Mauerwerk - Die Qual der Wahl

Diskutiere Mauerwerk - Die Qual der Wahl im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir planen aktuell den Bau eines EFH. Eine der aktuell großen offenen Fragen ist das Thema "Mauerwerk". Auch hier im Forum...

  1. Messi0502

    Messi0502

    Dabei seit:
    22. Dezember 2015
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Berater
    Ort:
    Nürnberg
    Hallo zusammen,

    wir planen aktuell den Bau eines EFH. Eine der aktuell großen offenen Fragen ist das Thema "Mauerwerk".

    Auch hier im Forum und Allgemein gehen die Meinungen ja teilweise stark auseinander, aber vielleicht habt
    ihr ja trotzdem Tipps für uns, die uns weiterhelfen.

    Gebaut werden soll schlüsselfertig ein EFH 10mx10m + Küchenanbau in einem ruhigen, ländlichen Wohngebiet. Lärm durch Flug-,
    Straßen- und Bahnlärm ist hier nicht nennenswert vorhanden.

    Aktuell wohnen wir noch in einem recht altem Haus in einer Großstadt zur Miete und hier sieht die Welt bzgl. Lärm anders aus.
    Daher war/ist uns der Schallschutz eigentlich recht wichtig, fragen uns aber, ob diesem in einem ruhigen
    Wohngebiet eine allzu große Bedeutung beigemessen werden muss.

    Bisher waren wir bei drei unterschiedlichen Bauunternehmen und haben natürlich von jedem unterschiedliche
    Empfehlungen erhalten, was die Entscheidung nicht erleichert. Genause Kosten haben wir aber noch nicht und
    können diese somit noch nicht gegenüberstellen.

    - BU1:
    24cm Kalksandstein + 18cm WDVS

    Theoretisch ja eine gute Kombination aus Wärmedämmung und Schallschutz. Allerdings wird uns von allen
    anderen Seiten von dieser Variante eher abgeraten.


    - BU2:
    36,5cm Poroton T8 gefüllt

    Generell waren Ziegel eigentlich unser Favorit bisher, vor allem wegen der schlechteren Schallschutz-Eigenschaften von
    Porenbeton. Einem Bekannten mit dem der BU befreundet ist, hat er bei dessen Bau aber zu einem Unipor W09 ungefüllt geraten,
    da die gefüllten Ziegel im Vergleich die Mehrkosten nicht Wert seien.
    Allgemeine Problem wie dünne Stege und deren Folgeprobleme sowie aufwändigere Verarbeitung bei Ziegeln stehen im Raum.


    - BU3
    36,5cm Ytong (Innenwände Kalksandstein)

    Aufgrund des Schallschutzes bei uns bisher eigentlich nicht auf der Liste. Laut BU besteht hier aber eigenlich
    kein nennenswerter Unterschied zu einem Ziegel. Ist das wirklich so und wäre das für ruhiges Wohngebiet somit ausreichend?
    Im Innenausbau wäre mit KS bzgl. der Wände ja ein guter Schallschutz gegeben.
    Hinzu kommt eine gute Wärmedämmung und die leichtere Verarbeitung.

    Allerdings baut der BU aktuell mit YTONG mit λ 0,10 / 0,26 W/m2K. Hier stellt sich uns noch die Frage, ob das wirklich ausreichend
    ist, da Unipor W09 und der T8 ja bessere Werte aufweisen?

    Besten Dank schonmal für eure Antworten und Hilfe!

    Gruß
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 22. Dezember 2015
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    Wieos sind es immer wieder ausgerechnet die "Berater", die meinen, ohne eigenen Berater (im Baubereich Architekt/BauIng genannt) auskommen zu können, sondern aus dem Regal ziehen zu können wie Müsli-Riegel, Jogurt oder Tütensuppen?
    Bei einem Projekt, das sie einen wesentlichen Teil ihrer Restlebensarbeitsleistung kosten wird.

    Es gibt nicht "den Wandaufbau" und gehen hier die Meinungen auch nicht auseinander. Das wüsstest Du, wenn Du Dir mal wirklich Zeit zum Lesen genommen hättest.
    Es gibt nur den für Euer Projekt passenden Wandaufbau. Das ist abhängig von Grundriss (Lastverteilung/-konzentration), energetischen Anforderungen, Kosten, Grundstück und vielem vielem anderen!

    Also such DIr Deinen/Euren Berater.
     
  4. Zellstoff

    Zellstoff

    Dabei seit:
    7. Juli 2012
    Beiträge:
    2.932
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    München
    Benutzertitelzusatz:
    hat mal was vernünftiges gelernt
    Bauchgefühl ist bei dem ganzen Thema auch ein sehr wichtiger Faktor; wenn man z.B. kein WDVS mag, dann ist das so; egal was einem irgendwer erzählt, dass das technisch keinen Unterschied macht. Am Ende muss man sich drin wohlfühlen...manche brauchen dazu einen HRB, manche einen Ziegel, manchen ist es egal und es "gewinnt" der günstigste.
    Zudem gibt es regionale Unterschiede, welcher Wandaufbau usus ist. Das sollte man auch hinsichtlich Wiederverkaufswert nicht ganz vergessen. Dazu gibt es einfach mehr BU/GU/GÜ´s die sich mit dieser, regional üblichen, Bauweise auskennen und diese anbieten; sprich mehr Auswahl bei den Firmen. Bayern ist oftmals Ziegelland.

    Wenn es keine hohen Anforderungen (statisch, schallschutz, etc.) gibt, und das scheint bei Euch ja der Fall zu sein, geht jeder der "üblichen" Aufbauten.
    Manche legen noch viel Wert auf das Thema Masse zur Temp. Dämpfung, das kann man noch berücksichtigen. Da spielen aber auch die anderen Bauteile (Decken, Dach, Innenwände etc.) stark mit rein.

    Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten kann man das vermutlich nachvollziehen, müsste man am konkreten Objekt rechnen. Die Einsparungen vs. den Mehrpreis werden sich aber sehr wahrscheinlich erst nach etlichen Jahrzehnten rechnen.
    Wir haben mit W07 gefüllt gebaut, der direkte Nachbar (anderes REH) mit W10 ungefüllt. Den Verarbeitern (gleicher GU) war es völlig egal, ob W07 gefülllt oder W10 ungefüllt. Im Haus an sich, merke ich seit 3 Jahren auch keinen Nachteil durch die dünnen Stege des W07. Küchenschränke etc. hängen alle bombenfest...
    Rein rechnerisch würde ich heute evtl. aber auch den W10/09 nehmen. Der W07 hat ca. 3500€ (wenn ich mich recht entsinne) Aufpreis gekostet bei einer aktuellen rechnerischen Ersparnis von ca.70€/a bei mir.
    Rechnen wird sich das in meinem Leben nicht....;)
     
  5. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Die Variante 3 dürfte gerade so die EnEV erfüllen. Ein U-Wert von 0,26W/m²K haut heute niemanden mehr vom Hocker. Die Schalldämmung dürfte im Bereich 42dB liegen, das mag für ein sehr ruhiges Wohngebiet noch ausreichend sein, für meinen Geschmack ist das zu wenig. Natürlich spielen auch die Fensterflächen eine Rolle, da deren Schalldämmung deutlich niedriger liegen dürfte, doch die Wandfläche ist üblicherweise auch deutlich größer als die Fensterflächen.

    Die Variante 1 ist hier um Welten besser. Abgesehen davon, dass der U-Wert je nach KS und WLG des WDVS irgendwo zwischen 0,16W/m²K und 0,18W/m²K liegen dürfte, ist es auch ohne Schwierigkeiten möglich die Schalldämmung in einem Bereich > 50dB zu bringen. Eine Verbesserung um +8dB bis +10dB ist realistisch, bei höheren Frequenzen dürfte sich auch das WDVS positiv bemerkbar machen. Wichtig ist die Auswahl des WDVS damit es nicht zu einer Verschlechterung der Schalldämmung kommt.

    Der T8 (Variante 2) liegt mit einem U-Wert von 0,21W/m²K hinsichtlich Wärmedämmung zwischen Variante 1 und 3. Zum Schallschutz gibt es kaum Infos. Vergleichbare Ziegel liegen in der 45-46dB Klasse

    Ich würde folgende Überlegungen anstellen. Wenn Schallschutz keine so große Rolle spielt, dann würde ich der Wärmedämmung höhere Priorität beimessen. Verarbeitung kann dem Bauherren an sich egal sein, da er davon ausgehen sollte, dass die beauftragte Firma mit dem angebotenen Produkt umgehen kann.
    Die höchste Wärmedämmung bei gleichzeitig schlankem Wandaufbau erreicht man mit einem WDVS, das wäre also Variante 1. Sollte ich mich mit einem WDVS nicht anfreunden können, aus welchen Gründen auch immer, dann wäre Nr. 2 meine Wahl.

    Mein persönlicher Favorit wäre Nr. 1, da ich gleichzeitig noch guten Schallschutz bekomme und die Masse für den sommerlichen Hitzeschutz auch von Vorteil ist.

    Das Thema Kosten habe ich jetzt nicht betrachtet, aber das könnte ja auch noch eine Rolle spielen.
     
  6. SirSydom

    SirSydom

    Dabei seit:
    18. Februar 2014
    Beiträge:
    1.197
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Ingenieur (Dipl.-Inf.)
    Nürberg? Oder Nürnberg?

    Nürnberg/Mittelfranken ist stark von Kalksandstein geprägt. Wenn du hier in die Baugebiete schaust, überwiegt definitiv der KS + WDVS.

    Hier wird oft kolportiert, man soll sich einen Berater (Architekt etc..) suchen, um den passendsten AUfbau zu wählen. Das mag in der Theorie so sein, und ausgewählten Architekten hier aus dem Forum, denen traue ich auch so eine unabhängige, ehrliche Beratung zu, aber *meine* Realität hat anders ausgesehen. Ausnahmslose alle mit denen ich zu tun hatte (darunter 3 Architekten), hatten persönliche Vorlieben, der fast von Anfang an als das Optimum präsentiert wurde.
    Du musst entweder verdammtes Glück haben mit deinem "Berater" oder dich selbst schlau machen.

    Wir werden auch relativ ruig wohnen, trotzdem war mir ein "massives, ruhiges" Haus wichtig.
    Entschlossen habe ich mich am Ende für ein 24er Beton-Hohlblockmauerwerk (Rohdichte 1,2) + 16er WDVS. KS wird rund um Amberg praktisch nicht verbaut, der BU hatte damit auch praktisch keine Erfahrung. Zudem ist der Stein günstiger. R'wr 49dB.

    Den schlanksten Wandaufbau im Verhältnis zur Dämmung sollte man mit HRB hinbekommen, oder?
    Aber der TE will wohl massiv..
     
  7. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Richtig, deswegen habe ich jetzt HRB nicht auch noch in den Ring geworfen. Sonst müsste man auch noch andere Wandbildner in´s Auge fassen und durchrechnen lassen.
     
  8. Micki77

    Micki77

    Dabei seit:
    11. August 2014
    Beiträge:
    185
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bitschubser
    Ort:
    Rot
    U wert hin oder her. Welche Aufgabe soll DEIN Mauerwerk auf deinem Grundstück erfüllen?

    Also mein Mauerwerk soll
    1. die Zwischendecken und das Dach tragen (Rohdichte) ;) Grüße hiermit an meinen Statiker :D
    2. die Wärme im Haus halten (Winter), die Wärme draußen lassen(Sommer)
    3. den Schall draußen lassen, im Haus möglichst nicht übertragen
    4. Schutz bieten (zB gegen Wind & Wetter, Feuer etc.)
    5. Feuchtigkeit im Haus "regulieren", Feuchte aufnehmen und nach draußen transportieren und umgekehrt
    6. möglichst natürlich sein (ökologisch)
    7. bezahlbar, also wirtschaftlich sein
    8. nicht zuviel Wohnraum schlucken
    9. ...


    Schau dir die "Steine" an und nutze doch einfach mal deinen gesunden Menschenverstand und dein Bauchgefühl. Jedes Material hat Ihre Vorteile, aber nur eines passt am Besten zu dir! Lerne die Eigenschaften kennen.

    BU1 widerspricht gegen Punkt 6 ... und 7(?) KS ist doch teurer, oder?

    BU2 macht mehr m.M mehr Sinn, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob es notwendig ist im Stein Dämmmaterial zu haben. Tendiere daher eher zu einem ungefüllten oder sogar massiven Stein. Dies würde ich dann aber vom Preis abhängig machen.

    BU3 fehlt mir die Masse für 2,3+4. Bei Punkt 6 gibt es auch Abzüge.

    Also was ist dir am Wichtigsten? Welcher Aufbau spricht dich aktuell am meisten an?
     
  9. jodler2014

    jodler2014

    Dabei seit:
    20. Dezember 2014
    Beiträge:
    1.716
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    RP
    Fein !

    Drei ! hat er schon gefragt ,wenn er jetzt noch den Vierten fragt und der sagt was ganz anderes ?


    Monolithische Bauweise war und ist immer noch die Beste Bauweise für ein Mauerwerk ...:think

    So, bevor das jetzt in die Richtung Stammtisch -Parole abgetan oder besser noch als " Gejodel " deklariert wird und was sonst noch so daher geschwafelt wird, wünsche ich allen Usern des BEF schöne Festtage !:winken
     
  10. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Was ist an KS und WDVS nicht ökologisch?
    Warum sollte diese Variante teurer sein? Wie verhält sich der eventuelle Mehrpreis zum Mehrnutzen (Dämmwert)?

    Was spricht gegen die Perlite-Füllung?
    Ob ein filigraner Aufbau, um überhaupt annähernd an den Wärmedämmwert des gefüllten Ziegels heranzukommen, sinnvoller ist?

    Auch hier die Frage, warum Punkt 6? Die PB Hersteller sehen das naturgemäß völlig anders. Punkt 4 wird von jedem Wandaufbau erfüllt. Zu PUnkt 2 und 3 Zustimmung.

    Zellstoff hat es oben geschrieben, da gehört auch viel Bauchgefühl dazu. Es gibt nur sehr wenige Punkte die man neutral mit Fakten belegen, und dann entsprechend bewerten kann. Leider gibt es Brunos Vergleichstabelle nicht mehr, sonst würde auffallen, dass auch das Karma eine Rolle spielt. ;)

    Wenn es wirklich den "optimalen" Wandaufbau geben würde, dann würden ALLE so bauen, denn die Frage nach dem Wandaufbau stellt sich jeder Bauherr. Deswegen bleibt nur die eigenen Prioritäten ansetzen, mit Daten des Wandaufbaus abgleichen, und dann kommt das Bauchgefühl in´s Spiel.
     
  11. malgucken

    malgucken

    Dabei seit:
    5. Oktober 2013
    Beiträge:
    633
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektronik
    Ort:
    NRW
    Wenn du ruhig und halbwegs trocken bist, ist es recht egal was du nimmmst, so aus der Praxis.
    Wenn die Baufirma das kann...dem Planer sollte es egal sein, sage ich mal als Laie.
    Wenn das Baufenster groß genug ist...dann nimmst den dicksten, günstigsten.

    Schau dir einfach mal Preise an.
    T9 Wand, so 80€ je qm, netto glaube ich. Stein kostest hier so knapp über 40€ brutto.
    Bei KS kostet Material dieser knapp über die Hälfte, Lohn ähnlich.
    Ytong ist wohl was teuerer als Poroton im Material, dafür was angenehmer für Maurer.

    Beim KS kostet aber das WDVS zwischen 100 und 140€ pro qm, normaler Putz komplett an Poroton so 30-40€ pro qm, dafür ohne Dämmung, die wieder pro qm so 15€ an Material kostet. Brutto Netto, weiß nit.
    Steinwerte oben auf ca. nur 10% genau, insbesondere Putz ist sehr vereinfacht.

    Wenn es dir nicht auf ein paar tausend ankommt ist das egal.
    Aber letzlich wird du es wohl schon gegen den Preis bewerten. Die Vorteile kennst ud ja nun schon, bzw. wurden hier auch x fach diskutiert.

    Aber da die Gegend ruhig ist und wenn das Baufenster es hergibt könntest du mit dickem Ton oder PB gut leben, wenn du eine sehr gute Dämmung unbedingt haben willst, da die Gegend rel. kalt wird im Winter. Und viele Neubaugebiete sind auch nicht so ruhig, und es wird trotzdem PB und "filigraner" Ton genommen, ohne Probleme. Und was die Gegend so hergibt, sollte auch genommen werden, nicht unbedingt was exotisches.
     
  12. Micki77

    Micki77

    Dabei seit:
    11. August 2014
    Beiträge:
    185
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bitschubser
    Ort:
    Rot
    Aus welchem Material besteht WDVS "normalerweise"? Polysterol ... alles andere geht noch mehr in Richtung fehlende Wirtschaftlichkeit.
    Ich bin der Meinung, daß zusätzliche Dämmung (WDVS, Perlit, MW, etc) den Nutzen von solarer Energie wesentlich verringert und entsprechend kontraproduktiv ist. Bei eintretender Feuchtigkeit wird diese gespeichert und hat entsprechende Nachteile.
    Welche und wieviele muss ich den Fachleuten überlassen ;)

    Porenbeton ist für mich nicht so natürlich wie ein Ziegel, da Zement für die Herstellung benötigt wird. Aber ich kann die Abzüge auch gerne zurücknehmen ... wesentlicher sind Punkt 2 und 3.

    Tja, das ist des Bauherrns größte Last ... die Qual der Wahl :)
     
  13. stockstadt

    stockstadt

    Dabei seit:
    28. Februar 2014
    Beiträge:
    920
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    selbst.
    Ort:
    Stockstadt
    wow :mauer:mauer
     
  14. SirSydom

    SirSydom

    Dabei seit:
    18. Februar 2014
    Beiträge:
    1.197
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Ingenieur (Dipl.-Inf.)
    Schaum-Polystyrol nimmt überhaupt keine Feuchtigkeit auf. Das Zeug kann man als Schwimmkörper verwenden, zu 100% unter Wasser..

    Punkt 5 von Micki widerspreche ich, das ist nicht Aufgabe der Wand. Vielleicht kann ein Putz etwas regulierend eingreifen, aber die Wand spielt keine Rolle..
     
  15. Micki77

    Micki77

    Dabei seit:
    11. August 2014
    Beiträge:
    185
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bitschubser
    Ort:
    Rot
    wow :mauer:mauer
     
  16. Micki77

    Micki77

    Dabei seit:
    11. August 2014
    Beiträge:
    185
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bitschubser
    Ort:
    Rot
    Ich rede ja auch nicht nur von Polysterol. Ist mir schon klar, daß das Zeug kaum Feuchtigkeit aufnimmt.

    Zu Punkt 5 ... ist aber auch kein Nachteil wenn die Wand das zum Vorteil "übernimmt". Wenn ich weiß, daß die Wand keine Feuchtigkeit transportieren kann, da völlig dicht nach außen, muss ich natürlich Abhilfe schaffen. Warum sonst empfiehlt jeder bei einem Passivhaus eine KWL? Weil das Mauerwerk, Fenster, etc. oder der Bewohner den notwendigen Austausch nicht sicherstellen kann.

    Auch hier wieder ist das für mich nebensächlich ... eher nice-to-have.
     
  17. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Richtig, Polystyrol, genauer gesagt "expandiertes Polystyrol". Das expandiert ist wichtig, denn EPS besteht größtenteils aus Luft.
    Aber was ist daran nicht "ökologisch"? Was ist überhaupt "ökologisch"? Schaut man sich beispielsweise die Ökobilanz an, dann sieht die gar nicht so übel aus. Sind damit alle Kriterien für "Ökologie" erfüllt?


    Solare Energie kannst Du über Außenwände nicht sinnvoll nutzen, denn die Energie kommt bei solchen Mauern gar nicht bis in die Räume. Das was an den wenigen Sonnenstunden im Winter in die Wand eindringen kann, ist spätestens dann wieder weg wenn auch die Sonne verschwindet (was im Winter ja gar nicht so selten sein soll).
    Feuchtigkeit, da müsste man sich fragen, woher die kommen soll. Ist die Wand nicht geschützt, so dass Regen von außen eindringen kann, dann wird dadurch jedes Mauerwerk zerstört. Ich könnte Dir Bilder von HLZ schicken die durch Nässe gesprengt wurden. Die Wasseraufnahme von Baustoffen ist ein interessantes Thema, zumal dies meist über kurz oder lang zu Schäden führt. EPS ist als "Wasserspeicher" aber denkbar ungeeignet.

    Ich sagte ja, Bauchgefühl nicht vergessen.
     
  18. malgucken

    malgucken

    Dabei seit:
    5. Oktober 2013
    Beiträge:
    633
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektronik
    Ort:
    NRW
    Ob euere Diskussion dem Frager hilft... gibt es ja hier alles schon zum nachlesen, wie manche gerne schreiben.
    Unterhaltet euch doch lieber über preis, ganz untechnisch :D

    hier mal was interessantes, wie stabil so eine wand ist oder auch nicht..sieht sogar nur getunkt aus, gar nit vollflächig verklebt, oder so

    darf man direkt posten...1.link... bzw. aktuell auf deren hauptseite... poroton wand in einzelne große stücke zerlegt hat, sieht man schön dort
    https://www.qwant.com/?q=Noch nie flogen so viele Geldautomaten in die Luft&t=all
     
  19. Micki77

    Micki77

    Dabei seit:
    11. August 2014
    Beiträge:
    185
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bitschubser
    Ort:
    Rot
    Wie kommst du zu dieser Aussage?

    Ökologisch ... vielleicht ist "natürlich" der bessere Begriff für das was ich meine.
    Entsorge mal einen Ziegel und entsorge mal WDVS ...
     
  20. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. Skeptiker

    Skeptiker

    Dabei seit:
    16. Januar 2010
    Beiträge:
    5.300
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Berlin
    Benutzertitelzusatz:
    Architekt, Sachverständiger f. Schäden an Gebäuden
    Das ist falsch. Es nimmt (in geringem Umfang) Wasser auf. Es darf deshalb bisher auch nicht in drückendem Wasser als Perimeterdämmung eingesetzt werden, bzw. nur bis zu einer relativ geringen Eintauchtiefe, verglichen mit XPS oder Schaumglas.


    mit skeptischen Grüßen!
     
  22. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Betrachte die Temperaturleitfähigkeit, dann den Energieeintrag der über die Sonne (theoretisch) möglich ist, und Du wirst feststellen, dass die Eindringtiefe gar nicht so gewaltig ist. Dann nehme einen typischen Wintertag mit seinen wenigen Sonnenstunden, und siehe da....

    Andere Ansatz, wenn ein Material Wärme dämmen soll, warum sollte es dann Wärme von außen ungehindert nach innen lassen, und gleichzeitig Wärme von innen nach außen nicht?
    Nebenbei bemerkt ist das auch ein Grund warum die KF Thesen (mit seinen dicken Burgen) nicht funktionieren.

    Radioaktivität ist auch natürlich. Kohlestaub auch. Sind die beiden dann ökologisch?

    Wo ist das Problem? Die Hauptschwierigkeit wird darin liegen, die einzelnen Materialien zu trennen. Danach lässt sich sowohl EPS als auch Ziegel dem Recycling zuführen, oder man kann das EPS auch verbrennen und die enthaltene Energie zurückgewinnen.
     
Thema:

Mauerwerk - Die Qual der Wahl

Die Seite wird geladen...

Mauerwerk - Die Qual der Wahl - Ähnliche Themen

  1. Abdichtung Außenfensterbank nur bis AK Mauerwerk - Mangel?

    Abdichtung Außenfensterbank nur bis AK Mauerwerk - Mangel?: Hallo liebe Bauexperten, wir lassen uns gerade ein Haus bauen. Der Fensterbauer hat auch die Außenfensterbänke eingebaut. Vorher hat er darunter...
  2. Risse im Putz - Wie feststellen ob Mauerwerk auch betroffen ist?

    Risse im Putz - Wie feststellen ob Mauerwerk auch betroffen ist?: Hallo zusammen, Ich habe festgestellt, dass sich unter Der Tapete am Giebel Risse bilden und die Tapete gelöst. Anbei einige Fotos. Wie kann ich...
  3. Dauerfeuchtes Mauerwerk ?

    Dauerfeuchtes Mauerwerk ?: Hallo Freunde, ich hörte, dass Fachleute behaupten, Mauerwerk aus gefüllten Porotonsteinen, also T7 ,T8 oder ähnliche, würden mit der Zeit...
  4. Zwei Schaliges Mauerwerk Wasserproblem

    Zwei Schaliges Mauerwerk Wasserproblem: Hallo, ich habe ein Feuchte Problem bei meinem Mauerwerk. Habe nun schon alle löcher in den Fugen gefüllt. Es kommt aber dennoch bei stark regen...
  5. Wasserschaden und Einfluss auf Mauerwerk Bausubstanz

    Wasserschaden und Einfluss auf Mauerwerk Bausubstanz: Hallo, in einem Haus, Massivbau mit Betonwänden (linksseitig nichtunterkellertes Haupthaus, direkt rechts davon Zugang zur Garage mit...