Luftschutztunnel, Bombentrichter und Bodenverunreinigung

Diskutiere Luftschutztunnel, Bombentrichter und Bodenverunreinigung im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo. Ich möchte ein Grundstück kaufen, was für mich optimal gelegen ist. Ich weiß nun, warum es wie eine Perle in der Altstadt ungenutzt vor...

  1. rk1234

    rk1234

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    Hallo.

    Ich möchte ein Grundstück kaufen, was für mich optimal gelegen ist.
    Ich weiß nun, warum es wie eine Perle in der Altstadt ungenutzt vor sich hingrünt.

    Es weist auf 1.200 qm folgende Highlights auf:
    1. vermuteter Luftschutztunnel (Bohrungen bis in 5 m Tiefe verliefen ergebnislos)
    2. Bombentrichter => 1999 saniert
    3. Bodenverunreinigung (es befand sich ein Teil einer Schule mit geteerten Schulhof auf dem Gelände; es wurde vor 25 Jahren saniert; es kann trotzdem eine Einstufung in die LAGA Klassen Z1 oder Z2 nicht ausgeschlossen werden => Wahrscheinlichkeit hoch => Gutachten wird erstellt)

    Meine Fragen lauten:
    1.
    Bis in welche Tiefe sollte ich nach dem Tunnel suchen lassen? Oder anders: Bis zu welcher Tiefe kommt es im Falle des Einsturzes zu Setzungen, die sich auf die Bausubstanz auswirken?
    Der Tunnel hat auf der Karte eine Breite von vielleicht 2,5 Metern und zieht sich durch das Baufenster.

    2.
    Der Gutachter kommt zu dem Ergebnis, dass der Boden ausreichend tragfähig für das geplante Vorhaben ist.
    Gemessen wurde an den Ecken des Baufensters (16 *14) sowie in der Mitte des Baufensters.
    Kann der Bombentrichter dennoch Probleme verursachen?

    3.
    Das gehört wohl nicht hier her:
    Die Sanierung soll wohl über den Abtransport der belasteten Erde erfolgen.
    Können Kinder auf der sanierten Fläche unbedenklich spielen?
    Ist das Grundstück letztlich immer höher belastet als andere bzw. ein typisches Stadtgrundstück.



    Vielen Dank für eure Antworten!

    Reiner
     
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  3. Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Ich äußere mich jetzt nur zu Punkt 3!

    Nach einem Bodenaustausch können Kinder natürlich bedenkenlos auf dem Grundstück spielen. Selbst falls sich Auswaschungen im Untergrund befinden ist noch ausreichend Deckschicht vorhanden. Achte darauf dass es teilweise (je nach Belastung) enorme Entsorgungspreise geben könnte...
     
  4. rk1234

    rk1234

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    Danke für die Antwort zu Nr. 3! Das find ich schon mal super.
    Die Kosten sollen vom Kaufpreis bestritten werden, der auf einem Notaranderkonto geparkt wird.
     
  5. Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Wenn das vertraglich vereinbart wurde, dann ist das ein guter Ansatz! - Ansonsten wird es zumindest ein sicherer Streitpunkt...

    Bei gefährlichen und "besonders überwachungsbedürftigen Abfällen" bitte die Entsorgungsnachweise anfordern und archivieren!!!
     
  6. rk1234

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  7. saarplaner

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    OT: und warum steht dann Arzt bei deinem Beruf und nicht Rechtsanwalt?
     
  8. tanzbaer

    tanzbaer

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    In welcher Ecke von Dortmund ist denn das? In der Innenstadt gibt es einen Riesentunnel (mehrere km lang), der geht ungefähr vom HBF übern Wall bis zum Johannishospital und Richtung Westfriedhof. Der dürfte aber durchgängig tiefer als 5m liegen. Wenn der vermutete Tunnel größer ist, dann könnte ausser der Stadt auch bunker-nrw eine Anlaufstelle für dich sein.
     
  9. rk1234

    rk1234

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    Hallo Leute.

    Versucht euch bitte nicht an meinen Angaben im Profll zu orientieren.
    Ich schreib doch nicht in Zeiten von NSA meinen Lebenslauf ins Netz.

    Aber ja, ich bin Rechtsanwalt.
    Und es handelt sich um einen Ort unweit Dortmunds..

    @tanzbaer
    Danke für den Tipp.
    Es handelt sich aber um ein vermutetes Bauwerk. Niemand weiß was genaues. Eine Bundeswehrbehörde hat im Rahmen der B-Plan Aufstellung einen Plan mit der Einzeichnung übermittelt. Vielleicht wurde der Tunnel auch nie gebaut.
    Die Frage geht ja dahin: Muss ich kostenintensiv das Grundstück durchlöchern oder passiert ab einer gewissen Tiefe eh nichts..
     
  10. tanzbaer

    tanzbaer

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    Wie groß / lang ist denn der Tunnel laut Plan? Luftschutztunnel oder Verbindung zwischen Werken/Gebäuden?

    Google mal Bilder unter dem Begriff "Tagesbruch". Ich wüsste jetzt nicht, warum Dein Tunnel (so er denn da ist) sich da deutlich anders verhalten sollte. Gerade wenn es nah an der Oberfläche ist, dann sackt es ja nicht nur nach unten, sondern meist wird Material ausgewaschen und in die Stollen eingespült, bevor es oben auf einen Schlag bricht. Würd ich nicht unter meinem Haus haben wollen.

    Und das bei einer gewissen Tiefe nichts passiert, nunja, also zumindest 1500m reichen noch nicht, das kommt oben an. Sonst stände mein Elternhaus jetzt 20m höher. :e_smiley_brille02:
     
  11. rk1234

    rk1234

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    Das ist ja gruselig.
    Andererseits sind wir ja nunmal im RUHRGEBIET.. und Bergbauschäden unser täglich Brot.
     
  12. rk1234

    rk1234

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    Anliegend mal ein Bild des Tunnels.
    Fängt neben der Grünfläche an. Und endet auf dem Grundstück.
    Von der Form her spricht es wohl für einen Luftschutzbunker.
     

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  13. Gwenny

    Gwenny

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    Nö, aber stellst Bilder hinein, die die NSA bestimmt nicht zuordnen kann.
    Lass mal deine Berufsangabe über einen Admin ändern, sonst wirst du demnächst gesperrt.
     
  14. Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Mensch Gwenny: Du hast es doch wieder nicht verstanden! Warum die Admins?!? In dem Tunnel verläuft die Hauptleitung der NSA!!! Wenn die den Fehler bemerken, dann werden die da bestimmt eines entsprechende Korrektur vornehmen können! Oder denkst Du nur die Admins hätten uneingeschränkte Zugriffsmöglichkeiten? :mauer
     
  15. KATMat

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    Nur mal am Rande. Belastungen Z1 und auch Z2 sind für Auffüllungen auf Stadtgrundstücken gerade auch im Ruhrgebiet völlig normal.
    Und ein Sanierungsgebot besteht da zunächst auch nicht. In vielen Fällen unterschreiten Belastungen Z1 sogar die Prüfwerte der BBodschV für Kinderspielflächen.
    Also aufpassen mit der vertraglichen Gestaltung und unbedingt einen kundigen RA zuziehen ;-).
     
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  17. KATMat

    KATMat

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  18. peterk61

    peterk61

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    Den Tunnel mit Georadar oder Seismik suchen lassen. Die solltest eine Firma suchen, die flächendeckenden geophysikalischen Verfahren versprechen mehr Erfolg als Bohrungen.
     
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