Nahtstellen bei gegossenen Kellerwänden

Diskutiere Nahtstellen bei gegossenen Kellerwänden im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Wir bauen ein Einfamilienhaus mit recht grossem Keller. Der Kellerbauer hat die Aussenwände gegossen mit Ortsbeton. Um Schalungselemente zu...

  1. #1 core_man_2000, 28.12.2004
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    Wir bauen ein Einfamilienhaus mit recht grossem Keller. Der Kellerbauer hat die Aussenwände gegossen mit Ortsbeton. Um Schalungselemente zu sparen, hat er das in 2 durchgängen gemacht: erst eine Hälfte (sozusagen links) eingeschalt, gegossen, dann die zweite Hälfte. Dadurch ist nun ein nicht-monolithisches Bauwerk entstanden. Wir haben nun Bedenken wegen der Nahtstelle. Welche Massnahmen muss der Kellerbauer treffen (bzw. getroffen haben), damit die Nahtstellen 100%ig dicht und genauso unempfindlich sind wie der Rest der monolithischen Kellers?
    Wie kann ich das überprüfen?
    Danke
    Joey
     
  2. #2 O-B-W, 28.12.2004
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2004
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    ....es ist kein problem den keller in mehreren abschnitten zu betonieren. wenn die fuge fachmännisch (mit arbeitsfugenband) ausgeführt ist, hatt es evtl. vorteile, an dieser stelle können sich dann spannungen leichter abbauen. die dichtigkeit ist auch kein problem, wie schon gesagt arbeitsfugenband mit einbauen und außen dann mit elastischem material (gewebespachtelung auf bitumenbasis) abdichten.

    ....irgendwo steht doch geschrieben, das bei betonwänden in bestimmten abständen eine dehnungs-, bzw. arbeitsfuge eingebaut werden soll, oder?

    lang ist´s her :winken
     
  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Beton schwindet beim Abbinden ... so ein Keller hat gleich mal 40-X laufende Meter ... es gibt nix schlimmeres als so nen Keller in einem Stück zu schalen & betonieren und womöglich am nächsten Tag auszuschalen (!) ... die Folge sind stets Risse im Fensterbereich (die schwächste Stelle in der Fläche)
    .
    "den" Keller in verschiedenen Abschnitten herzustellen nennt man in der Fachsprache "TAKTEN" ... z.b. bei einer Weisse Wanne fängt man im Eck an und maschiert 6-7m in jede Richtung ... "dort" wo dieser Takt endet erstellt man in der fachsprache eine "TAKTFUGE" ... dabei läuft die innere und äußere Bewehrung mindest 75cm weiter und Wandmittig führt man ein aufgehendes Fugenband (Fugenblech) hoch das zur Hälfte der Breite im Ersten Takt und die andere Häfte im 2 Takt einbetoniert wird ... "natürlich" fachmännisch am Fugenband der Bodenplatten angeschlossen ... und natürlich wird vor erstellen des 2 Taktes dieses Fugenband pingelig sauber gereinigt und dieses Taktfugenband lässt man so ca. 10cm in die Decke
    stehn damit´s nicht hinterlaufen werden kann (!)
    .
    "ahja" kein Weisse Wanne dann ist auch kein Taktfugenband nötig "DA" die Kellerwände ohnehin nach DIN 18195 abzudichten sind (!)
    .
    "und" zu guter letzt ein Foto damit man sich des bildlich awengerl vorstellen kann (!)
     
  4. #4 core_man_2000, 29.12.2004
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    Vielen Dank.
    da wir keine weisse Wanne haben, kann ich dem Kellerbauer also auch nicht den Hals umdrehen, weil er kein Taktfugenband eingebaut hat, das hätte ich gemäss dem Foto ja erkennen müssen. Er hat aber was von Quellband gesprochen. Das soll im falle von Feuchtigkeit aufquellen und ein Eindringen verhindern.
    * ist das wahr, bzw eine sinnvolle Massnahme? Die dichtung kommt doch aussen drauf?
    * wenn sie sinnvoll ist, wie erkenne ich, dass sowas in der Tat gemacht wurde?

    Danke!
     
  5. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "mmmh"

    Ihr letzter Beitrag stimmt mich nachdenklich:

    • Welcher Boden steht an ... Stichwort Lastfall Wasser (?)
      .
    • Welche Abdichtung nach DIN 18195 kommt zur Ausführung (?)
      .
    • Welcher Schutz für diese dauerhaft erfoderliche Abdichtung kommt zur Ausführung (?)
      .
    • Mit welchen Erdmaterial wird die Baugrube verfüllt (?)
      .
    • Lassen Sie uns teilhaben an den erwähnten Foto mit dem Quellband (?)
      .
    .
     
  6. #6 core_man_2000, 29.12.2004
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    Also...

    Zum Boden: der ist unkritisch, es ist ein Neubau Gebiet (an die 100 Baugruben!), daher kann man gut vergleichen. Wir haben eine Drainage, die meisten haben keine. Weisse Wanne hat keiner.
    Zum Verfüllen soll der Aushub verwendet werden, womöglich noch Recycling Material.

    Zum LV Keller:
    Von DIN 18195 steht da nix.
    Was drin steht:
    Bodenplatte WU Beton, Pentaflex Fugenband (das ist drin, hab ich gesehen).
    Aussenwand: auch WU Beton C20/25 DIN EN206-1 und 1045-2 (sind mir alles bömische Dörfer)
    Abdichtung: Bitumen Emulsion einfach, darauf Perimeter Dämmung Polystyrol.

    Mit dem Foto hab ich Ihres gemeint, das sieht so aus wie das Fugenband zwischen Boden und Wand. Aber es war eben kein Fugenband zwischen den Takten zu sehen.

    Ein aktuelles Foto muss ich jetzt erst noch machen, ob da dann ein Quellband zu sehen ist, weiss ich jetzt noch nicht.

    Wenn Sie schreiben: 'die kellerwände sind ohnehin nach DIN 18195 abzudichten': Ist das dann automatisch Standardmässig im LV enthalten?

    Danke!
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "der Leistungstext"

    klingt gar ned mal so schlecht ... "wenn" das Pentaflex wirklich im Bodenwandanschluß vorhanden war dann frag ich mich warum man des bei der Taktfuge "nicht" einfach hochgezogen hat (!)
    .
    "aber" jetzt wird´s awengerl spannend Beton C20/25 ist nach DIN EN 206-1
    allenfalls als Außenbauteil mit min. 26o kg/m3 anzusehen ... sprich "KEIN" WU-Beton dafür hätt es die Sorte XC4 C25/30 gebraucht "plus" des wär dann nach neuer Norm eine BII Baustelle sprich Überwachungsbeton ... "und" nun ???
    .
    "wenn" C20/25 auch verwendet wurde dann können wir getrost eine Abdichtung nach DIN 1045 Weisse Wanne ausschließen ... "dann" kommt´s jetzt auf die Abdichtung nach DIN 18195 drauf an (!)

    Welchen Boden haben Sie nun? Lehmboden/Kiesboden/Sandboden o.s. ???
    Bitumen Emulsion <--- da sollte man einhacken für welchen Lastfall wieviel kg/qm von dem Zeug bzw. Stärke ... mit Vlies nach Herstellerangabe ??? welcher Hersteller uswusf. ???
     
  8. #8 simones, 15.03.2005
    simones

    simones Gast


    Hallo Josef,

    sehe ich etwas anders. Was ist denn mit der Bodenplatte einer Weissen Wanne. Die ist z.B. 12.5 mal 9 Meter. Die wird in einem Stück gegossen. Wo ist denn da deine Trennfuge? Warum soll ich bei der Wand der Wanne drauf achten, bei der Bodenplatte wiederum nicht?. Ich denke, es ist besser in Einem durchzubetonieren, als daß ich da Trennfugen habe. Sollten Risse entstehen, kann ich die im Nachhinein verpressen oder der Beton heilt sich selber.

    Die Argumentation Trennfugen in die aufgehenden Wände einztubrigen, aber die Bodenplatte durchgehend zu betonieren, kann ich nicht verstehen. Dann bitte auch Trennfugen in die Bodenplatte .... :motz


    Viele Grüße :winken
     
  9. Josef

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    "wieviel"

    Stahl haste in der Bodenplatte (qm/kg) und wieviel haste in den Wänden ... "und" wieviel Störungen (Fenster) haste in der Bodenplatte ??? ... wieviel Zwänge haste wohl in den Wänden ... Stichwort: "Anschlussbewehrung" na siehste Kellerumfassung in einem Sitz = Unfug (!)
    .
     
  10. #10 simones, 15.03.2005
    simones

    simones Gast

    :Roll
    Ja, iss nen Argument, könntest Recht haben ..... :Roll
     
  11. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "und"

    3mal Recht bekomme ich wenn ich mir "IHREN" Grundriss dazu anschaue:
    .
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=6067
    .
    in einem Guss = "NÖ" (!)
    .
    Ps. da gibt noch "einen" weiteren Zwang der Kellerwände bei Ihnen ... nämlich der der einseitigen Wand zum Bestand (!)
    .
     
  12. #12 simones, 08.04.2005
    simones

    simones Gast

    Entgegen der dringenden Empfehlung von Josef, den Keller von uns nicht in einem Arbeitsgang zu erstellen, hören wir auf den Statiker, der sagt : KEIN PROBLEM. Es gibt zwei Taktfugen und zwar an den Stellen, wo die Kellerwand zum Kellerabgangsbereich übergeht. Genau an den zwei Übergängen wird getaktet, sonst nicht.

    Ich bin selber mal gespannt, was passiert, das Resultat werde ich in einer Woche, oder 1.5 Wochen hier einstellen.

    Warum wird nichts pasieren (sagt der Statiker) : Die Wände sind 25 cm dick, es wird gut verdichtet und es wird alles schön lang in der Schalung belassen.

    Ich drück die Daumen ..... bis dann .... wenns Risse gibt, ziehe ich denen die Ohren lang :boxing
     
  13. #13 simones, 18.04.2005
    simones

    simones Gast

    Tja, heute war es soweit. Die Innenschalung wurde abgebaut. Anbei einige Fotos. Es gibt KEINE Risse, soviel kann ich nach der ersten Besichtigung sagen. Ich werde aber wohl warten müssen, bis die äußere Schalung abgenommen ist.

    Ich möchte ganz gerne mal die Meinung zu den Fotos wissen. Gibt da ein paar Stellen, die mir nicht so gut gefallen. Das hat aber nichts damit zu tun, daß in einem "Guss" gearbeitet wurde. Wie gesagt, es gibt keine Risse, aber die Stellen machen mir ein bisschen Sorge. Wie isses zu sehen?
     
  14. #14 simones, 18.04.2005
    simones

    simones Gast

    Zur Info : Betoniert wurde mit Bombe und Rüssel. Beton überall 0/16er, ohne Anschlussbeton. Sorge bereitet mir der "Sockel". Es scheint so, als hätte sich der Beton hier entmischt. Ich hoffe, daß die Außenseite anders aussieht.
     
  15. Josef

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    Bild 3 ... sieht so aus als wenn die Bodenplatte mit ner 3-5cm Aufkantung betoniert wurde ... ist(war) das so ???
    .
     
  16. #16 simones, 18.04.2005
    simones

    simones Gast

    sorry, aber zur Aufkantung kann ich nichts sagen.
    Das Problem besteht aber nicht überall. Es ist bei 2 Wänden, fast auf die gesamte Länge. Andere Wände/Boden sind in Ordnung.
     
  17. #17 simones, 18.04.2005
    simones

    simones Gast

    Aah, jetzt ist der Groschen gefallen ; AUFKANTUNG, sags doch gleich :lock :lock :lock .

    Nein, daß ist optisch bedingt, es sieht nur so aus. Ich glaube, daß sind die Feinteile aus dem Beton, die sind unten an der Schalung rausgeflossen und haben sich festgesetzt. Das sieht jetzt halt so aus wie ne Aufkantung.

    Gleich kommt ein weiteres Bild.
     
  18. #18 simones, 18.04.2005
    simones

    simones Gast

    Bild 1 zeigts nochmal besser aus einer anderen Perspektive. Bild 2 zeigt, wie schnell der Arbeiter das ganze in meiner Abwesenheit zugeschmiert hat, damit man nichts mehr sieht :D . Tja, da war ich schneller.


    Frage : Problem? Morgen wird die Außenschalung abgenommen, wenn dort auch so was zu sehen ist, dann sehe ich aber schwarz. Wenns da schön glatt ist, dann sehe ich keine Probleme mehr.
     
  19. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    mir fallen 2 Dinge ein warum ein Beton im Anschlussbereich entmischt bzw. warum solche Kiesnester entstehen:
    -
    a.) Schütthöhe überschritten (!)
    .
    b.) Kein Anschlussbeton (Feinbeton) der Körnung 0-8mm verwendet (!)
    .
    Bild 2 da wurde schon manipuliert sprich verschmiert (!)
     
  20. #20 simones, 18.04.2005
    simones

    simones Gast

    Sehe ich auch so. Ganz genauso.

    Frage : 1.) Wenns an der Außenseite nicht so aussieht, kann man das dann dabei belassen?

    Frage : 2.) Wenns auch an der Außenseite so aussieht ( ich wills nicht hoffen), was tun??? Vor allen Dingen was tun bei dem Anbau (DHH), da kommt man nur von innen hin.

    Ich will meinem Rohbauer, mit dem ich recht gut auskomme, nicht zusehr auf die Nerven fallen. Andererseits will ich ne dichte Wanne haben. Das Problem ist, man kann nicht sagen, wie tief der Schmarrn da rein geht. Isses nur oberflächlich oder doch tiefgreifend?
     
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