Messung an Fundamenterder in WW

Diskutiere Messung an Fundamenterder in WW im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, pünktlich zum Fest doch noch mal was von mir. Bei uns wurde statt Ringerder ein Fundamenterder in der Bodenplatte ( ganzer Keller WU...

  1. #1 Mirabellengeist, 23. Dezember 2009
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    Hallo,

    pünktlich zum Fest doch noch mal was von mir.

    Bei uns wurde statt Ringerder ein Fundamenterder in der Bodenplatte ( ganzer Keller WU Beton, gegossen vor einem halben Jahr ) eingebaut. Nun wurde , auf ausdrücklichen Wunsch des Bauträgers, erstmal nachgemessen .

    Wir hatten mit einer Prüfzange gerechnet, aber es wurde mit einem anderen Messgerät der Durchfluss gemessen. Das Gerät war ein Profitest 0100 s. Jeweils der Durchgang zwischen den Phasen des Hausanschlusses und der Erdung wurde gemessen , angezeigt wurde dann der Widerstand in Ohm . Gemessen wurde an 2 Phasen ca. 0.09 Ohm, an der Dritten ( der mittleren) war der Wert auch niederohmig, aber ca. doppelt so hoch.

    Das ganze wurde wiederholt, diesmal aber Phase gegen einen Hilfserder , der aussen in den Boden gerammt wurde (< ca 10 cm in den Boden eingebracht , da gefroren) generell war es feucht,der Untergrund war komplett durchnässt.

    Dieselbe Messung wurde an einem baugleichen Haus mit demselben Ergebnis gemessen. Hier ist die Bodenplatte ein gutes Jahr "älter".


    Nun die Fragen:
    - Trotz WW und Fundamenterdung eine gute Erdung ? Sollte uns das zu denken geben bezüglich der Ausführung des WU Betons ?
    - Passt das Messverfahren ?
    - Können wir aus Expertensicht die Erdung so akzeptieren ?
    - Können wir selbst Probleme bekommen ( mit Telekom, Versicherung, Netzbetreiber , etc) wenn wir akzeptieren würden , das die Erdung nicht gem. DIN ausgeführt wurde ?

    Viele Weihnachtsgrüsse in die Community.
     
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  3. RMartin

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    Unschöne Sache. Fakt ist, dass nicht gemäß DIN gebaut wurde...Bei WW muss halt eine Ringerdung vorgesehen werden... Wer hat denn den Unsinn geplant? Und wer als Fachkraft Aufsicht beim Verlegen geführt? Gibt es die gemäß DIN geforderte Dokumentation über die Erdungsanlage?
    Leider sagen mir die gemessenen Werte nix ob das jetzt von der Funktion her okay ist oder nicht...:( Auch ob man anhand dieser Werte auf eine evtl. nicht korrekt ausgeführte Weiße Wanne schliessen kann, kann ich Dir nicht beantworten. Hier müßte mal ein Haustechniker sein Wissen kund tun ob es wirklich so dramatisch ist wenn man bei WW Fundamenterder installiert hat. Ist bisschen das falsche Board im Forum.

    Dass die Versicherungen in einem Schadensfall, der auch nur ganz evtl. mit der Fundamenterdung in Zusammenhang stehen könnte, die Leistungen verweigern, dürfte doch wohl klar sein. Wenns ums Zahlen geht, dann ist denen ja alles Recht....und ein nicht nach Norm gebautes Haus; bzw. Erdungsanlage ist dann natürlich 'ein gefundenes Fressen'.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 23. Dezember 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Stop. Gegen welche DIN wurde denn verstoßen??? Bitte genaue Angaben!!!!

    **********************

    Sicher kann ein Fundamenterder in einer WW funzen. WU-Beton heisst nicht ohne Grund heute "Beton mit geringer Wassereindringtiefe".
    Wenn der Erder also unterhalb der unteren Bewehrung verlegt wurde, liegt er in der "nassen" Zone des Betons, ohne das DAS zu beanstanden wäre.
    Ob die Hochführung die Dichtigkeit der Sohlplatte beeinträchtigt, wäre zu prüfen.

    Was sagt denn der BT/GÜ zu der Lage der Dinge?
     
  5. RMartin

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  6. Yilmaz

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    Einmal das und wenn unterhalb der bewehrung (Ralf funkt. in der Praxis gar nicht!) dann wäre der nicht mit min. 5 cm beton umhült also auch nicht fachgerecht.
     
  7. RMartin

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    Okay Yilmaz. Aber da könnte man natürlich dann enstpr. Material nehmen; V4A.
     
  8. Yilmaz

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    Es funktioniert eigentlich nur in VA4 wenn so dann halt als Ringerder in der Baugrube oder unterhalb der bodenplatte im sauberkeitsschicht.
     
  9. Trabi

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    Moin,

    was genau wurde da gemessen? 90 Milliohm ist niemals ein Erdungswiderstand...
    Da vor einem halben Jahr gegossen, ist die Elektroanlage wohl schon errichtet? Ich nehme stark an, es wurde dann der Schleifenwiderstand gemessen. Entweder wirklich als Schleifenwiderstandsmessung oder unbeabsichtigt, indem vergessen wurde, die in einem TN-System obligatorische Brücke zwischen Anlagenerder und PEN-Leiter herauszunehmen. Da wären dann auch die Werte deutlich unter einem Ohm plausibel. Und warum der Nachbar identische Werte hat.


    Was soll das bringen? Interessehalber - welcher Wert kam bei raus? Gefrorener Boden taugt nicht wirklich als Leiter und Starberder von 10 cm Länge dürfte irgendwo im Kiloohmbereich liegen. Gut, mag jetzt als Hilfserder zur Ermittlung der Spannung zwischen fraglichem Erder und echtem Erdpotential gedient haben - dann aber mit reichlich Abstand (zweistelliger Meterbereich) und abseits metallischer Leitungen oder anderer Elektroanlagen geschlagen.

    Eher nicht. Ergebnis jedenfalls nicht Plausibel. Bei Interesse kann ich dir mal 'ne Powerpoint dazu rüberreichen.

    Müsste man jetzt gucken, was bei korrekter Messung an Erdungswiderstand bei rauskommt. Sofern es kein Netz als TT-System errichtet ist, wo die Schutzleiter nur auf den eigenen Anlagenerder führen sondern als übliches TN-System, ist der Erdungswiderstand eher nachrangig für die Sicherheit. Wirklich interessant wird's dann erst bei Blitzschutz oder Antennenerdung. Korrekt ausgeführt ist's so aber vermutlich nicht, prinzipiell mit moderatem Aufwand auch noch zu beheben. Muss halt nochmal der Minibagger ran. Warum dann so akzeptieren?

    Die interessiert primär nur Erdungswiderstand, weniger wie er erreicht wird. Und auch das nur, um bei Blitzschlägen und Co ihre eigene Technik nicht übermäßig zu gefährden. Wie aber schon erwähnte wurde, kann eine nicht normgerechte Ausführung - und mehr oder minder verklausiliert ist das ja in allen Verträgen vorausgesetzt - gerne mal ein Aufhänger sein, um im Schadensfall Forderungen gegen dich zu erheben oder Leistungen zu verweigern. Da bist bei kreativ-Lösungen dann erstmal damit beschäftigt, die Gleichwertigkeit deiner Alternative glaubhaft zu machen.
     
  10. #9 Mirabellengeist, 28. Dezember 2009
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    hallo und danke erstmal für Eure Einschätzungen

    @ Trabi: Bei der Messung gegen Hilfserder kamen dieselben Werte heraus, also 0.09 Ohm bei Ph1 und 3, und 0.16 bei Ph 2.
    In unserem Haus ist der Hausanschluss komplett fertig. Die restliche Anlage zwar nicht, dh die Verteilung im Haus fehlt noch. Die Idee, das der Schleifenwiderstand ( das ist der Widerstand gegen den Nulleiter des Hausanschlusses, oder ?) gemessen wurde , klingt plausibel. Es wurde keine Brücke zwischen Hausanschluss und Erdung entfernt, hatte ich u.a. auch moniert , aber der Bauleiter, der auch dabei war, ist darauf nicht eingegangen und hat auf das noch zu erstellende Protokoll hingewiesen. Wieso dann aber die Messung gegen den Hilfserder auch solch niedrige Werte ergibt ?

    Die Power Point kannst Du mir gerne mal schicken.


    Zu den anderen Anmerkungen:

    Wer hat die Erdungsanlage geplant: gute Frage. Die Baufirma nehme ich mal an. Seit Monaten schon bin ich dem Bauträger auf den Fersen mit diesem Thema, und erst als ich damit "drohte" das Haus nicht abzunehmen kam wenigstens etwas Bewegung in die Angelegenheit, in der Form, das die besagte Erdungsmessung gemacht wurde. Dokumentation der Erdung liegt nicht vor. Überwacht hat nur die Baufirma selbst, und der Statiker ( zur Bewehrungsabnahme), aber die Baufirma war ja offensichtlich auch der Meinung, das die Erdung so schon stimmt.


    Meine persönliche Meinung ist, das die Erdung auf jeden Fall modifiziert werde sollte. Was denkt ihr über einen Staberder / Tiefenerder anstelle des Ringerders , und Anschluss des Fundamenterders an diesen Tiefenerder ? Bloss, wer legt den solch einen Tiefenerder aus, dh, wie kann man festlegen, wie tief der in etwa geschlagen werden sollte ?
     
  11. Julius

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    Nochmal:
    Diese "Meßergebnisse" sind Unfug!
    Das KANN NICHT sein.
    Punktum.

    Nochmal messen lassen, diesmal bitte von Jemandem, der auch weiß, was er da tut...

    Im Übrigen Netzform klären.

    Wenn Zusatzerder, dann aber nicht anstelle des vorhandenen in der BoPla, sondern zusätzlich!
     
  12. Gernot

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    Weil nicht "gegen den Hilfserder" gemessen wurde, sondern (wahrscheinlich) der Erderwiderstand einmal mit und einmal ohne Sonde gemessen wurde. Und wenn jedesmal der Erder mit dem PEN verbunden ist ... siehe oben.

    Zum Meßverfahren siehe hier, ab Seite 43.
     
  13. #12 Mirabellengeist, 29. Dezember 2009
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    Okay. Klar, der Fundamenterder bleibt, nur zusätzlicher Erder würde nachgerüstet und der Fundamenterder damit verbunden.

    Ist die Nachrüstung eines Staberders / Tiefenerders aus eurer Sicht akzeptabel ? Oder muss das ein Ringerder werden ( ist ein REH, daher ist aus BT Sicht der Staberder sicherlich vorzuziehen) ? Was wäre zu beachten ( also zB Auslegung ) ?
     
  14. RMartin

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    Bei einem Reihenhaus ist es dann wohl nicht mehr möglich nachträglich nun noch erdfühlig einen Ringerder zu installieren?! Somit muss nun eine technisch korrekte andere Lösung gefunden werden. Ich denke auch, dass man dann Tiefenerder nimmt. Die Anzahl und Tiefen sind natürlich durch entspr. Planer fachgerecht zu bemessen.
     
  15. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    0,1 bzw. 0,09 Ohm sind unrealistisch!

    So gute Erder gibt es nicht, das ist ein Meßfehler.

    pauline
     
  16. capslock

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    War bei uns auch falsch gemacht worden (tragende WU-Bodenplatte, d.h. ohne Streifenfundamente, dazu noch unterseitig mit Styrodur gedämmt). Der Erdungswiderstand ging gegen unendlich.

    Dann wurde in den Arbeitsraum ein Ringerder gelegt, dazu noch ein Staberder (4,5 m), das ganze mit dem Fundament"erder" verbunden. Erdungswiderstand danach um 2 Ohm.

    Hatte irgendwo gelesen, daß der Fundament"erder", so wie er bei uns vorher ausgeführt war, im Falle eines Blitzschlags zu Rissen im Beton führen kann. Weitere Nachteile der falschen Ausführung:
    - Du bekommst Deine Erdung von den Stadtwerken, d.h. diese hat jede Menge elektronische Störungen
    - wenn die mal unterbrochen ist (eher unwahrscheinlich), hast Du keine wirksame Erdung im Haus mehr (Berührsicherheit)
     
  17. #16 Mirabellengeist, 6. Februar 2010
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    Der Elektriker hat mittlerweile berichtigt, das er nicht die Fundamenterdung sondern die Betriebserdung gemessen hatte. Naja, er kam ja nciht persönlich sondern hat nen Lehrjungen geschickt. Und wir bekommen einen Tiefenerder. Frage ist nur, wie wird der richtig ausgelegt.... sonst machen die wieder irgendwas.
     
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    Lutz
     
  20. Jonny

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