mineralische Innendämmung: Oberflächengestaltung

Diskutiere mineralische Innendämmung: Oberflächengestaltung im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, bei unserem Reihenmittelhaus müssen wg. Wohnraumerweiterung die erweiterten Wände von innen gedämmt werden. Die Innendämmung...

  1. #1 Waterdragon, 1. Januar 2015
    Waterdragon

    Waterdragon

    Dabei seit:
    4. September 2013
    Beiträge:
    25
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT-Mensch
    Ort:
    nähe Köln
    Hallo zusammen,

    bei unserem Reihenmittelhaus müssen wg. Wohnraumerweiterung die erweiterten Wände von innen gedämmt werden. Die Innendämmung soll vom Bauphysiker geplant werden, er lässt uns jedoch die Wahl ob mit diffusionoffener oder diffusionsdichter Ausführung. Ich würde diffusionoffen bevorzugen.
    Da stellt sich uns aber gerade die Frage nach den Möglichkeiten bzgl. der Oberflächengestaltung. Soweit ich weiß, müsste die Oberfläche ebenfalls diffusionoffen ausgeführt werden. Meine Frau plante eigentlich Raufasertapeten für diese Räume, da kostengünstig und die Anforderung an den Putz nicht so hoch ist. Zumal die Bestandswände gipsverputzt sind, dürfte Q2 geglättet sein.

    Gibt es eigentlich diffusionsoffene Raufaser (evtl. ohne Holzanteil), die hierfür geeignet wäre?
    Welche anderen Oberflächengestaltungen wären für mineralische Innendämmung geeignet? Ziel hierbei wäre, dass die Bestandswände nicht zusätzlich bzw. aufwendig behandelt werden müssen. Zumal die von innen zu dämmenden Flächen verhältnismässig klein sind (1,5m breit, 2,5m hoch).

    Alternative wäre eine diffusionsdichte Ausführung, bspw. mit Foamglas. Einfach Gipskarton drüber, und gut ist. Ist aber ein recht teures System.

    Danke Euch für Anregungen!
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Taipan

    Taipan

    Dabei seit:
    12. Oktober 2011
    Beiträge:
    5.673
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    in einem Haus
    Die Rauhfaser ist diffusionsoffen. Die Farbe macht das Kraut fett. Warum nicht eine Putzoberfläche mit Silikat oder Kalkfarbe?

    Und immer dran denken: Ihr baut ein Haus, keine Uhr.
     
  4. #3 Gast036816, 1. Januar 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    deine frage zielt eher darauf ab, soll ich den dritten oden vierten schritt vor dem ersten schritt machen.

    du solltest das ergebnis der berechnung des bauphysikers abwarten und dich dann entscheiden.

    wenn du dann diffusionsoffen möchtest, dann solltest du dich hinsichtlich tapete und anstrich mit dem bauphysiker beraten.
     
  5. #4 Waterdragon, 1. Januar 2015
    Waterdragon

    Waterdragon

    Dabei seit:
    4. September 2013
    Beiträge:
    25
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT-Mensch
    Ort:
    nähe Köln
    Hi zusammen,

    erstmal Danke für die Antworten - haben einige wohl keine Katerstimmung von gestern ;).

    Warum ich das Thema jetzt bereits aufgreife, obwohl die Planung noch nicht steht:
    Hab schon paarmal die Erfahrung gemacht, dass man irgendwelche Vorstellungen hat, dann irgendwas geplant oder umgesetzt wird. Und nachher heißt es dann, dass andere Dinge deswegen nun so nicht mehr gehen, muss man jetzt so oder so machen, hätte man vorher dran denken müssen. Innendämmung sind bei uns verhältnissmässig kleine Flächen, und ich habe keine Lust, dass wegen den paar qm nachher im Rest des Raumes neue Fässer aufgerissen werden und unnötige zusätzliche Kosten entstehen, über die man sich vorher im Klaren sein hätte können .. daher meine Anfrage :). Vielleicht (hoffentlich) in diesem Fall auch übertrieben.

    Unser Planer hat uns die Hausaufgabe aufgegeben, uns für diff.offen/geschlossen zu entscheiden, damit nicht unnötige Berechnungen und Planungen gemacht werden müssen. Hintergrund ist, dass wir seiner Wärmeschutzberechnung nach ENEV2014 bei der Innendämmung einen U-Wert von 0,35 erreichen müssen. Daher würde er 8cm EPS WLG035 mit Dampfsperre bevorzugen, damit wir eine möglichst niedrige Aufbauhöhe bekommen. Solche Systeme hinterlassen bei mir aber ein massives Unbehagen. Calciumsilikat hingegen scheidet für mich wegen der schlechten WLG aus (--> Aufbaustärke!).

    Bleiben also diffusionsdichte Systeme wie Foamglas oder diffusionsdichte mineralische Systeme ...

    Zur Raufaser:
    Ich hatte mehrfach gelesen, dass diese zum einen nicht diffusionsoffen wäre und auf mineralischen Innendämmung nicht verwendet werden sollte. Bspw. schreibt letzteres Knuuf zu seiner TäcTämm Innendämmplatte.

    @Taipan: wie war das mit der Uhr gemeint? Da komme ich nicht drauf :).
     
  6. Taipan

    Taipan

    Dabei seit:
    12. Oktober 2011
    Beiträge:
    5.673
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    in einem Haus
    Das war auf die Oberflächengüten und Maßhaltigkeiten bezogen ... zum Beispiel auf Putzoberflächen ... an Uhren und Häuser sollten wir da - zumindest meinem Empfinden nach - verschiedene Anforderungen haben. Ich kann beispielweise mit den meisten Q2-Flächen im Haus leben. und die paar kleineren Flächen, die tatsächlich suboptimal aussehen, verschwinden hinter Schränken oder guggen sich weg. ...
     
Thema:

mineralische Innendämmung: Oberflächengestaltung

Die Seite wird geladen...

mineralische Innendämmung: Oberflächengestaltung - Ähnliche Themen

  1. Geeignete Innendämmung bei Innenabdichtung

    Geeignete Innendämmung bei Innenabdichtung: Welche Art der Innendämmung ist für Euch bei vorhandener Innenabdichtung eines Kellers (Nasser KS, bindiger Boden außen und keine Außendämmung)...
  2. Innendämmung & Wärmebrücken bei "gutem Bestand"

    Innendämmung & Wärmebrücken bei "gutem Bestand": Die Außenwände unseres fast 40 Jahre alten Hauses wurden bereits mit einem ordentlichen Bimsstein gemauert und haben laut Hersteller je nach...
  3. Boden aus "kunststoffvergütetes mineralisches Material"

    Boden aus "kunststoffvergütetes mineralisches Material": Hallo zusammen, wir haben vor kurzem unsere Garage "restaurieren" (ca. 18 Jahre alt) lassen, da wir grössere Probleme mit Feuchtigkeit gehabt...
  4. Fertighaus von 1974 - Zusätzliche Innendämmung mit Holzfaser-Platten

    Fertighaus von 1974 - Zusätzliche Innendämmung mit Holzfaser-Platten: Hat sich erledigt, die Außenwände werden nun alle geöffnet und die Balken werden aufgedoppelt.
  5. Innendämmung an Wänden im Wohnkeller

    Innendämmung an Wänden im Wohnkeller: Hallo liebes Forum, ich würde euch gerne bei folgendem Thema um Rat und Tipps fragen: Wir bauen gerade ein Fertighaus mit einem Betonkeller...