Mal wieder das Kehlgebälk

Diskutiere Mal wieder das Kehlgebälk im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen ! Ich habe zwar schon einige Beiträge zu diesem Thema gefunden, doch so richtig schlau bin ich daraus nicht geworden. Irgendwie...

  1. Bram

    Bram

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    Hallo zusammen !

    Ich habe zwar schon einige Beiträge zu diesem Thema gefunden, doch so richtig
    schlau bin ich daraus nicht geworden. Irgendwie scheint jeder auf eine andere
    Weise zu bauen ...
    Wir sind gerade dabei, das Dach unseres Hauses zwischen den Sparren zu dämmen (bis First)
    und fragen uns bereits, wie wir denn die Dampfbremsfolie richtig verarbeiten.
    Das Problem ist nämlich, daß das Kehlgebälk unter der Mittelpfette hängt und
    jeweils seitlich an den Sparren befestigt ist. Mir ist nämlich nicht klar,
    wie ich da von unten den Anschluß an die Mittelpfette herstellen soll.
    Um es 100%ig korrekt zu machen, müßte ich doch die Folie an jedem Sparren
    einschneiden und um Kehlbalken und Sparren rumführen und verkleben !?!?
    Das wäre doch Wahnsinn. Daher dachte ich eher daran, die Folie noch unter dem
    Kehlgebälk bis zur nächsten Wand weiter zu führen und dort zu verkleben.
    Mir ist bewußt, daß dann eigentlich diese Wand nach oben offen ist.
    Aber bei den quer verlaufenden Wänden (die bis in die Sparrenfelder ragen) geht
    das ja auch nicht anders. Streng genommen existiert doch auch an den Giebelwänden
    dieses Problem (und die klebt niemand mit Folie ab).
    Ist meine Idee akzeptabel oder gibt es da größere Bedenken ??
     
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  3. #2 Michael Förster, 19. April 2004
    Michael Förster

    Michael Förster Gast

    - Es reicht nicht die Dampfbremse nur an die Schwelle anzuschließen. Der Spalt zwischen Schwelle und Drempel muss auch abgedichtet werden. Besser Dampfbremse mit Drempel verbinden. Entweder auf vorhandene Putzschicht kleben oder später einputzen.

    - Der Anschluss an die Innenwand ist ok, wenn die Innenwand, falls sie aus Hohlkammersteinen besteht, oben mit einer dünnen Mörtelschicht versehen sind.

    - der Dachspitz ist nicht luftdicht an den ersten Stock angeschlossen. Hier kann Luft durch den Fußboden des Dachspitzes bzw. über die Fuge zwischen Mittelpfette und Fußboden entweichen. Luftdichtungsebene kann z.B. durch das Treppenloch mit der Dampfbremse unterhalb der Kehlbalken verbunden werden. Oder die Bahn wird durch jedes Kehlbalkenfeld mit der Mittelpfette verbunden.

    Grüße

    Michael Förster
     
  4. Herbert

    Herbert

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  5. Bram

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    Danke für Eure Antworten.
    Das heißt also, daß ich mir wirklich die Mühe machen sollte,
    die Folie um jeden Kehlbalken herum zur Mittelpfette zu führen.

    Der Anschluß an die Innenwände fällt nämlich aus, da der Boden
    des Dachspitz bereits gelegt war bevor der Maurer die Innenwände
    gemacht hat. Diese wurden dann einfach zwischen den Kehlbalken
    ausgefacht, so daß ich nicht 100%ig davon ausgehen kann, daß
    dort überall Mörtel auf den Steinen ist.

    Jetzt aber noch zwei andere Fragen:

    1. Sollte im Bad (befindet sich im DG) trotzdem eine zusätzliche
    Folie unterhalb des Kehlgebälk angetackert werden ?
    Ist ja ein ziemlich warm-feuchter Raum.

    2. Wie verhält sich das ganze bei den Mauern die in die Sparrenfelder
    hineinragen ?? Dort kriege ich die Folie nicht vorbeigeführt
    und muß sie also an diesen Wänden ankleben.
    Auch hier bin ich nicht sicher, daß sie überall mit Mörtel
    zugeschmiert wurden.
     
  6. Herbert

    Herbert

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    Empfehlenwert ist,

    einen Blower-Door-Test durchführen zu lassen, bevor Sie alles zugebaut haben. Das heißt so früh wie möglich: Luftdichtigkeitsebene ist hergestellt und Innenverkleidungen sind noch nicht angebaut.

    Eine Dampfsperre benötigen Sie zu kälteren Räumen hin (zur Außenwelt und zu unbeheizten, benachbarten Räumen).

    Wie wird der Spitzboden denn genutzt werden?
     
  7. Bram

    Bram

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    Die eine Hälfte wird zu Lagerzwecken genutzt,
    auf der anderen Hälfte ist die Brennwert-Heizung und der Wasserspeicher.
    Der Spitzboden ist wie das DG mit 035/200mm gedämmt.
     
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  9. Oggy

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    Moin auch eine Laienfrage:
    Das Abdecken der Mauerkronen ist doch nur bei Hohlsteinen im Klebe- Tauchverfahren so kritisch. Sonst dürften die Steine mit dicker Mörtelschicht doch vertikal dicht sein?

    Grüße Andreas
     
  10. #8 Michael Förster, 20. April 2004
    Michael Förster

    Michael Förster Gast

    Manchmal wundert man sich...

    wie gut man durch die Fugen manches massiven Mauerwerks hindurchgucken kann. Außerdem sind zum Teil die Grifflöcher von Kalksandsteinen schon ausreichend wenns dumm kommt.

    Ich würde auf Nummer sicher gehen. Alles was später kommt ist teuer und zeitaufwändig.

    Grüße
     
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