgangsfrage, Richtige und saubere Verarbeitung und anbringen der Dämmung, bedarf ein paar mehr L-Anker als es in der DIN verlangt wird. Des Weiteren ist es auch eine Frage der Dämmung. Da gibt es Labberzeug und Festere Ware, welche ich auch Plan an die Wand bekommen kann. Da Problem ist nicht die (überschätzte) Austrocknung der Dämmung, sondern eher das Hinterlaufen der Dämmung durch durchschlagendes Wasser.
     
  9. Biker

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    in der Regel werden ja 5-7 Mauerwerksanker 4mm ( L-Anker) auf 1 m² verwendet (je nach Schalenabstand), dieses ist im Normalfall auch absolut ausreichend!
    Meist quirlt ja beim mauern etwas Mörtel hinten raus, solange dieser nicht runter fällt und die Entwässerungsfugen verschließt ist das auch kein Problem, (in der 1053 steht was anderes) nur durch das rausquirlen des Mörtels hat man schon mal an diesen stellen keine 4cm mehr sondern nur 2cm, is das Hintermauerwerk dann auch nich so 100 %, dann kommt es schon mal vor das die Dämmung teilweise anliegt.

    is aber auch nicht immer ein Beinbruch, beim Wandaufbau mit Kerndämmung is ja noch nich mal mehr eine Luftschicht eingeplant, da liegt die Dämmung komplett am Verblender an.....

    mfg
     
  10. HeikoM

    HeikoM Gast

    Hallo Ralf Dühlmeyer,

    bitte richtig lesen! Wir sprachen bei den "Platzhaltern" (tut mir leid, ich bin nicht vom Fach, von daher kenne ich die Fachbegriffe nicht) von Kunststoff, welches zwischen die Verblendsteine gesetzt wird, damit zwei nebeneinander liegende Verblendsteine einen definierten Abstand zueinander haben.
    Ob sowas üblich ist, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich solche "Platzhalter" schon gesehen.
    Die Abstandshalter "Verblender->Dämmung" sind mir bekannt und werden natürlich nicht entfernt :)

    Gruß
    Heiko

    P.S.: Ich mach' morgen oder übermorgen mal ein Foto, dann wissen wir alle, wovon wir sprechen :winken
     
  11. #10 Carden. Mark, 15. Juli 2005
    Carden. Mark

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    Wie viel qm Verblendung haben Sie schon erstellt?
    Im Schnitt also 2,5 L-Anker pro Platte. Ränder und Dehnfugenbereichen außen vor gelassen. Nun noch eine labbrige Dämmung und die Klappt automatisch nach vorne. Alles kein Beinbruch also: hmmmm – wofür aber bestellt der AG eine Luftschicht????

    erst die DIN 1053-1 : Mauerwerk - Teil 1: Berechnung und Ausführung zitieren und dann so ein Fehler. Als Kerndämmung wird eine Verblenderdämmung benannt bei welcher der Abstand geringer als 4 cm ist, mindestens aber einen Fingerspalt von 2,0 cm besitzt. Irgendwo unter 8,??,?? in der 1053 nachzulesen. Da steht dann auch noch, das die Stöße stumpf zu stoßen sind, per Nut und Feder und doppeltlagigkeit ein Eindringen von Wasser verhindert werden muss. Und nun sollen abklappenden Dämmungen kein Mangel sein ?????
     
  12. HeikoM

    HeikoM Gast

    für Herrn Dühlmeyer...

    ...ein Bild, von welchen "Platzhaltern" wir oben sprachen (auch, wenn es etwas am Thema vorbei ging). Links im Bild habe ich die vergrößert dargestellt.

    Gruß
    Heiko

    P.S.: Die unterste Verblenderschicht ist durch einen weißen Stein unterbrochen bzw. mit weißen Steinen "aufgefüllt" worden. Erfüllt das einen Zweck? Ist zwar am Thema vorbei, interessiert mich aber dennoch. Oder ist das die Sockelschicht (in weiß), die mit Verblendsteinen aufgefüllt wurde?
     
  13. #12 Carden. Mark, 15. Juli 2005
    Carden. Mark

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    Ha, ha – das sind Lüftungs- / Entwässerungsgitter. Allerdings nicht den anerkannten Regeln der Technik entsprechend eingebaut. Die Entwässerung wird durch die Lagerfuge behindert.
     
  14. #13 Carden. Mark, 15. Juli 2005
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    Ich tippe auf einen Restposten KS Steine. Hier wäre dann aber die Frostbeständigkeit derer in Frage zu stellen.
     
  15. Biker

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    Zitat: Als Kerndämmung wird eine Verblenderdämmung benannt bei welcher der Abstand geringer als 4 cm ist, mindestens aber einen Fingerspalt von 2,0 cm besitzt.

    ruhig mal über den Tellerrand schauen....... :lock

    Bei zweischaligem Mauerwerk mit Kerndämmung darf der Hohlraum zwischen den Mauerwerksschalen vollständig mit Wärmedämmstoff verfüllt werden, sofern der Wärmedämmstoff für diesen Anwendungsbereichgenormt oder dessen Brauchbarkeit nach den bauaufsichtlichen Vorschriften – z.B. durch eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung – nachgewiesen ist.


    (und ein Mangel muß nicht immer einen Schaden nach sich ziehen...)
     
  16. #15 Carden. Mark, 16. Juli 2005
    Carden. Mark

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    Es bedarf aber auch keinen Schaden um ein Mangel zu sein!!

    Des Weiteren, eine Abgeklappte Dämmplatte, und um der geht es hier, kann Rückwärtig Luftumspüllt werden. Dann ist Essig mit dem Dämmverhalten.
     
  17. HeikoM

    HeikoM Gast

    Moin!
    Immerhin scheinen die Lüftungsgitter etwas mit der Luftschicht zu tun zu haben. Danke für die Aufklärung!
    Wie sollte durch so ein Gitter die Entwässerung stattfinden? Irgendwo muß das Gitter doch aufliegen?! Warum ist die Lagerfuge im Weg?

    @Biker: Ich wußte nicht, daß es Dämmung gibt, die den Bereich voll ausfüllen darf. Danke für den Hinweis. Im oben genannten fall wird es sich aber nicht um so einen Dämmstoff handeln.

    Gruß
    Heiko
     
  18. #17 Carden. Mark, 16. Juli 2005
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    Die DIN und weiterführende Fachliteraturen schreiben, dass es die Regel ist, diese Entwässerungsschlitze und Lüftungsschlitze offen zu lassen. Keines Falls darf das Freie ablaufen des Wassers durch eine Fuge, Mörtelreste und / oder dem Gitter behindert werden. Wir, wenn der Bauherr den Einbau von Gittereinsätzen wünscht, setzen diese erst ab Höhe UK Stein = UK Gittereinsatz an. Die Durchlaufende Lagerfuge darunter, verbleibt unvermörtelt und bedarf einer gesonderten Nachbearbeitung mit der Fugenkelle, damit sie dieses auch verbleibt.
     
  19. #18 C. Schwarze, 16. Juli 2005
    C. Schwarze

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    Ho,ho, und eigentlich müßte unter der Schicht der Entwässerungsfugen auch eine Abdichtung, nicht wahr?
     
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  21. TAMKAT

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    Hallo,

    ganz genau geht es so:

    Auf die Sockelisolierung lässt man jede dritte Stoßfuge im Verblender offen, und zwar so das die Stoßfuge bis zur Sockelisolierung frei ist ( Auflager).
    Be/entlüfter, wie sie bei uns genannt werden, haben im inneren eine Schräge, damit kein Wasser rein und keins raus laufen kann, deshalb sind sie auch nur zur entlüftung geeignet.
    Diese Be/entlüfter kommen dann ca. 30 bis 50 cm über fertiges gelände, bei uns immer jeder dritte Stein.
    Das gleiche natürlich über Bögen und Stürze, und am oberen Wandende.

    TAMKAT
     
  22. #20 Carden. Mark, 29. Juli 2005
    Carden. Mark

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    Da sind es doch dann aber wiederum Entwässungsschlitze - also sind diese wiederum offnen zu lassen, Bzw. so auszuführen, dass das Ablaufen des Wassers nicht behindert wird.
    Nach 1053-1 darf die Luftschicht erst am 50 cm über Gelände beginnen, und wenn überhaupt, hat diese auch hier Ihren Sinn und nicht erst ab 50 cm.
     
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