Messgenauigkeit Gann Hydromette BL H 41

Diskutiere Messgenauigkeit Gann Hydromette BL H 41 im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Für Messungen bei der Bauüberwachung möchte ich belegen, dass die Bewertung einer Messreihe mit o.g. Holzfeuchtemesser auch bei Eintritt maximaler...

  1. #1 Skeptiker, 8. Januar 2016
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    Für Messungen bei der Bauüberwachung möchte ich belegen, dass die Bewertung einer Messreihe mit o.g. Holzfeuchtemesser auch bei Eintritt maximaler Messungenauigkeit (nach Herstellerangabe) noch zutreffend ist. In der Anleitung zu diesem Messgerät findet sich anders als bei anderen Geräten des Herstellers keine Aussage dazu. Vor Montag werde ich von ihm dazu auch keine Aussage mehr bekommen. Ich vermute, dass die Messungenauigkeit bezogen auf die diversen hinterlegten Materialkennlinien und Temperaturkorrekturfaktoren differenziert angegeben werden müsste und so eine sehr breite Schwankungsbreite hätte, die letztlich unangemessen groß erscheint.

    Kann dies jemand aus Erfahrung oder anderem Wissen kommentieren? Mich interessiert nur die maximal zu erwartende Messungenauigkeit dieses Gerätes und ich möchte es nicht mit anderen vergleichen!

    Ich weiß, dass andere Hersteller die Messungenauigkeit ihrer Geräte für Holz temperaturabhängig mit +/- 1,0 Masseprozent angeben. Dies hilft mir aber nicht weiter, weil es eben andere Geräte sind und die zu bewertende Messung an Fichten-KVH und Holzfaserdämmstoffen mit der BH H 41 gemacht wurden. Abhängig von der möglichen Toleranz könnten rd. 10 Prozent der Messpunkte gerade im kritischen Bereich von 18 Masseprozent liegen - oder eben darunter. Ein alternativ eingesetztes Gerät von Testo zeigt immer geringfügig trocknere, also bessere, Werte von inkl. Toleranz max. 17 Masseprozent an, das Gerät des Zimmermanns von einem anderen Hersteller aus dem preisgünstigen Marktsegment liegt immer noch niedriger.

    Für die für das Gutachten ebenfalls zu messende Holzfaserdämmstoffe ist die Hydromette momentan das einzige am Markt verfügbare Gerät, so dass mangels Alternativen keine Zweifel an der Genauigkeit aufkommen können.
     
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  3. Skeptiker

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    So, Markus (mls) hat mich indirekt per PN drauf gebracht:

    Die Gerätefunktion lässt sich mit einem "Prüfadapter" prüfen (aber nicht Kalibrieren). Für den dann bei der Prüfung angezeigten Feuchtewert gibt der Hersteller eine Genauigkeit von +/- 0,5 Masseprozent an. Warum das unter "Prüfadapter" und nicht unter "Spezifikation" steht, bleibt das Geheimnis des Herstellers - ebenso, ob diese Messungenauigkeit für Messungen in allen Messbereichen gilt. Also ist die Hydromette nach Herstellerangabe geringfügig genauer als die anderen genannten Geräte.
     
  4. R.J.

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    So genau das Gerät auch ist, die Messwerte werden deutlich von der Messung selbst, dem Anwender und dem Messgut beeinflusst. Messtiefe, isoliert Stechsonden, Messung parallel zu Jahrringen, Rohdichtebereich etc. Genau(er) geht es nur mit dem Darrverfahren.
    Die Messwertqualität alleine über die Fehlergrenze des Gerätes zu beweisen dürfte schwierig werden.

    Gruß
    R.J.
     
  5. Skeptiker

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    Ja, das ist klar, aber beim Neubau mit weitgehend sichtbaren Holzoberflächen nicht an jedem Bauteil sinnvoll einsetzbaren bei rd. 100 zu prüfenden tragenden Holzbauteilen pro Geschoss auch viel zu aufwändig, da es ja keinen Streitwert gibt, sondern nur leicht differierende Messungen.

    Darum geht es mir auch nicht. Es sollen lediglich drei (leicht) differierende Messreihen unterschiedlicher Messegeräte unter Berücksichtigung der gerätespezifischen Messungenauigkeiten daraufhin überprüft werden, ob am Tag der Messung irgendwo eine Holzfeuchte >> 18 Masseprozent festgestellt wurde. Un dafür benötigt man eben die (Hersteller-) Angabe zur zugesagten Messungenauigkeit. Ob diese Angaben wiederum exakt stimmen, ist voraussichtlich hier irrelevant, weil sich mit den jetzt bekannten Werten ganz überwiegend eine Schnittmenge aller drei Messungen im sicheren (trockenen) Bereich um ca. 16 Masseprozent einstellt. Und die wenigen evtl. kritischen Messpunkte werden dann ggf. noch einmal gemeinsam gemessen.
     
  6. #5 Alfons Fischer, 11. Januar 2016
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    wenn keine Messgenauigkeit angegeben ist, wird man sich kaum rechtssicher darauf berufen können.

    ich hatte mich mal mit einem Infrarot-Oberflächenfühler interessiert und habe bei ebendieser Firma nach der Messgenauigkeit gefragt. Man konnte mir keine Auskunft geben, was mich dann wieder von dem Kaufinteresse abrücken lies...
     
Thema: Messgenauigkeit Gann Hydromette BL H 41
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