Möglichkeiten Gaubeneindeckung bei Neigung von 5°

Diskutiere Möglichkeiten Gaubeneindeckung bei Neigung von 5° im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, Beim Ausbau eines Dachgeschosses und dem damit Verbunden Einbau einer Dachgaube im Jahr 2011 sind leider Fehler gemacht worden,...

  1. #1 schmidti20, 3. Januar 2015
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    Hallo zusammen,

    Beim Ausbau eines Dachgeschosses und dem damit Verbunden Einbau einer Dachgaube im Jahr 2011 sind leider Fehler gemacht worden, wodurch jetzt im Bereich der Gaube Wasser eindringt. Der Dachdecker ist leider insolvent.
    Der Aufbau sieht von innen nach außen wie folgt aus:

    GKP 12,5 mm
    Lattung quer zum Sparren 35mm
    PE Dampfbremsfolie B2 sd=107
    Sparren 240mm mit Zwischesparrendämmung Rockwool Klemmrock 035 A1 220mm
    Schalbretter 23mm
    Bitumen Dachbahn besandet V13
    Bitumen Schweissbahn G 200 S4
    Konterlattung eingeschweißt mit kaltschweißender Folie
    Tragelattung für Ziegel
    Ziegel Frankfurter Pfanne

    Der Fehler liegt wohl am nicht korrekten einschweißen der Konterlattung, wodurch Wasser im Bereich der Nagelung eingedrungen ist.
    Das Dach wurde nun vorerst mit einer Plane komplett über den Ziegeln gesichert.
    Stellenweise hab ich das Dach von innen geöffnet, den feuchten Klemmfilz entnommen und getrocknet. An der Schaltung sind bereits dunkle Stellen ( Pilzbefall) erkennbar.

    Vom Schaden geprägt suche nun eine geeignete Methode, um das Dach langfristig dicht zu bekommen.

    Die Gaube hat ca. eine Abmessung von 8m (Traufenseite) * 4,70m und hat 2 Schornsteine.

    Die Anfrage bei mehreren Dachdeckern ergab folgende Möglichkeiten:

    1. Ziegel + Tragelattung entfernen und die Konterlattung erneut sauber einschweißen.
      Meine Bedenken: Die Schalung darunter könnte noch nass sein bzw. ergibt sich das Problem, dass die Ziegel so flach liegen, dass Wasser über Tragelattung in die Konterlattung und dann wieder ins Dach kommt.
      Weiterhin könnte die Schaltung darunter nass sein, da ich von innen ja nur stellenweise geöffnet habe.
    2. Bis auf die Schalung von außen alles entfernen, feuchte Schalung öffnen und evtl. ersetzen. Komplettes Dach mit einer beschieferten UV - beständigen Schweißbahn abdichten.
      Klingt für mich als einfachsten und sinnvollste Lösung. Jedoch Knallt ja dann die Sonnte direkt auf das Dach und ich befürchte, dass es dadurch innen auch wärmer wird.
    3. Dach komplette mit Zinkblech eindecken. Hier stellt sich mir die Frage der Hinterlüftung und die Machbarkeit aufgrund der geringen Dachneigung.

    Natürlich kann ich hier nicht "Die" richtige Lösung erwarten, würde mich aber für Vorschläge bzw. Meinungen mit entsprechenden Begründungen freuen.

    M.Schmidt
     
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  3. Kalle88

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    1-2 kannst du mal ganz schnell wegschmeißen! 3 Könnte unter Umständen sinnvoll sein.

    Frage: Wurde als die Dampfsperre und Luftdichtung verbaut wurde ein Leckagetest gemacht? Ist auszuschließen, dass entstandenes Schadenbild aufgrund von Konvektion hervorgerufen wurde?
     
  4. #3 schmidti20, 3. Januar 2015
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    Hallo,

    Leckagetest wurde nicht gemacht, aber die Dampfsperre wurde in Eigenarbeit sorgfältig ausgeführt (ich weiss, das behaupten hier viele in diesem Forum).
    Tropfenbildung tritt auch nur auf, wenn es regnet. An der geöffneten Stelle ist es nur im Bereich des Sparren nass. Dass Wasser läuft dann unterhalb des Einlaufbleches auf die Sparrenköpfe.

    Was spricht gegen die Möglichkeit 2?

    Gruß
     
  5. Kalle88

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    Bauphysikalischer selbstmord der nicht sein muss weil es anders geht, aber ich glaube wenn ich das jetzt elenlang ausführe hat es dennoch kein Sinn. Weil die Entscheidung vermutlich schon gefallen ist - aus Kostengründen. Daher ernst gemeinte Frage: Möchtest du es richtig und sicher machen?
     
  6. #5 schmidti20, 3. Januar 2015
    schmidti20

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    Ja, es die sicherlich die günstigste Möglichkeit,

    aber wenn ich nach ca. 3 Jahren das Dach erneuern muss, soll es diesmal korrekt ausgeführt werden, und daher habe ich mich noch nicht entschieden und hier lieber nochmal nach Hilfe gesucht.

    Meine persönlich Bauchschmerzen bei Variante 2 ist die Dampfundurchlässigkeit, wodurch eigentlich das gesamte Holz zwischen Dampfsperre und Schweißbahn Luftdicht eingepackt wird.

    Ich lese ja hier schon eine weile. Ist es möglich, eine diffussionsoffene Abdichtung der Schalbretter zu realisieren, dann erneut konterlatten für eine Belüftungseben aufbringen und darauf eine Schalung mit wasserfestem Belag oder Blech zu realisieren bzw. geht das in die richtige Richtung?

    In wie weit reichen 5 grad aus, um eine vernünftige Hinterlüftung zu gewährleisten?

    Danke schon mal für die bisherigen Antworten.

    M. Schmidt
     
  7. Kalle88

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    Die Überlegung geht schon mal in die richtige Richtung - dort könnte man ansetzen. Bei 5 Grad wird die Hinterlüftung eher durch Winddruck angetrieben, als das Effekte wie Thermie genutzt werden können - der sogenannte Kamineffekt stellt sich eher weniger ein.

    Mit richtig meine ich, dass du nun einen anderen Weg einschlagen solltest - nicht über den HW als Planer, sondern über Diejenigen die damit auch ihr Geld verdienen. Nebenbei kannst du dich mit einem Grundstock an bauphysikalischen Wissen bestücken. Auch bei Planern kann man Quacksalbern aufsitzen, die grobe Marschrichtung für deine Angelegenheit weißt du nun aber.

    Es gibt für deinen Fall viele Möglichkeiten das Problem beiseite zu schaffen. Alle sind mit gewissen Kosten verbunden, haben Optikvorteile usw. Hoffnungslos ist dein Fall sicherlich nicht. Du solltest dich hier aber einfach Produktneutral über deine Möglichkeiten aufklären lassen. Das können Planungsbüros geführt von DDM sein, das kann der Archi um die Ecke sein oder der Bau Ing.

    Was du auf keinen Fall machen solltest ist blind den Auftrag vergeben, das hilft dir null - auch wenn es schön günstig ist. Wie du selber sagtest - jetzt ein Mal richtig bitte.

    Doppelstehfalz wäre mit Zusatzmaßnahmen und in durchgehenden Scharen gut geeignet ein optisch schönes und vorallem sicheres Werk zu erstellen - was eben auch noch relativ langlebig ist.

    Wie stark ist die Durchnässung überhaupt? Nicht das dort oben der Brutkasten für Schimmelsporen heran gezüchtet wird und nun durch deine Öffnungen in den Innenraum gelangt. Du solltest hier vorsorglich die Stellen wieder luftdicht verschließen. Solange bis du den Fahrplan für die anstehende Sanierung hast.
     
  8. mls

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    wirklich nur kleinflächig bei 5°?
    oder wird die hinterlüftung an die (steilere)
    hauptdachebene angeschlossen?

    vor kurzem sind mir neuere untersuchungen dieser
    alten konstruktion untergekommen, afair war demnach
    nicht alles falsch, was früher konstruiert wurde ;)
     
  9. #8 Gast360547, 4. Januar 2015
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    da hat der MLS das Problem bei der Hinterlüftung erkannt. Wie soll die Ebene an die Außenluft im Anschlussbereich an das Hauptdach angeschlossen werden? Die Hinterlüftung in den Bereich der Ebene Ziegel/Oberkante Zusatzmaßnahme finde ich nicht wirklich prickelnd, da das entweder im Firstbereich oder im nicht augebauten Spitzboden zu (neuen) Problemen führen kann, je nach dem, wie sich die Situation im Moment darstellt.

    Ich tendiere eher zu einer modifizierten Lösung 2, diese aber als einschalige nicht belüftete Konstruktion. Das muss aber bitte vor Ort geplant und überwacht werden!!

    Grüße

    stefan ibold
     
  10. Kalle88

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    mls, du hast Post.
     
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  12. #10 schmidti20, 4. Januar 2015
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    Guten Abend,

    das Hauptddach hat eine Neigung von 29° und die Gaube ca. 80 cm unterhalb des First angeschlossen.
    Sehe ich die Bedenken richtig, das es bei der Möglichkeit mit dem Zinkdach nicht einfach ist, die Belüftungsebene bis in den First sicher zu stellen ?
    Die Dämmung ist bis in den Spitzboden gezogen, welcher ein Höhe von ca. 80 cm hat, und nicht begehbar ist, also komplett mit der Dampfsperre abgedichtet.
    Auf dem Hauptdach befindet sich eine Unterspannbahn.

    Herr Ibold: was meinen Sie mit modifziert?

    Grüße und schönen Abend

    M. Schmidt
     
  13. Kalle88

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    Die Belüftung des Gaubendaches ist der Knackpunkt. Dort wo Gaube und Hauptdach zusammen finden gibt es eine maximale Verengung. Das hatte ich im Vorwege nicht bedacht. Da die Hinterlüftung also kaum sinnvoll arbeiten kann, steht die nicht im Verhältnis zu dem was man sich damit an Problemen einhandeln könnte. Mögliche Probleme wären Druchfeuchtung der Schalung oder Kondensat was dem Zink zu schaffen machen könnte.
     
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