Miethaus mit hohen HWB

Diskutiere Miethaus mit hohen HWB im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Forenmitglieder, ich stehe vor der Entscheidung in ein Mietshaus einziehen zu können, bin mir aber auf Grund des Energieausweises...

  1. #1 AIRNESS, 27.11.2012
    AIRNESS

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    Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich stehe vor der Entscheidung in ein Mietshaus einziehen zu können, bin mir aber auf Grund des Energieausweises des Objekts unsicher, ob es eine kluge Entscheidung ist. Das Haus gehört zu einer Genossenschaft, wurde 1984 erbaut und verfügt mangels Fernwärme und Erdgaszuleitung über eine Elektroheizung. Es besteht die Möglichkeit eine Festbrennstoffheizung einzubauen, um den teuren Strom abzulösen. Dieses Investment geht ausschließlich zu Lasten des Mieters. Laut dem Energieausweis aus dem Jahr 2010 liegt der Heizwärmebedarf bei 130 m² Nutzfläche (Bruttogeschoßfläche etwa 170 m²) bei sehr hohen 257 kwh/m²a.

    Es sprechen viele Punkte für das Haus (Raumaufteilung / Split Level / Umgebung / Nahversorgung / Natur / etc). Etwas gleichwertiges konnte ich bei neuen Bauprojekten in der Preisklasse von etwa 1000 Euro Miete / Monat nicht annähernd finden.

    Meine Fragen:

    Wieviel Heizkosten pro Monat müssen kalkuliert werden (20 -22 Grad Raumtemperatur ist bei mir im Wohlfühlbereich) (basierend auf Strom bzw. Festbrennstoffe)
    Gibt es sinnvolle Möglichkeiten Innendämmung anzubringen (Kosteneffizient und ohne 10 cm Platten verbauen zu müssen).
    Gibt es weitere Gründe warum man ein älteres Haus eher ausschließen sollte.

    Danke für Eure Mühe!

    LG AIRNESS
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Der Energieausweis hat mit den realen Heizkosten nicht viel zu tun, aber er kann Anhaltspunkte liefern in welche Richtung der Zug fährt.

    Hilfreicher wären Stromabrechnungen der letzten Jahre. Ich vermute, mit Elektroheizung meinst Du Nachtspeicheröfen.

    Bei 130m2 beheizter Fläche kann in Deinem Fall der Energiebedarf zum Heizen problemlos über 20.000kWh p.a. liegen. Deswegen wäre es interessant zu wissen, was früher in der Wohnung "verbraucht" wurde, wobei das Nutzerverhalten natürlich einen erheblichen Einfluss hat.

    Ich kenne die Strompreise in Wien nicht, nach meinen letzten Infos lag der Haushaltsstrom irgendwo um 20Ct./kWh und Heizstrom um die 15Ct./kWh. Unterstellen wir jetzt die o.g. 20.000kWh und 15Ct./kWh, dann wären das Heizstromkosten von 3.000,- € p.a.

    Es wäre also wichtig, dass Du versuchst, möglichst verlässliche Zahlen zu bekommen.

    Ein Vergleich mit Festbrennstoffen ist schwierig, denn auch hier stellt sich die Frage, zu welchen Preisen kannst Du diese Brennstoffe einkaufen? Kannst Du überhaupt ausreichende Mengen lagern?

    Es gibt Möglichkeiten, aber die erste Frage wäre, ob der Hausbesitzer diesen Maßnahmen zustimmt. Wenn ja, dann müsste man überlegen, wie man dämmt ohne dass man Folgeschäden produziert. Eine Innendämmung ist nicht ganz unkritisch, das sollte vorher gut überlegt und geplant sein. Es gibt Dämmsysteme mit sehr guter WLG und somit geringem Aufbau, aber die sind nicht gerade günstig. Um hier ein vernünftiges Konzept erstellen zu können, müsste man die Verhältnisse vor Ort kennen.

    Grundsätzlich spricht nichts dagegen in ein älteres Haus zu ziehen, oftmals gibt der lokale Immobilienmarkt auch gar nichts anderes her. Man sollte sich halt darüber im Klaren sein, dass ein Neubau nach ganz andere Vorgaben gebaut wird. Früher war Wärmedämmung beispielsweise kein Thema. Letztendlich solltest Du aber berücksichtigen, dass es noch andere Kriterien gibt die für oder gegen ein bestimmtes Objekt sprechen. Punkte hast Du ja schon genannt.

    Gruß
    Ralf
     
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