Nebenkostenabrechnung

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  1. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Hallo,

    Ist jemand von Euch Fit was das Thema nebenkostenabrechnung betrifft?

    Wir haben in einer 74qm² Wohnung mit 2 Personen eine Nachzahlung von knappen 800€.. Ich zweifel dies jedoch an.
    Erschwerend kommt hinzu, dass wir die Wohnung im Winter mit ach und krach auf 20° bekommen, mehr gibt der Heizkörper leider nicht her, ansonsten heizen wir jedoch nicht viel und sind auch sonst nicht verschwenderisch.

    Gibt es hier Profis die sich auskennen?
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2013
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    20° mit Ach & Krach = immer volle Pulle heizen.
    Und sich dann über 800 € Nachzahlung bei DEM Winter wundern?

    :lock

    PS - die Berechungsgrunlagen müssen aufgeführt sein, die zugehörigen Unterlagen musst Du beim Vermieter einsehen können.
     
  4. mastehr

    mastehr

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    Gibt es nur einen für 74 m²?

    Was beinhaltet denn die Nebenkostenabrechnung? Entfallen die 800 Euro nur auf Gas oder Öl? Wie viel Energie wurde verbraucht?
     
  5. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Hallo,

    erstmal: Wir sind Berufstätig, sind so gut wie nie zu Hause. Heizkörper haben wir natürlich in jedem Raum einen (BJ des Hauses: 1996)
    Auch wenn der letzte Winter knackig war: Wenn man das Wohnzimmer NICHT auf 20° aufheizen kann, spricht das nicht gerade für die Gebäudehülle und die verbaute Technik.

    Die Belege habe ich angefragt, ebenso die Herleitung. Manche ermittelte Einheiten erschließen sich mir einfach nicht.

    Die Nebenkostenabrechnung beinhaltet nur die Heiz- und Warmwasserkosten. Energieträger ist Erdgas.
    Was mich auch stutzig macht: Es wurden laut schrieb 30,162 kWh (?) Erdgas verbraucht. diese werden dann auf alle Mieter (4 Parteien) umgelegt, mit einem Faktor X (welcher sich mir noch nicht erschließt!).
    Bedeutet dies im Umkehrschluss nicht, dass wir die Heizkosten der älteren Damen und Herren zu einem bestimmten Teil mit tragen?

    Wie sieht es eigentlich mit der Eichung der Messgeräte aus? Gibt es da Regelungen?
     
  6. mastehr

    mastehr

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    Wie werden denn die Heizkosten bei Euch überhaupt erfasst? Wärmemengenzähler? Verdunsterröhrchen (analog / digital) an jedem Heizkörper? Eigene Therme (wohl eher nicht)?

    Ist das ein Komma oder ein Punkt bei der Zahl der verbrauchten kWh? 30.000 kWh würden einigermaßen plausibel klingen.

    Der Erdgas-Verbrauch wird in m³ gemessen, aber in kWh abgerechnet. Dazu werden die verbrauchten m³ mit dem Heizwert des Erdgases multipliziert (der liegt in Norddeutschland bei ca. 9,5 kWh/m³ und im Süden bei 11 kWh/m³). Der dann berechnete Wert wird anschließend noch mit einer Zustandszahl (~1) multipliziert um Temperatur- und Druckschwankungen zu berücksichtigen.
     
  7. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Hallo und danke für die Hilfe.

    Wir haben hier bei uns in der Wohnung 3 Zähler: Kaltwasser, Warmwasser (Analog), sowie ein digitaler Wärmemesser, welcher Fühler an den VL und RL hat. Bezüglich des Kommas: Stimmt. 30.000 ist korrekt.

    Bei den Verbrauchskosten haben Wir Gesamtkosten von 1007,94€, Summe der Einheiten: 23.418,00. Der Preis wurde hierfür mit 0,043 € veranschlagt. UNSER Anteil soll davon 4.943,00 Einheiten Betragen - und somit einen Betrag von 212,75€. Woher dieser Anteil kommen soll ist mir absolut schleierhaft.
     
  8. mastehr

    mastehr

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    212,75 €? Im ersten Beitrag schreibst Du 800 €!?!

    Stell' doch mal die gesamte Abrechnung ein. Ich werde aus Deinen Angaben nicht schlau.
     
  9. Julius

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    Zuallererst:
    Die Höhe einer Nach- oder Rückzahlung sagt GAR NICHTS aus! Zumindest nicht über die Höhe der Heizkosten.
    Eine Beurteilung derselben ist daher recht sinnlos.

    Interessant ist lediglich die Gesamthöhe der jährlichen Nebenkosten (bzw. eben der jährlichen Heizosten).
    Aus jener UND den geleisteten Vorauszahlungen ergibt sich dann die Nach- oder Rückzahlung.

    Achtung:
    Die tatsächlichen Heizkosten fallen über das Jahr in sehr schwankender Höhe an. Vorauszahlungen werden aber in gleichhohen Monatsbeträgen erhoben.
    Man bildet also in der warmen Jahreszeit ein Finanzpolster für den Winter.
    Das mittelt sich NUR bei einem VOLLEN Abrechnungsjahr aus!
    Zieht man unterjährig ein (oder auch aus), können sich logischerweise GANZ ERHEBLICHE Abweichungen ergeben!

    Daher:
    Wie hoch sind die Gesamtheizkosten für das Gebäude?
    Welcher Anteil entfällt auf Eure Wohnung?
    Um welche Aberechnungsperiode geht es (z.B. Kalenderjahr 2012)?
    Wann seid Ihr eingezogen?
    Stehen/standen andere Wohnungen im Haus zeitweilig leer?

    Dann sieht man weiter.

    Am besten die Abrechnung mal (anonymisiert) hier einstellen.
     
  10. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Hallo Julius,

    du wirst recht haben. Hier mal ein Schnappschuss der Abrechnung, vielleicht wird man jetzt schlauer?

    [​IMG]
     
  11. Julius

    Julius

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    Das Bild wird bei mir nur mit 120x160 Pixeln angezeigt, Text ist daher nicht lesbar.
    Haste mal nen Link zu hoher Auflösung?
     
  12. mastehr

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    Wo steht auf der Abrechnung etwas von Nachzahlung?

    Die Gesamtkosten belaufen sich auf 789,50 Euro. Wie viel habt Ihr davon schon an Abschlägen bezahlt?
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Du musst doch beim Einzug/der letzten Abrechnung die Zählerstände kontrolliert haben und musst wissen (= notiert haben), was die am Tag der Ablesung angezeigt haben!
    Delta muss mit den Zahlen der Abrechnung übereinstimmen.

    Dann gibt es einen Faktor aus Dein Verbrauch/Gesamtverbrauch, eine Abrechnung des Versorgers für den Zeitraum die Summe daraus * Faktor ist Dein Anteil in €.

    So simple
     
  14. mastehr

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    Das Haus hat 93 m³ Warmwasser verbraucht. Dafür wurden 1053,50 € aufgewendet. Die Heizkosten betragen 1679,90 Euro.

    Die Wohnung des TE hat 74,13 m², das gesamte Haus hat 291,88 m². 40% der Kosten werden nach Wohnungsgröße abgerechnet; 60% nach Verbrauch.

    Die verbrauchsbedingten Heizkosten betragen 212,75 Euro.

    Jetzt muss man nur noch die geleisteten Abschläge abziehen und schon hat man die Nachzahlung.

    Ist es heute denn so einfach, das Abitur zu machen?
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Nein, aber im Zuge von G8 ist die eh schon sehr sparsam unterrichtete Lebenspraxis vollkommen weggefallen.
    War und ist ja leider auch nicht Prüfungsfach. Man kann völlig lebensfremd Apretur und StudiRum durchlaufen.
    Prominente Beispiele gibts zu Hauf.
    Von mehr Brutto von Netto bis hin zum ausgeruhten Fliegen.
     
  16. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Tja, 50% der Kosten sind Warmwasser.
    Der TE hat in dem Vierfamilienhaus zwar nur einen Anteil von 75/300 = 25% aber fast 50% vom Warmwasser verbraucht. Das hat was.

    Die Aufteilung in Grundkosten und Verbrauch ist vorgeschrieben.
     
  17. Julius

    Julius

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    So ist es:
    Ihr wart beim Heizen sparsamer als die Nachbarn (21,1% des Wärmebezugs bei 25,4% der Fläche), habt aber weit überproportional Warmwasser verbraucht (47,3% der Gesamtmenge im Haus).

    Das kann entweder an unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten ("Verschwendung") liegen oder an beruflicher Notwendigkeit (zweimal täglich duschen etc.), aber z.B. auch schlichtweg daran, daß die anderen Wohnungen mit weniger als insgesamt 6 Personen belegt sind.

    Jedenfalls ist die Summe von knapp EUR 800,- (zu dem dann noch der Kaltwasserbezug kommt, sowie ggf. weitere Nebenkostenarten) der Gesamtbetrag.
    Hiervon sind Eure schon monatlich geleisteten Vorauszahlungen abzuziehen.
    Nur wenn diese in Summe niedriger waren, ist eine Nachzahlung fällig. Ansonsten könnte es sogar etwas zurück geben.

    Das müßte aber alles in der Abrechnung stehen.
    Zeig mal deren übrige Seiten.


    Zur Frage, woher Euer "Anteil von 4.943 Einheiten" kommt:
    Das ist schlichtweg die Wärmemenge (in kWh), welche der Eurer Wohnung zugeordnete Wärmemengenmesser gezählt hat.
    Insgesamt wurden für alle Wohnungen 23.418kWh geliefert. Der Rest (auf die bezogenen 30.162hWh Gas) ging für Trinkwassererwärmung und Anlagenverluste drauf.

    Diese Betrachtung läßt einen aber stutzig werden, ob der angesetzte Anteil für Trinkwassererwärmung paßt!
    Ich sage, er ist VIEL zu hoch angesetzt.
    Nämlich mit über 38% am Gesamtenergiebezug.

    Aus der Differenz der Summe der Heizungs-Wärmemengenmesser zur eingesetzten Primärenergie bleibt - nach meiner überschlägigen Rechnung - aber nur ein Rest von 22%. Davon gehen sogar noch die Anlagenverluste weg...

    Fazit:
    Die Abrechnung ist angreifbar.
    Offenkundig stimmen die für die Anteilsformel angesetzen Parameter nicht. Vermutlich liegt der Fehler in der mit 60°C zu hoch angesetzten Trinkwassertemperatur.

    Eine Korrektur wäre für Euch klar von Vorteil (eben wegen Eures überproportionalen Verbrauchs an Trinkwarmwasser).

    Meine Empfehlung:
    Solch einer Abrechnung würde ich widersprechen (form- und fristgerecht)!
     
  18. Julius

    Julius

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    Nachtrag:

    Außerdem geht die angewendete Formel (für die Ermittlung des Energieanteils zur Trinkwassererwärmung) von einem - für moderne Anlagen - unrealistisch niedrigen Wirkungsgrad aus.

    Deswegen ist zukünftig deren Anwendung dafür in solchen Anlagen auch nicht mehr erlaubt.
    Stattdessen muß ein Wärmemengenmesser für den Speicherladekreis nachgerüstet werden.

    Ist ein solcher denn inzwischen vorhanden?
     
  19. Kalle88

    Kalle88

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    Er wird dir nicht mehr Antworten, Julius... Die Schmach hat wohl zur Löschung geführt...
     
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  21. Julius

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    Schade. Ich wollte ihm grade den Dreisatz erklären... :angel:

    Immerhin bleibt das Thema von allgemeinem Interesse.
    Denn solch unrealistisch hohen Ansatz der Trinkwassererwärmung findet man öfter.

    Außerdem weist die Abrechnung weitere (kleinere) Schwachpunkte auf.
    Neben der mäßigen Verständlichkeit ist die z.B. der nicht periodengerechte Ansatz der Betriebsstromkosten.
     
  22. mastehr

    mastehr

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    Die Kosten von über 200 Euro (ca. 700 kWh) kommen mir auch sehr hoch vor.

    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, braucht man ungefähr 6000 kWh um 93 m³ Wasser verlustfrei um 55 K zu erwärmen. Tatsächlich ergibt sich eine Differenz von 7014 kWh zwischen verbrauchtem Gas und als Heizung in die Wohnungen abgegebener Energie. Das klingt doch gar nicht mal so schlecht.

    Nur warum kosten diese 7014 kWh über 1000 Euro?
     
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