LWWP und Heizlast

Diskutiere LWWP und Heizlast im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, die Heizlast meines Hauses ist 6,3KW (KfW70-EnEV2009, Transmissionswärmeverlust 0,29; 140m2 Wohnfläche, KWL). Das Haus steht an der...

  1. bayerth

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    Hallo,

    die Heizlast meines Hauses ist 6,3KW (KfW70-EnEV2009, Transmissionswärmeverlust 0,29; 140m2 Wohnfläche, KWL). Das Haus steht an der Grenze zum Allgäu auf knapp 700m.

    WIe sollte eine LWWP (für Heizung und Warmwasser) dimensioniert werden. Die LWZ 403 hat z.B. bei -10 Grad noch eine Heizleistung von 6,5 KW, die 303 nur mehr 4,5KW (ich kann aus beiden Geräten auswählen).
     
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  3. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Wurde da wirklich die Heizlast nach DIN EN 12831 berechnet?
     
  4. bayerth

    bayerth

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    Auf Anfrage nach der Heizlast gemäß DIN habe ich diese Antwort vom BL erhalten (genau: 6255 Watt). Ist sie gefühlsmäßig zu niedrig oder hoch?
     
  5. alex2008

    alex2008

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    Heizlast könnte passen.
    Nur zwischen Winkelbungalow mit großzügiger Glasfront und einem kompakten 2gesch. Kubus mit Schiesscharten ist ein Unterschied.

    Überschläig gerechnet:
    nimmst
    h'T x A x DeltaT
    A= Hüllfläche des Gebäudes in m2
    Delta T Rauminnentemp. - Bemessungsaussentemp.
    Bspw. 20° - -14°
    Allgäu könnte (behauptet meine Glaskugel) Delta T 34 passen.
    nimmst für Lüftungsverluste noch ca. 300-500 Watt und zählst zusammen dann hast nen Schätzeisenwert der genauer ist als manches was deutsche Heizungsbauer so "rechnen"
     
  6. #5 Achim Kaiser, 11. Oktober 2011
    Achim Kaiser

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    Wie kommst denn auf das schmale Bett ?

    Wenn ich ins Produktdatenblatt schaue dann ist die Leistungsangabe bezogen auf eine Außentemperatur von +2°C ...

    Wenn das Gebäude eine Heizlast von 6.5 kW hat dann liegt die bei ganz anderen Temperaturen an und da ist dann ziemlich sicher dass mit den Elektroheizstäben nachgeholfen werden wird.

    Über den Daumen dürfte dann der Bivalenzpunkt bei ca. -3 bis -5 Grad liegen ... (müsste über das Leistungsdiagramm geprüft werden).

    Überzeugt mich nicht wirklich ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. bayerth

    bayerth

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    Es handelt sich um ein kompaktes Bauwerk: Grundfläche 10,3 x 8,65, 2 Vollgeschosse, keine Dachaufbauten, der Eingangsbereich (10m2) ist als Auskragung realisiert (mit Flachdach). Dachneigung 23 Grad (Satteldach). Viel Glasfläche auf der sonnigen Südseite.
    Heizlast gemäß Ihrer Formel: 516m2 * 0,29 * 34 = 5087 W.
     
  8. R.B.

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    Jepp. Wie oft habe ich das schon geschrieben.

    Schaut Euch die Leistungskurve an, ohne WRG, ohne E-Stab Einsatz!

    Bei 35°C VL, ohne WRG (Werte der 303 in Klammern)

    -15°C _> 3,1kW (2,5kW)
    -12°C -> 3,5kW (2,9kW)
    -10°C -> 3,7kW (3,1kW)
    -5°C -> 4,5kW (3,6kW)
    +0°C -> 5,5kW (4,0kW)
    +2°C -> 6,1kW (4,3kW)
    +5°C -> 6,7kW (4,7kW)
    +10°C -> 7,5kW (5,8kW)

    Unterstellen wir, dass die Heizlast mit 6,3kW korrekt ermittelt wurde, dann ergibt sich bei der 403 ein Bivalenzpunkt von etwa -5°C. Bei der 303 wird er knapp unter 0°C liegen.

    Bei den genannten Maschinen wird gerne inkl. WRG gerechnet, bei der 403 mit 200m3/h. Dadurch ergibt sich natürlich eine höhere Leistung. Dieser Ansatz geht jedoch in die Hose, denn auch die Luft muss ja erst einmal erwärmt werden. Jetzt kommt es darauf an, wie die Heizlast ermittelt wurde, und wie dort die Lüftungsverluste berücksichtigt wurden.

    Der Heizstab ist 3stufig mit 2,6/5,6/8,8kW und sollte natürlich möglichst wenig zum Einsatz kommen.

    Allgäu, 700m ü. NN, und 6,3kW Heizlast, da stellt sich die Frage "303 oder 403" nicht mehr. Die Antwort kann nur lauten "403".

    Interessant wäre in diesem Zusammenhang noch die WW-Erzeugung, sprich max. erreichbare Temperatur bei den genannten Außentemperaturen. Eine LWP verliert bei niedrigen Außentemperaturen nicht nur Leistung, sondern sie kann unter Umständen die gewünschten WW-Temperaturen nicht mehr erreichen.

    Gruß
    Ralf
     
  9. alex2008

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    bei der Heizlast würd ich mich fragen ob ich nicht eine ganz andere WP nehme.
    Der Hersteller hat auch deutlich bessere LWP und sep. Lüftungsgeräte im Angebot.
    Und auch schon mal Erdwärme ins Auge gefasst??
     
  10. bayerth

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    Die 403er ist mit der eingebauten Lüftung billiger als 2 getrennte Geräte (zumindest bei meinem GU). Erdwärme wäre mir zu viel Aufwand, die Mehrkosten würde eher in Dämmung angelegt. Zusätzlich zur LWWP gibt es einen Kaminofen (nicht wasserführend).
     
  11. BitteDanke

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    Servus,

    wir haben aehnliche Daten:
    • Transmissionswaermeverlust 0,27
    • 175 qm beheizte Flaeche (inkl. 2 Kellerraeume)
    • Heizlast 5,8 kW bei -12 Grad Auslegungstemperatur

    Auch wir haben die LWZ 403 (seit 07.10. heizen wir zum ersten Mal, seitdem haben wir 76 kWh verbraucht).
    Die Anlage sollte gut zu unserem Haus passen. Aehnliche Haeuser in unserer Gegend haben einen Verbauch von 3.500 - 4.000 kWh.

    Die LWZ kostet wohl so 11-12.000 EUR, dafuer bekommt man schwerlich eine Sole-WP inkl. Sole-Quelle + KWL.
    In unserer (recht warmen) Gegend macht das in meinen Augen auch keinen Sinn.

    Ihr aber wohnt auf 700 m. Welche Auslegungstemperatur habt ihr?
    Da wuerde ich mir schon nochmal ueberlegen, ob ich nicht auf eine Sole-WP umsteige.
    Oder eben die Heizlast durch bessere Daemmung noch um Einiges nach unten senken...

    Momentan ist die LWZ 303 aber definitiv nichts fuer Euch, da brauchst du schon Heizlasten um die 3 - 4 kW.
     
  12. alex2008

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    nach wieviel Jahren schmeisst man das Kompaktgerät weg?
    Bei der Erdwärme wird die WP ersetzt die erst mal teuer zu erschließende Quelle nicht!
     
  13. BitteDanke

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    Hoffentlich erst nach 15-20 Jahren.
    Es gibt jedenfalls LWZ, die seit 10 Jahren problemlos laufen...
     
  14. bayerth

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    Außentemperatur -14 Grad. Laut Planungsunterlagen von Stiebel (im Internet verfügbar) soll die 303 bis max. 7,5 KW Heizlast einsetzbar sein. Mein Heizi meint, mit der 403er wird erst ab -8 Grad der Heizstab aktiv.
     
  15. #14 Achim Kaiser, 15. Oktober 2011
    Achim Kaiser

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    Wenn bis -7,9° die ~4 kW WP Leistung reichen .... kann das sein.
    Ansonsten schaltet der u.U. schon früher ein.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  16. BitteDanke

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    Also wir rechnen damit, dass bei uns der Heisstab ab ca. -7°C benötigt wird. Die haben wir bei uns über längere Zeit aber sehr selten.
    Und eure Heizlast ist noch höher,d. h. der Bivalenzpunkt wird wahrscheinlich bei -5°C oder -6°C liegen...
    Welche Auslegungstemperatur habt ihr denn nun? -14°C?

    Stiefel rechnet sich das auch gerne schön. Vergiss' die 303 für euer Haus, die macht Euch arm!
     
  17. fmw6502

    fmw6502

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    Mit der Heizlast kann man die notwendige Heizungsgröße festlegen, d.h. bleibt es bei diesen normierten Werten noch warm. Sie sagt nichts darüber aus, wie lange kalt ist, was wiederum bei einer LWP mit Heizstab entscheidend ist.

    Daher sollte man den Bivalenzpunkt ermitteln, ab wann muß der Heizstab sich zuschalten. Läßt sich auch ganz einfach graphisch machen. Einfach ein Diagramm malen (lassen), im dem sowohl die Heizlastkurve als auf die reine LWP-Leistung ohne Heizstab (siehe #7) über der Temperatur eingetragen sind. Der Schnittpunkt der beiden geraden ist der Bivalenzpunkt. Unterhalb dieser Temperatur ist dann die Heizlast größer als Leistung der LWP ohne Heizstab --> Elektrodirektheizung schaltet sich dazu.

    So nun wird es interessant, wie lange sich die Außentemperaturen den Heizstab anschalten. Es gibt Gebiete mit längere Kaltphasen und andere wie den Oberrheingraben, da ist es eher kürzer. Dazu hilft die Auslegungstemperatur aber nichts, dazu muß man den passenden typischen Temperaturverlauf im Winter nehmen und die Anzahl der Heizstunden mit der jeweiligen Temperaturdifferenz aufaddieren.

    Meine Vermutung ist, daß die Umgebung von Ravensburg eher längere kalte Winter hat. Daher ist es wohl keine gute Gegend generell für LWPs. Unterdimensonierte Teile treiben die Betriebskosten noch viel höher, was den Hersteller/Verkäufer aber weniger interessiert.

    Gruß
    Frank Martin
     
  18. R.B.

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    Ich hatte oben doch schon alle Details genannt. Also nachschauen, und dann entscheiden. Du kannst natürlich auch auf gut Glück entscheiden. Ich bleibe dabei, die 303 ist zu klein, das geht nur schöngerechnet mit Heizstab, und die dadurch entstehenden Kosten zahlst Du.

    Gruß
    Ralf
     
  19. BitteDanke

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    Meine Meinung:
    Entweder zusätzlich Dämmen (Heizlast < 5kW) und die 403 einbauen oder eine Sole-WP nehmen.
     
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  21. #19 passivbauer, 16. Oktober 2011
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    Es gibt noch WW-Wärmepumpen der 1. Generation - die laufen seit nun 30 Jahren z.T. ohne Probleme.
     
  22. #20 passivbauer, 16. Oktober 2011
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    Die Heizlast nach DIN EN 12831 ist nur die halbe Wahrheit. Je besser der Dämmstandard, je größer die Südfenster, sind, desto geringer wird die tatsächlich notwendige Heizlast gegenüber den Kalkulationen der DIN EN 12831. Wenn man mal ein paar Passivhausauslegungen gemacht hat sieht man die DIN EN 12831 kritischer.
     
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