Mein Dachbodenausbau, so o.k.?

Diskutiere Mein Dachbodenausbau, so o.k.? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, ich möchte am WE den Dachboden eines Neubaus als "Lagerraum" ausbauen. Die Lage: Fußboden des Dachboden besteht zur Zeit...

  1. DJIngo

    DJIngo

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    Hallo Zusammen,

    ich möchte am WE den Dachboden eines Neubaus als "Lagerraum" ausbauen.

    Die Lage:
    Fußboden des Dachboden besteht zur Zeit nur aus Kehlbalken und Mineralwollen-Isolation. (Dadrunter Dampfbremsfolie und Regipsplatten) (Abstand Balken ca. 75 cm)
    Die Dachsparren sind noch nicht isoliert nur auf den Sparren ist ein "Gewebematerial" aufgebracht mit Latten und Dachziegeln. Dach hat kein Dachflächenfenster oder Luke.

    Mein Vorhaben:
    Auf den Kehlbalken eine Lattung aufschrauben, damit Luft besser zirkulieren kann. (Wie hoch?)
    Dann auf der Lattung Rauspund anschrauben. (Torx Schrauben?!) Ansätze auf Lattung schrauben. Ist der Abstand o.k. für Rauspund? (Stärke Rauspund?) Um den Boden ca. 1-2 cm Spalt lassen.

    Das Dach zwischen den Sparren mit Steinwolle dämmen. (Welche dicke?) Darüber dann PE Folie antackern. Die Folienverbindungen verkleben. Darüber dann Regipsplatten verschrauben.

    Was haltet ihr davon? Kann es Probleme mit Feuchtigkeit geben, da keine Fenster vorhanden?

    Danke und einen schönen Gruß
    Ingo
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 14. November 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Die Fenster sind *piep*egal.
    Auf den Sparren Gewebematerial klingt nach der "guten" alten gewebeverstärkten Unterspannbahn, die sehr dampfdicht ist.
    Ausbau nur bei sichergestellter Hinterlüftung der Dämmung möglich!

    Ausserdem fehlt die Klärung, ob die Kehlbalken überhaupt für einen "Lagerraum" genutzt werden können -> Statik!
    Ausserdem - warum einen Lagerraum dämmen?
     
  4. ManfredH

    ManfredH Gast

    Bei Dachbodenausbau zum Lagerraum würde ich als erstes mal prüfen (lassen), ob es Probleme mit Brandschutz geben kann.
    Gebäudeklasse? Zugang? Rettungsweg? Feuerwiderstandsanforderungen an tragende Bauteile etc.

    Das wäre m.E. vorrangig zu klären, bevor man sich Gedanken über die richtige "Isolation" und den Einbau von "Regips"platten ;-) macht.
     
  5. DJIngo

    DJIngo

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    Was heißt dies? Was muß hier gemacht werden?
    Dämmung, damit es dort keine großen Temperaturschwankungen gibt und evtl. Feuchtigkeit auftritt.
    Habe etwas Angst vor Schimmel.

    Lagerraum vielleicht falsch ausgedrückt. Es soll für Weihnachtssachen etc. gedacht sein, da kein Keller vorhanden. Also keine Schränke und sehr schwere Dinge. Es gibt auch nur eine gedämmte Bodenluke.

    Was sagt ihr zu den Rauspundstärken und Abstände?

    Gruß
    Ingo
     
  6. #5 gunther1948, 14. November 2012
    gunther1948

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    hallo
    klären was das für eine folie auf den sparren ist und mal die abmssungen der sparren angeben.
    bild wäre evtl hilfreich.

    gruss aus de pfalz
     
  7. DJIngo

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    Vielen Dank für deine Nachricht.
    Die Sparren sind ca. 8 cm Breit (wenn ich das richtig im Kopf habe) Dicke ist 18 cm.
    Bilder anbei. Dachb2.jpg Dachb1.jpg
    Leider nicht so optimal erstellt.

    PS. Die untere Mineralwolle ist zwischen 13 und 14 cm dick.
     
  8. #7 gunther1948, 15. November 2012
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    hallo
    frage bitte beantworten

    gruss aus de pfalz
     
  9. DJIngo

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    ich weiß leider nur, dass es eine unterspannbahn ist, die ein Gewebe in sich hat. Damals wie es darauf regnete kam kein Wasser durch. Sorry, mehr weiß ich leider nicht.
     
  10. #9 mettwurstmacher, 15. November 2012
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    Hallo,

    bei mir siehts genauso aus auf dem Dachboden wie auf deinen Bildern. Bevor du anfängst, Unterlattung zu kaufen, schau mal in die Unterlagen zur Statik deines Hauses. Dort sollte sich eine Angabe zur Verkehrslast, zulässige Belastung o.ä. der Kehlbalken finden lassen. Bei mir steht da " Dachbodenhöhe < 1m : 0,5kN/m² und Dachbodenhöhe > 1m : 1kN/m²". Also 50kg pro Quadratmeter an den Seiten, 100kg pro Quadratmeter in der Mitte des Bodens. Ergo keine (Rest-)Fliesenpakete auf einem Flech auftürmen!

    Die Unterlattung möglichst hoch ansetzen und idealerweise nicht quer, sondern längs zu den Kehlbalken aufschrauben (nennt sich glaub ich "Aufdoppeln" der Kehlbalken). Somit kann die Luft über deiner Dämmung gut zirkulieren (entsprechend dann die Rauhspundbretter nicht bis zum Rand verlegen, sondern ein paar cm Platz lassen). Die Stärke des Rauhspunds wählst du anhand der Abstände deiner Unterlattung. Ich habe Lattenabstand von ca. 45cm (habe aber auch nicht aufgedoppelt, sondern mit 60er Balken quer zu den Kehlbalken unterlattet) und drauf dann 19er Hobeldielen aus Kiefernholz verlegt. Zudem überwache ich im ersten Winter die Feuchtigkeit unter den Dielen, damit mir nicht das Dach absäuft.

    Die Dachschrägen bitte unbedingt unbehandelt lassen! Begründung: auch wenn die Trockenbauer beim Verlegen der Dampfsperre sauber gearbeitet haben, so ist das Risiko immens, dass dennoch ein wenig warme Luft aus dem Haus nach oben ins Dach zieht. Dort ist es s***kalt und die Feuchtigkeit in der aufsteigenden Luft kondensiert oben aus. Die entstehende Feuchtigkeit kann nur durch Luftwechsel aus dem Dachboden entweichen.

    Dieser Luftwechsel geschieht bei deinem Dach durch die gewollte Undichtigkeit direkt unter den Dachziegeln. Durch die Unterspannbahn gelangt zwar kein Wasser hindurch, aber sehr wohl Luft. Wenn du durch Versiegelung der USB die Dachbodenluft von dieser trennst, hast du ruck-zuck ein Nässeproblem und Schimmel auf dem Boden!
     
  11. gunther1948

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    hallo
    schau mal ob da ein aufdruck drauf ist. da neubau glaub ich zwar nicht, dass das eine pvc-gitterbahn ist aber wer weiss was da in den lagern noch rumlag.
    # 9 unbedingt mal DIN 1055 lesen du liegst mit deinen an zu setzenden belastungen falsch.
    spitzböden bis 1,8 m lichte höhe 1,0 kn/qm, für dachräume > 1,80 m sind das 2,0 kn/qm.

    gruss aus de pfalz
     
  12. #11 mettwurstmacher, 16. November 2012
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    Oh dann hab ich das falsch interpretiert. Ich kann in der Mitte grad so stehen, also knapp unter 1,80m lichte Höhe. Da kommt aber sowieso nix Schweres rauf, ich bleib unter 50kg/m², außer wenn ich oben rumlaufe :o). Danke für den Hinweis!
     
  13. fritz1957

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    Ich glaube daraus solltem man wirklich keine wissenschaftliche Abhandlung erzeugen. Da will jemand seinen Spitzboden begehbar machen und die Dachschrägen sollen besser aussehen. Dämmung um Temperaturschwankungen zu verhindern, na ich weiß nicht. Dämmung hat keine Eigenwärme und deshalb wird es im Winter dort kalt und im Sommer warm. Eine Wärmequelle ist ja nicht vorhanden.
    Vorausgesetzt der bisherige Aufbau funktioniert, einfach die Kehlbalken mit einer 25 er OSB Verlegeplatte belegen und die Dachschrägen mit zum Beispiel einem 19 mm Profilbrett, fertig ist die Laube und die Koffer, Schlitten, Ski und Weihnachstsachen dorthin verfrachten.
    Gruß Fritz.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 16. November 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Fritz - ich halte Deinen Ansatz für saugefährlich!

    Du hats keinerlei Infos darüber, welche Dimension und welche Verbindungsmittel die Balkenlage hat, verteilst aber Valium und sagst - hau mal OSB drauf.

    Es gibt genügend Balkenlagen, die mit Müh und Not die Last für einen Inspektionsgang tragen!

    Also red hier nicht von "Mach mal", wenn Du nicht weißt, was das System an Reserven hat!
     
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  16. fritz1957

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    Ich vertraue auf die Fachleute und die Baugesetzgebung. Die Kehlbalkenlage ist sicher mit 1,0 kN/m² Verkehrslast mindestens ausgelegt.
    Gruß Fritz
     
  17. fritz1957

    fritz1957

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    Ich glaube da hast Du was falsch verstanden. Das ist bestimmt die Auflistung der Lastannahmen. Ein Decke hat keine parziellen Tragfähigkeiten. Also entweder 0,5 kN/m² oder 1.0 kN/m².
    Gruß Fritz.
     
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