Mehraufwand Tiefbau wegen anderer Böschung

Diskutiere Mehraufwand Tiefbau wegen anderer Böschung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Forumsteilnehmer, ich habe das Gefühl von meinem GÜ über den Tisch gezogen zu werden. Vereinbart war ein Keller aus WU Beton als...

  1. #1 Daniel A., 23. Juli 2006
    Daniel A.

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    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    ich habe das Gefühl von meinem GÜ über den Tisch gezogen zu werden.

    Vereinbart war ein Keller aus WU Beton als Weiße Wann und mit Schwarzanstrich, Lichtschächte an die Entwässerung angeschlossen. Die Kellersohle 30 cm dick. Die Kelleraußenwände 30 cm, die Trennwand DHH 17,5 KS. Dämmung 5 cm außen.
    Das Problem sind die Erdarbeiten:

    vereinbart ist: Oberboden abtragen, lagern und später als Grobplanum auftragen. Baugrubenaushub nach den Erfordernissen. !!!! Überschüssiger Boden wird zur Kippe abgefahren oder zur Geländemodellierung verwendet.!!!!

    Fundamente:
    Sohlplatte ggf. Einzel- und Streifenfundamente gem-Statik in Stahlbeton auf einem maschinell verdichteten Untergrund. Keller aus WU Beton als "weiße Wanne"

    Grundstück: es ist ein baureifes (Bodenpressung 0,2N/qmmm, bodenklassen II, III) Grundstück bereitzustellen. Kosten für Grundwasserabsenkungen sind im Festpreis nicht enthalten.

    jetzt nach Vorlage Bodengutachten:

    lt Bodengutachten:

    DHH 7*11 m lang, 2,5 Geschosse beide DHH voll unterkellert.

    Grundwasser zwischen 0,75 und 1 Tiefe.

    Gründung:

    biegesteife Stahlbetonplatte, Stabilisierung auf Hartkalkstein. Für die Bodenplatte nach bettungmodulverfahren = ks= 20MN/m³
    mittlere Bodenpressung von qzul.=200kn/m² (2,0 kp/cm²) nicht überschritten werden.

    Für die Baugrube ist das Andeckverfahren mit Schotter zu nehmen.
    Mit Dränentwässerung
    Baugrube unterhalb des Grundwassers 50 grad abgeböscht, der Böschungsfuß soll dabei durch die Vorschüttung aus Kalksteinschotter 30 Grad abgestützt werden.
    -Pumpensumpf erforderlich

    - Lastfall "von außen drückendes Wasser"

    jetzt soll ich Mehrkosten übernehmen, die zum größten Teil aus mehr Aushub und Entsorgung des Aushubs bestehen:
    immer EP netto

    Oberboden abtragen und seitlich lagern 118 m² 1,55 € netto

    Pumpenschacht liefern 0,5* 250 €

    Boden lösen und entsorgen 60m³ 18 €

    Boden seitlich lagern 50 m³ 6 €

    Mineralgemisch 0/45 im Andeckverfahren bei der Erstellung der Baugrube einbringen 1 Stück 180 €

    Arbeitsraum verfüllen 50m³ 12,55

    Minerlagemisch 0/45 zur Stabilisierung der Baugrubensohle einbringen und verdichten 45m³ *28 €


    Vlies als Trennlage verlegen 100 m² 1,8

    Drainage DN 100 verlegen und damit Pumpenschacht verbinden 100 *3,8

    Pumpe betreiben 0,5 180

    Folie 150 m² 0,80



    Frage????

    müssten die Pos. Erdaushub und Entsorgung nicht mit dem Vertrag abgedeckt sein?
    Gibt es eine Standard Böschung?
    Werden hier Leistungen in Rechnung gestellt die für einen Keller wie vereinbart sowieso Standard sind, oder zur Herstellung notwendig sind
    ?

    Zitat aus dem Vertrag:

    Oberboden abtragen, lagern und später als Grobplanum auftragen. Baugrubenaushub nach den Erfordernissen. !!!! Überschüssiger Boden wird zur Kippe abgefahren oder zur Geländemodellierung verwendet.!!!!

    Das ich die Pumpe etc. bezahlen muss wurde schon im Dezember 2005 besprochen, damals wurde mir gesagt 2000 €, jetzt soll ich 4500 € netto bezahlen wegen den Bodenarbeiten!!

    Danke für eure Antworten.
     
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  3. Josef

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    "hmmm"

    .
    hab ich "so" life noch nie gesehn ... drum iss es auch schwierig diese
    Frage zu beantworten ... als Unternehmer würd ich mir den Bodengutachter
    mal schnappen und folgende Fragen stellen:
    .
    a.) welche Wasserhaltung nahm er beim Gründungsvorschlag zugrunde
    .
    b.) Böschungsfuß abgestützt ... was erwartet einem in der Tiefe ... der
    planke Rollkies ???
    .
    "ahja" der Nachtrag ... iss natürlich daß gefundene Fressen für den GU ...
    so sind Sie halt die Bauherrn ... zuerst nen Plan dann schnell nen GU
    den Auftrag nachwerfen damit man den Festpreis schwarz auf weiß erhält ...
    und dann kommt der fette Nachtrag (hier z.b. wegen des Baugrundes) ...
    bei dem ein Nachverhandeln kaum möglich iss weil da der Hauptauftrag
    bereits unterschrieben wurde ... "JA" so wird mit nem eventl. schlechten
    Festpreis doch noch satt Kohle gezogen :shades
    .
    und warum das alles ??? ... ganz einfach weil man ned nach der
    Reihenfolge (hier zuerst Baugrundgutachten) vorging
    ... drum heisst´s jetzt zähnknirschend abnicken (!)
     
  4. #3 Daniel A., 23. Juli 2006
    Daniel A.

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    a.) welche Wasserhaltung nahm er beim Gründungsvorschlag zugrunde
    .

    Zitat Gutachten:

    Die Baugrubensohle liegt 1-*2m unterhalb des Grundwasserspiegels. Bei den vorliegendne Bedingungen dürfte es möglich sein, di eEntwässerung mit einer abschnittsweise einzubauendne Flächen-und Rindränage durchzuführen.Das prinzip der dränentwässerung im sog. Andeckverfahren ist in Anlage 3 dargestellt.

    Als Andeckschicht kann das bereits erwähnte Schottermaterial verwendet werden.
    Für die Asubildung der dränanlage sind die Empfehlungen der DIn 4095 zu beachten. Zusätzlich:

    - Einbau der d. vom Kanalanschluss beginne (oder Pumpensumpf)

    -Sauger in der Mitte der Andeckschicht

    usw.

    b.) Böschungsfuß abgestützt ... was erwartet einem in der Tiefe ... der
    planke Rollkies ???

    b ich verstehe die Antwort nicht? Ab ca. 1,50 sind mergelschichten zu erwarten, die Wasserundurchlässig sind.

    Mein Hauptproblem ist., ich habe ein Haus mit Keller mit den Maßen 7*11 m gekauft. Die zusätzlichen Aushubmassen soll ich bezahhlen. Nirgendwo wurde aber festgelegt welche Aushubmassen geleistet werden (siehe Zitat, nach den Erfordernissen)
    Kann ich mich darauf berufen??


    Danke
     
  5. Dicky

    Dicky Gast

    nur mal so gefragt

    Hallo,
    nur mal so am Rand gefragt: "Wer rechnet denn heute noch mit kp/cm²?"
    Schönen Gruß
    Dicky
     
  6. #5 Daniel A., 24. Juli 2006
    Daniel A.

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    Berechnung

    Hallo,

    der Gutachter ist schon ein ältere Semester.

    Trotzdem wäre es schön wenn die Beiträge hilfreich wären.:offtopic:

    Gruß Daniel A.
     
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  8. #6 Daniel A., 25. Juli 2006
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    nach Rücksprache mit RA

    wird die Auffassung vertreten, das die Leistungen im Vertrag enthalten sind. Ein allgemeines Baugrundgutachten für das Baugebiet lag schon vor Vertragsunterzeichnung vor und war dem GU bekannt...
    Vermutlich hat der Gu die Ausschreibung verbeutelt (hab ich natürlich nicht gesehen GEHEIM, dann wüßte ich seine Preise) und versucht jetzt Schadensbeseitigung.:frust
    Die Antwortdes GU dazu habe ich noch nicht...

    Gruß Daniel
     
  9. #7 Daniel A., 26. Juli 2006
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    Stellungnahme des Generalübernehmers

    Hallo,

    heut habe ich endlich eine Stellungnahme dazu erhalten:

    in den mit Ihnen geschl. Bauvertrag wurde unter §3 vereinbart, das die Kosten für Hausanschlüsse, Vermessung, Grundstücks- und Erschließungskosten nicht im Kaufpreis enthalten sind.Weiterhin haben SIe gemäß Punkt 4 des Vertrages ein baureifes ( Bodenpressung 0,2N/qmm, Bodenklasse II, III) Grundstück bereit zu stellen.

    Aufgrund der Bodenverhältnisse fallen nunmehr Mehrkosten an, die Sie zu tragen haben. Angebot liegt vor......

    Nahc rücksprach mit dme Bodengutachter: Bodenpressung wird erreicht, bodenklasse II III und IV (im Nachtragsangebot stand nichts über Mehrkosten wg. festerem Boden!!)

    MEin Ra sagt drohen mit Kündigung und auf Leistung bestehen..:boxing
    Mein RA bereitet ein Schreiben vor...

    Meld mich wieder
     
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