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Diskutiere Meinung im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, ich bin hier neu dabei und lese quer. Zur Zeit stehen meine Frau und ich ( beide 30 Jahre) vor der Frage, ob wir bauen, da wir in...

  1. TURK

    TURK

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    Hallo,

    ich bin hier neu dabei und lese quer.

    Zur Zeit stehen meine Frau und ich ( beide 30 Jahre) vor der Frage, ob wir bauen, da wir in einer 2-Zimmerwohnung wohnen und jetzt einen kleinen Sohn bekommen haben.

    Es ist so, dass meine Frau jetzt in Elternzeit ist. Wir haben mit Elterngeld, Kindergeld und meinem Einkommen knapp über 3.000 Euro im Monat zur Verfügung. Nach der Elternzeit (2 Jahre) wird meine Frau wieder anfangen zu arbeiten. Zumindest in Teilzeit. Während meine Frau am arbeiten war, hatten wir ein Einkommen von etwa 3.400 Euro. In der Zeit sind wir aber auch viel gereist und haben auch eigentlich in den 2,5 Jahren 60% des jetzigen flüssigen EKs angepart.

    EK von etwa 35.000 Euro ist da. Was auch flüssig ist. Zusätzlich gibt´s noch 2 Lebensversicherungen die 2024 fällig sind etwa 30.000 Euro. Ausserdem läuft ein Bausparvertrag mit einer Summe von 40.000 Euro, der mit monatlichen Zahlungen von 100 Euro in 6 Jahren in der Zuteilung ist (Ansparung dann 16.000 Euro)

    Wir möchten gerne ein Einfamilienhaus bauen (Effizienzhaus 70). Nicht luxuriös und auch nicht überdimensioniert (140 qm). Ohne Keller.
    Hausangebot kommt jetzt bald. Liegt wohl zwischen 130.000 und 140.000 Euro ohne Aussenanlagen, Bodenbeläge, Maler und Tepicharbeiten.
    Im Moment haben wir das Problem kein Grundstück zu finden. Aber ich beanschlage mal für etwa 450 qm (größer wollen wir es eigentlich gar nicht) 60.000 Euro. An Nebenkosten rechne ich 20.000 Euro.

    Also Haus 140.000 + 60.000 Grundstück +20.000 NK = 220.000 Euro.

    Eigenkapital möchten wir eigentlich erstmal nur 20.000 Euro von den flüssigen 35.000 Euro einsetzen. Der Rest soll Reserve sein. Z. B. wegen Kündigungsgefahr (was eigentlich nicht besteht bei mir). So dass man ein halbes Jahr Nebenkosten und die Kreditbelastung tragen kann. Zusätzlich habe ich ein halbes Jahr Kündigungsfrist, macht 1 Jahr Zeit im Zweifel neuen Job zu finden. Angenommen wir würden 1.000 Euro Gesamtbelastung haben, wäre die Reserve 6.000 Euro an EK. Wir haben aber jetzt mal 15.000 angenommen.

    Also müssten wir 200.000 Euro Fremdkapital aufnehmen.

    Wir fallen auch in die WfA Kriterien: würde 70.000 (60.000) Euro bringen (ob A oder B weiß ich noch nicht), 50.000 KfW, 80.000 Bankdarlehen.

    Wenn wir in Modell A fallen beim WfA Darlehen würde uns das Darlehen im Monat 58 Euro kosten, Wenn nicht Modell B 175 Euro. KfW 30 Jahre Laufzeit 218 Euro, Bankdarlehen (angenommene Kondition, 15 Jahre fest) 4,5 % Zins, 1,5 % Tilgung = 400 Euro.
    Zusammen bei Modell A WfA: 676 Euro
    Zusammen bei Modell B WfA: 793 Euro
    Mit Betriebskosten 300 Euro macht das Warm 976 bzw. 1093 Euro im Monat.

    Nach 10 Jahren hätten wir eine Restschuld von etwa 130.000 Euro (grob).

    Zusätzlich zu dem jetztigen Bausparvertrag würde ich einen neuen abschließen mit 80.000 Euro Bausparsumme (Ansparrate 32.000 Euro). Dort würde ich in den ersten 6 Jahren 100 Euro monatlich einzahlen. Bis der andere voll ist. 6 Jahre x 1.200 Euro = 7.200 Euro in 6 Jahren. Rest 24.800. Die würde ich dann in den verbleibenden 9 Jahren voll machen. Heißt 9 Jahre lang etwa 220 Euro im Monat.
    So, dass ich dann mindestens das Bankdarlehen dann locker ablösen kann. Weil die Zinsen dann sicherlich ziemlich hoch sein werden.
    Der kleinere Bausparvertrag wäre dann dafür da, entweder nach 5 Jahren den WfA Kredit abzulösen (dann müsste ich ihn vor 6 Jahren voll machen, aber das kann man ja flexibel) oder um in 10 Jahren den KFW-Kredit abzulösen.
    Die Zinsen für die Bauspargeschichte wäre jeweils bei 4% effektiv. Also würden sich unsere Raten nicht wesentlich verändern während der gesamten Laufzeit der Finanzierung des Eigenheims. Eher verringern.

    Somit hätte ich die LV nicht in die Finanzierung eingerechnet, so dass ich dann in 14 Jahren noch mal zusätzlich Geld habe. Wo es dann hin kann findet sich dann.

    Also auch mit der jetztigen Konstellation würden wir uns nicht verschlechtern können. Ich rechne damit, dass ich in 5 Jahren, wenn das WfA Darlehen überprüft wird deutlich mehr verdiene und das Wfa Darlehen angepasst wird. Dann verdiene ich aber auch mehr und die Belastung müsste sich in Relation zum Verdienst „vernünftig“ verhalten. Falls ich nicht deutlcih mehr verdiene (da gebe ich 5 % Chance) würden wir die vergünstigten Konditionen behalten und würden auch nicht schlechter dastehen.

    Ich weiß ist viel Text. Sicherlich ist die Rechnung nicht sehr genau gemacht. Ich habe mir ein paar Excel Tabellen aufgebaut. Will aber auch noch mal mit einem Finanzdienstleister sprechen.

    Aber findet ihr, dass meine Gedankengänge im Groben nachvollziehbar und machbar sind? Danke.
     
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  3. eileen

    eileen

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    ohne Aussenanlagen, Bodenbeläge, Maler und Teppicharbeiten
    ->und wo sind diese enthalten?
     
  4. TURK

    TURK

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    Bodenbeläge, Maler und Teppicharbeiten EK
    und Aussenanlagen müsste dann finanziert werden wären nochmal 10000
     
  5. coroner

    coroner

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    hi, hast dir viele gedanken gemacht - ich steig nicht ganz durch, aber grundsätzlich klingt das für meine Begriffe nach zu wenig Eigenkapital.
    Aber was sagt denn ein Banker dazu ?
    Ich würd erstmal zu einer Regionalen Bank gehen - wir haben seinerzeit allerlei Internet-Banken und Baufinanzierer durchgemacht und letztlich war die vor-Ort Bank doch
    am günstigsten...
     
  6. meak07

    meak07

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    Das wird wohl noch teurer!
    Aus einem anderen Beitrag:
    Hausanschlussgebühren nicht zu vergessen.
     
  7. eileen

    eileen

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    also sind wir schon mal bei 10T€ mehr, richtig?
    Und die 35T€ EK ist wirklich alles incl. Notgroschen? hab ich zumindest so verstanden, wenn davon noch 15T€ für den Fall der Fälle zurückbehalten werden sollen. Und davon werden noch Wände und Böden gemacht? Viel Spaß beim Nachfinanzieren.

    ich würde anfangen mit - was kostet das Ganze? Muß man das für WfA nicht eh genauestens aufschlüsseln? (keine Ahnung, nicht unser Bundesland). Dadrauf dann einen Sicherheitspuffer, der ist schnell ausgeschöpft und sei es, weil der Bau länger dauert als angenommen oder die Nebenkosten kräftig teurer werden.
    Und dann erst den Kopf darüber zerbrechen, wie man diese Summe (und ob) finanziert bekommt und ob man die Rate bezahlen kann.
    BSV würd ich schon mal sein lassen und lieber mehr tilgen, aber das ist dann Feinoptimierung.
     
  8. TURK

    TURK

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    Hmmmm. OK. 10.000 Euro mehr ja.
    Böden, Wände...das ist Eigenleistung. Das Material müsste man rechnen. Im Hausangebot ist die Küche und HWR fertig. Heißt böden für etwa 120 qm. Fliesen Wohn, Esszimmer, Diele und oben die Räume Laminat. Wenn ich 120 qm * 40 Euro ansetze (wo ich meine ist schon ziemlich großzügig) macht das 4800 Euro. Dann Tapeten. Da habe ich keine große Vorstellung. Aber insgesamt sollte man mit 10.000 Euro großzügig hinkommen, wenn man die Arbeit selbst macht.
    Oder nicht?
     
  9. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Das

    passt so nicht.

    Grundstück in Verl für ca. 130.- €/m² ist wohl Wunschdenken. Da geht schon eher was in Varensell o.ä.

    Nebenkosten zu niedrig. Die gesamten Zinsen während der Bauzeit fehlen z.B.

    Fördermittel sind der Höhe nach falsch und dto. stimmen die monatl. Belastungen aus den Fördermitteln nicht.

    Im Modell "A" gäbe es 70.000.- € Baudarlehen + 12.000.- € Starterdarlehen, Belastung daraus anf. 142,50 € mtl.

    Im Modell "B" gäbe es 50.000.- € Baudarlehen (kein Starterdarlehen), Belastung daraus 145.- € mtl.

    Tipp:
    Abwarten bis das Angebot für das Haus vorliegt, dann mit allen Unterlagen zu einem in Fördermitteln fitten Berater.
     
  10. TURK

    TURK

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    Hallo Baufuchs,

    erwähnte ja, dass die Zahlen nicht abgestimmt sind.
    Hängt halt davon ab in welches Modell man fällt.

    In Verl soll auch nicht gebaut werden. Der Quadratmeterpreis passt.
    In Verl stimmt, da muss man schon mit 200-250 rechnen.
     
  11. eileen

    eileen

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    es geht darum, daß Du Deine 15T€ Notgroschen jetzt schon doppelt verplanst (Eigenleistungen und Notgroschen). Und in Deiner Aufstellung fehlen sicher noch zig Posten (Doppelbelastung, Bauversicherungen, Sonderposten, die nicht im Hauspreis enthalten sind - Stichwort "bauseits"). Wo die Kohle dafür hernehmen?
    Wieviel man für Wände und Böden tatsächlich braucht, ist Geschmackssache und Frage der handwerklichen Geschicklichkeit.
     
  12. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Du hast für beide Modelle falsche Zahlen.

    Übrigens:

    Ich kenne in Deiner Region so ziemlich jeden Anbieter, da ist keiner dabei, der für 1.000.- €/m² was vernünftiges baut.

    Such Dir mal die Kosten zusammen:

    - Grunderwerbsteuer
    - Notar/Gericht für Grunderwerb
    - Kosten Bodengutachten
    - Notar/Gericht für Grundschuldbestellungen
    - evtl. Herrichten des Grundstücks
    - Baustromanschluss/Baustrom/Bauwasser
    - Strom-/Wasser-/Gasanschluss
    - Grundstücksauffüllung bei Haus ohne Keller
    - Kanalanschluss/Kontrollschächte
    - Wege-/Terrassen-/Stellplatzbefestigung
    - evtl. Car-Port oder Garage
    - Amtlicher Lageplan Vermesser
    - Gebäudeeinmessung
    - Erstbepflanzung
    - Versicherung während der Bauzeit
    - Material u. Helferkosten für Eigenleistungen
    - Beitrag Bauberufsgenossenschaft (fällt nicht an bei Förderung "A")

    was sonst noch so anfallen kann (je nach Hausanbieter):
    - Herstellen Zufahrt und Kranstandplatz
    - Bauschuttcontainer
    - Baustellen WC
    - Mehrkosten weil unzulängliche Grundausstattung z.B. Elektro
    usw.
     
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  14. TURK

    TURK

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    Hm, ok.
    Deshalb habe ich ja mal in die Runde gefragt.

    Also ist die Meinung hat keinen Zweck in der Konstellation.

    @Baufuchs
    Mit wieviel pro qm muss man denn rechnen? Wenn man mit Architekten baut habe ich immer sowas von 1900 Euro/qm gehört. Kommt das hin?

    Welchen Anbieter in meiner Region würdest du mir denn empfehlen?
     
  15. #13 bruchpilot, 1. März 2010
    bruchpilot

    bruchpilot

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    Ort:
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    _______________

    Rechne besser mit 260-290T€ (für ein 0-8-15-Haus von der Stange + Grdst. + sämtliche NK), da biste eher an der Realität dran, NK mit 20T€ zu kalkulieren ist VIEL VIEL zu wenig.

    Noch ein Ansatz aus leidvoller Erfahrung (neben Notwendigkeit der Hinzuziehung eines eigenen Baubetreuers):

    es lohnt meist, ein paar (tausend) Euros mehr auszugeben für einen seriösen, wirtschaftlich gesunden Anbieter mit Handwerkerehre und Anstand (der für Gewährleistungsansprüche wirklich greifbar ist).

    Was nützt es Dir, das billigste Angebot zu haben, wenn eh nicht alles enthalten ist und sie zudem nur Pfusch abliefern und hinterher nicht mehr greifbar sind (Verklagen kannste in der Regel vergessen - die Penunse für Gericht, Anwälte und Gutachter geht schnell in die Zehntausende, das Ganze dauert etliche Jahre, und selbst, wenn Du hinterher ein Urteil hast, heißt das noch lange nicht, dass Du jemals Kohle von denen sehen wirst = deutsches Recht).

    Denn wenn am Bau Shice gebaut/gepfuscht wird, dann richtig, da kannste für Mängelbeseitigungen gleich etliche zehntausende Euros mit einplanen.

    Insgesamt erscheint mir Dein Plan nicht recht ausgegoren und auch so nicht darstellbar, zu viele Fehler, Unklarheiten und Lücken.
     
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