Mir fehlen die (richtigen) Worte

Diskutiere Mir fehlen die (richtigen) Worte im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; um einen Hausbesitzer zu überzeugen, dass er an der falschen Stelle spart. (?) Vorgeschichte: Kauf eines Reihenmittelhauses (Baujahr: 1955)...

  1. JDB

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    um einen Hausbesitzer zu überzeugen, dass er an der falschen Stelle spart. (?)

    Vorgeschichte:
    Kauf eines Reihenmittelhauses (Baujahr: 1955)
    Grundfläche 5.40m*8.80m
    Beheizte Wohn- und Nutzfläche ~85m² (EG, DG + Spitzboden)
    Vollständige energetische Sanierung, incl. der gesamten Haustechnik und aller Leitungen.

    Nur einen Wunsch hat er:
    "Die 10 Jahre alte Gastherme soll noch ein paar Jahre laufen."

    Grund:
    "Wenn die Therme erneuert wird, dann richtig: Mit Solaranlage und großem Speicher. Dafür reicht's jetzt nicht."

    Problem: Das Ding hat 21 kW Heizleistung, natürlich nicht modulierend. (?)

    Benötigt werden nach allen Dämmmaßnahmen knapp 6 kW.
    (u, mittel = ca. 0.45 W/m²K , Gebäudeoberfläche 193m²)


    Was sage ich dem guten Mann?
     
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  3. JDB

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    pro Altgerät:
    Die Heizleistung lässt sich *fest* herunterregeln, auf ca. 50% Teillast. (?)
    Das andauernde Takten wird dem Wirkungsgrad und der Lebensdauer nicht gut tun, aber egal:
    "Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul."

    @ Heizungsbauer: stimmt das so?

    pro Neugerät incl. Solaranlage:
    Für die energetische Sanierung konnten bis zu 80m²WF * 250 €/m² = 20.000€ zinsgünstige kfw-Darlehen (z.Z. 1.7%) beantragt werden.
    Durch die Totalsanierung incl. neuer Heizung mit Solaranlage würde EnEV-Neubau-Status erreicht. Ein Teilschulderlass von 15% (also 3.000€) könnte beantragt werden.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Soweit ich gesehen habe, ist das Ding in der Lage zu modulieren, und zwar zwischen ca. 44% und 100%. Weiterhin würde ich die max. Leistung begrenzen. Dafür ist an der Regelung ein Poti vorhanden. Ein versierter HB sollte das in kurzer Zeit erledigen können. Für die WW Aufbereitung sollte das immer noch ausreichen, für die Heizleistung sowieso.
    Die Kiste scheint nicht so alt zu sein, ein Austausch wäre für mich nur die 2. Wahl....höchstens man hätte ein paar Euros übrig....und wer hat das schon.

    Gruß
    Ralf
     
  5. keiner

    keiner Gast

    Hydrotherm

    Moin Leute,

    alleine weil es sich um ein Hydrotherm-Gerät handelt würde ich immer sagen: "neues einbauen"!
    Der Hersteller ist eigentlich von der Bildfläche verschwunden, Ersatzteile sind schwierig zu bekommen und deshalb sehr teuer! Und wenn das Gerät im Winter kaputt geht wird man im Zweifelsfall reparieren und so Geld "verschwenden". Es wird dann subjektiv immer schwieriger sich von dem Gerät zu trennen( .. ich habe doch erst soviel in das Gerät gesteckt bei der letzten Reparatur...).
    schöne tage
     
  6. #5 Martin Asrav, 26. September 2005
    Martin Asrav

    Martin Asrav Gast

    Hallo,

    sicher momentan ist es so, dass es den Leuten
    schwer fällt Geld zu investieren, bzw oft ist dieses einfach
    auch nicht vorhanden.

    Das Takten wird hauptsächlich auf die Standzeit des Altgerätes
    auswirkungen haben.

    Vielleicht könnte man einen Kompromiss eingehen.
    Wenn sowieso angedacht ist, irgendwann solar zu unterstützen,
    könnte man zB bereits jetzt einen entsprechenden Pufferspeicher
    verbauen.

    Dieser könnte das takten weitgehend vermeiden, die Investition
    würde sich in grenzen halten, bzw wäre dann irgendwann
    sowieso fällig.

    Wenn aber ansonsten alles funktioniert, und der gute Mann in der
    Tat kein Geld hat, muß man auch akzeptieren, dass der Wunsch
    besteht alles so zu lassen.
    Das Takten ist (in weitestem) Sinne nicht unbedingt eine Fehlfunktion.

    Durch Optimierung hydraulischer und Regelungstechnischer Maßnahmen
    könnte man die Taktgeschichte zumindest reduzieren.
    (natürlich nicht vermeiden)

    Irgendwann segnet das Altgerät sowieso das zeitliche oder es entspricht
    nicht mehr den Anforderungen.

    Spätestens dann geht alles seinen "geregelten" Weg ;-)

    Gruß Martin
     
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  8. solarkritik

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    "Wer die Welt verbessern will, muss beim Mensch im Spiegel anfangen !!"
    Ich sage: Lass dem guten Mann seinem Wunsch.
    Ich habe im Rahmen meiner "Solarrecherchen" in Runkel an der Lahn eine Bauherrin kennengelernt, die auch einen alten Heizkessel hatte, dessen spezielle effiziente Heizungs-Steuerung von Ihrem verstorbenen Mann entwickelt worden ist. Nun glaubte Sie mit einer Solaranlage effizienter Heizkosten zu sparen und tauschte den Heizkessel samt Steuerung aus...und es stellte sich heraus, dass die neurartige Heizungssteuerung längst nicht so effizient ist, wie die Steuerug, die Ihr Mann damals entwickelt hatte, und die Solaranlage mehr Heizkosten verursacht, als sie durch die Solaranlage im Sommer einspart. Sie hatte, bevor Sie den Heizkessel austauscht hatte, sogar ein vom Bund gefördetetes Gutachten für 500 DM erstellen lassen, was ebenfalls ausgewiesen hatte, dass man "60% der Energie für die Warmwasserbereitung mit der Solaranlage einsparen könne." Sie wurde erst durch meine solarkritischen Webseiten darüber aufgeklärt, dass die "60%" keine 60% Verminderung ihrer Heizkostenabrechnung bedeutet haben.

    Die Frau war restlos bedient...


    Rainer Hoffmann
    www.solarkritik.de
     
  9. JDB

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    Keine Chance, Herr Hoffmann !

    Der Bauherr weiß um die (momentane Nicht-) Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage, hat aber in Aussicht der zusätzlichen Mittel/Förderung zugeschlagen.

    Man kann sich gerne darüber streiten, ob die öffentliche Hand (kfw), Mittel bereitstellen muß, damit ein Bauherr in ein momentan nicht nachweisbar wirtschaftliches System investiert oder nicht, aber ich habe keine Lust diese Diskussion mit vergrämten Selbstmitleidern zu führen.
    Ich bitte Sie hiermit, sich in diesem Thread erkennbar zurückzuhalten.
    Danke!

    Danke auch an Martin, "keiner" und R.B. für Ihre Stellungnahme.
     
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