Mauerabdeckung

Diskutiere Mauerabdeckung im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo, ich bitte wieder mal um Eure Meinung bzw. Unterstützung. Wir haben auf unserer Terasse eine Brüstung gemauert, die wir mit Granitplatten...

  1. #1 Nickie, 3. Mai 2007
    Zuletzt bearbeitet: 3. Mai 2007
    Nickie

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    Hallo,
    ich bitte wieder mal um Eure Meinung bzw. Unterstützung.
    Wir haben auf unserer Terasse eine Brüstung gemauert, die wir mit Granitplatten abdecken wollen - ursprünglich wollten wir für die Verlegung frostsicheren Flexkleber verwenden. Jetzt hat uns der Steinhändler aber davon abgeraten und gemeint so was macht man mit PU-Schaum oder Montagekleber???
    Ist das wirklich so??? Bzw. wie soll das funktionieren mit dem Schaum (Montagekleber kenn ich nicht)

    Bitte um Antworten

    Lg

    Danke vielmals für die Antworten!
    Dazu: es ist Granit (3cm stark mit Wassernasen rechts u. links) und wird eingeputzt, so dass die Platte 2-3cm über die Mauer steht
     
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  3. Robby

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    ????

    welcher Steinhändler hat das erzählt?

    Besser Dichtschlämme auf die Mauerwerkskrone und dann im Mörtelbett verlegen. Sollten das recht glatte Natursteine sein, Rückseitig Kontaktschicht mit Natursteinkleber aufziehen
     
  4. #3 Schwabe, 3. Mai 2007
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    Ich empfehle für die Verlegung Trassverlegemörtel um eventuellen Ausblühungen oder Verfärbungen vorzubeugen. Eine Dichtschlämme ist dann nicht notwendig.
    Beachten Sie den notwendigen Überstand der Granitplatten über das Mauerwerk, die Verlegung im Gefälle und eine unterseitige Nut als Tropfkante.
    MfG
    Schwabe
     
  5. Robby

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    Fein Herr Schwabe!

    bitte nochmal nachdenken ob eine Granitplatte geeignet ist um als Abdichtung AUF dem Mauerwerk zu dienen!!!
     
  6. Robby

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    Übrigens

    hat die Dichtschlämme den entscheidenden Vorteil einen ordentlichen Verbund zwischen MW und Mörtel herzustellen. (min 2 mal auftragen und auf die letzte noch frische Dichtschlämmenschicht den Mörtel)
     
  7. #6 VolkerStoeckel, 3. Mai 2007
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    Und einen anderen Steinmetz suchen.

    Ansonsten wie schon geschrieben
    * Abdichtung und flexiblen Verlegemörtel
    * Überstand und Tropfkante sind ein MUSS

    Trasskalk ist kein Allheilmittel. Sofern der Verlegemörtel mit Granit (Ist es denn überhaupt Granit?) verträglich ist, ist er die "bessere" Wahl.
     
  8. #7 Carden. Mark, 3. Mai 2007
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Trass als Alheilmittel gegen Ausblühungen.

    Vor 20 Jahren haben die meisten noch dran geglaubt - heute "eigentlich" nichmehr.

    Die von Robby beschriebene Ausführung ist fachmännisch und aRdT.
     
  9. operis

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    kannst ja mal schreibenn welcher stein verlegt werden soll, dann gibts bestimmt ein paar tips zum verlegemörtel.

    grundsätzlich reicht der naturstein als abdichtung nicht aus, meistens friert nach ein paar jahren der oberste brüstungsstein aus.

    also ganz klar dichtschlämme...

    liebe grüße operis
     
  10. #9 Schwabe, 4. Mai 2007
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    Auf welche Merkblätter, Regeln, Forschungsberichte o.dgl. beziehen Sie bei
    aRdT ?
     
  11. Robby

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    z.B.

    DIN 1053, Veröffentlichungen zu Natursteinfensterbänken (welche natürlich nicht als ausreichend dicht beschrieben werden), ZDB MB Natursteine im Außenbereich..., Häufung von Schadenfällen da nicht dauerhaft... dies in der Fachwelt bekannt...
     
  12. #11 Carden. Mark, 4. Mai 2007
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    DIN 1053-1: 1996-1 Mauerwerk; Berechnung und Ausführung, stellt in Abschnitt 8.1.1 fol¬gendes dar. „Unmittelbar der Witterung ausgesetzte, horizontale und leicht geneigte Sichtmauerwerksflächen ... (Mauerkronen, Brüstungen) sind durch geeignete Maßnahmen (z.B. Abdeckung) so auszubilden, dass Wasser nicht eindringen kann," Die Mauerwerksnorm fordert demnach die wasserableitende Abdeckung, macht aber zur detaillierten Ausführung keine weiteren Angaben (auf die besondere Proble¬matik der Rollschichten als Mauerabdeckung gehe ich hier nicht ein (nachzulesen im Aufsatz Schild. E.: Die Bewertung von Rollschichten - Aachener Bausachverständigentage 1989).
    Nun ist aber bekannt (sollte jedenfalls), dass Granit, Schiefer oder ähnliche Natursteine, keine Abdichtung darstellen, da diese Wasser aufnehmen und feuchtedurchlässig sind.
    Also muss hier die DIN 18195-4 „Bauwerksabdichtungen; Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit (Kapillarwasser, Haftwasser) und nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden; Bemessung und Ausführung - 2000/08“ und die Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) Abdichtungsarbeiten — DIN 18336 Ausgabe Dezember 2002 herangezogen werden.
    Hiernach muss „abgedichtet“ werden.
    Die VOB-Norm DIN 18339: 2002 Klempnerarbeiten sowie die Flachdachrichtlinien machen übereinstimmend zur Tropfkantenausbildung folgende Ausführungen: Abschnitt 3.4.3: „Abdeckungen müssen eine Tropfkante mit mindestens 20 mm Überstand von den zu schützenden Bauwerkstellen aufweisen". Damit wird dem Standard Rechnung getragen, der Wasser gegen die Schwerkraft unter Abdeckungen nachdrücken kann.

    Es ist somit nicht Maßgebend, ob es eine DIN „extra“ für den Einbau von Fensterbänken gibt. Es ist auf ganze abzustimmen, hierfür bedarf es einer Planung.

    Ach ja, da gibt es noch die Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) Naturwerksteinarbeiten — DIN 18332 Ausgabe Dezember 2002.
    Unter 4.2.7 (Besondere Leistungen) ist nachzulesen – dass die Abdichtungsarbeiten (unter Fensterbänke) eine extra zu vergütende Leistung sind.
     
  13. Schwabe

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    DIN 1053 und Abdichtung unter Natursteinen ? Welcher Teil ?
    Natürlich ist Granit keine Abdichtung, sonst wäre das Material in der DIN 18195 aufgeführt, was soll dass ?
    Welchen Vorteil bringt die Abdichtung unter der Granitplatte ?
    Die MW-Krone ist waagerecht, d.h eingedrungenes Wasser fliest hier nicht mehr ab, bleibt auch auf der Abdichtung stehen – gefriert – Frostabplatzungen.
    „ ...friert nach ein paar jahren der oberste brüstungsstein aus.“ Hängt das nicht eher mit der Nichteinhaltung konstruktiver Grundregeln zusammen – nicht ausreichendes Gefälle und Überstand, fehlende „Wassernut“.
     
  14. Robby

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    Mit Auffrierungen

    ist lediglich bei größeren Hohlräumen zu rechnen, Kapillare alleine verursachen dieses nicht. Es muß ja eine gesammelte Menge Wasser geben um sich entsprechend ausdehnen zu können (Wasserlinsen). Daher hohlraumfreie Verlegung, die Fachliteratur spricht hierbei gerne von "Vollsatt" was natürlich in den Bereich der Tautologie zu fassen wäre, aber den Sachverhalt der Hohlraumfreien Bettung ausreichend beschreibt. Hier geht es Hauptsächlich um eindringende Feuchtigkeit durch den Naturstein und Durchfeuchtung der Mauerwerkskrone. Folgen: Ausblühungen, Auslaugungen, Ausschwemmungen. Stärke der Beeinträchtigung abhängig vom Werkstoff des Wandbildners.
     
  15. #14 Carden. Mark, 4. Mai 2007
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Ich denke der Fragesteller weiß nun Bescheid.
     
  16. #15 Carden. Mark, 4. Mai 2007
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Immer diese jungen Hüpfer - da kann ja keiner mittippen:bounce:
     
  17. Robby

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    Moment schlecht :D
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 4. Mai 2007
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    Herr Schwabe....

    Ich zitier mal eben:
    Wenn Sie nicht behaupten wollen, daß Granit wasserdicht ist ( [​IMG] ) ist doch alles klar, oder?
    Unter allen Nicht Blech- oder Folienabdeckungen ist abzudichten. Punktendeaus. Verdammichnochmal
     
  19. Robby

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    @Ralf

    ich bin neidisch auf deinen Smiley :frust
     
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  21. #19 wasweissich, 4. Mai 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    auch wenn granit nicht wasserdicht ist , so ist eine mauerkrone keine fensterbank. und die schwäbische argumentation ist gar nicht so abwegig...

    dennkt j.p.
     
  22. Robby

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    Och nee

    ist nicht dein Ernst oder sind Marks und meine Aussagen Phantasie ??
     
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