Mindern Spots in abgehängter Decke Schallschutz signifikant?

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  1. #1 wolfganggr, 9. Juli 2015
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    Hallo,

    ich mache bei mir abgehängte Decken. In erster Linie um die Hellhörigkeit zu den oberen Räumen zu mindern. Dafür mache ich eine 12,5 mm starke Gipskartondecke und lege Dämmstoff Matten unten rein.

    Nun möchte ich gerne Spots montieren. Diese werden aber sicherlich die Schallschutzwirkung wieder mindern, weil ich da ja wieder Löcher rein mache oder? Ist das wirklich spürbar oder fällt das nicht ins Gewicht?

    Ich wäre für Rat dankbar
    Wolfgang
     
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  3. #2 rolf a i b, 9. Juli 2015
    rolf a i b

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    ob du spots reinmachst oder nicht, mit dieser grundkonstruktion der decke verbesserst du ganz wenig bis nichts.
     
  4. R.B.

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    Was verstehst Du unter "wirklich spürbar"?

    Öffnungen verschlechtern den Schallschutz, das ist ja unbestritten. Diese Verschlechterung ist auch frequenzabhängig, wobei in Deinem Fall noch hinzu kommt, dass das Loch ja wieder mehr oder weniger gut (in Bezug auf Schalldämmung) verschlossen wird.
    Um die Verschlechterung zu ermitteln, müsste man erst einmal das Schalldämmverhalten der Decke an sich untersuchen. Dann die (Verschlimm?)besserung durch Deine Abhängung. Danach kann man dann den Einfluss der Öffnungen berechnen. Das frequenzabhängige Verhalten zu ermitteln wird aber verdammt schwierig, man wird sich daher mit Vereinfachungen behelfen müssen.
     
  5. #4 vollmond, 9. Juli 2015
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    Wie verbessert die GK Decke den Schallschutz???
    Mit 12,5mm wird keine messbare Verbesserung auftreten.
    Ob die Löcher die Situation verbessern kann jemand beantworten der an Homeopatie glaubt.
     
  6. #5 wolfganggr, 10. Juli 2015
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    Danke für die Antworten.

    Also geht ihr allgemein nicht davon aus, dass die Abhängung etwas bringen sollte? Es wird darauf geachtet, dass die Lattung entkoppelt ist und wie gesagt kommt zusätzlich zu den 12,5 mm noch eine Matte rein. So wie hier beschrieben: http://goo.gl/tAMFuL Mir wurde von Fachleuten gesagt, dass es nicht die Welt bringt, aber sich durchaus was verbessern sollte. Es geht mir vor allem darum, dass man in den Wohnungen darüber sogar hört, wenn man unten redet. Das stört schon sehr.

    @vollmond: Die Löcher sollten nichts verbessern. Ich wollte wissen, ob sie was verschlechtern. Denn dann würde ich eher auf Aufputz Beleuchtung gehen als Löcher rein zu bohren in den Gipskarton.
     
  7. R.B.

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    Und das war die Aussage eines Fachmanns? Schau Dir mal den Satz an, der sagt schlichtweg gar nichts aus. Entweder es bringt nichts oder es verbessert sich die Schalldämmung, ja was denn? Entweder es bringt nichts, dann kann ich mir die Arbeit sparen, oder es bringt etwas.

    Nebenbei bemerkt, Du hast noch immer nichts zur Bestandsdecke geschrieben. Beton? Holzbalken? Dicke? Aufbau? nach Deiner Beschreibung klingt das nach Holzbalkendecke.
    Welche Raumhöhe? bzw. Wieviel Höhe für die Abhängung steht überhaupt zur Verfügung?
    Aus was bestehen die Wände?
    Gibt es Schallwege die Deine Konstruktion umgehen können? (Schächte in der Wand, Rohre o.ä.)
    Was ist mit Trittschall?
    Deckenfläche?
    Größe und Anzahl der Löcher?

    Ob die Löcher für Spots eine Verschlechterung bewirken (ja das tun sie) würde ich im Moment ganz hinten anstellen. Zuerst mal den Bestand klären, dann die Verbesserung durch eine Abhängung ermitteln, und dann ergibt sich das mit den Löcher automatisch.

    Durch eine geschickte Wahl und Auführung der Abhängung kannst Du die Luftschalldämmung um bis zu 20dB verbessern, genau so gut kann die Verbesserung auch unter 10dB liegen wenn man nicht aufpasst, und wenn´s ganz dumm läuft, dann erzielt man bei bestimmten Frequenzen sogar eine Verschlechterung gegenüber dem aktuellen Stand. Deswegen ist es wichtig, dass man den Aufbau richtig plant. Dann kannst Du in der Praxis mit einer Verbesserung beim Luftschall zwischen 10dB und 20dB rechnen, und das merkt man schon. Dann spielt es auch nur eine untergeordnete Rolle ob 1 oder 2dB durch die Löcher flöten gehen, wobei man ja auch das in den Griff kriegen kann (entsprechende Aufbauhöhe vorausgesetzt).
     
  8. #7 wolfganggr, 10. Juli 2015
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    Also das sind Hohlziegel zwischen Betonträgern und darauf dann die Betondecke.
    Bis zu 15 cm könnte ich opfern
    20 cm Ziegelmauern
    Warmwasser und Kaltwasserrohr für die obere Wohnung und ein Kaminrohr, welches allerdings stillgelegt wird. Das sollte vermutlich auch irgendwie gedämmt werden? Im 25 qm Raum ist zusätzlich in der Mitte eine Dunstabzugshaube angebracht. Durch die Decke geht dann ein 150er Flachkanal. Kann man den auch irgendwie isolieren?
    Der ist nicht so heikel. Es geht vor allem darum, dass man sich im unteren Raum kaum unterhalten kann, ohne dass man im Schlafzimmer darüber wen aufweckt.
    Einmal 25 und einmal 40 qm
    Muss erst geplant werden. Dass der Raum halt ausgeleuchtet ist durch die Spots.
     
  9. R.B.

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    Super. Jetzt können wir ja ein paar weitere Gedankengänge spinnen.

    Normalerweise sollte so eine Konstruktion keine so schlechte Luftschalldämmung haben. Das führt zur Vermutung, dass der Schall vielleicht noch andere Wege nimmt.

    Damit kann man was anfangen. Über den dicken Daumen, 4cm Luft, 6cm Dämmung, 2cm Beplankung, macht 12 cm. Auf ein paar Millimeter hin oder her kommt es jetzt nicht an. Das Ganze ordentlich entkoppelt und wir bewegen uns mit Sicherheit in der 15dB Region.

    Das ist nicht gerade viel.

    Kaminrohr, also Haustelefon. Da muss man sich was einfallen lassen. Es sollte aber so gemacht werden, dass man das jederzeit wieder entfernen kann. Wer weiß, ob das Teil irgendwann einmal genutzt werden soll, und dann freut sich der Schorni wenn da 1m Dämmung im Schornstein steckt.

    Was bedeutet, "der Flachkanal geht durch die Decke"? Haben wir hier das Ersatz-Haustelefon? Es gibt Schalldämpfer die für diese Anwendung zugelassen sind. Es muss natürlich verhindert werden, dass der Schall irgendwie in die Konstruktion (Decke) gelangt, sonst sind alle anderen Maßnahmen für den Müll.

    Wenn man die Abhängung richtig macht, dann fallen auch ein paar dB Verbesserung beim Trittschall ab. Ich würde daher an der Konstruktion der Abhängung nicht sparen, auch wenn Trittschall nur eine untergeordnete Bedeutung hat. Wenn die Luftschallgeräusche reduziert werden fallen andere Geräusche stärker auf, die bisher im Grundgeräuschpegel untergehen.

    OK. Nehmen wir mal 10 Spots mit ca. 8cm Durchmesser, dadurch würde sich dann das Schalldämm-Maß (nach der Verbesserung) wieder um schlimmstenfalls 2dB verschlechtern. Insbesondere bei hohen Frequenzen (> 3kHz) könnte sich die Schalldämmung verschlechtern. Man sollte daher bei der genannten Aufbauhöhe überlegen, ob man den Spots nicht auch noch etwas Dämmung spendiert. Dann wäre der Einfluss mit Sicherheit vernachlässigbar und bestenfalls noch messtechnisch festzustellen.

    Spots sind für die Raumausleuchtung nicht unbedingt erste Wahl. Warum keine anderen Leuchten? Es gibt da ja viele Möglichkeiten.
     
  10. #9 wolfganggr, 10. Juli 2015
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    Und was hältst du dann von der Variante mit der Gipsplatte und darauf dann die Dämmmatten?


    Hast du einen Vorschlag? Bringt es was einen Styropor Pforopfen rein zu stopfen?

    Also durch den Hohlraum in der abgehängten Decke meinte ich. Das heißt ich würde den Flachkanal dann anbringen, wenn die Planken drauf sind. Der Flachkanal hat 9 cm. Sollte man da dann darüber und darauf Dämmmaterial machen?


    Mir hat es einfach gut gefallen. Aber ich bin eh schon beim schauen, ob ich mich auch mit was Anderem zufrieden geben kann. Wenn es LED Spots sind, dann könnte man die Dämmmatte die auf die Gipsplatten kommt vermutlich drüber legen oder?

    Vielen Dank fürs mitdenken!
     
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    Entsprich ja in etwa meinem Vorschlag. Beplankung mit GK Platten. Aber auch die Auswahl der Dämmung sollte mit Bedacht gewählt werden. Nicht einfach irgendwelche "Glaswolle" reinstopfen, das bringt nichts bis gar nichts.
    Bei den verschiedenen Herstellern gibt es eine Unmenge an Informationen hierzu. Da solltest Du Dich einlesen oder am besten gleich einen Trockenbauer holen der Ahnung von der Materie hat. Bitte nicht so einen "xxxservice" der im besten Fall gerade mal Trockenbau fehlerfrei schreiben kann.

    EPS ist hinsichtlich Schalldämmung das Schlechteste was man machen kann. Steinwolle o.ä. wäre hier die erste Wahl. Evtl. mit dem Schorni Rücksprache halten.

    Den Flachkanal sollte man unbedingt schalldämmen und vom Rest der Konstruktion entkoppeln. Zudem an den von mir erwähnten Schalldämpfer denken. Schall der erst gar nicht in die Decke kommt, muss man auch nicht mühsam bedämpfen.

    Wärmeentwicklung beachten, sonst kannst Du alle paar Tage die Leuchtmittel tauschen. Die Dämmung müsste mit etwas Abstand verlegt werden, aber das steht normalerweise in der Einbauanleitung zu den Spots.
     
  13. wolfganggr

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    So, wir haben das jetzt mal so umgesetzt wie empfohlen. Vielen Dank nochmal!

    Jetzt sehe ich aber noch ein Problem: Wir haben auch den ganzen Strom neu machen müssen in der Wohnung. Die Plastikrohre der Stromkabel haben wir nun natürlich hauptsächlich über die abgehängte Decke verlegt. Großteils bleibt Luft über den Rohren, aber gerade an den Trägern berühren sie teils die Decke und den Träger der Gipskartondecke. Ist das schalltechnisch relevant? Sollte man da zwischen Träger und Rohre etwas rein geben, um zu entkoppeln?

    Btw noch am Rande abseits der Decke: Vermutlich macht es auch durchaus etwas aus, wenn ich von einem Raum in einen Anderen ein Stromkabel verlege? Das sollte man vermutlich vermeiden? Teilweise wäre es wesentlich einfacher weil einzelne Räume nicht komplett renoviert werden. Dann könnte man neue Steckdosen vom anderen Raum aus mit Strom versorgen.

    Danke für die Tipps!
     
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