Nachträgliche Schallschutzmaßnahme Wohnungstrennwand

Diskutiere Nachträgliche Schallschutzmaßnahme Wohnungstrennwand im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Ich suche nach einer Möglichkeit eine Wohnungstrennwand in einer Etagenwohnung auf der sog. Passivseite gegen die Geräusche auf der Aktivseite...

  1. aegidie

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    Ich suche nach einer Möglichkeit eine Wohnungstrennwand in einer Etagenwohnung auf der sog. Passivseite gegen die Geräusche auf der Aktivseite weiter abzuschirmen. Die vorhandene neu gebaute Trennwand ist eine Metalldoppelständerwand mit beidseitiger 2-lagiger Beplankung mit Gipskartonplatten. Es sind eigentlich zwei Wände mit einem Hohlraum dazwischen. An meiner Wandseite befindet sich eine Treppe in die obere Etage und so habe ich dort nur 4cm Raumtiefe für weitere Dämmmaßnahmen.
    Also noch eine Vorwand passt dann wohl nicht mehr und zuviel Gewicht will ich auch nicht einbauen.

    Meine eigenen Ideen sind:
    Füllung des Hohlraums zwischen den Trennwänden mit isofloc oder ähnlichem
    Dämmmaterial?
    Ganzwandiges Aufkleben von Schalldämmplatten z.B. Hawaphon? Aber was kommt dann auf die Hawaphon-Platte bei nur 4 cm Bautiefe?
    Streichen der Wand mit dämmenden Materialien Floxxan oder Lehmputz?

    Das sind so meine Ideen, aber kann man mit einer dieser drei Maßnahmen überhaupt Schalldämmung für die Passivseite erreichen?

    Ich bin für jede Antwort dankbar und vielleicht gibt es ja noch andere Methoden, als die drei von mir genannten.

    aegidie
     
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  3. Peeder

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    Es ist erst mal eine Überlegung wert, ob die Geräusche von der Wohnungstrennwand oder von den Flankierenden Wänden,Decken und Boden kommen.


    Peeder
     
  4. aegidie

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    Hallo Peeder,
    danke für Deinen Beitrag zu meiner Frage. Ja, flankierende Bauteile sind auch ein Grund für die Schallübertragung. Ich habe ein Schallschutzgutachten vorliegen. Die Wohnungstrennwand hat gute Werte erreicht und der Fußboden sogar Spitzenwerte (trotzdem höre ich jeden Schritt, jedes Wort und jede Tür die nebenan geschlossen wird, ist schon eigenartig). Als ein Schallüberträger wurde die gemeinsame Decke beider Wohnungen geortet. Diese Decke ist bei mir nur noch ein Restbestand von ca. 4 qm, da ich einen Deckendurchbruch in das folgende Stockwerk habe vornehmen lassen. Der Gutachter empfahl, ein federnde Abhängung einer Gipskarton-Unterdecke mit Einlage von Mineralfaserdämmstoff an diese Restdecke anzubringen. Das werde ich dann wohl auch vornehmen lassen, obwohl mir auch hier eine leichtere Bauart lieber wäre. Ich möchte jedoch in diesem Arbeitschritt auch die eigentliche Trennwand wenigstens um 2dB verbessern, 55 dB wurden gemessen, hört sich zwar gut an, aber meine Nachbarn sind leider sehr laut oder meine Ohren einfach zu gut.
    Vielleicht lässt sich da ja noch was verbessern, nach wie vor bin ich für jeden Tip dankbar.

    aegidie
     
  5. Peeder

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    Hallo

    (Masse ist klasse )

    Bleikaschierte Gipsplatten auf die Wand aufbringen, darauf achten, das umlaufend ein Dämmstreifen eingelegt wird, das bring´s für die Wand.

    Oder 2 Lagen GK, speziele z.B. LaSound ( lafarge ) die Blaue ( rigips ) oder Piano ( knauff )


    Peeder
     
  6. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Also Schritte und Tür hätte ich bei dem geschilderten Sachverhalten verstanden. Nur jedes Wort?

    Da sollte man mit dem (einem) SV für Schallschutz mal genauer festlegen wie die Übertragung und Weiterleitung ist. Irgendwo ein Megaphon-Effekt?
    Was schlägt denn der SV vor als mögliche Verbesserungsmaßnahmen?
     
  7. aegidie

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    Hallo Peeder,

    danke für die guten Tips. Ich habe mir die von Dir vorgeschlagenen Materialien auf den entsprechenden Seiten angeschaut und das klingt ja sehr vielversprechend. Das mit der bleikaschierten Gipsplatte habe ich jedoch noch nicht so richtig begriffen. Auf der Seite von danogips wird diese Platte als Strahlenschutzplatte beschrieben und als Laie denke ich ja sofort, dass Metall eher leitet als dämmt. Magst Du mir dazu noch etwas erklären? Dank Dir schon mal im voraus.
    aegidie
     
  8. aegidie

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    Hallo PeMu,

    ich habe doch schon ein Schallschutzgutachten vom Fachmann machen lassen. Die Luftschalldämmung der Trennwand hat an allen 12 Meßpunkten 55 dB +/- 1 dB erreicht, die Trittschalldämmung sogar 36 dB, als ein Schallnebenwegüberträger wurde die 4 qm große (durchlaufende) Restdecke
    geortet. Der größte Teil der Decke fehlt bei mir, da ich einen Durchbruch ins oberer Stockwerk habe vornehmen lassen. Was ein Megaphon Effekt ist, weiß ich nicht, Nachhallzeiten jedoch wurden mitberechnet. Für die Restdecke habe ich ja vom SV einen Tip bekommen, für die Verbesserung der Trennwand fiel ihm jedoch auch nichts ein, daher frage ich ja jetzt in diesem Forum.
    Also für Tipps, wie ich eine Trennwand, an der ich jedoch nur 4 Zentimeter Spielraum in der Tiefe habe, schallschutztechnisch verbessern kann wäre ich nach wie vor sehr dankbar.
    aegidie
     
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  10. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Dann bringt doch ein rumprobieren an der Wand nix?!?
    Oder hat der SV mal durchblicken lasen, welche Verbesserung das bringen könnte?

    Oder was soll das mit dem Tipp? Hat der SV keinen Auftrag für Verbesserungsmaßnahmen?

    Mir ist das ganze mit dem Informationsstand etwas suspekt.
     
  11. Peeder

    Peeder

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    mal laienhaft ausgedrückt, die Spezialisten mögen verzeihen.
    Das stimmt im wesendlichen ( 1200m/s) aber durch seine hohe dichte kann der Luftschall das material nur schwer durchdringen. Im übrigen haben wir es ja mit einer biegeweichen
    2- schaligen Wand zu tun, also kann eine höhere Masse nie schädlich sein.

    Der Aufbau einer Doppelständerwand oder eine Vorsatzschale mit Bleikaschierten Platten wurde schon oft bei uns in der Praxis gebaut, und bisher mit guten Erfolg.
    Dabei spielt natürlich der gesamte Aufbau, die Anschlüsse, eine grosse Rolle.
    z.B. ist es besser, mit 2 Lagen 12,5 mm zu beplanken, als mit 1 x 25 mm .
    Allein der kleine Luftspalt zwischen den Platten wirkt sich positiv auf den Schallschutz aus.
    @PeMu
    sicherlich bringt experimentieren nicht viel, wenn man nicht weis, wo man ansetzen muss.


    www.faus.de/fachschaft/media/skripte/Bauphysik_02_SCHALLSCHUTZ.pdf

    Peeder
     
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