Mauerwerk Außenwand 20cm bis 30 cm "all inclusive"

Diskutiere Mauerwerk Außenwand 20cm bis 30 cm "all inclusive" im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir sind gerade in der Überlegungsphase zum Bau eines Ferienhauses (Schwarzwald), das ganzjährig genutzt werden kann. Ich habe hier...

  1. AntoniaW

    AntoniaW

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    Hallo,

    wir sind gerade in der Überlegungsphase zum Bau eines Ferienhauses (Schwarzwald), das ganzjährig genutzt werden kann.
    Ich habe hier versucht Informationen über den Wandaufbau zu finden, aber die beschriebenen Außenwände sind alle mindestens 36,50cm breit.

    Ein Block- oder Holzhaus (Geschmack) oder ein Fertighaus (geht nicht wegen der Anlieferung auf unbefestigter Zufahrt) kommt für uns nicht in Frage. Wir würden am liebsten ein massiv gebautes Haus Stein auf Stein oder eventuell aus Beton bauen. Die Wärmedämmung (evt. Holzfaserplatten???) möchten wir so wählen, dass diese später kein Sondermüll werden.

    Da wir eine relativ kleine Grundfläche bebauen, ist es wichtig, dass die Außenwände möglichst schmal werden und trotzdem einigermaßen gut gedämmt sind. Schallschutz spielt keine Rolle. Tragfähigkeit: (Es soll ein einstöckiges Haus mit ausgebautem Dach werden - eventuell mit einem Keller).


    Wie könnte ein solcher Wandaufbau aussehen? Welche "Steine" und Wärmedämmung inkl. Putz außen und innen kämen denn hier in Frage, so dass die gesamte Mauerstärke auf höchstens 30cm kommt?

    Wäre toll, wenn ihr mir hier etwas weiterhelfen könnt.

    Viele Grüße
    Antonia
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Und wie willst Du Steine, Ziegel oder Beton dort hin bekommen? Die wirst Du ja kaum mit einer Schubkarre transportieren wollen.

    Du kannst Dir ein Haus vom Zimmermann bauen lassen, der baut dann alles vor Ort zusammen. Damit erreichst Du eine hohe Wärmedämmung bei dünnen Wandaufbau. Falls es ein Massivbau werden soll, dann könnte man über KS mit 17cm + WDVS nachdenken. Da erfüllst Du dann mit 12-14cm WDVS auch die EnEV. Somit wäre der Wandaufbau etwa knapp über 30cm. Denkbar wäre auch ein Ziegel T7 oder PB, der dürfte bei 30cm auch so an die EnEV rankommen, müsste man jetzt einmal genau nachrechnen.

    Es gibt also viele Möglichkeiten. HRB dürfte aber hinsichtlich erforderlicher Wanddicke alle anderen Lösungen überlegen sein. Ohne nachgerechnet zu haben, sollten hierfür 20cm ausreichen. Das muss aber sowieso geplant werden, dann kann man an den Details tüfteln.

    Gruß
    Ralf
     
  4. H.PF

    H.PF

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    Ich würd es mal mit Holzrahmenbau versuchen, vor Ort bekommen Zimmerleute das definitiv hin... Massiv wird ziemlich unmöglich, wäre auch unpraktisch durch die lange Aufheizzeit...
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Das wäre in diesem Fall auch mein Favorit.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Pascal82, 7. Februar 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Februar 2013
    Pascal82

    Pascal82

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    hab vor einiger zeit ein musterhaus mit massievholzwänden,-dach-boden auf eichenpfählen gegründet
    besichtigt- hammer geil! komplett ohne folien-dämmstoffe bauschaum und anderem fragwürdigen giftlzeugs,
    leider habe ich schon gebaut....

    darfich den link setzen??? wenn nicht bitte sofort löschen!
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Als halber Holzwurm gefallen mir solche Häuser zwar auch, aber wer sich, wie ich, nicht damit anfreunden kann, dass sich die Holzoberfläche mit den Jahren deutlich verändert, sollte von so einem Haus Abstand nehmen. Ich habe schon öfter das Haus meines Nachbarn schräg gegenüber als Beispiel herangezogen. Er stellt alle 2-3 Jahre ein Gerüst, schleift und macht und tut, und trotzdem wird gerade die Nordfassade nach 2 Jahren grün und grau. Es gibt Leute denen gefällt gerade diese Optik, aber für mich ist das nichts.

    Holz war, ist und bleibt Natur, und natürliche Baustoffe verändern sich mit der Zeit. Das muss man mögen, ansonsten besser Finger weg.

    Gruß
    Ralf
     
  8. AntoniaW

    AntoniaW

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    Naja, es sind halt geschotterte, unbefestigte Wege und die Fertighausbauer, die wir bisher angesprochen haben, meinten, dass sie eine asphaltierte Staße wegen dem Kran, der xx Tonnen wiegt brauchen. Ich denke, dass kleinere LKW dann schon anliefern können.
    Wir schauen jetzt erstmal, ob ein Bau in Stein möglich ist. Die Enev müssen wir so wie ich gelesen habe nicht beachten (Ferien-/Wochenendhaus).

    Im Moment informiere ich mich nur über alle möglichen Themen, damit ich weiß worüber gesprochen wird, wenn es dann soweit ist. So ca. Ende April, nach den Baumessen, werden wir dann mit der richtigen Planung starten. Aber wie ich hier in vielen Threads gelesen habe, kommt z.B. von den verschiedenen Gewerken oft die Antwort: "das haben wir immer schon so gemacht" und da würde ich gerne noch Alternativen in den Raum stellen können.

    Einen guten Zimmermann in der Nähe würden wir für den Fall der Fälle sogar kennen.

    @H.PF mit Holzrahmenbau muss ich mich noch beschäftigen, da hab ich noch nichts darüber gelesen, weil ich im Moment noch auf "Stein" fixiert bin.

    Was gibt es denn für Vorteile von Holzrahmenbau gegenüber diesen vorgefertigten Block-Ferienhäusern, die im www massenweise zu finden sind?


    Dann habe ich noch eine Unterfrage. Gibt es hier im Forum irgendeine Liste, wo diese ganzen Abkürzungen "übersetzt" sind? Da habe ich öfter mal Schwierigkeiten.
    KS = Kalksandstein?
    HRB= Holzrahmenbau
    WDVS=Wärmedämmverbundsystem (ist damit jegliches Material an Wärmedämmung gemeint? oder nur ein bestimmtes?)

    @Pascal82 Mit Holz stehe ich im Moment etwas auf Kriegsfuß, wegen Holzbauten aus den 70 Jahren mit diversen Belastungen.

    Wir sind aber noch überhaupt nicht festgelegt und für Ideen offen. (Wobei ich die Idee Bauen mit Stein, im Moment stärker verfolge ;-)

    @ all: Danke für die Beiträge bisher!

    Gruß Antonia
     
  9. Charos

    Charos

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    Kommt auf die Nutzungsdauer drauf an.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Für Haustechnik gab´s so etwas, aber ehrlich gesagt müsste ich jetzt auch erst einmal suchen. Du hast Recht, man gewöhnt sich so sehr an die Abkürzen, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt.

    Wenn Du einen guten Zimmermann in der Nähe kennst, dann suchst Du Dir einen Planer mit Erfahrung im Holzrahmenbau, ein Statiker der Ahnung hat, und dann sollen sich die 3 an einen Tisch setzen und das Haus steht ruckzuck.

    Gruß
    Ralf
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Du schreibst eingangs aber:

    Bei mehr als 4 Monaten im Jahr -> EnEV

    Abgesehen davon würde ich allein schon aus Eigeninteresse auf eine ordentliche Dämmung achten. Man muss die Bude ja auch beheizen und bei Abwesenheit frostfrei halten.

    Gruß
    Ralf
     
  12. AntoniaW

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    Mit der ganzjährigen Nutzung habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich wollte damit sagen, dass wir das Haus so gut dämmen wollen, dass wir es sowohl im Sommer als auch im Winter nutzen können. Und mehr als 4 Monate im Jahr werden wir es nicht schaffen das Ferienhaus zu nutzen. (Bis zur Rente dauert es noch ein wenig).

    Ja, wir sind schon daran interessiert, dass wir eine gute Dämmung bekommen. Ich hatte halt gehofft, dass ich mit den ca. 30 cm auch mit einem Stein- oder Zielgelaufbau hinkomme. Gibt es hierfür noch Vorschläge?

    Viele Grüße Antonia
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Ich hatte Dir doch oben Beispiele genannt. Unter 30cm wird´s nichts, denn ich würde die EnEV nicht aus den Augen verlieren. Das Haus kann ja mehr als 4 Monate genutzt werden, und bevor Du jetzt eine Anwesenheitsliste einführen musst, würde ich einfach die EnEV als Ziel heranziehen. Die Anforderungen sind ja auch nicht so schwierig zu erfüllen.

    An Deiner Stelle würde ich mich einfach fragen, massiv, dann mit 30cm, oder HRB dann mit sagen wir mal 20cm. Ich denke es lohnt nicht über 1cm mehr oder weniger zu diskutieren.

    Massiv wirst Du mit 20cm nicht hinkommen, das hat schon vor 40 Jahren niemand so gebaut, und damals gab´s keine EnEV.

    Gruß
    Ralf
     
  14. AntoniaW

    AntoniaW

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    Danke! So habe ich schonmal zwei Ansätze. Ca. 20 cm HRB oder ca. 30 cm massiv.

    Bleibt vorerst noch die Frage nach dem WDVS: WDVS=Wärmedämmverbundsystem (ist damit jegliches Material an Wärmedämmung gemeint? oder nur ein bestimmtes?)? Oder muss ich diese Frage in einer extra Rubrik stellen?

    Gruß Antonia
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Bei einem WDVS kann es sich um verschiedene wärmedämmende Materialien handeln. Es muss nicht zwingend EPS sein, obwohl das heutzutage am meisten verbreitet sein dürfte.

    Gruß
    Ralf
     
  16. flo79

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    Antonia. Welche Fassade möchtet ihr den haben? Putz, Holz,Platten usw.?

    HRB wird mit 20 cm wohl gehen. Aber auch ziemlich knapp wenn man eine Installationsebene, Ökobaustoffe usw. Bei 30 cm massiv wie gesagt 17,5er Tragwand plus WDVS. Hier muß man nicht zwingend Polyst. nehmen. Anderes Material ist aber teurer und dämmt teilweise auch nicht so gut. Ansonsten nen 30er gefüllten Ziegel oder sowas in der Richtung.

    Gruß Flo
     
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  18. AntoniaW

    AntoniaW

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    Über die Fassade haben wir noch nicht richtig nachgedacht. Auf jeden Fall kein Holz. Wahrscheinlich Putz, weil wir den dann auch mal selber überstreichen können.

    Warum? Gibt es da etwas, was wir bei den verschiedenen Bauweisen beachten müssen?

    Viele Grüße
    Antonia
     
  19. flo79

    flo79

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    Meinte nur wegen der Dicker der Wand. Fassadenverkleidungen brauchen ja auch Platz. Mit Klinker wird ne 20er oder 30er Wand schwierig...
    Putz ist ja eher das Normale.
     
Thema:

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