Nach 8 Jahren läuft Wasser unter den Estrich

Diskutiere Nach 8 Jahren läuft Wasser unter den Estrich im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir haben das Problem, dass bei Tage langen, starken Regenfällen Wasser in unseren Keller eindringt! Es hat allerdings gerade erst 14...

  1. Andreas49

    Andreas49

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    Hallo,
    wir haben das Problem, dass bei Tage langen, starken Regenfällen Wasser in unseren Keller eindringt!
    Es hat allerdings gerade erst 14 Stunden am Stück gut geregnet und nichts ist rein gekommen.
    Unser Haus ist 9 Jahre alt, liegt auf ungefähr 3/4 Höhe am Berg, der aus Kalkfelsen und Lehm besteht. Der Architekt hielt nach Bodengutachten eine Drainage bei unser Bodenbeschaffenheit nicht für nötig.
    Zum ersten mal ist wohl Wasser eingedrungen als die gewaltigen Schneemassen vor unserem Haus am Ende des letzten Winters geschmolzen sind, da war für etwa 8 Wochen eine kleine feuchte Stelle an der Außenwand. Die 8 Jahre zuvor war alles io., es hat allerdings auch nie so extrem geregnet.
    Wir haben, nachdem es Mitte September 3 Tage am Stück regnete, wieder größere feuchte Stellen an den Wänden direkt über dem Estrich. Also haben wir an beiden Ecken der betroffenen Hauswand den Estrich weg geklopft und konnten nun sehen, dass auf der Grundplatte ein Schicht Teerpappe oder so was liegt. Die haben wir ein Stück entfernt und unter dieser läuft das Regenwasser in einer Ecke des Hauses hinein, an der anderen Seite/Ecke des Hauses wird es mit zeitlicher Verzögerung feucht.
    Nun haben wir draußen ein Loch gegraben und die Hauswand auf der „laufenden Seite“ auf ca. 1 m Länge freigelegt, in der Absicht hier einen Drainageschacht zu setzen, denn die Regenentwässerungsrohre scheinen, nach einem Test, alle dicht zu sein. (die hatten wir zuerst in Verdacht)
    Ist das sinnvoll? Oder müssen es zwei Schächte mit Verbindungsrohr sein?

    Die Außenwand ist aus Poroton, mit Dickbeschichtung bestrichen, darauf sind grüne Schaumstoffplatten. Ist das so in Ordnung? Oder fehlt hier noch Noppenfolie oder so etwas?
    Bilder habe ich eingestellt.
     
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  3. Julius

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    Wer ist "wir" (bei "haben weggeklopft" etc.)?
    Für welchen Lastfall wurde bemessen?
    Was sagt der Archi?
     
  4. susannede

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    Könnte auch das Versagen der Abdichtung der Granitfensterbank sein.

    Wenn die KMB in Ordnung war, also 8 Jahre gehalten hat, ist der Wandaufbau außen nicht falsch (wenn auch nicht mein Ding).

    Noppenfolie hier wäre unnötig (Gleitfolie für den Verfüllungszustand wäre hingegen nötig gewesen, damit die beim Verfüllen auftretenden Scherkräfte nicht auf die grüne Perimeterdämmung weitergegeben werden und so die KMB schädigen) und würde das Problem jetzt verschlimmern, wenn sicht tatsächlich Wasser im Bereich der Bodenplatte (Keller) aufstaut.

    Frage scheint zu sein: welcher Lastfall liegt heute vor - der scheint sich ja etwas geändert zu haben (also jetzt: sehr aufstauendes Sickerwasser, ggf. sogar Schichtenwasser aus dem Hang).

    Die Straße liegt oberhalb Eures Grundstücks, oben am Hang?
     
  5. #4 Carden. Mark, 6. November 2010
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    hmm, es wird nicht dadurch Richtig (fachgerecht) nur weil es mangels Hydrauledruck bis dato dicht war.
    Es muss ja was im argen liegen, wenn es undicht ist.
    Fakt ist, die Vorgehensweise ist falsch.
    Wenn, dann eine Dränung nach 4095 - mit allen notwendigen Bauteilen.
    Hier hatte ich mal was zu geschrieben: http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=14315

    In dem Zusammenhang sollte auch die Abdichtung gecheckt / überarbeitet werden.
     
  6. #5 gunther1948, 6. November 2010
    gunther1948

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    hallo
    entweder muss ich zum augenarzt oder was
    also ich seh da nix von abdichtung unter der fensterbank und ach nix auf der wand und auch nix von noppenzeug.
    aber ich seh jede menge arbeit und muskelhypothek.
    auf alle fälle ist da eine funktionierende ringdrainage auf der hangseite erforderlich.
    und wenn die wand schon freiliegt eine flächenabdichtung.


    gruss aus de pfalz
    p.s.vielleicht kann ja auch der psyschofuzzi da mal rein sehen. einer mehr für die statistik.
     
  7. #6 gunther1948, 6. November 2010
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    hallo
    noch was.
    das wasser läuft nicht erst seit jetzt rein sondern vermutlich schon einige jahre. nur jetzt hat sich unterm estrich soviel gesammelt, daß es den putz erreicht und hochsteigt.
    da läuft bei längeren regenperioden die baugrube voll und das wasser staut auf.
    in 3/4 höhe am berg und dann ohne drainage und vermutlich ohne geplante abdichtung
    der architekt war mutig.
    auf der bodenplatte ist auch scheinbar nix von abdichtung nach DIN sondern pe-folie lose aufgelegt.
    würde mal gern wissen ob feuchte flecken auch in der wandfläche auftauchen?

    gruss aus de pfalz
     
  8. susannede

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    auf, Gunther, auf! (Wie sieht denn so ein Granitbänkchen umlaufend aus?)

    Du siehst kein Noppenzeug, weil keins da ist. Aber auch keine Folie vor der Wand.
    Augenarzttermin also nicht erforderlich.

    ja, genau so wird es sein. Ist aber sehr höfliches Wasser, das immerhin 8 Jahre wartet.

    Alles was ich seh, ist bituminöse Pampe (maybe KMB correctamente) und davor geklebte grüne XPS.

    Wenn der Poroton luftkammerig ist, also nix gefüllt, ist die Wand innen sehr hohlräumig.
    Dies nur mal so als Gedanke.

    Gruß in die Palz!
     
  9. #8 gunther1948, 7. November 2010
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    zitat aus #3 von susannede
    hallo
    wer faselt denn hier von dem zeug.
    ja unn was hat das mit der abdichtung zu tun.
    also mal alle berührungspunkte innen mit aussen - ich meine kellerausgänge, lichtschächte, fensterbänke, etc. im besonderen ale `dauerelastischen pampen`- überprüfen ob da was reinkommt.

    gruß aus de pfalz.
     
  10. Andreas49

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    Wir: Sind meine Frau und ich nach Rücksprache mit einem Architekten, nicht dem damaligen am Bau beteiligtem.

    Lastfall? sagt mir erst mal nichts.
     
  11. Andreas49

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    Die Fensterbank ist lt. Archi io. Die Noppenfolie lt. Archi nicht nötig, von Gleitfolie hat er nichts gesagt. Falls der "Lastfall" was mit der Menge des Wasser zu tun hat - es hat bei uns 8 Jahre lang nie auch nur annähernd so heftig geregnet wie in den letzten Monaten. Bei Bau heiß es das anfallende Wasser versickere schnell im Kalksandstein. Unser Grundstück liegt knapp unterhalb der Straße bzw. fast auf Straßenniveau. Damit der Keller (Wohnung im Keller) richtig belichtet ist wurde eine schräge Abgrabung von 1,30m tiefe gegenüber der Straße und 3,5m breite bis zur Hauswand vorgenommen. Zeitweise anfallendes Schichtenwasser hält der Archi für möglich.
     
  12. #11 gunther1948, 7. November 2010
    gunther1948

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    hallo
    kenn ich nicht als natürliches vorkommen.

    gruss aus de pfalz
     
  13. Andreas49

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    Feuchte Flecken sind bzw.waren an einigen Wänden bis ca. 5cm über die Fußleisten zu sehen. An 2 Stellen im betroffenen Zimmer sogar bis 25cm hoch und ca. 35cm breit. Einige davon sind fast wieder trocken, andere bilden sich ich trotz Fußbodenheizung nur extrem langsam zurück. Der Wassereinbruch war vor ca. 8 Wochen.
     
  14. Andreas49

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    Hab mal ein Bild des Aushubs hoch geladen, das meiste waren solches Kalkgestein wie vor zu sehen. Massen von solchem Gestein wurden beim Aushub der Grube abgefahren.
     
  15. #14 gunther1948, 7. November 2010
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    hallo
    zuviele bindige anteile stauwasser wahrscheinlich
    vielleicht klinkt sich der helge (geologe ) noch ein.
    wenn deine abdichtung okay wäre hätteste keine feuchte socken.
    die hat dicht zu sein obs viel oder wenig regnet hat da nichts zu sagen.

    gruss aus de pfalz

    es lebe der sand und der sandstein als baugrund:winken
     
  16. Andreas49

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    Heute war eine vom Archi empfohlene Firma da, die sagen ich soll 2 Platten der grünen Perimeterdämmung abnehmen. Es sei wahrscheinlich dahinter zu wenig Bitumen bzw. zu früh geklebt oder unten wo der erste Stein ist sei ein Riss.
    Sollte dem so sein müße alles neu gemacht werden.
    Braucht ich dann trotzdem eine Driange oder hätte sich das mit neuer Abdichtung erledigt?

    Grüße aus
    Wolfsburg
     
  17. #16 gunther1948, 8. November 2010
    gunther1948

    gunther1948

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    hallo
    wenn du eh die wand freilegst ist die drainage doch kein problem mehr. ein grösseres problem ist jetzt ausbaggern, wand machen, zufüllen und in 8 jahren den spass wieder von vorn um drainage zu verlegen.

    gruss aus de pfalz
     
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  19. gast3

    gast3 Gast

    also.. ich habe die Beiträge jetzt nicht im Einzelnen so richtig genau etc. - kann also sein, dass ich mit meiner eher spontanen Einschätzung falsch liege, aber ...

    es scheint kein Abdichtungskonzept zu geben und auch von der empfohlenen Firma nicht angestrebt sein, ein solches zu erstellen. So wird das wohl nichts.


    Und auch wenn ich mich in der Gegend nicht so gut auskenne: Kalk(sand - lassen wir mal weg) - stein ist schon eh nicht so richtig prick durchlässig, der Hang zum "verlehmen" macht es nicht besser.

    also noch einmal: Lastfall ?

    Wenn Drainage: wie und wo anschließen: genehmigungsfähig / Gefälle etc. ?


    Da sollte ein bißchen Hirn rein - finde ich - so vor Ort
     
  20. #18 Bauarbeiter, 9. November 2010
    Bauarbeiter

    Bauarbeiter Gast

    Check doch erstmal ab, ob du noch eine Garantie darauf hast. Es gibt Baufirmen, die 10 Jahre Garantie auf Weise Wanne geben. Wir hatten vor kurzem auch einen Kunden, der nach 4 Jahren Probleme mit seiner Weissen Wanne bekam. Was er nicht wusste, war, dass er 10 Jahre Garantie darauf hatte.

    Auch würde ich einen Gutachter prüfen lassen, woher die Feuchtikeit genau kommt.

    Grüsse aus dem Allgäu
    Der Bauarbeiter
     
Thema:

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