Nachträgliche Dämmung und Abdichtung einer Kellerwand

Diskutiere Nachträgliche Dämmung und Abdichtung einer Kellerwand im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo An der einen Ecke meines Hauses sieht's so aus: [img] Bestandsbeschreibung: ---------------------- Man sieht da unten die...

  1. BodoKa

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    Hallo

    An der einen Ecke meines Hauses sieht's so aus:

    [​IMG]

    Bestandsbeschreibung:
    ----------------------

    Man sieht da unten die Aussenwand eines Kriechkellers, oben die gedämmte Wand des Wohnbereichs. Alter zirka 25 Jahre. Die Kellerwand steht getrennt durch eine Horizontalsperre auf einem etwa 10cm hohen Sockel (nennt man das auch "Fundament"?), der wiederum auf einer alten aber gut erhaltenen Betonplatte steht, die vermutlich vom vorherigen Haus (abgebrannt Anfang der 80-er) ist. Eine Drainage ist nicht vorhanden.

    Die Kellerwand wurde offenbar verputzt und dann mit Bitumen allerdünnst angestrichen. Im oberen Bereich (rot/braun) dann noch mal verputzt.

    An der Innenseite der gemauerten Wand (Beton-Hohlkörper-Steine) sind kleinere Ausblühungen, besonders am Mörtel. Sichtbare Feuchtigkeit ist nicht vorhanden. Auf der Aussenwand sieht man teilweise oben, dass der obere Putz abgebröckelt ist. Darunter waren teils auch Ausblühungen und der Bitumenanstrich war sicher auch nicht der beste Haftgrund. Der verbliebene obere Putz ist fest - der Unterputz sieht durchweg schadlos aus.

    Der Kellerraum wird nicht genutzt!

    Ziel ist, den Bereich jetzt zu Dämmen und zu Isolieren bevor an diese Stelle eine Holzterrasse kommt. Das Flickwerk hinten in der Ecke will ich bei der Gelegenheit auch sauber neu machen.

    Längerfristig muss das noch an weiteren Stellen des Hauses entsprechend gemacht werden, wodurch die Lösung auch eine Kostenkomponente enthält, die bei den ersten 3,2m weniger wichtig ist.

    Planung:
    --------

    Ich habe das mit Foto dem nach Auskunft eines Bekannten patenten Baustoffe-Raiffeisen-Verkäufer vorgestellt und der empfiehlt:

    Erdbereich:

    - PCI-Bitumen-Grundierung aufbringen
    - zugehörige Bitumen-Spachtel aufbringen
    - eine Dämmung (Name vergessen) aufbringen, die mit derselben Spachtelmasse verklebt wird
    - davor ein Fliess oder auch eine Noppenbahn

    Oberhalb:
    - Direkt eine Dämmung (andere als unten) aufkleben.
    - Sockelputz drauf.

    Ich gehe erst mal davon aus, dass das sinnvoll ist. Andererseits wurden hier im Forum auch schon oft die Empfehlungen von Verkäufern, Architekten, Gutachtern etc. böse verrissen. Das macht für mich die Bewertung der Lösung ziemlich schwer.

    Was mich z.B. Irritiert ist:

    Fragen:
    -------

    - Ich habe bei Neubauten schon gesehen, dass auf Kellerwände Bitumen-Schweißbahnen "aufgeflammt" wurden und hatte das in meinem Fall auch angedacht. Preislich wäre das deutlich günstiger als die Bitumenspachtel (besonders relevant, wenn es dann um den Rest des Hauses geht). Der Mann meint aber, dass so etwas völlig untypisch wäre und er sich an keinen Fall erinnern kann, in dem das so gemacht wurde.

    - Wäre es nicht sinnvoll, zumindest bei Abdichtung und Dämmung auf eine Lösung über die volle Höhe zu setzen? Die Dämmungsplatten sind wohl 1.25m lang. Die Wand hat ingesamt eine Höhe von 1.32m. Die 1,25 würden vom Wohngeschoss bis über die Horizontalsperre gehen - passt doch gut.

    - Was ich bei der Beratung vergass zu erwähnen ist die alte Betonplatte. Die ist zwar 10cm unterhalb der Horizontalsperre, aber für die Abdichtung sicherlich relevant. Was mache ich an der Stelle am besten? Hier
    nachträglich eine Drainage einzubauen scheint mir sehr aufwendig. Ausserdem würde die ja über der alten Platte liegen und damit nur begrenzt zu deren Entwässerung beitragen. Und fühlbar feuchte Wände haben wir auch nicht.

    - Im Zusammenhang mit der alten Betonplatte: Ist es sinnvoll, die Grube mit Drainagekies aufzufüllen oder schütte ich doch besser mit Erdreich zu? Der Kies würde das Wasser schneller nach unten und damit zur alten Platte ableiten, wo es sich dann aufstauen könnte. Die Erde schluckt und verteilt eher.

    Fazit:
    -----

    Das ist nun doch viel umfangreicher geworden als gedacht!

    Ich bin für alle verständlichen Antworten dankbar. Ich nehme sogar Beleidigungen entgegen, wen sie hilfreich begründet sind :winken

    Bodo
     
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  3. #2 susannede, 15. Mai 2010
    susannede

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    Hallo Bodo,

    Dein zweiter Anlauf zu dieser Wand, diesmal hoffentlich etwas mit weniger Gelächter beantwortet.

    Der verputzte "rote" Teil der Wand war bisher "über Gelände" und wird es auch in Zunkunft bleiben?

    Die Abdichtung und die - gesuchtes Dämmungswort! - Perimeterdämmung gehören über die GOK (Geländeoberkante) hinauf gesetzt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Perimeterdämmung

    Wie am Fuß der Wand, also im Bereich der alten Fundamentplatte vorzugehen ist, hängt im wesentlichen von den Bodenverhältnissen ab, d.h. ob Sickerwasser hier aufgrund Undurchlässigkeit des Bodens aufstauen kann, oder weiter nach unten versickert. Nach dem bisherigen "Schadensbild", scheint sich aber nicht viel Wasser längerfristig dort zu tummeln.

    Ein Drainrohr, in umhüllender Schotterpackung, diese dann wiederum Vlies-umhüllt (damit keine Schwebstoffe das Rohr zusetzen) wäre u.U. sinnvoll, wenn man dann klärt, wo das Drainwasser hingeführt, gesammelt wird. Ggf. in einen Sickerschacht (Betonringe mit Schotter gefüllt), der weit genug vom Haus entfernt ist.

    (An dieser Stelle kommt dann gemeinhin der Schrei nach dem Bodengutachten.):o

    Das vorgeschlagene Verfahren halte ich für brauchbar, wichtig ist vollflächiges Haften auf dem Bitumenanstrich. Bei größeren Flächen wird da auch schon mal sandgestrahlt und immer eventuelle "Löcher" in der Altwand flächig beigemörtelt.

    Halte ich für unsinnig. Zu klären wäre, wie der Übergang zwischen dem bestehenden Styropor-WDVS zu der anzuschließenden, verputzten Perimeterdämmung erfolgt. Hierfür gibt's verschiedene Möglichkeiten.

    Eine "Sickerpackung" vor der Wand, in Form eines Kiesbettes, wäre immer sinnvoll.

    Grüße!

    Nachtrag:

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=17111
     
  4. BodoKa

    BodoKa

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    Hallo Baufrau

    :e_smiley_brille02:
    Manche Baustellen verfolgen einen ein Leben lang.

    Ich dachte mir: Jetzt habe ich einen Lösungsansatz vom Fachmann und weiss auch, wie's unter der Erde aussieht - warum nicht noch mal versuchen.

    War bisher. Irgendwann wird es eine Holzterrasse geben, die auf Höhe des grüngelben Bereiches liegt. Wie's dann darunter aussieht, ist mir egal. Also ich kann da auch noch einen halben Meter Erde aufhäufen.
    Nur dicht und gedämmt soll es unbedingt sein.

    Aber dabei fällt mir ein: Wenn die Holzterrasse auf Höhe des grüngelben Putzes ist, müsste der dann auch ein sockeltauglicher Putz sein? Dann ist er ja im Bereich des Spitzwassers.

    "Perimeter" kannte ich schon. Aber dort lese ich "Polystyrol" - ich denke das hat er gesagt.

    Ich weiss von einer anderen Grabung, dass diese Betonplatte auch 2m weiter noch ist.
    Ich habe heute den lockeren Putz abgeklopft und es ist einiges vom rotbraunen noch abgefallen. Der graue Unterputz hat auch ein paar Schäden. Zu meiner Überraschung vor allem im oberen Bereich unter dem braunen. Ich hätte eher Schäden im Erdbereich erwartet. Ingesamt ist der graue Putz zu 95% optisch und vom Klang her ok.

    Ich habe 3m weiter eine Drainage, die aus dem Grundstück ableitet. Die könnte ich anzapfen. Problem ist aber, dass eine Drainage ein Gefälle haben sollte und ich diesbezüglich wegen der Betonplatte ziemlich unflexibel bin.
    Aber ich denke, dass werde ich trotzdem machen. Dann kann es zumindest dann raus, wenn es mal richtig steht.


    Was kann man am Übergang machen?
    Ich hätte auf den unteren 5cm vom gedämmten Bereich den Putz entfernt, die Verbindung mit einem Netz überbrückt und neu verputzt.


    Ich weiss nicht, was der Gedanke hinter dem Materialwechsel ist. Wenn man die Boden-Perimeterdämmung nicht verputzen kann, wär's natürlich blöd. Aber wenn man sie 50cm überstehen lassen kann, dann kann es wohl kein grundsätzliches Problem sein und dann klappt's sicher mit 70 auch.
     
  5. #4 susannede, 15. Mai 2010
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