Meinungen zu unserem Grundriss

Diskutiere Meinungen zu unserem Grundriss im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo liebe Mitstreiter und Bauexperten, nach monatelangem Mitlesen/Mitschreiben hier im Forum und zeitgleicher Entwurfsplanung möchte ich nun...

  1. rueckseil

    rueckseil

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    Hallo liebe Mitstreiter und Bauexperten,

    nach monatelangem Mitlesen/Mitschreiben hier im Forum und zeitgleicher Entwurfsplanung möchte ich nun unsere Grundrisse zur Diskussion stellen.

    Zusammen mit unserem Archi haben wir nun eine Variante gefunden, die unsere Wünsche und Anforderungen im Groben und Ganzen erfüllen.

    Wir sind eine (noch) 4-köpfige Familie (Kinder 4 + 7 Jahre). Hinzu kommen die (Schwieger-)Eltern. Um die Übersichtlichkeit zu wahren, versuche ich nachfolgend die wichtigsten Infomationen stichpunktartig aufzuführen.

    Grundstück:
    - bereits gefunden (KV unterschrieben)
    - Größe 1.825 m², Maße 23 x 84 m
    - dörfliche Lage nahe kleiner Großstadt, Baulücke, Bebauung nach § 34 BauGB
    - Bebauung bis 37 m Tiefe möglich
    - Ausrichtung siehe Skizzen
    - hoher Grundwasserstand --> kein Keller

    unsere wichtigsten Objektanforderungen:
    - 2-geschossiges Wohnhaus mit Einliegerwohnung
    - einfache Kubatur, massive Bauweise
    - vollständig getrennte Wirtschaftsbereiche in Objekt und auf Grundstück
    - höchstmögliche Nachhaltigkeit (Anpassungsfähigkeit an veränderte Lebensumstände, gute Wiederverkäuflichkeit, nicht zu individuell)
    - altengerechte 3-Zimmer-Einliegerwohnung (davon ein Raum als Kombi-Zimmer, welches ohne großen Aufwand in das Haupthaus integriert werden kann, falls sich die Flächenbedürfnisse ändern), vollständig im EG
    - Haupthaus mit offener Küche, großzügigem Essbereich, leicht abgetrenntem (gemütlicher) Wohnbereich, 3 Kinderzimmer mit Kinder-/Gästebad, separater Elternbereich mit Ankleide und Bad, ausreichend große Wirtschaftsräume


    Unser größtes Problem ist/war der unterschiedliche Flächenbedarf in EG und OG, den wir nur durch einen eingeschossigen Anbau lösen konnten. Geplant ist ein 17,5er KS Mauerwerk mit WDVS (Klinker leider außerhalb des Geldbeutels). Die fassaden wurden noch nicht besprochen, d.h. die eingezeichneten Fenster dienen nur als Platzhalter.


    Flächen EG: 185 m², OG: 101 m²
    WE 1: 94 m² (ELW), WE 2: 191 m²

    Grundriss EG

    [​IMG]

    Grundriss OG

    [​IMG]

    Lageplan (ich hab mal kurz die Nachbarn mit eingezeichnet)
    Die gestrichelte Linie ist die Bebauungsgrenze.

    [​IMG]

    So viel fürs Erste und danke im Voraus für alle konstruktiven Meinungen.
     
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  3. sepp

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    ich sach mal so....
    völlig unwirtschaftliche planung (egal ob bauherrenwunsch oder nicht)
    zuviele winkel, zuviel aussenfläche, zuviel dach, zuviel versetzte und getrennte versorgungseinheiten.
    das gleiche raumprogramm bekäme man auch wirtschaftlicher hin!
    (und meines erachtens auch architektonischer)
     
  4. Sushi

    Sushi

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    also, ich bin kein Architekt und hätte das auch gesagt.

    Soweit ich das beurteilen kann, sind da definitiv viele unnötigen Kosten versteckt, eben weil die Aufteilung ungünstig ist. Die Versorgungseinheiten sollten schon beieinander liegen.
     
  5. ManfredH

    ManfredH Gast

    Das grundsätzliche Konzept - also die beiden versetzten und unterschiedlich hohen Baukörper - finde ich gar nicht mal so schlecht.

    Aber hinsichtlich Raumaufteilung und ungünstiger Anordnung der Versorgungseinheiten schliesse ich mich den vorherigen Beiträgen an. Auch die Lastabtragung im zweigeschossigen Trakt ist nicht gerade optimal, weil an etlichen Stellen im EG keine Wände unter den Tragwänden des OG stehen und Abfangungen durch Unterzüge erforderlich werden. Wobei ich mich eh frage, ob es hinsichtlich der Lastabtragung Wandstellung nicht günstiger wäre, die Deckenspannrichtung zu ändern und die in der Zeichnung senkrecht verlaufenden Wände zu Tragwänden zu machen ?
     
  6. rueckseil

    rueckseil

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    Danke erstmal...

    Zum Gesamtansatz:
    Unser Problem sind ja, wie bereits geschrieben, unsere verschiedenen Flächenansprüche in EG und OG. Basierend auf unserem Raumbuch, kommen wir auf eine Fläche von rd. 280 m². Leider lassen sich diese nicht gleichmäßig auf beide Geschosse verteilen. Die Einliegerwohnung muss vollständig im EG bleiben und mein Wohnzimmer/Küche/Essen sollte natürlich auch unter sein.

    Deshalb unser Ansatz, zwei einfache Baukörper soweit sinnvoll ineinander zu schieben, wie es die Grundstücksgegebenheiten hergeben, möglichst alle Räume außenliegen und natürlich auch die Hüllfläche minimiert wird. Die beiden Baukörper sind doch sehr einfach gehalten, oder? Die Verkehrsfläche auf dem Grundstück liegt im Osten.
    lässt sich meiner Meinung nach nicht weiter sinnvoll reduzieren. Hab Ihr einen Vorschlag?

    hängt ebenfalls damit zusammen.


    Die gilt es im Feintuning noch aufzuspüren und zu verbessern.
    Wie meist du das?

    @manfred
    das thema Lastantragung nehm ich mit. Danke

    sach ich ja, danke

    Zu den Grundrissen:

    Das OG ist relativ einfach und geradlinig, find ich eigentlich gelungen.

    Die ELW verfügt über einen separaten Zugung und eine klassische Mittelgangerschließung. Eigentlich doch auch was solides, oder?

    Im EG Haupthaus dominiert der zum Garten ausgerichtete Küche/Essen-Bereich. Der Technik/HWR ist zentral angeordnet.

    Trotz meiner "Verteidigung", bitte noch mehr Kritik/Meinungen/Ratschläge, nur so komm ich weiter.

    PS: Wie gesagt Feintuning ist noch nicht erfolgt. Mir geht es ersteinmal ums Große und Ganze.

    Danke
     
  7. Bautz

    Bautz

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    Ich würde mal hinterfragen, ob die Treppe wirklich so offen in den Wohn-/Essbereich reinragen soll. So tröten Dir immer ganze Kinderhorden durchs Esszimmer, wenn die lieben Kleinen Besuch haben. Und später legen die nicht mehr ganz so Kleinen evtl. gar keinen großen Wert darauf, dass Mama und Pappa mitkriegen, wann welcher Besuch kommt und v.a. wann er wieder geht. :D
     
  8. sepp

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    was willste noch feintunen, wenn das große und ganze nicht stimmt?
     
  9. Baumal

    Baumal

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    " höchstmögliche Nachhaltigkeit (Anpassungsfähigkeit an veränderte Lebensumstände, gute Wiederverkäuflichkeit, nicht zu individuell)"

    ich nehme mal an, die einliegerwohnung ist für die eltern/schwiegeeltern?

    daraus resultiert ein gemeinsam nutzbarer HWR,
    und der verzicht auf wohnungstrennwände? (schallschutz!!!)

    eine anpassungsfähigkeit an veränderte lebensumstände
    kann ich nicht erkennen. irgendwie stimmt das konzept hinten und vorne
    noch nicht....
     
  10. orange11

    orange11

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    Der Grundriss ist total verbaut.
    Schau dir mal das an:
    [​IMG]

    [​IMG]
     
  11. rueckseil

    rueckseil

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    puuh, hätte nicht gedacht, dass wir soweit daneben liegen.

    Die Treppendiskussion führen wir familienintern bereits eine Weile. Ich fands gut, weil man meistens runter kommt um in den Wohnraum zu gelangen und nicht in den Flur. Also warum nicht gleich dahin? Meine bessere Hälfte scheint ein weinig konservativer zu denken, mit den gleichen Gründen wie ihr sie aufgeführt habt. Ich glaub ich verliere. ;)

    Find ich gar nicht so schlimm. Die Terrasse der ELW liegt im Südwesten, hat also seniorengerecht spätestens ab Mittag Sonne. Unsere Terrasse wird wohl L-förmig mit Südwest- und Nordwest-Anteil, sodass man frei wählen kann.
    ja
    also die beiden HWR sind doch getrennt. Nur das man den HWR der ELW auch von unserer Seite erreichen kann. Es ergibt sich ein Durchgang an einer Stelle wo er am wenigsten schadet. Verzicht auf Wohnungstrennwände? Sind diese besonders breit? Ich dachte bei KS-Mauerwerk ist Schallschutz kein Problem?

    Wenn das Arbeitszimmer der Schwiegereltern von ihnen nicht mehr benötigt wird, kann es ohne großen Aufwand in unseren Bereich integriert werden.
    In der Wand zwischen den zwei östlichen Kinderzimmern ist eine Sollbruchstelle vorgesehen, um die Zimmer später einmal verbinden zu können (Studierzimemr für ein Kind mit Wohn- und Schlafraum).

    Der kleine Abstellraum im OG liegt neben dem Bad. Bei Bedarfswechsel, wenn die Kinder aus dem Haus sind, wird ein Teil der Trennwand entfernt und es entsteht ein etwas großzügigerer Saunabereich.

    Aber insgesamt werd ich wohl gemeinsam mit dem Architekten die Innenaufteilung neu erarbeiten.

    Mit diesem Statement möchte ich noch einmal die Diskussion auf das Gesamtkonzept lenken. Ich scheue mich derzeit noch, das Gesamtkonzept mangels Alternativen gänzlich zu verabschieden. Unsere Gedanken dazu, hab ich bereits in Beitrag 5 versucht darzustellen.

    Sprechen wesentliche architektonische, bautechnische, energetische oder sonstige Gründe gegen eine Lösung mit zwei zueinander versetzten und unterschiedlich hohen Baukörpern?

    Danke an Alle...
     
  12. sepp

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    nein tut es nicht, ganz und garnicht (energetisch vielleicht, aber dann müsste man in einer kugel wohnen)
    allerdings gibt es unterschiede zwischen wirtschaftlichkeit und gestaltungsansprüchen. beides kann man jedoch hervorragend kombinieren, was mir hier - ehrlich gesagt - etwas fehlt.
     
  13. Baumal

    Baumal

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    ich wünsche den schwiegereltern ein langes leben.
    aber was ist, wenn sie gar kein zimmer mehr benötigen?

    die einliegerwohnung muß doch irgendwann vermietet werden?

    der gedanke von zwei baukörpern ist doch nicht schlecht, aber dann
    auch mit einer konsequenten trennung der wohneinheiten,
    und nicht solch ein gewurstel im EG....
     
  14. rueckseil

    rueckseil

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    Hallo sepp,

    das Gesamtobjekt wirkt auf den ersten Blick ein wenig nüchtern, stimmt. Aber der Korpus lässt sich doch durch eine interessante Fassadengestaltung aufpeppen, oder? Geplant sind im EG große, bodentiefe Fenster ohne Sprossen und eine zweifarbige Putzfassade um die beiden Bereiche auch optisch zu trennen oder insbesondere den zweigeschossigen Bereich interessanter wirken lässt.

    der war gut:respekt

    und genau für diesen Fall ist es doch geplant. Ohne das Arbeitszimmer und mit einem abgeschlossenen HWR ergibt sich doch eine klasse 2-Zimmer-Wohnung mit Terrasse, Garage, separater Zufahrt. Und trotzdem bewegen sich die Mieter nur auf einem geringen, straßenseitigen Grundstücksteil. Natürlich kommen dann einige Umbaukosten auf uns zu, aber doch nur um die Wohnung dann abzuschließen.

    Jetzt soll sie ja nicht ganz abgeschlossen sein. Wir wollen ja den Durchgang haben, jetzt für die Kinder und später, wenn nötig, um die Pflege der Schwiegereltern durch uns zu vereinfachen.
     
  15. acensai

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    Schallschutz im HW-Raum sollte sich doch durch eine gute Schallschutztür realisieren lassen! Mir fehlen aber auch die starken Trennwände zwischen beiden Wohneinheiten.

    ABER: Wer so plant, wird die Einliegerwohnung nie vermieten! Das kann aber auch vollkommen O.K. sein, warum auch Fremde durch den eigenen Garten laufen lassen.
     
  16. Baumal

    Baumal

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    mensch rueckseil, du bist immobiliengutachter lese ich
    gerade...

    dein konzept, läßt sich bezüglich architektur, wirtschaftlichkeit,
    vor allem gute wiederverkäuflichkeit besser lösen...
     
  17. rueckseil

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    stimmt, aber leider werden wir erst jenseits der Kleindarlehensgrenze gerufen. Ich hab bislang noch nicht ein EFH bewertet. Kein Witz. Nur größere Wohngebäude oder sämtliche Gewerbeimmobilien. Aktuell wünsch ich mir, es wäre anders.

    Bei einer späteren "Fremd-Vermietung" als 2-Zi-WE können die Mieter unseren Grundstücksbereich nirgends einsehen. War auch eine Forderung.
    Beziehst du das auf den Innengrundriss oder das Gesamtkonzept?
     
  18. Baumal

    Baumal

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    auf den grundriss EG.
     
  19. rueckseil

    rueckseil

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    o.k.

    Da hab ich ja nun eine Menge Ansatzpunkte genannt bekommen, wo ich ansetzen kann.

    Heißt also, es ist doch nicht alles für die Tonne.
     
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  21. Baumal

    Baumal

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    das würde ich jetzt nicht so sagen...:D

    den grundriß OG empfinde ich als gelungen.

    aber da der grundriß EG hinten und vorne klemmt, wird
    vom grundriß OG auch nicht mehr viel übrig bleiben.

    viel arbeit.....;)
     
  22. rueckseil

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    hab ich ja auch schon mal geschrieben.

    Ich finde auch den Grundriss der ELW weitestgehend linear und gelungen, wenn man berücksichtigt, dass es möglich sein soll, einen Wohnraum problemlos in unseren Bereich zu integrieren. Die Räume sind rechteckig und gut nutzbar, der Flur ob der Länge ausreichend breit um nicht als Schlauch zu wirken. Die Verkehrswege Küche/Wohnzimmer und Schlafzimmer/Bad sind möglichst kurz. Das Schlafzimmer liegt im Osten und verhältnismäßig straßenfern.

    Das Problem ergibt sich in der zentralen Schnittmenge (HWR/Durchgang).

    besser als "aussichstlos"...
     
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