Mehrere Sicherungskreise in einem Leerrohr?

Diskutiere Mehrere Sicherungskreise in einem Leerrohr? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich denke, dass das Thema schon bearbeitet wurde, jedoch finde per Suche kaum einen Eintrag der zu diesem Thema passt und bin daher auch...

  1. smurf0815

    smurf0815 Gast

    Hallo,

    ich denke, dass das Thema schon bearbeitet wurde, jedoch finde per Suche kaum einen Eintrag der zu diesem Thema passt und bin daher auch sehr dankbar für Links als Antwort:

    In unseren Neubau müssen nachträglich weitere Sicherungskreise eingefügt werden. Die bisherigen Sicherungskreise wurden in Elektrorohren verlegt und hier wäre auch noch Platz für das ein oder andere Kabel. Mir wurde von einem Elektriker mitgeteilt, dass es wohl nicht zulässig wäre in einem Leerrohr mehrere verschiedene Stromkreise zu verlegen, jedoch habe ich auch schon von anderer Seite gehört, dass es durchaus erlaubt wäre. Es gibt hier wohl Unterschiede zwischen einzelnen Adern und Kabel mit Mantel. Kennt sich da jemand aus und kann mir vielleicht sogar die VDE bzw. DIN nennen, aus der Empfehlungen hervorgehen? (Evtl. Auszug der DIN posten?)

    (Keine Angst - ich verlege kein einziges Kabel, dass erfolgt schon von einem Profi, jedoch bereite ich mich gern auf das Thema vor - denn dies erleichtert die Diskussion mit dem Bauträger)

    Vielen herzlichen Dank
    Euer Hans
     
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  3. Julius

    Julius

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    Als Einzeladern dürfen mehrere Stromkreise NICHT in einem gemeinsamen Rohr liegen.
    Als mehrere Mantelleitungen dagegen schon.
    Und in einer gemeinsamen Mehraderleitung auch! Wenn man also in das Rohr eine Mantelleitung einziehen kann mit ausreichend vielen Adern, wäre eine Gemischtbelegung ebenfalls zulässig.
    Andere Möglichkeit (falls es um Wechselstromkreise geht): Einen Drehstromkreis errichten (geht dann auch mit Einzeladern) und den dann in mehrere Wechselstromkreise aufteilen.

    Um zu beurteilen, was bei Dir möglich oder sinnvoll ist, brauchen wir jedoch mehr Input!
     
  4. markusH

    markusH Gast

    Die Aufteilung der Drehstromkreise in Wechselstromkreise hat nur den Nachteil das wenn sich mal der Nullleiter lösen sollte man ganz schnell 400V auf die einzelnen Kreise bekommt.
    Wenn man das so macht dann darauf achten das die Kreise auf einer Phase liegen.

    Gruß Markus
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Dann kann ich doch gleich am Ende aufteilen.

    Oder meinst Du auf einer Phase und aufgetrennt auf 3LS und dann durch die Leitung geführt? Das mag der N aber garnicht.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Julius

    Julius

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    Das mag nicht nur der N nicht, das ist brandgefährlich und aus mehreren Gründen strikt verboten.
    Übrigens ebenso wie Nulleiter (PEN) generell in Endstromkreisen von Neuinstallationen nichts zu suchen haben!!!

    Daher ist das Gegenteil richtig:
    Es muß darauf geachtet werden, daß die (bis zu 3 ) Wechselstromkreise des aufgeteilten Drehstromkreises KEINESFALLS auf dem selben Außenleiter liegen!
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Genau.

    Deswegen hatte ich auch zuerst bei Deinem Satz geschluckt:

    Das klingt auch zweideutig.

    Aber ich denke der Hans hat einen Profi, und der sollte sowas wissen.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Bauwahn

    Bauwahn

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    ... und über eine gemeinsame Abschaltnöglichkeit verfügen (was mit einem 4-poligen FI in der Regel erfüllt wird)

    Gruß

    Thomas
     
  9. #8 ein Elektriker, 23. Oktober 2007
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    nicht zu vergessen der 3-polige Sicherungsautomat (allpolige Abschaltung) und die Strombelastbarkeit der Außenleiter beachten.....
     
  10. smurf0815

    smurf0815 Gast

    Zunächst vielen Dank. Ich bin mir nicht sicher was noch für Informationen von Nöten sind.

    Derzeit liegen in einem Elektrorohr drei einzelne Adern (kein Mantel). Diese werden von allen Stockwerken (Einfamilienhaus) in den Keller geführt. Es gibt in den einzelnen Stockwerken keine weitere Unterverteilung (abgesehen von den etwas tieferen Unterputzdosen in denen verzweigt wird).

    Es handelt sich um normale "Licht- und Steckdosen"-Stromkreise. Es wurde jetzt festgestellt, dass wohl deutlich zu wenig Sicherungskreise im Bezug auf die DIN 18015-2 (Elektrische Anlagen in Wohngebäuden - Teil2 Art und Umfamg der Mindestausstattung)) eingebaut wurden. Auch kamen noch einige weitere Versäumnisse hinzu, dass eigentlich die Anzahl der Sicherungskreise sich nach geltendem Recht verdoppeln müssen!) Um nun zu vermeiden, dass nun gepfuscht wird, versuche ich mich auf da Thema möglichst vorzubereiten. Es wird natürlich seitens des Bauträgers versucht zu vermeiden, dass in die bereits verputzten Wände wieder erneut Schlitze geschlagen werden müssen. So kam uns z.B. zu Ohren, dass in einem ähnlichen Fall einfach weitere Adern (ohne Mantel) in das Elektrorohr eingezogen wurden. Man kann den Herren meistens nur mit DIN bzw. VDE schwarz auf weiß kommen, sonst wird man überrannt. (Wenn also jemand diese kennt, die das genau regelt -> bitte posten)

    Ich möchte für mich eine möglichst saubere Lösung und vermutlich unser Bauträger eine möglichst billige... Was muss ich hinnehmen? Und was muss dann zumindest erfüllt sein etc. ?

    Wenn ich Euch richtig verstehe, dann wäre die Geschichte mit dem Drehstrom z.B. eine praktikable Lösung. D.h. einfach gesprochen, dass der Elektriker in das Elektrorohr zwei weitere Adern hinzufügt und schon haben wir drei Sicherungskreise? Was ist hierbei alles zu beachten? Darf die Aufteilung dann weiterhin in den Unterputzdosen erfolgen? Ist dann für diese drei Sicherungskreise ein eigener FI notwendig oder reicht der eine zentrale FI des Hauses (leider)?
     
  11. #10 ein Elektriker, 23. Oktober 2007
    ein Elektriker

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    Sorry, aber so wie ich deinen Bericht lese, ist das:
    schon passiert.....

    Wie viele Stromkreise hast du denn???
    Hat den niemand dein Haus geplant ( E-Installation) + überwacht???
     
  12. smurf0815

    smurf0815 Gast

    Ich vermute langsam, dass man hier nicht von Planung reden kann. (Eigentlich gibt es einen Bauleiter, jedoch scheint er auch nicht unbedingt ein Auge auf das Geschehen zu haben, so dass man sich selbst mit der Materie beschäftigen darf)

    Auf ca. 155 qm Wohnfäche (oberhalb des Kellers) kommen ca. 4 (vielleicht auch 5) Stromkreise für Licht und Strom im Innen- und leider auch inkl. Außenbereich. (zzgl. den Stromkreisen für Herd, Trockner & Co.) (Steckdosenanzahl liegt abhängig vom Raum zwischen etwas über Minimalanzahl laut VDE und etwas mehr als doppelt so viel) - Ich denke 9-10 Stromkreise und zusätzlich eine Trennung des Außenbereiches wären DIN-gerecht.

    Man zeigt sich willig, das noch zu korregieren, jedoch alles was man nicht sachlich bemängelt, wird übergangen, deswegen benötige ich dringend Euren Input. Auch schon deswegen, dass ich mich nicht hintergangen fühle, obwohl sie eigentlich alles korrekt ausführen.
     
  13. Contoso

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    Hallo

    gibt es denn keine Bau- und Leistungsbeschreibung als Bestandteil des Vertrages? Da ist doch eigentlich klar geregelt wie viele Steckdosen, Lichtauslässe, usw. in jedem Raum sind.
    Oder steht in Eurem Haus nur:Haus nach DIN?


    MfG Contoso
     
  14. smurf0815

    smurf0815 Gast

    Es ist klar geregelt und entspricht nahezu DIN-Minimum - man darf jedoch aufpreispflichtige Sonderwünsche äüßern, wenn man mehr Steckdosen wünscht, was zum Teil bei uns der Fall ist.
     
  15. #14 ein Elektriker, 23. Oktober 2007
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  16. #15 ein Elektriker, 23. Oktober 2007
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  17. smurf0815

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    Vielen herzlichen Dank, jedoch bin ich hiermit schon zum Teil vertraut.

    Mir ist bewusst, dass hier zu wenig Sicherungskreise verlegt sind. Jedoch geht es nun darum, das Kind noch irgendwie aus dem Brunnen zu holen. Wie können nun weitere Sicherungskreise VDE und DIN gerecht eingefügt werden. Nur mit zusätzlichen Elektrorohren oder ...?

    (A):
    Ich denke das mehrere gemantelte Kabel als Option ausfallen, da es vermutlich nicht unbedingt einfach ist, in ein Leerrohr (16mm) diese starren Kabel einzuziehen.

    (B):
    Jetzt wurde hier etwas von Drehstrom geschrieben und eine weitere Aufteilung dann in den einzelnen Geschoßen. Ist das im Hausbau zulässig? Muss ich das hinnehmen? Auf was muss geachtet werden? Darf die Aufteilung in einer tiefen Unterputzdose erfolgen (z.B. hinter einem Schalter...)? Wenn eine Sicherung fliegt, fliegen dann alle drei? FI? Irgendetwas besonderes vorgeschrieben?

    (C):
    Mehradriges gemanteltes Kabel:
    Wie viele Adern bekommt man aus Eurer Erfahrung in so ein Rohr? ("Normale Radien" im Rohr...)... Kann man dann mit 5 Adern auch zwei Stromkreise bedienen (gemeinsame Erdung?) oder benötigt man dann immer drei Adern? also 3,6,9...?). Wie muss dann die Unterverteilung in den Zielorten erfolgen?

    (D):
    Weitere Optionen?

    Hat den jemand die entsprechenden DIN und VDE zur Hand, die dies regeln und kann mir die Nummern nennen oder einen Auszug posten?

    Gruß und Dank
    Hans
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 25. Oktober 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Einzig sinnvoller Rat.....

    Ab zur Elektroinnung und einen Sachverständigen aus dem E-Bereich beauftragen, die vorhandene Anlage zu PRÜFEN und die Nachrüstung zu überwachen.
    Wen ich schon lese Einzelne Adern in Leerohr gezogen, gruselts mich. Nicht, das es verboten wäre. Aber es ist aufwändiger = teurer. Warum also macht er das. Lagerbestand verarbeiten? Alte Leitungen gestrippt? :yikes. Einfachere Aufteilung der Adern in div. Richtungen :eek:.
    ICH hab keine SINNVOLLE Erklärung dafür. Und gesehen hab so eine Installation selbst bei den billigsten Billichheimern noch nie.
    MfG
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Zuerst zur Begriffsdefinition:
    Das was Du als Kabel bezeichnest sind Leitungen, bestehdn aus mehreren isolierten Adern und einem gemeinsamen Mantel. Nur damit wir beide von Äpfeln reden.

    zu A.)

    Mehrere Mantelleitungen in ein 16er Leerrohr funktioniert nicht. Man könnte höchstens noch eine zusätzliche Ader einziehen, und das wird schon nicht so einfach.

    zu B.)

    Man könnte eine Leitung 3x1,5 ersetzen durch 5x1,5 oder 5x2,5. Dann werden die Adern (außer N und PE) auf unterschiedlichen Außenleitern (Phasen) aufgelegt. Diesen Drehstromkreis kann man später wieder auftrennen. Dazu muß man jedoch ein paar Dinge beachten (Leitungsschutz, gemeinsame Abschaltung etc.). Löst ein Kreis durch Überlastung aus, dann muß die gesamte Leitung stromlos sein.

    zu C.)

    Siehe meine Antwort zu B.)

    zu D.) Habe nicht täglich mit dem Zeug zu tun, müßte also nachschauen.

    Geht nicht, gibt´s nicht. Aber man könte sich das Leben etwas leichter machen..:biggthumpup:

    Gruß
    Ralf
     
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  21. Bauwahn

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    Ralf, dann darfst Du nicht nach Österreich fahren, dort ist das DIE gängige Methode im Neubau. Ist auch nicht schlecht und recht flexibel.

    Gruß

    Thomas
     
  22. Bauwahn

    Bauwahn

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    :o Ich meinte Ralf D. natürlich. Normalerweise gibt's dieses Problem eigentlich nur mit meinem Vornamen...
     
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