Mehr Schalldurchgang bei 25% geringerer Dicke der Dachdämmung?

Diskutiere Mehr Schalldurchgang bei 25% geringerer Dicke der Dachdämmung? im Dach Forum im Bereich Neubau; Liebe Dachexperten, folgende Frage: Vereinbart ist eine Aufdachdämmung mit 16 cm Neopor. Aufgebracht wurde eine Dämmung aus 12 cm PUR....

  1. Roth

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    Liebe Dachexperten, folgende Frage:

    Vereinbart ist eine Aufdachdämmung mit 16 cm Neopor. Aufgebracht wurde eine Dämmung aus 12 cm PUR.

    Ändert sich etwas am Schalldurchgang? Wie wird das berechnet?

    Danke!
     
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  3. Thoman

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    Wichtiger wäre meines Erachtens der Wärmedurchgang, nicht der Schalldurchgang.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 28. August 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    @ Roth

    Datenblätter der Hersteller vergleichen.
     
  5. Roth

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    Der Wärmedurchgang soll angeblich gleich sein, da PUR aufgebracht wurde.

    Hallo Herr Dühlmeyer,
    für das vereinbarte Neopor finde ich keine Datenblätter.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 28. August 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Mal bei BASF fragen.
     
  7. #6 bauschaden, 28. August 2014
    bauschaden

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    Die schallabsorbierende Qualität eines Dämmstoffes lässt sich gemäß der DIN EN 13162 in Verbindung mit der DIN 4109-10 durch den längenbezogenen Strömungswiderstand r [kPa ∙ s/m2] beschreiben. Dort wird als schallabsorbierende Einlage ein längenbezogener Strömungswiderstand r von ≥ 5 [kN ∙ s/m2] gefordert. Eine zulässige Obergrenze ist derzeit noch nicht gefordert.

    Die NEOPOR - oder PUR-Dämmstoffplatte mit einem großen und hier nicht bekannten Strömungswiderstand wirkt eher als geschlossene Schale, denn als Hohlraumdämpfung, so dass sich die Schalldämmung gegenüber faserförmigen Dämmstoffen verschlechtert.

    Wenn Du aber Wert auf gute Schalldämmung legst, weshalb hast Du Dich nicht für faserförmige Dämmstoffe als Aufdachdämmung entschieden?
     
  8. Roth

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    Vom Strömungswiderstand etc. verstehe ich nichts, leider...

    Ja, warum nicht faserförmig? Das frage ich mich heute auch. :mauer
    Der Archi hat mir die 160 mm Neopor-Aufdachdämmung empfohlen. Sie war im LV.
    Aufgebracht hat der Dachdecker PUR N + F 120 mm.

    Unterm Dach hat man das Gefühl, man wohne im Zelt. Deshalb die Frage nach dem Schalldurchgang.
     
  9. ultra79

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    Ist von innen schon die Verkleidung aufgebracht?
     
  10. Kalle88

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    Schalltechnisch sind die nicht faser förmigen Aufdachdämmstoffe absolut Scheiße. Schade das dir das niemand gesagt hat...
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 28. August 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    @ Roth:
    Lies Dir mal in diesem Strang Erics Ausführungen zum Thema Schallschutz im EFH-Bereich durch
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?85649-Bitte-um-Begutachtung

    Wie schon geschrieben - "harte" Dämmstoffe sind eher Schallleiter als Schalldämpfer. Ich würde auch sagen, weniger die Dicke denn der Stoff sind das Thema.

    Wenn aber 160 mm Neopor ausgeschrieben waren und Du keiner Änderung zugestimmt hast, dann haben DD und Architekt (so mit LP 8 betraut) ein gemeinsames Problem.
    Geschuldet war eine 160 mm Neopordämmung, die Leistung weicht vom Soll ab, ist also mangelhaft.

    Problematisch dabei kann nur (je nach Bautenstand und Zeitraum) eine Abnahme (auch fiktiv durch Zeitlauf) sein.
    Hier würde ich mal mit einem RA sprechen, ob man auf dem Wege noch einen Hebel hat.
    Und dann gleich auf MiWo oder Holzweichfaser (zustätzlich besserer sommerlicher Hitzeschutz, dafür etwas schlechterer Dämmwert) umschwenken.

    PUR Aufdachdämmung kann noch einen wesentlichen Haken haben, den Freunde gerade erleben.
    Viele dieser Platten sind nur auf der Oberseite abgeklebt und diese Verklebung löst sich jetzt bei Freunden - Folge ist Kondensat durch Luftundichte. :(
     
  12. Jan81

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    du meinst man sollte Glaswollen oder Holzfaserdämmplatten nehmen.
     
  13. Kalle88

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    Man sollte nehmen, was am besten zum Haus, dem zu erreichenden Wert und dem persönlichen Empfinden liegt. Mal abgesehen, von dem weiteren Kritikpunkt von Herrn Dühlmeyer oder den hier bekannten Knackgeräuschen bei Neubauten. Können die Platten, also PUR, schon Sinn machen aber nicht als alleinige Maßnahme und nur in Kombination mit einem System. In der hier verwendeten Stärke dann jedoch recht überflüssig.
     
  14. Roth

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    Danke für die schnelle Antwort!
    Es ist ein MFH und vermietet. Ein SV war schon da. Dieser hat erst festgestellt, dass ein ganz anderer Dämmstoff drauf ist. Gelöste Verklebungen hat er auch im Bild festgehalten.

    Einen RA habe ich. Verjährt ist es noch nicht.
    Archi/Dachdecker behaupten, ich hätte das andere Material abgenommen, da ja auf der Schlussrechnung PUR 120 mm gestanden habe.
    Vertragsänderungen sind allerdings nur gültig, wenn sie schriftlich vereinbart werden.

    Bin gespannt, wie das weitergeht.
     
  15. R.B.

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    Das ist so nicht korrekt. Ein Aufbau mit Neop...kann oberhalb der Resonanzfrequenz eine vergleichbare MiWo Lösung problemlos um 5-6dB überbieten. HIer ist halt der gesamte Dachaufbau entscheidend.

    Ich frage mich, ob die Dachsanierung schon abgeschlossen ist, denn damit der endgültige Schallschutz erreicht wird, müssen alle Maßnahmen abgeschlossen sein.

    Ob ich der Alternative 12cm PUR zugestimmt hätte, das weiß ich noch nicht. Zumindest nicht ohne mich vorher über die technischen Daten zu informieren. Ich frage mich halt, was für ein Wunderzeug die verbaut haben um die Reduzierung von 16cm auf 12cm zu rechtfertigen.
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 28. August 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    16 cm WLG 035 sind sogar etwas schlechter als 12 cm WLG 025 (wenns denn 025 ist)
     
  17. Kalle88

    Kalle88

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    Das mag stimmen. Ich bleibe aber dabei, dass so was gerade im Sanierungsbereich Müll ist, wenn es die einzige Maßnahme darstellt. Aber wir wissen ja nich mal ob Neubau oder Sanierung.
     
  18. R.B.

    R.B.

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    genau das ist ja der Knackpunkt. Wer weiß was da verbaut wurde, und ob der TE nun nicht schlechter da steht. Es gibt ja auch Anbieter mit 023, 028 usw.

    Das Thema Wärmedämmung wäre halt als Mangel einfacher zu greifen, als Schalldämmung. Für die Wärmedämmung gab´s anscheinend eine Vereinbarung, von Schall war nie die Rede. Wenn man jetzt versucht aus den Schalldämmenden Eigenschaften einen Mangel zu "konstruieren", liefert man viel Angriffsfläche.
     
  19. bauschaden

    bauschaden

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    Ist das ein maßgeblicher Einwand eines Architekten, um den Bauherrn mundtot zu machen?

    Wäre der Architekt nicht verpflichtet gewesen, im Rahmen der Grundlagenermittlung die Vorstellungen des Bauherrn zum gewünschten Schallschutz abzufragen?
     
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  21. Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    neben den schlechteren Eigenschaften der PIR/PUR Dämmungen als Aufsparrendämmungen sind Baumängel ein weiteres, sehr verbreitetes Problem dieser Baustoffe. Die Übergänge zu den Außenmauern und zu Durchdringungen, z. B. Kaminen, Dachflächenfenstern, werden nicht ausreichend "dicht" gemacht. Fehlende Luftdichtheit bringt hier immer erhöhte Übertragung des Luftschalls mit sich.
    Noch problematischer wird das u. U. beim Körperschall, denn da kann nachträglich kaum etwas verändert werden.

    Grüße

    si
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Das hat nichts damit zu tun jemanden mundtot zu machen, sondern das war als Hinweis zu verstehen, dass wenn es hart auf hart kommt, dass dann nur noch das zählt was wirklich vereinbart war. Es hilft doch nichts, wenn man dem TE Hoffnung macht und er nachher in ein offenes Messer läuft. Schallschutz lässt sich, gerade bei Dachaufbauten, nur schwer exakt definieren. Hinzu kommt, dass sich die wenigsten Bauherren unter Schallschutz, oder irgendwelchen dB Angaben, etwas vorstellen können.

    Beim Schallschutz spielt eine absolut pingelige Verarbeitung eine größere Rolle als bei der Wärmedämmung. Vereinfacht gesagt, das kleinste Loch kann den Schallschutz frequenzabhängig völlig zunichte machen. Bei der Wärmedämmung hat man "nur" eine Wärmebrücke die sich dann irgendwo 2 Stellen hinter dem Komma bemerkbar macht.

    Eine Wärmedämmung lässt sich also leichter vereinbaren als Schallschutz.

    Gute Frage. Ich frage mich aber, was soll der Architekt noch alles "abfragen"? Schallschutz wird bestenfalls im Beratungsgespräch in einem Nebensatz erwähnt, so nach dem Motto "ist doch eine ruhige Wohngegend, da spielt Schallschutz doch sicherlich keine Rolle......denn das wird teuer...." Schon ist das Thema abgehakt.
    Wenn man da nicht als Kunde explizit darauf hinweist, oder die Lage des Grundstücks (Einflugschneise Flughafen o.ä.) nach erhöhtem Schallschutz "schreit", wird dieses Thema, wenn überhaupt, dann nur stiefmütterlich behandelt.

    Ich kann nur empfehlen, wenn man selbst den Schallschutz als wichtig erachtet, und das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, dann sollte man das auch kommunizieren UND später vertraglich vereinbaren. Nur so hat man etwas in der Hand auf das man sich später berufen kann, und nur so kann man später auch überprüfen, ob man als Kunde das bekommen hat was man bestellt hat.

    Es gibt (leider) Dinge die sollte man nicht als Selbstverständlichkeit voraussetzen.
     
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