Nachträgliche Vertikalsperre Bodenplatte: ja oder nein?

Diskutiere Nachträgliche Vertikalsperre Bodenplatte: ja oder nein? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo, ich habe eine Frage zur nachträglichen Anbringung einer "Vertikalsperre" auf die Bodenplatte bei einem gekauftem 23 Jahren alten...

  1. #1 frankffm, 10. Juni 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Juni 2015
    frankffm

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    Hallo,

    ich habe eine Frage zur nachträglichen Anbringung einer "Vertikalsperre" auf die Bodenplatte bei einem gekauftem 23 Jahren alten Holzständerwerk Haus (ähnlich wie Rumpelheinzel und die 6 Zwerge Häuser). Das Haus ist nicht unterkellert und steht auf einem feuchten, lehmhaltigen Boden. Ich möchte "die Physik" beim Abdichten verstehen und vermeiden das ich mir bei einer Abdichtung Probleme auflade: kann vorhandene/ neu hinzukommende Feuchtigkeit durch das Fundament/ Bodenplatte im Estrich Bereich zu Problemen führen (z.B. durch Kapillareffekte und "Verschluß" der Ausdünstungsmöglichkeit)? Die Balken liegen direkt auf der obersten (Beton) Bodenplatte (3 Stufige, terarssenartige Ausführung), mit einer Bitumenartigen Horizontalsperre getrennt (nur Balken, nicht Rest der Oberfläche). Im Estrich liegt eine Fußbodenheizung. Ob eine komplette Horizontalsperre auf einer der drei Bodenplatten aufgebracht wurde kann nicht mehr herausgefunden werden. Siehe zum Aufbau auch das beigefügte Bild:
    Vertikalsperre.jpg

    Wir mussten schon drei, nicht tragende, bodennahe Balken komplett austauschen und zwei tragende vertikale Balken "ausbessern" lassen. Es gibt drei Hauptgründe für die Feuchtigkeit:
    1) Terrassen (Pflastersteine, Holz) bis an die Balken geführt, mit Gefälle zum Haus
    --> das Regenwasser ist oberhalb der Horizontalsperre direkt unter das Holz gezogen
    Lösung: wir haben die Terrassen zurückgebaut, Gefälle vom Haus weg, eine Kiesschicht (mit Drainage) wird aufgebaut und lassen 5 cm Luft unter den Balken
    2) Schlagwasser (Regen) perlt gegen die Wand, an der Wand herunter und tropft oberhalb der Horizontalsperre unter die vorstehenden Balken
    Lösung: wir bringen rundum eine 50mm Fensterbank an die Balken an, damit das Wasser vom Balken weg fließt
    3) Wasser sammelt sich in der Erde und kann wegen stark lehmhaltigem Boden nicht zügig abfließen
    --> das Wasser "kriecht" die Bodenplatten hoch bis unter die Balken (Horizontalsperre)
    Lösung: wie legen eine Drainage rund um das Haus mit 40 cm breitem Kiesbett

    Nun zu meiner Frage: soll ich noch eine nachträgliche Vertikalsperre (15 - 30 cm tief) auf den beiden obersten Bodenplatten anbringen bevor ich die Drainage zuschütte? Ich habe die Befürchtung das damit schon eingeschlossene Feuchtigkeit und neue (Kapillareffekt durch Beton?) nicht mehr abziehen kann und in den Estrich eindringt (trotz diffusionsoffener Abdichtung). Ob die Bodenlatte unterhalb des Estrich Horizontal abgedichtet ist kann ich nicht mehr feststellen. Zu diesem Problem konnte mir noch kein Fachmann eine sichere Auskunft geben... Was könnte passieren, auf was sollte ich achten? Momentan neige ich dazu ohne fundierte Aussage nicht abzudichten und falls doch dann ist mein Favorit derzeit Dichtschlämme oder EPDM Folie, Kunststoff ist außerhalb des Budgets.

    Vielen Dank,
    Frank
     
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  3. #2 Thermograf, 14. Juni 2015
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    Sorry,


    ganz ehrlich, mit der erklärung deinerseits, und deiner Zeichnung kann ich wenig anfangen.
    Wenn die Holzbalken auf Beton liegen, Beton selbst zieht kein Wasser, eine Horizontalsperre im Beton wäre mir neu.

    Wenn ich es richtig verstehe dann drückt dir das Wasser zwischen verschiedenen Betonteilen in den Keller?
    Sprich diese wurden stumpf zusammen betoniert? Wenn dem so ist, wäre eine Verpressung mittels PU-Harz eine möglichkeit.
     
  4. #3 Halbwissender, 14. Juni 2015
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    Wer sagt das in Beton grds. keine transportierenden Kapillare enthalten sind?
     
  5. frankffm

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    Danke für die Antworten. Wie schon beschrieben habe ich keinen Keller. Die Frage ist einfach ob ich beim vertikalen Abdichten der obersten 30 cm, z.B. mit Dichtschlämme Probleme einhandeln kann.

    Das Beton sehr wohl "zieht" kann ich sehr gut nach Regenfällen beobachten wenn von der Seite das stehende Wasser (Drainage noch nicht fertig) nach oben "kriecht"...
     
  6. #5 Alfons Fischer, 15. Juni 2015
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    auf welchem Niveau liegt denn Gelände-Oberkante? Die gezeichnete Geländeoberkante scheint, wenn man der Beschreibung folgt, ja nicht die tatsächliche Gelände-Oberkante zu sein..
    Haben Sie ein paar Fotos von außen, damit man sich dieses Detail vorstellen kann?
     
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