Nachträgliche horizontale Abdichtung Bodenplatte

Diskutiere Nachträgliche horizontale Abdichtung Bodenplatte im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo allerseits! Ich habe eine Frage bezüglich der horizontalen Abdichtung der Bodenplatte gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Es gibt zwar...

  1. jomu75

    jomu75

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    Hallo allerseits!

    Ich habe eine Frage bezüglich der horizontalen Abdichtung der Bodenplatte gegen aufsteigende Feuchtigkeit.

    Es gibt zwar schon einige Beiträge zu diesem Thema im Forum, allerdings konnte ich auf meine spezielle Frage keine Antwort finden, sodass ich daher diese neuen Beitrag einstelle.

    Folgende Situation:
    Es handelt sich um einen Neubau. Der Aufbau der Gründung (kein Keller, tragenden Bodenplatte) ist wie folgt:
    • 30 cm Bodenplatte WU 25/30
    • PE-Folie
    • 40 cm Misapor Glasraumschotter
    • 10 cm Lava (0,50)
    • 30 cm Lava (60/120)
    • Flies
    • Erdreich

    Auf der Bodenplatte ist bereits die Sanitärinstallation erfolgt, allerdings wurde auf der Bodenpatte keine Bitumen- oder sonstige horizontale Abdichtung angebracht. Lediglich unter den Mauern. Ich weiß, das ist schlecht, aber jetzt leider nicht mehr zu ändern.

    Die Frage, die ich mir stelle ist nun, ob diese Abdichtung bei diesem Aufbau nötig ist und falls ja, wie ich das nachträglich bewerkstellige.

    Verschiedene Ratschläge habe ich bereits dazu gehört:
    1. Die Sanitärinstallation von der Bodenplatte lösen (genietet) und die Schweißbahnen darunter verlegen.
      -> Das stelle ich mir sehr kniffelig vor und außerdem möchte ich wegen Gewährleistung ungern an den bestehenden Gewerken angreifen.
    2. Sanitär und Elektroinstallation fertigstellen und eine Knauf Katja Bahn (oder ähnliche) daüber legen.
      -> Das finde ich auch schwierig, da die nachfolgenden Arbeiter darüberlaufen, was besonders den Stellen über den Leitungen nicht guttun wird.
    3. Die Isolierung eine "Ebene" höher legen. D.h. Sanitär und Elektroinstallation durchführen, dann wie gewohnt mit Styrodur die Flächen "auffüllen". Dann darüber eine entsprechende "Dampfsperre" einbauen, dann eine Schicht Styropor und anschließend Fußbodenheizung.
    4. Gar nichts machen.

    Wenn die Abdichtung erforderlich ist, klingt für mich Variante c) in der jetzigen Situation am einleuchtensten, bin mir aber sehr unsicher.

    Vielleicht können ja Eure Erfahrungen und Meinungen Licht ins Dunkel bringen?

    Vielen Dank und beste Grüße!
     
  2. Lebski

    Lebski Gast

    5. Da Rohre auf dem Boden eh` Murks sind, mach eine gebundene Schüttung als Ausgleichsschicht. Dann die Katja, Dämmung, Estrich. Das ist eine saubere Lösung. Die Mehrkosten buchst du auf das Konto: An Planung gespart.
     
  3. refa77

    refa77

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    @ Lebski
    Wieso sind Rohre auf dem Boden Murks ?????
     
  4. #4 ecobauer, 29.05.2011
    ecobauer

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    Könnte es sein, dass die Betonart schon für die Abdichtung ausreicht?? Ist immerhin WU!

    Und was steht denn im Bodengutachten zum Lastfall Wasser?
     
  5. #5 ManfredH, 29.05.2011
    ManfredH

    ManfredH Gast

    Dass WU-Beton verwendet wurde, heisst ja noch lange nicht, dass ein absolut wasserdichtes Bauteil entstanden ist - von der Baufeuchtigkeit, die auch im WU-Beton enthalten ist und nicht von heute auf morgen verschwindet, mal ganz zu schweigen.
     
  6. Lebski

    Lebski Gast

    Weil Rohre auf dem Rohboden den Fachregeln für Estrich und Dämmung entgegen laufen. Der Untergrund ist dann nicht ohne weiteres geeignet.
    Es ist nicht Aufgabe des Estrichlegers, die ganzen Installationen auf dem Boden zu verstecken.
    Und im EFH ist eine Abdichtung aRdT. WU alleine hilft nix gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
     
  7. #7 Carden. Mark, 29.05.2011
    Carden. Mark

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    Eine "WU-Konstruktion" im Sinne der WU-Richtlinie beugt sicherlich gegen aufsteigende Feuchtigkeit vor. Kapillar wird hier nicht mehr durchgehen.
    Die zu hinterfragenden Themen sind da eher Bauteilfeuchtigkeit (Problem der ersten bis zu 4 Jahre) und Diffusion.
     
  8. Lebski

    Lebski Gast

    WU Beton ist aber nicht zwingend eine WU Konstruktion
     
  9. #9 Carden. Mark, 30.05.2011
    Carden. Mark

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    Habe ich glaube ich klar herausgestellt
     
  10. #10 Ralf Dühlmeyer, 30.05.2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Eine Dampfsperre ist erforderlich - ja!!!
    Nachweisfrei funktionieren tut das nur mit einer Dampfsperre auf der Bodenplatte.
    Die von Lebski vorgeschlagene Kosntruktion kann eine Lösung sein, sollte aber nachgerechnet werden.

    Warum werden die Rohre nicht "einfach" angehoben, eine Bahn untergeschoben und der Rest normal verlegt??

    Mehrkosten wie oben schon geschrieben als Soll auf das Konto >>Ersparte Planungsleistungen<< verbuchen.
     
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