Mischmauerwerk Ytong PPW2 0,35/0,40

Diskutiere Mischmauerwerk Ytong PPW2 0,35/0,40 im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, unser Rohbauer sollte die Außenwände nach Werkplanung mit Ytong PPW2 0,35 Rohdichteklasse ausführen. Ab dem Obergeschoss wurde jedoch...

  1. docali

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    Hallo,

    unser Rohbauer sollte die Außenwände nach Werkplanung mit Ytong PPW2 0,35 Rohdichteklasse ausführen. Ab dem Obergeschoss wurde jedoch ein Mischmauerwerk zweier Rohdichteklassen vermauert aus 0,35er und 0,40er. Offenbar eine falsche Lieferung, die niemand bemerkt haben will. Die Steine sind bunt gemischt gemauert worden.

    Gibt es diesbezüglich irgendwelche Richtlinien, ob das als Mangel einzustufen ist bzw. wer kann mir als Sachverständiger mit Rat bezüglich bauphysikalischer Nachteile zur Seite stehen. Unser Statiker und wir hatten gefordert, dass das Mauerwerk wieder abgerissen werden sollte, was der Rohbauer verweigert hat. Momentan ist strittig, wie dieser Mangel einzustufen ist. Ich habe im Forum gelesen, dass sich sogar Verputzer geweigert haben, die Gewährleistung für den Putz zu übernehmen.

    Gruß,
    Bernd
     
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  3. #2 Isolierglas, 31. Juli 2008
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    Abriss ist Quatsch. Fraglich ist nur, ob die Wärmedämmung die zugesicherten Werte erreicht. Evtl. muss der Bauunternehmer daher mit WDVS nachbessern (Glaser beachten!)
    Evtl. kommt eine Preisminderung in Frage.
     
  4. docali

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    Wieso hat dann unser Statiker gefordert, dass das Mauerwerk abgerissen werden soll? Schließlich beruht die Statik ja auch auf den leichteren Steinen (0,35er). Unterschiedlich Rohdichteklassen werden auch unterschiedliche Ausdehnungseigenschaften besitzen. Eine Preisminderung für das Gewerk lehnt der Rohbauer ab. Ich benötige dringend eine gerichtlich verwertbare Aussage hinsichtlich der Mangeleinstufung dieses Mischmauerwerks.
     
  5. docali

    docali

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    Wärmedämmung als Ausgleich ist unstrittig, aber wie sieht es mit anderen bauphysikalischen Eigenschaften aus?
     
  6. #5 Isolierglas, 31. Juli 2008
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    Dann hast Du kein Problem, sondern sogar den Vorteil der höheren Rohdichte. Es gäbe nur einen möglichen Grund für Abriss: Die Statik der darunterliegenden Geschosse gibt's nicht her... Dann würde ich da eh nicht drin wohnen wollen... Du hast hier eher etwas umsonst geschenkt bekommen. Wo ist Dein Problem?

    Gruss, Dirk

    P.S.: Gerichtverwertbare Aussagen gibt's in keinem Forum
     
  7. docali

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    Hallo Dirk,

    ich kann die Aussage nicht nachvollziehen, dass wir etwas geschenkt bekommen haben sollen. Die 0,35er Ytong Steine sind deutlich teurer als die 0,40er und das hat auch gute Gründe.
     
  8. acensai

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    Also ich bin keiner der Spezialisten hier in diesem Forum - aber, ich weis nicht ... "bunt gemischt vermauert" gefällt mir überhaupt nicht :fleen

    Ich hätt' da eher Angst, dass mir der Putz reist - aber wie gesagt, das kann nur Spezi beurteilen. Ich würd' mich mal einen offiziellen Gutachter / Sachverständen wenden - auf Bundeslandebene hab' ich im Internet schon mal solche Listen irgendwo gesehen (evtl. mal googeln).
     
  9. #8 Isolierglas, 31. Juli 2008
    Isolierglas

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    Hi,

    der Unterschied in der Wärmeleitfähigkeit der Steine ist gering (0,09 statt 0,1) Die schlechtere Dämmung wird durch das WDVS überkompensiert, denn ihr bekommt INSGESAMT eine bessere Dämmung. Die höhere Rohdichte der Steine bedeutet, ihr habt einen besseren sommerlichen Wärmeschutz. Die Verwendung von "verschiedenen" Ytongs ist egal: Teilweise muss sogar an höher belasteten Auflagern ABSICHTLICH so verfahren werden.

    Wieso will der Statiker denn den Abriss??? Ein z.B. 4cm WDVS mit MiWo erhöht den Wert des Hauses...

    Grus, Dirk

    P.S.: Selbst KS und Porenbeton verhalten sich nahezu identisch!!!
     
  10. Robby

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    Eine Gerichtsverwertbare Aussage? Na hier sicher nicht, vor Ort oer schriftlichem Gutachten schon.

    Folgen: Schlechtere Dämmung, wie hoch ist diese zu bezeichnen? Minderung? Oder sogar gleichwertig?

    Warum soll da was reißen? Es ist durchaus üblich auch bei anderen Mauerwerken Teilbereiche welche einer höheren Last ausgesetzt sind mit festerem MAuerwerk zu erstellen.

    SV gibts bei der örtlichen Handwerkskammer der Kollege haftet sogar für seine Aussage
     
  11. #10 Isolierglas, 31. Juli 2008
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    @acensa: Das ist kein Mischmauerwerk!!!
     
  12. MartinB

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    Könnte es sein das hier der Grenzabstand mit in betracht gezogen wurde ?
    Dann ist es eine Sache für den Architekt, oder ?
     
  13. docali

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    Was ist aber, wenn wir kein WDVS akzeptieren?? Wir möchten nicht das ganze Haus in eine "Plastiktüte" einpacken. Also wenn die Verwendung von unterschiedlichen Steinen nicht so schlimm ist, dann ignorieren wir doich einfach ganz die Werkplanung nehmen gleich PPW6 - da haben wir noch viel bessere Isolierung im Sommer.
     
  14. jhd

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    Im schönsten Bundesland der Welt!
    Und jetzt wollen Sie hier im Forum mal schlank nen gutachten abgreifen?

    Nehmen Sie sich einen Anwalt, einen Sachverständigen und regeln Sie das vor Ort.
    Geht nämlich nur so.

    Siehe Robby.
     
  15. docali

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    Hallo Robby,

    ich habe keinesfalls ein Gutachten über das Forum "abgreifen" wollen. Bitte lesen Sie mein Ausgangsposting. Ich hatte lediglich gehofft, hier Unterstützung bezüglich Literatur Anpsrechpartner, etc. zu bekommen.
     
  16. Robby

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    Tue ich auch aber die Fragestellung war eine Gerichtsverwertbare Aussage. Gutachten light werden hier schon oft genug erbracht.


    Was hier zu sagen ist habe ich gesagt.

    Wenn man den Minderwert berechnen müsste ?


    WDVS nur bei eklatanter U-Wert Verschlechterung (seh ich aber bisher nicht vor allem wieviele Steine sind wie verbaut?)

    Bruno kann sicher den Heizungsmehrbedarf errechnen ...

    Und durch das WDV würden sich eh die Außenmaße ändern... Planer und Wärmeschutznachweisführenden befragen.
     
  17. MartinB

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    Also,
    ich hab da noch einen Tipp für alle Die vors Gericht laufen wollen:

    Die Mediation ist dem Prozess haushoch überlegen,

    wenn sich konfliktparteien gegenüberstehen, die auch in Zukunft miteinander auskommen müssen (oder sollen und wollen). Was ihrem krieg zugrunde liegt, tritt oft schon zu tage, wenn sie der anregung des mediators folgen und in einem ersten schritt alle themen, streitpunkte und konflicktfelder aufschreiben - und kommentieren. was sie dabei von sich geben, lenkt den blick auf die kontroversen standpunkte und sichtweisen.
    Sie lernen allmählich, anfangs wahrscheinlich nur mühsam, dass es sich nicht lohnt, nach einer etwaigen "SCHULD" zu fragen, sondern das sie zusammengekommen sind, um lösungen- und zukunftorientiert zu verhandeln. Wenn sie lange genug über die wünsche und interessen reden, fallen nicht nur die unterschiede ins auge - es stellen sich auch gemeinsmkeiten heraus.

    Win - Win - Perspektiven.
    (PS: und so machen es die GANZ GROSSEN, liest nur keiner weil man es nicht lesen soll.)
     
  18. Bughandle

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    was interessant wäre:

    - war PPW2 Rohdichte 0,35 ausgeschrieben?
    - gehts eigentlich um Aussen/Innen oder BEIDES?
    - ist nun ein "HERSTELLER" verbaut, oder sogar zwei verschiedene,
    wenn nicht würde ich hier aufschreien
    - Schwindverhalten kann bei 0,35 zu 0,40 leich unterschiedlich sein
    - schon mal die Herstellungs-Zeiten verglichen, ich würde da fast wetten, dass hier uroddle-alte Steinlieferungen dabei sind, bei Hebel und Ytong steht da allerhand auf einem aufgeklebten Etikett an den Palettenfolien. Die Probleme durch falsche Lagerung in Verbindung mit lange zurückliegenden HErstellungsdaten sind übrigens noch größer als das Rohdichte-Problem. Ein 1 Jahr alter PB-Stein, schlecht gelagert (z.B. beschädigte Folie) ist Ausschuß! Da gibts einen interessanten UNI-Forschungsbericht drüber.
    - der PB-Stein mit Rohdichte 0,40 hat höhere Steinfestigkeit, Biegezugfestigkeit etc., ABER der ist latürnich schwerer und das kann in Grenzsituationen sehr wohl schwierig werden, evt. hat deshalb der Statiker Rückbau gerufen

    - einfach mal ein WDVS um die Wärmedämmung in den Griff zu kriegen, geht gar nicht

    Ist aber alles nur persönliche Laienmeinung...
     
  19. acensai

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    ... also mich würd' ja die Begründung vom Statiker interessieren - der wird' doch nicht ohne Grund aufschreien!
     
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  21. Bauwahn

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    Das ist zwar nicht falsch, aber das Schwindverhalten von einem bei trockenenm Wetter verbauten Stein ist auch anders als das eines Steines, welcher bei Regenwetter verbaut wurde. Und da ist der Unterschied wahrscheinlich größer.

    Thomas
     
  22. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Nehmt das "Mischmauerwerk" hier mal raus. Der Hinweis des Schwindverhaltens durch Feuchte ist richtig.

    Man sollte sich vor großem Tabullarasa mal mit Schwindverhalten von Baustoffen befassen.

    Der Statiker soll seine Bedenken doch mal Erläutern, spezifizieren und sachlich begründung. Dann sehen wir weiter.
     
Thema:

Mischmauerwerk Ytong PPW2 0,35/0,40

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