Nachträgliche Erdung eines Altbaus

Diskutiere Nachträgliche Erdung eines Altbaus im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, im Rahmen der Modernisierung der Elektroinstallation soll nun auch eine korrekte Erdnung angebracht werden. Ich konnte bei der genaueren...

  1. Tatze

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    Hallo,

    im Rahmen der Modernisierung der Elektroinstallation soll nun auch eine korrekte Erdnung angebracht werden. Ich konnte bei der genaueren Untersuchung keine finden. Mein zuständiger Elektriker meinte nun, ich solle einfach einen Kreuzerder in den Boden kloppen und nen PE Kabel mit 10mm² Querschnitt daran anbringen. Ich denke das ist so aber absoluter Blödsinn und auch keinesfalls fachgerecht. Ich habe dann einen zweiten Ortsansässigen Elektriker gefragt, welcher mir das selbe gesagt hat. Bin ich auf dem Holzweg oder die Elekriker (wohlgemerkt beides Elektromeister).

    Nach meinem Verständniss müsste ich eigentlich einen Ringerder um das Haus verlegen. Momentan ist das allerdings etwas Praxisfern. Was kann ich nun tun, um eine "sichere" Erde zu bekommen? Wo liegt der Zugewinn an Sicherheit von Kreuzerder vs. Ringerder. Reicht ein größerer Kabelquerschnitt für den Anschluss des Kreuzerders (zum Beispiel so Draht, welcher auch für Blitzableiter verwendet wird (8mm Durchmesser -> 25mm² Querschnitt)? Die Distanz Kreuzerder <-> Potentialausgleichschiene betrüge ca. 1,5m.

    Wäre nett, wenn ihr mich erleuchten könntet. Die restliche Elektroinstallation soll auch vom Elektriker vorgenommen werden. Wenn er hier aber falsch liegt, wo dann noch?
     
  2. #2 Dieter70, 17.10.2011
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    Warum glaubst du, dass die Elektriker falsch liegen?

    Was liegt denn für eine Netzform vor? Gibt es eine Antenne oder einen Überspannungsableiter der geerdet werden muss?
     
  3. Tatze

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    Hallo,

    weil mir die Dimensionierung des Erders und die Tatsache das Zink und Kupfer sich nicht sonderlich vertragen etwas merkwürdig vorkommt.

    Kan nja sein, dass das alles reicht. Möchte jetzt nicht noch nen dritten Elektriker fragen. PE ist auf N aufgelegt. Da wurde letzte Woche eine Klemme aufgeschraubt. Momentan ist der PE aber noch nicht angeklemmt an die Klemme.

    Macht das denn Sinn mit dem kurzen Erder angeschlossen via Kupfer und ist es dann vorallem sicher?
     
  4. Julius

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    Das darf es nicht geben.
    Vermutlich aber nur laienhaft ausgedrückt.

    Wenn es sich um ein TN-C-S-System handelt, wird der ankommende PEN-Leiter in einen PE und einen N aufgeteilt.

    Dann dient eine örtliche Erdung einerseits der PEN-Stützung und andererseits verbessert sie den Potentialausgleich (Potentialsteuerung).

    Je nach Bodenverhältnissen genügt dafür durchaus ein Kreuzerder (oder mehrere, wenn - z.B. wegen der Raumhöhe - die nötige Länge nicht erreicht werden kann).

    Wenn nicht, würde man jedoch (außer vielleicht bei Felsboden) vorzugsweise Tiefenschlagerder errichten, statt eines nachträglichen Ringerders (dessen Aufwand wäre schließlich sehr hoch - aber wenn Du es bezahlst...).

    Machen nicht, aber haben schon. ;)
    Auch wenn ich 16mm² nehmen würde (das ist aber abhängig vom stärksten vorkommenden Außenleiterquerschnitt).
    Elektrochemisch ist das überhaupt kein Problem. Notfalls gibt es auch Korrosionsschutzbinden, falls die Verbindungsstelle in dauerhaft feuchter Umgebung zu liegen käme.
    Kannst aber genausogut auch verzinkten Rund- oder Bandstahl nehmen.

    Viel wichtiger ist, die Durchtrittsstelle durch die Bodenplatte zu schützen!!!
    Denn wenn, fault er dort ab, aber nicht am Elementeübergang...

    Über die Funktionstüchtigkeit des Erders gibt eine Messung Aufschluß. Gerade in einem TN-C ist die (zumindest behelfsmäßig) sehr einfach auszuführen.

    Fazit:
    Mehr Vertrauen in Deine EFKe!
     
  5. Tatze

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    Hallo,

    danke für die Antwort. Natürlich drücke ich mich Laienhaft aus, ich bin ja kein Elektriker. Wenn ich den Kasten mit den Bildern bei Wikipedia vergleiche handelt es sich um TN-C-S, war ja offen der Kasten, als das EWB die Zusatzklemme montiert hat.

    Der Boden hier ist Lehmboden mit Grundwasserstand ca. 1,5-2m unter der Grasnarbe. Der Erder soll laut Elektriker im Außenbereich (hinter der Hauswand) eine Spaten tiefe im Boden versenkt werden (also der Kopf des Erders). Der Erder wäre dann später also nicht mehr zu sehen und steckt 2m + Spatentiefe in der Erde. Daran soll ich dann einen Schutzleiter mit 10mm² anschließen und den zum Potentialausgleich führen. So hat er es mir gesagt. Ich kann jetzt die Verbindungsstelle noch mit so einem Dichtband umwickeln (ich weiß grade nicht mehr wie das fiese Zeugs heißt).

    Antennen auf dem Dach sind nicht geplant. SAT-Schüssel hängt an der Außenfassade (das soll auch so bleiben). Einen Blitzableiter gibt es nicht. Hier stehen aber 5 Eichen welche alle höher als das Haus sind auf dem Grundstück so 6 Meter vom Haus weg. :D
     
  6. #6 Rudolf Rakete, 18.10.2011
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    Eiche weiche, Buche suche..........:D
     
  7. Julius

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    In dem Fall würde ich lieber einen Kreuzerder mit angeschweißter Bandstahlfahne verwenden und diese dann entweder erst im Keller oder etwas über der Erdoberfläche (an der Hauswand) mit der weiterführenden Kupferleitung verbinden.

    Aber wieso sollst Du das machen...?
     
  8. Tatze

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    Hallo,

    ich habe den Elektriker gefragt, was ich tun kann, um bei der Installation etwas zu sparen. Ich habe nun einen Kreuzerder mit 2 Meter Fahne installiert. Der Elektriker hat ihn gemessen und getestet und für gut befunden. :D
     
Thema: Nachträgliche Erdung eines Altbaus
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