Nasse Zwischensparrendämmung

Diskutiere Nasse Zwischensparrendämmung im Dach Forum im Bereich Neubau; HILFE - Jeder erzählt hier zu diesem Problem etwas anderes :mauer Wenn's euch nicht langweilt, würde ich Euch mal die ganze Geschichte von vorn...

  1. Andi81

    Andi81

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    HILFE - Jeder erzählt hier zu diesem Problem etwas anderes :mauer

    Wenn's euch nicht langweilt, würde ich Euch mal die ganze Geschichte von vorn erzählen, vielleicht könnt ihr mir den entscheidenden Tip geben.

    Wir haben uns im März letzten Jahres eine rohbaufertige DHH gekauft und den Innenausbau - einschließlich Dachausbau in Eigenleistung bewältigt. Das Dach ist ein Pfettendach mit 18cm starken Sparren. Was vielleicht noch wissenswert sein könnte: Dacheindeckung mit Betondachsteinen, Dachlattung und diffusionsoffener Unterspannbahn mit Stoßüberlappung.

    Beim Ausbau wurde 160mm Klemmfilz von Isover (Rolle) verwendet, dann die Dampsperrfolie aufgetackert, Stöße und Anschlüsse verklebt, an den Seiten zum Mauerwerk Primur gezogen. Dann eine Lage GK auf Konterlattung aufgebracht, gespachtelt, tapeziert -> fertig.

    Beim nachträglichen Ausbau des Spitzbodens stellten wir erschreckt durch Zufall fest - das Teile der Zwischensarrendämmung tropfnass sind. Und nun geht das ganze Chaos los:

    Aussage von befreundeten Trockenbauern: Da ist keine Luftzirkulation zwischen dif. Unterspannbahn und dachdämmung, deshalb schwitzt das alles. Ratschlag: Schrägen abreisen, Sparren aufdoppeln, somit wirde ein zusätzliches Luftpolster geschaffen, das die Ablüftung ermöglicht.

    Aussage vom Trockenbauers des Bauträgers: Kein Stress. Die Lattung unter den dachsteinen ermöglicht genügend Ablüftung. Die Wolle trocknet im Sommer wieder ab.

    Aussage des Bauträgers: Keine Ahnung warum die Wolle naß wird, evtl. ein Leck in der Dampfsperrfolie (kann ich aber ausschlissen!!!)

    Könnt ihr weiterhelfen - braucht ihr zum Bau noch Info's die hilfreich sind?

    Was kann ich tun um den Aufwand in Grenzen zu halten?

    Mfg Andi
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 23. Januar 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Der Trockenbauer soll weiter trocken bauen, aber nicht von Dingen reden von denen er (anscheinend) keine Ahnung hat.

    Wieso sind Lecks in der DS auszuschliessen?? Eigenleistung??

    BDT machen und wundern - würde ich tippen.
     
  4. Dachi

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    Das kann schon sein. Primur richtig verarbeitet? Wenn ich das richtig lese, muss ja ne Decke/Boden drin sein. ANSCHLÜSSE richtig ausgeführt.
    Wie RD schreibt. Test machen und wundern.
     
  5. Andi81

    Andi81

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    Was ist an der Aussage des Trockenbauers falsch??? (Ich bin bloß Laie - sorry), DS war auch Eigenleistung - hab ich eigentlich sehr genau genommen. Was ist BDT - dieser Blowerdoortest?

    Primur hab ich eigentlich auch reichlich geklebt - sogar mit Anpresslatte (braucht man ja laut Beschreibung nicht)

    Soll ich wirklich die ganze Schräge wieder aufmachen?
     
  6. Andi81

    Andi81

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    @Dachi: Kannste mir mal kurz erklären, wie das mit der diffusionsoffenen Unterspannbahn mit Überlappung funzt? Weil meine Dämmung ist teilweise an dieser welcher festgefrohren. Auch machen mir die Bretter meiner Sichtschalung (Dachkasten der Dachschräge) kopfzerbrechen -> Brett um Brett laufen über das erste Sparrenfeld (zwischen Unterspannbahn und Dämmung) ist das normal? Weil dort wird doch auch die Luftzirkulation geschwächt...
     
  7. Andi81

    Andi81

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    Keiner von Euch ne Idee???:Baumurks ???
     
  8. operis

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    Ja klar, hol Dir Sachverstand. Wenn Du Ihn schon nicht zum Bauen geholt hast, dann eben jetzt zur Fehlersuche.

    Hier im Forum wirst Du die Lösung nicht entdecken, da niemand die Situation auf der Baustelle kennt.

    Aber wenn ich schon höre, das die Dämmung an der Sichtschalung angefroren ist, dann sind das nicht nur ein paar Tropfen Wasser.


    operis
     
  9. #8 Ingenieuse, 23. Januar 2009
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    Wie sieht denn der Zugang zum Spitzboden aus?

    Oft wird vergessen, die Luftdichtigkeitsebene im Bereich der Schubtreppe ebenfalls auszubilden.

    Bei nicht gedämmten Spitzböden hat das dann folgenden Effekt:

    Die feuchte Luft des Hauses steigt im Bereich der Treppe nahezu ungehindert in den Spitzboden (Kaminwirkung) und kondensiert dort. Die Sparren im Spitzboden dürften dann
    auch gut naß sein, Wasser tropft dann wieder runter und durchnäßt die Dämmung!
    Schimmel läßt dann auch nicht lange auf sich warten.

    Nicht wundern, da können große Wassermengen zusammen kommen.


    Abhilfe ist zu schaffen, indem man den Spitzboden ebenfalls dämmt und die Luftdichtigkeitsebene herstellt.

    Gruß Ingenieuse
     
  10. Andi81

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    Aber da ist doch diese Idee von meinem Trockenbau-kumpel eigentlich gar nicht so doof, oder? Auf die Sparren z.B. noch ne Dachlatte aufschrauben und erst darauf die Folie tackern. Dann wären ja zusätzlich nochmal 3-4 cm Hinterlüftung dazugekommen.
     
  11. Andi81

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    Die Zwischensparrendämmung ist von der Fußpfette (befindet sich am Fußboden des DG) bis zum Dachfirst (Spitzboden überm DG) ausgebildet -> Spitzboden ist eigentlich bestens gedämmt, hat aber weder Heizung noch Fenster, da er nur als Speicher genutzt wird.

    Die Zwischendecke zwischen DG u. Spitzboden ist gedämmt, die Luke der Bodentreppe ist mit ner 2. "Tür" mit 10cm-Styropor gebaut.

    Auch im Spitzboden ist eine Dampsperrfolie aufgetackert und verklebt.
     
  12. Ingenieuse

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    Ist die Dampfbremse wirklich lückenlos verklebt worden?

    An Durchdringungen, Übergang im Bereich Kehlbalkenlage, Anbindung Dachflächenfenster u.s.w.
    wird oft geschlampt.

    Es hilft nur eins: Fehlstellen suchen!
     
  13. operis

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    Die Idee ist genausogut wie Topfschlagen im Minenfeld.


    operis
     
  14. Andi81

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    Habe eigentlich alles nach Anleitung gemacht. Trotzdem macht mich diese Nässe Zwischen diffusionsoffener Unterspannbahn und Dämmung stutzig.

    Mal noch ne andere Idee: Haben beim Einbau die Dämmung über den Firstbalken herung von einer Dachschräge in die nächste herumgelegt. Kann es sein, das dadurch die Entlüftung gestört ist (das die Luft nicht durch die "Entlüftungssteine" auf der Dachspitze entweichen kann?) Was passiert, wenn an irgenteiner stelle die Luftzirkulation durch evtl. zu dich gestopfte Wolle behindert wird? z.B. Übergang DG zum Spitzboden an der großen Pfette ist die Wolle nicht angeschrägt worden sondern durchgeführt.
     
  15. Andi81

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    Kannste auch mal was schlaues zu dem Thema beitragen oder kommen von dir nur dämliche Sätze?:motz

    Ich hatte eingangs schon erwähnt, das ich nur Laie auf dem Gebiet bin! Sorry, das ich mich da an dieses Forum wende.
     
  16. Ingenieuse

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    Der Mindest-Lüftungsquerschnitt nach DIN sollte natürlich da sein, die Luftschicht ist aber
    andererseits auch nicht dazu da, immer wieder klatschnasse Dämmung zu trocknen.

    Die Dämmung darf gar nicht erst so naß werden. Da wären wir wieder bei der Suche der Fehlstellen in der Dampfbremse.

    Welche Folie wurde denn verwendet?
    Dampfbremse oder Dampfsperre?
    Bei einer Dampfsperre kann sogar völlig auf eine Belüftungsebene verzichtet werden.

    Ingenieuse
     
  17. Andi81

    Andi81

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    Dampfsperrfolie Alujet Topjet DIN 4102 B2. aber wenn man bei einer Dampsperrfolie auf die hinterlüftung verzichten kann, wie trocknet dann die Wolle wieder ab?
     
  18. Ingenieuse

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    Fällt mir gerade noch was praktisches ein:

    Nochmal auf Schnee hoffen und Dachfläche beobachten und per Foto festhalten.

    Nasse Dämmung bedeutet nahezu keine Dämmwirkung, d.h. Wärmebrücke!

    Kann man sehr schön an beschneiten Dächern beobachten. Ruhig mal öfter drauf schauen, um Fehlinterpretationen z.B. durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

    In Bereichen, in denen der Schnee zuerst weg ist, oder gar nicht erst liegen bleibt, stimmt was nicht.

    Stellen nachhalten und im Frühjahr vielleicht erstmal von außen auf die Suche gehen.


    Ingenieuse
     
  19. Ingenieuse

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    Bei einer Dampfsperre ist der sd-Wert so hoch, das keine Luft hindurchdiffundieren kann.
    Ergo kann auch keine Feuchtigkeit in die Wärmedämmung gelangen.
    Es sei denn, sie gelangt durch die angesprochenen Leckagen hinein. Wo wir wieder bei den Fehlstellen wären.

    Ingenieuse
     
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  21. operis

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    Ich zitier mich mal selbst als Beweis, das ich nicht nur dämliche Sätze kann, aber was Du hier suchst, das wirst Du nicht finden.

    Erst nagelt Ihr die Hütte zusammen wie Sauerbier und jetzt ist guter Rat gefragt, weil der Mist nicht richtig funktioniert.

    Schreib doch mal genau...

    1. Welche Dampfsperre? (SD Wert)
    2. Welche Dämmung? (WLG)
    3. Welche Unterspannbahn?

    Alles andere ist Topfschlagen im Minenfeld, aber das hatten wir bereits...


    operis
     
  22. Andi81

    Andi81

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    1. Welche Dampfsperre? (SD Wert)>100m
    2. Welche Dämmung? (WLG) 0,035 (160mm stark)
    3. Welche Unterspannbahn? Keine Ahnung, weil das Haus im Rohbau - wie bereits erwähnt - beim Kauf schon fertig war und ich leider keinerlei Dachdeckerkenntnisse habe.

    Kann mir auch nicht vorstellen, das die Dampfsperre undicht sein soll, denn die Dämmung ist auf der Seite der Unterspannbahn nass und nicht auf der Seite der Folie.
     
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