Müssen alle Referenzwerte der EnEV eingehalten werden?

Diskutiere Müssen alle Referenzwerte der EnEV eingehalten werden? im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Ich hätte mal eine ganz allgemeine Frage zur EnEV! Momentan liegt mir ein Angebot vor mit Porenbeton (Ytong PP2-0,35), lambda 0,09 W/m*K bzw....

  1. R0Li84

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    Ich hätte mal eine ganz allgemeine Frage zur EnEV!
    Momentan liegt mir ein Angebot vor mit Porenbeton (Ytong PP2-0,35), lambda 0,09 W/m*K bzw. U-Wert 0,23 W/m²*K!

    Die EnEV enthält für Außenwände (ab 2016) einen U-Wert von 0,21 W/m²*K für ein Referenzgebäude.
    Bedeutet dies, dass die Dämmung nicht schlechter sein darf? Oder darf man die Unterschiede in der Dämmung durch andere Maßnahmen (z.B. KWL, Sole-WP) ausgleichen um den Primärenergiebedarf zu senken, so dass die EnEV erfüllt wird?
     
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  3. #2 Thomas Traut, 12. Januar 2016
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  4. R0Li84

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    Danke für die schnelle Antwort - bedeutet dass dann auch, dass ich durchaus mit einer "schlechter gedämmten Wand" aber einer sehr guten Anlagentechnik auch z.B.: einen KFW 55 Standard erreichen kann?
    (Habe hier schon gehört, dass sei unmöglich). Ausschlaggebend hierfür sollte doch (maßgeblich) der Primärenergiebedarf sein. Eine besser oder schlechter gedämmte Wand hat hierauf sicher auch Auswirkungen, aber nach meinen überschläglichen Rechnungen machen die 0,04 W/m*K (die ich durch eine dickere Wand, daher 42,5cm) erreichen würde nicht viel aus.

    Das Geld wäre wesentlich effektiver investiert, wenn ich z.B. von einer Luft-WP auf eine Sole-WP umsteigen würde.
     
  5. R.B.

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    Für KfW55 wird es wohl nicht reichen, aber grundsätzlich ist der Ansatz korrekt.

    Sehe ich auch so, völlig unabhängig von KfW xx
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 12. Januar 2016
    Ralf Dühlmeyer

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    Man sollte nur die Sinnhaftigkeit eines solchen Tuns hinterfragen.

    Die EnEV ist auch ein politisches Instrument. Es gibt also "gute" und "schlechte" Anlagentechnik, auch wenn der Verbrauch identisch ist.

    MIt solchen Wänden hat man eben einen hohen Energieverlust durch die Wandflächen und der ist unabhängig von der Anlagentechnik!
    Also jede Anlage, ob nun politisch "gut" oder "schlecht", muss diesen Verlust nachliefern.

    Sinnvoller ist es grundsätzlich, die Energieverluste zu minimieren und an der Anlagentechnik zu sparen als umgekehrt.

    Welche Anlagentechnik wird denn da als KfW-****** angeboten?? L-L-WP bei 36,5er Pb-Wänden?
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Guck mal in den anderen Thread des TE. 36,5er Poroton + Kfw55 = hat Architekt des TE verbrochen... (damals ging es noch um Pelletsheizung)
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 12. Januar 2016
    Ralf Dühlmeyer

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    Naja. Da war der Kollege ja wohl Zeichenknecht des Pb-Konzepts des Lieblingsbauunternehmens.
    Und mit Pellets mag das ja noch gehen, auch wenn ich 36,5er Pb für (wie meine Tochter sagen würde) "voll Steinzeit" halte.

    Aber dann mit einer L-L-WP auf KfW 55 bringen? :yikes So viele blaue Pillen kann man da gar nicht reinwerfen, dass das nicht einzig die Aktienkurse des Stromanbieters treibt!
     
  9. R0Li84

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    Um Pellets Heizung gings nicht - die hatte ich nur mal ganz ursprünglich angedacht und der Architekt hat diese daher im Grundriss der Vorplanung eingezeichnet. Die Idee habe ich aber aber schnell verworfen, es wird definitv eine Wärmepumpe werden - nur welche weis ich noch nicht (werde ich im Zuge der Energieberatung festlegen). Tendenz geht momentan eher Richtung Grabenkollektor (selbst verlegt), aber am Ende schmeißt der Energieberater eh wieder alles über den Haufen.


    Angeboten wurde mir vom Bauunternehmer ein Haus, welches "KFW förderfähig" ist. Daher muss es KFW 55 sein. Im Angebot enthalten sind Wände mit 36,5er Porenbeton (Ytong; U = 23 W/m²*K) mit einer Luft-Wasser-WP und KWL mit Wärmerückgewinnung. Habe inzwischen auch bereits mit dem Bauunternehmer telefoniert - er meinte dass man das mit dem Energieberater gerne nochmal genau durchsprechen kann, er aber grundsätzlich schon Häuser mit dieser Technik und KFW55 gebaut hat. (Mein Kollege konnte das bestätigen, der hat so ein Haus). Viel kann er wohl auch durch eine optimale Wärmebrückenoptimierung rausholen.

    Zudem meinte er, dass auch Wärmeverluste über z.B. Rolläden, Fenster, Keller usw... usw... mit in die Berechnung einfließen. Die Möglichkeit, eine 42,5er Wand zu wählen gäbe es noch - er würde das aber nur dann tun wenn der Energieberater letztendlich dazu rät. Ich werde den Mehrpreis mal anfragen (sobald ich das Angebot auf meinen tatsächlichen Grundriss aktualisieren lasse) und dann entscheiden ob ich die stärkere Wand nicht gleich als Standard wähle.
     
  10. R0Li84

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    Der Architekt ist unabhängig - er macht auch nur die Vorplanung (Grundriss) und keine Energieberatung.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 12. Januar 2016
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    Hat aber auf der Basis Deiner Vorgaben, die wiederum von "Deinjem" Bu stammten, sein Planungskonzept entwickelt/wurde danach ausgesucht, dass er das mit Pb plant, oder?

    Schon klar, auch wenn das so nicht i.O. ist. (s.u.)

    Dann muss er das entweder mit machen oder einen an die Seite bekommen der das macht!
    So etwas gehört (wie auch die Statik) parallel entwickelt!!!
     
  12. #11 Achim Kaiser, 12. Januar 2016
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    Viele dieser grundsätzlich richtigen Aussagen relativieren sich ganz schnell wenn man sich die absoluten Zahlen ansieht.

    Schon die Pseudo-Klassifizierung nach KFW-irgendwas ist einfach ein vorsichtig ausgedrückt Martekingargument (aber kein Qualitätsssiegel) das ohne genaue Betrachtung so viel aussagt wie die neuen ERP Bapperl auf den Anlagen.
    Wer sich auf A, A+, A++ und A+++ verlässt und meint das schlägt sich auch im Portemonnaie nieder ist u.U. ganz schnell in den Allerwertesten gekniffen.

    Wir bewegen uns "heute" schon mit nem Gebäude des "Mindeststandards" in Verbrauchsbereichen die es furchtbar schwer machen Mehrinvestitionen wirtschaftlich vernünftig darzustellen, wenns um das Thema geht "versenke xxxxx Euros in Erwartung eines geringen Verbrauchs bzw. einer geringeren Heizkostenbelastung". Die reinen Heizkosten verblassen schon seit längerer Zeit gegenüber den Kosten für Lüftungsverlusten und Warmasserbereitung, die auf Grund der Anforderungen und des Komfortanspruches die Verbräuche dominieren.

    Legt man die "momentanen" Energiekosten als Vergleichsmaßstab an, dann stehen den ganzen WP-Anlagenbetreibern die Tränen in den Augen ... Amortisationszeitpunkt der Mehrinvestitionen : St. Nimmerleinstag oder anders ausgedrückt : Die Quittung der Subventionsumlagen morden die Anlagen, die eigentlich gewollt bevorzugt werden sollten. Dumm gelaufen.

    Es wird immer eine Frage der persönlichen Einschätzung sein auf was man für die nächsten 10 bis 15 Jahre wettet ....

    Blos gut dass immer noch so viele *meinen* aber nicht rechnen ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  13. R.B.

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    Wieso? Ohne genaue Vereinbarung kann es auch KfW xx sein.

    Auch wenn man aus einzelnen Bauteilen noch keine Rückschlüsse auf das gesamte Haus ziehen kann, deuten die bisherigen Infos (Wand mit 0,23W/m²K, LWP und KWL mit WRG) nicht in Richtung KfW55.
    Wärmebrücken kann man optimieren, aber das hilft nur bei Konzepten die sehr knapp an Grenzwerten vorbei schlittern.

    Bauantrag schon gestellt? Wenn ja, wie? Verschärfung seit Beginn 2016 berücksichtigt? Wenn ich das richtig sehen, dann befindest Du Dich bestenfalls in der Vorplanung.
     
  14. R0Li84

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    Warmwasser ist ein gutes Thema - mir scheint es als würden alle wie verrückt Ihre Hütte dämmen um nur ja kein kW zu viel an Heizenergie zu verbrachen. Dann nimmt man eine Luft-Wasser-WP ein, weil die ja günstig ist und die Hütte super gedämmt. Hinzu kommt eine Regendusche und ein Eckwhirlpool mit 5m³ Wasservolumen - nur wird dann eben komplett vergessen, dass das Wasser ja auch über die Luft-Wasser-WP aufgeheizt werden muss. Da hilft einem leider die beste Dämmung nichts, denn das Wasser geht einfach so (ohne Wärmerückgewinnung) in den Kanal!
     
  15. R0Li84

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    Richtig! Vorplanung mit Architekten um den Grundriss so zu gestalten wie es uns gefällt. Anschließend geht es zurück zum BU um das Angebot zu aktualisieren. (Bisher habe ich nur Angebote eingeholt um die Marktpreise zu erfahren). Dann wird "bestellt" und anschließend gehts dann zum Energieberater. Momentan erkundige ich mich hauptsächlich über die Möglichkeiten und darüber worauf ich achten muss. KFW interessiert mich am Rande - ich will Energie, aber vor allem auch kosteneffizient bauen. (Budget fürs Haus incl. Baunebenkosten, Küche und Garten 350.000€ - ohne Reserven). Wenn es mit KFW geht, dann ok - wenn ich den KFW Standard nicht erreiche bekomme ich auch so eine günstige Finanzierung.
     
  16. R.B.

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    Die Berechnungen sollten vorliegen BEVOR bestellt wird, höchstens es wird nur EnEV angepeilt, das erreicht man immer und ist sowieso auf der sicheren Seite.
     
  17. lawrence

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    Also wenn ich das in den ganzen Foren mit den LLWP so lese, freue ich mich auf meine Gasbrennwerttherme ohne Solar.
     
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    Hallo

    Kann man das kurz zusammengefasst so sagen:
    Die EvEV ist ja ein Bundesgesetz-daran muss ich mich halten.
    Die ganze "KFW-Sache" ist ja "nur" eine Förderung bei der es ein zinsgünstiges Darlehen gibt, wenn man sich an die dafür vorgesehenen Angaben hält,oder?

    Besten Dank

    Stefan
     
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  22. Mann1979

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    Hallo

    Dann bin ich froh und kann mich ganz auf die EvEV konzentrieren und mal sehen ob´s Sinn macht
    "mit KFW" bei den günstigen Bankdarlehenszinsen derzeit.
    Danke
     
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