Mängelbeseitigung Rissbildung. Wer trägt die Nebenkosten?

Diskutiere Mängelbeseitigung Rissbildung. Wer trägt die Nebenkosten? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo! Nachdem unser Haus nun 1 Jahr steht, zeigen sich starke Risse zwischen Mauerwer und Rigipsdecken, Mauerwerk und Betondecken, innerhalb...

  1. #1 rembrand320, 6. November 2009
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    Hallo!

    Nachdem unser Haus nun 1 Jahr steht, zeigen sich starke Risse zwischen Mauerwer und Rigipsdecken, Mauerwerk und Betondecken, innerhalb der gemauerten Wände im ganzen Haus. Praktisch jedes Zimmer ist betroffen.

    Unser GÜ will die Risse beseitigen lassen. Soweit sogut, aber: Es ist natürlich mit enormen Aufwand verbunden, sämtliche Möbel umzuräumen, alles abzudecken und vorallem nachher das Haus wieder sauber zu bekommen.

    Gerade weil die Risse zwischen Mauerwerk und Rigipsdecken nicht im Stoß reissen sondern vielmehr teilweise 10 cm auf einer Länge von 20 cm unterhalb des Stoßes sich der Putz ablöst, rechne ich mit einigem Aufwand da die Wände teilw. komplett neu verputzt werden müssen.

    Kann ich eine Fa. beauftragen und das dem GÜ in Rechnung stellen? Schließlich hätte ich nicht diesen Aufwand, wenn seine Subunternehmer ordentlich gearbeitet hätten (z.B. Kellenschnitt)

    Ich danke für Eure Antworten,

    Grüße,

    Rembrand
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 6. November 2009
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    Hat denn mal jemand die Ursachen ermittelt oder soll hier nur Kosmetik betreiben werden???

    Nur Kosmetik würde ichmir ersparen.
     
  4. sepp

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    nein, erst wenn der unternehmer der (schriftl.) aufforderung zur mängelbeseitigung nicht nachkommt.
    hierzu gehören natürlich auch die folgekosten (schaden) der mangelhaften ausführung.

    aber ursache klären wäre das primäre ziel!
     
  5. #4 rembrand320, 6. November 2009
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    Der Bauleiter schiebt die Risse auf den fehlenden Kellenschnitt (und Auffüllung mit Acryl) zwischen den Wäden und den Decken. Den hätten die Putzer vergessen

    Die Risse in den Wänden (Außenwände und Innenwände) würden bei jedem Neubau zwangsläufig entstehen. Das Haus müsse sich erst noch setzen. Er schlägt außerdem vor, mit der Mängelbeseitigung erst nach der nächsten Heizperiode anzufangen da es währen der nächsten Heizperiode noch zu weiteren Rissen kommen werde.

    Das mit den Folgekosten hab ich nicht verstanden: Wenn sich der GÜ bereit erklärt die Risse (inkl. Malerarbeiten) zu beseitigen, braucht er für Folgekosten (Räumungsaktionen, Sauber machen, etc) nicht aufkommen?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 6. November 2009
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    Wieso - hat es eine 6 bekommen???

    Das ist doch dummes Geschwafel des BL.
    Wenn der Trockenbau 20 cm des Drempelputz bei seinen Bewegungen "mitnehmen" kann, dann hat das nichts, aber auch gar nichts mehr mit einem vergessenen Kellenschnitt zu tun, schon gar nicht, wenn er den dann mit Acryl hätte zumatschen wollen.
    Denn Acryl klebt mindestens so gut wie Spachtelmasse.
    Und wenn ein Haus aus Setzungen heraus so massive Rissen bekommt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach etwas Grundsätzliches nicht in Ordnung.

    Bevor Sie über Möbelrücken und kosmetische Arbeiten an den Rissen weiter nachdenken, holen Sie sich mal jemanden ins Haus, der sich die Bescherung ansieht und Ihnen gegenüber nicht eine möglichst billige Kaschierung bis zum Ablauf der Gewährleistung vorschieben will, sondern Ihre Interessen vertritt.

    MfG
     
  7. gast3

    gast3 Gast

    "das muss sich erst mal setzen" - den Quatsch kann ich wirklich nicht mehr hören.

    Ein vernünftig gegründetes Gebäude muss da gar nichts und Risse kriegen schon gar nicht - tun wir Murks einfach mal als "das muss so sein" ab.

    ich würde mich mal (s.o.) ganz fix an die Ursachenforschung begeben
     
  8. #7 Thomas Traut, 6. November 2009
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    Zustimmung zur Ursachenforschung. Der Rest gilt höchstens bei gewachsenem Fels. Die Setzungen können/müssen/sollten sogar berechnet werden. Dazu braucht man allerdings verlässliche Angaben, die üblicherweise im Baugrundgutachten stehen. Übliche Setzungen müssen aber nicht zwangsläufig zu Schäden führen. Das machen höchstens Setzungsunterschiede. Die weitestgehend zu minimieren ist der Sinn einer Gründungsstatik.

    Ansonsten können Verformungen durch Materialeigenschaften wie Kriechen, Schwinden (Beton) oder Veränderungen des Feuchtegehaltes (Holz) auftreten. Es kann auch eine fehlerhafte Statik (z.B. Nichteinhaltung von Durchbiegungsbeschränkungen) oder fehlerhafte Bewehrungsführung die Ursache sein. Ansonsten noch fehlende Putzgrundierung usw. Oder von allem ein bisschen. Das ist alles aus der Ferne schwer bis gar nicht zu beurteilen.
     
  9. gast3

    gast3 Gast


    na - da bin ich jetzt aber überrascht - man lernt nie aus ..

    vor allem, dass übliche Setzungen nicht zu Schäden führen müssen. Wie definierst du denn "übliche" Setzungen ... die zu Schäden führen können ???

    Klar setzt sich jedes Gebäude - und ? Aber bestimmt nicht so, dass Risse normal oder akzeptabel sind
     
  10. #9 rembrand320, 6. November 2009
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    Hier sind mal ein paar Bilder...

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  11. #10 rembrand320, 6. November 2009
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    und nun noch der Treppenaufgang...

    Der Riss geht immer weiter. 1x hat man schon ein Gewebe eingearbeitet. Ohne Erfolg.......

    [​IMG]
     
  12. #11 Thomas Traut, 6. November 2009
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    Ja wat denn nu? Ich hatte doch den Hinweis auf die schadensträchtigen Setzungsunterschiede gemacht. Dem Fragesteller zu erklären, dass es gar keine Setzungen gibt, halte ich nicht für hilfreich.

    Falls jemand Lust hat zur Fortbildung oder Auffrischung:http://www.baunat.boku.ac.at/fileadmin/_/H87/H873/Studienunterlagen/Geotechnik_I/F-14-Konstruktiv-Flachgruendung.pdf Sehr schön auf S. 54 die zulässige Setzung von 3 cm. Wenn nun damit z.B. Streifenfundamente berechnet werden, die die 3 cm ausschöpfen und ein anderes hat wegen geringer Last nur 1 cm, haben wir 2 cm Setzungsunterschied. Da reißt es die Bude aber schön auseinander!

    @rembrand320: Die in den Bildern gezeigten Risse am GK müssen nichts mit Setzungsunterschieden zu tun haben. Die Horizontalrisse könnten ein Hinweis sein. Kann aber auch andere Ursachen, wie z.B. "verbrannten" Dünnbettmörtel, ungeeignete Einleitung von Horizontallasten und vieles mehr haben. Gibt es denn auch ein Baugrundgutachten und eine Statik? Wurde eine geeignete Gründung berechnet? Wenn ja, wurde nach Statik gebaut? Ist die Dachkonstruktion ordentlich ausgeführt worden, d.h. machen die Verbindungsmittel das, was sie dem Namen nach sollen? Sind die Mittelpfetten falls vorhanden auf einem Ringanker oder auf dem Mauerwerk direkt aufgelegt worden? Bestehen sie aus Schnittholz, KVH, Brettschichtholz oder Stahl? Wohin gehen die Windlasten? Sind die Giebelwände gehalten oder stehen sie frei? Ist die EG-Decke als Scheibe ausgebildet?

    Der offenen Fragen gibt es fast unendlich viele. Bei solchen Schäden (als kosmetische Mängel würde ich das aus der Ferne nicht mehr bezeichnen wollen) sollte unbedingt ein Fachmann vor Ort mal in die Tiefe gehen.
     
  13. PeMu

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    @Thomas Traut: diese akademischen Grundsatzdiskussionen über vielleicht vermutete mal könnte sein Sichtweisen bringt aber auch nur Verwirung.


    @rembrandt: Wandoberfläche - nur gespachtelt oder verputzt? nur gestrichen oder Malervlies/Tapete/Rauhfaser/ oder?
     
  14. #13 Thomas Traut, 6. November 2009
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    @PeMu: Ich wollte keine akademische Grundsatzdiskussion anstoßen, sondern ohne Anspruch auf Vollständigkeit nur ein paar mögliche Ursachen für die gezeigten Risse nennen. Wir haben hier ja nur die Möglichkeit, ein bisschen im Nebel zu stochern. Alles andere geht nur vor Ort.
     
  15. PeMu

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    Nö, man kann auch mal gezielt nachfragen.
     
  16. gast3

    gast3 Gast

    sind die Risse durchgängig - also auf beiden Seiten der Wand ?
     
  17. gast3

    gast3 Gast

    ach so ..

    :offtopic:

    @Thomas

    die Diskussion sparen wir uns hier lieber - braucht so richtig keiner
     
  18. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also wenn ich den waagrechten Riss über der Stecksose sehe, hat sich da wohl eine Mauerwerksfuge geöffnet.
    Das ist wohl nicht mit einem "Kellenschnitt" zu beheben.

    Da muß mal richtig Ursachenforschung betrieben werden.
    Man muß annehmen, daß sich da die Fundamente ungleich gesetzt haben.

    Frage zu diesem Punkt:

    Wie wurden denn die Fundmente hergestellt?
    Sind es Streifenfundamente?
    Hatte es vor der Herstellung der Fundmente geregnet?
    usw.
    Also da muß sich vermutlich ein wirklich Fachkundiger (es gibt eben auch "Sachverständige" die nicht besonders sachkundig sind) das Ganze mal vor ORT ansehen.

    pauline
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 7. November 2009
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    Sicher hat es vor der Herstellung der Fundamente geregnet. Das Haus wird ja nicht in dr Sahara stehen (und selbst soll es hin und wieder regnen) :D
     
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  21. #19 rembrand320, 7. November 2009
    rembrand320

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    So, dann will ich mal ein paar Fragen beantworten, wobei ich manche gar nicht richtig beantworten kann, da ich Laie bin.

    • - Es wurde vorher ein Bodengutachten erstellt
    • - Statik gibt es. Hab ich in meinen Unterlagen. Es sind z.B. auch Blätter mit ganz vielen Zahlen (über den Grundriss gelegt) in meinen Unterlagen vorhanden
    • - Angaben zur Dachkonstruktion kann ich nicht machen, aber in meinem Bautagebuch könnt ihr Fachleute bestimmt mehr sehen: http://www.holzwickederbautagebuch.de/rohbau_OG.htm
    • - Sämtliche (Mauer-) Wandoberflächen sind nur geputzt und gestrichen
    • - An zwei Innenwänden ist der Riss auf beiden Seiten zu sehen
    • - Die Fundamente kann man hier sehen: http://www.holzwickederbautagebuch.de/Erdarbeiten.htm

    Nochmals Danke für Eure Hilfe!

    Rembrand
     
  22. PeMu

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    Also mal ganz ruhig an die Sache rangehen.

    zu 98% nix mit Gründung und so sagt die Glaskugel.

    War denn von Anfang an geplant und allen Beteiligten - Planer, Bauunternehmern - bekannt, dass die Wände nur gespachtelt und gestrichen werden?
     
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