nachträgliche Schalldämmung Abwasserrohr

Diskutiere nachträgliche Schalldämmung Abwasserrohr im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe einen bisherigen Kellerraum für meine Tochter in einen Wohnraum verwandelt. Problem: in diesem Raum kommt das Haupt-Abwasserrohr...

  1. Powerfrau

    Powerfrau

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    Hallo, ich habe einen bisherigen Kellerraum für meine Tochter in einen Wohnraum verwandelt. Problem: in diesem Raum kommt das Haupt-Abwasserrohr (100mm) des Hauses durch, ca. 1,50m lang, bis es auf einer Höhe von 1.00m über der Bodenplatte das Haus durch einen Mauerdurchbruch verlässt. Es ist ganz einfaches Rohr (braun), dass schon 19 Jahre seine Dienste tut.
    Man hört nur leider das Abwasser, wenn jemand woanders im Haus die Toilettenspülung nutzt oder wenn sonstige Abwässer durchrauschen.
    Von diesem Rauschen wird meine Tochter nachts immer wach.
    Das möchte ich jetzt ändern - aber wie?
    Kann ich mit Spanplatten einen Kasten drumherum bauen und mit Glaswolle füllen? Bringt das etwas? Das Rohr verläuft zwar in einer Aussparung in der Kellerwand aber ein anderes Rohr aus der Küche darüber (50mm) läuft über einen Abzweig hinein. So ist es etwas schwerer heranzukommen.
    Wie kann ich es schaffen, dass meine Tochter die Abwässer nicht mehr hört?
    An die Rohre kommt man nicht heran, sie lassen sich nicht austauschen.
    Danke für Eure Hilfe!
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Wie ist das Rohr an/in der Wand befestigt?

    Hintergrund: Wenn die Schallübertragung direkt vom Rohr auf das Mauerwerk erfolgt, dann kann so ein Kasten kaum Abhilfe schaffen. Er wird zwar den Luftschall dämmen, aber kann die Übertragung über das Mauerwerk nicht verhindern.

    Einfache Mineralwolle ist hinsichtlich Schalldämmung nicht gerade erste Wahl. Es gibt jedoch Matten mit höherer Dichte und besseren (Schall)Dämmeigenschaften.

    Gruß
    Ralf
     
  4. bernix

    bernix

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    Wie Ralf schon schrieb ist das mögliche Ergebnis von den Gegebenheiten abhängig.
    Wir hatten gute Voraussetzungen und konnten durch einen mehrschichtigen Vorbau die Fließgeräusche auf Null reduzieren.
    Nicht reduzierbar waren bzw sind allerdings die direkten Geräusche aus dem Bad durch die Decke. Klappern des Toilettendeckels, Nachfüllgeräusche etc.
    Wir sind massivere konstruktive Maßnahmen notwendig...
    gruss
     
  5. #4 Achim Kaiser, 2. September 2009
    Achim Kaiser

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    ...und *unhörbar* wirds sowieso nicht.

    Man kanns nur mindern und lindern aber nicht eliminieren.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. Peeder

    Peeder

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    :28:


    nix OSB oder Span

    und am besten mit einen " Kasten " aus zweilagigen GK Platten, nee Lage MiWo ums Rohr .



    Peeder
     
  7. bernix

    bernix

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    ....angenommen ich hab ein Schallereignis (zB 30dB linear) und hab ein Material (incl Montage) das eine Schallreduktion um 40dB linear ermöglicht...

    hör ich da noch was?
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Definiere "dB linear"....

    Gruß
    Ralf
     
  9. bernix

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    alle Frequenzen gleichmässig verteilt auf beiden Seiten
     
  10. R.B.

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    und dB bezogen auf was? ;)

    Um Deine Frage zu beantworten, falls sich der Pegel von 30dB auf xxx bezieht, könnten auch 30-40 = -10 noch "hörbar" sein.

    Aber, ich weiß, daß unsere Audiofreaks nur "dB" kennen. ;)

    Gehen wir von Schalldruck aus (dB bezogen auf 20µPa), dann wären
    30dBSPL = 0,00063 N/qm (= Pa)
    -40 dB
    = -10dBSPL = 0,0000063N/qm (=Pa)

    Das wäre für das menschliche Ohr nicht mehr hörbar.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Peeder

    Peeder

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    ein Wow an die Männer der Theorie :28:

    Die Praxis - kam , sah, und siegte .

    Dazwischen montieren. In der Praxis sind diese Verkofferungen ein alltag für mich, auch ohne Messung vorher und nachher . ( nur unabdingbar, wenn es Probleme bei Vermietungen oder Streit geht )

    Bisher immer an die erträglichkeit oder bis zur Verstummung Erfolg gehabt .

    Um es vorweg zu nehmen, es war kein Glück, - vielleicht Erfahrung ?

    d as B ollen Sch.... mit Wasser im freien Fall mit Kurvengas :mega_lol:


    Peeder
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Tja, wir wollen den Mitlesern ja auch was bieten. :D

    Aber Miwo ist nur die zweitbeste Lösung. Bei Deiner Verkofferung trägt die Verkleidung die Hauptlast an der Dämmung. Die MiWo sorgt nur dafür, daß der Zwischenraum zwischen Rohr und Verkleidung "ruhig" bleibt.

    Nichts ist so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  13. bernix

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    ...ok....was jetzt?

    kann man es nur "mindern oder lindern" oder kann man es, günstige Verhältnisse vorausgesetzt, auch ganz weg bekommen....?
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Man kann es so weit mindern, dass das Geräusch im Raum für das menschliche Ohr nicht mehr hörbar ist.

    ABER das setzt voraus, dass das Rohr selbst von der Wand/Decke/Boden entkoppelt ist. Sonst überträgt sich das Geräusch auf diese Bauteile und wird von dort wieder in den Raum eingetragen (die Dämmung der Verkofferung wird quasi umgangen). Hierbei wird die Masse der Wand das Geräusch zwar dämpfen, aber die an sich mögliche Schalldämmung der Verkofferung wird nicht erreicht.

    Bei der Schalldämmung verhält es sich ähnlich wie bei der Entstörung el. Baugruppen. Die ersten paar dB sind einfach....aber irgendwann kämpft man mit viel Aufwand um Zehntel dB.

    Gruß
    Ralf
     
  15. Peeder

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    genau das ist der wundeste Punkt.

    :28:

    Beispiel Wand-( latürlich TB ) 40 dB auf 52 dB iss noch relativ einfach , aber von 52 auf 60dB erfordert den dreifachen aufwand an Montage u. Material . Ab da sind über zwischenlagen mit Blei nachzudenken :shades

    ( daher sind manche Röntgenräume so still )


    Peeder
     
  16. bernix

    bernix

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    Danke :28:

    ...die Zwischenlagen sind bei mir auch drin....allerdings nur eingelegte/gestellte GKP

    gruss
     
  17. Powerfrau

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    Hallo, das Fallrohr wurde damals von der Baufirma durch eine Aussparung in der Außenwand des Kellers verlegt, die Kellersteine sind also press daneben... ;-(
    An das Rohr ist nicht heranzukommen, da es nach oben weiter durchs EG ins DG verläuft - da lässt sich nichts mehr rütteln...
    Soll ich vielleicht Schaumstoff für Akustik-Räume nehmen und doppelt Rigips drumherum?
    Ich möchte unbedingt dieses FAllgeräusch des Wassers minimieren.....
    Danke...
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Das wäre eine Alternative. Es gibt verschiedene Matten die man dafür einsetzen könnte.

    Gruß
    Ralf
     
  19. Peeder

    Peeder

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    ja Ralf, aber wie hast du gesagt , ich kämpfe um zehntel :mega_lol:

    Wir haben hier keinen Kompressorraum, oder ein Messraum .

    Basotect, oder Illbruck , - sündhaft teuere Systeme , meisten für Sichtmontagen , ( Noppen, Pyramiden ect. ) , Anwendungsfälle ganz anderer Art.

    Hier ist der Fall rohr Fall - wo ich mit einen Zehntel des Preises das gleiche erreichen kann.
    Ich kann sowieso nur den Luftschall dämmen, da pack ich doch lieber nee gute Steinwolle rein.


    Peeder
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Da spricht nichts dagegen. Für den genannten Anwendungsfall sollte das mehr als ausreichend sein. Das Problem mit der Befestigung des Rohrs ist ja auch nicht geklärt. Da gehen die Zehntel sowieso schnell baden.

    Gruß
    Ralf
     
  22. Powerfrau

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    Hallo,
    dann werde ich es mit den Schaumstoff-Akustik-Matten versuchen. Bei dem Gedanken an Mineral- oder Steinwolle juckt es mich jetzt schon überall :mega_lol:
    Wegen Peeder mach ich dann auch Rigips drumherum.
    Danke für Eure Unterstützung!
    Guts Nächtle
     
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