Neigung Pultdach mit Ziegel

Diskutiere Neigung Pultdach mit Ziegel im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, geplant ist ein EFH mit Pultdach (Neigung 18°). Kann jemand sagen ob es sowas wie eine Minimumneigung gibt bis zu welcher man noch...

  1. #1 Baunovitze, 13.09.2009
    Baunovitze

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    Hallo Forum,

    geplant ist ein EFH mit Pultdach (Neigung 18°). Kann jemand sagen ob es sowas wie eine Minimumneigung gibt bis zu welcher man noch mit Ziegeln eindecken kann? Die Ziegelhersteller geben für Ihr Material immer eine Regeldachneigung an. Ist es richtig, wenn ich diese Angabe als Minimumneigung interpretiere? Besten Dank für jede hilfreiche Antwort.

    B.
     
  2. Dach

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    Nein, ist nicht dasselbe. Die Regeldachneigung gibt ( laienhaft formuliert ) den "Startpunkt" an, von dem aus der Dachdeckermeister den vorgeschriebenen Umfang der zusätzlichen Maßnahmen ableitet, zu deren Ausführung er verpflichtet ist. Das ist von weiteren Parametern ( z.B. Nutzung) abhängig.

    Bei 18° DN sind in jedem Fall Sicherungsmaßnahmen zur Regensicherheit notwendig. Welche, weiss der DDM.

    Gruß aus Hamburg
     
  3. #3 ghneumann, 14.09.2009
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    Wir haben ein Pultdach mit 11°...

    ...und einem regensicheren Unterdach. Bei 12° steigen die meisten Ziegel aus und verlangen nach einem wasserdichten Unterdach - die Ziegel unterscheiden sich hier stark. Die Preise aber auch :D

    Bei uns war es dann aber tatsächlich so, dass die teuren Ziegel mit regensicherem Unterdach günstiger waren als die billigen mit wasserdichtem Unterdach.

    Ich wurde damals gut von der Kunden-Hotline der Fa. Braas beraten, der konnte aus dem Stehgreif seine Ziegel nennen, die bei geringen Neigungen in Frage kommen.
     
  4. #4 ghneumann, 14.09.2009
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    War falsch. Wenn ich mich richtig erinnere, steigen bei 12° fast alle Ziegel aus, die meisten bereits deutlich früher. War auch abhängig von der "Wetterzone". Und Achtung: Ich bin Laie!
     
  5. #5 Gast360547, 14.09.2009
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    Gast360547 Gast

    und ist noch falsch

    Moin,

    bei 11° DN gilt grundsätzlich das wasserdichteUnterdach. Regensicher reicht da gem. Fachregel für Dachdeckungen mit Dachziegeln oder Dachsteinen nichtaus!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Und wenn die Industrie das noch so oft und falsch wiederholt, es stimmt (zumindest bislang nach den gültigen Regelwerken) nicht, dass die Angabe der Regeldachneigung vom Hersteller diejenige ist, nach der die Zusatzmaßnahmen angeordnet werden müssen.

    Und - nichts geht mehr bei Neigungen <10°, auch wenn hier wieder Hersteller gegenteiliges behaupten.
    Vereinbaren kann man fast alles, man muss sich nur über die möglichen Konsequenzen im Klaren sein.

    Grüße

    stefan ibold
     
  6. #6 ghneumann, 14.09.2009
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    Hmmm...

    ...Du meinst, ich sollte mir Sorgen machen? Bis jetzt ist das Dach mal dicht.

    Die Braas-Verlegeanleitung fordert für meinen Ziegel (Smaragd) über 10° lediglich eine Unterspannung.

    Kannst Du mir eine Quelle nennen, die das Problem begründet?
     
  7. #7 Ralf Dühlmeyer, 14.09.2009
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    Fachregeln des Dachdeckerhandwerks sagen
    Regeldachneigung MINDESTENS 22°.
    Gibt ein Hersteller eine STEILERE für seine Ziegel an, dann ist die zu beachten, eine FLACHERE ist unbeachtlich!!!
     
  8. #8 Baunovitze, 14.09.2009
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    @Stefann Ibold

    Hallo Stefan,

    kannst DU das bitte mal für Laien übersetzen? Was für (Zusatz)-Maßnahmen müssen für ein wasserdichtes Unterdacht getroffen werden? Wie muß sowas aufgebaut werden?

    Danke fürs Feedback.

    Gruß.
     
  9. #9 ghneumann, 14.09.2009
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    Warum macht sich dann der Hersteller die Mühe ewig lange Listen aufzustellen, wo abhängig von der Dachneigung definiert wird, wie das Unterdach aufgebaut sein soll - wenn es ja unter 22° wasserdicht sein muss? Und warum gibt er für meinen Ziegel eine Regeldachneigung von 16° vor, wenn unter 22° nichts geht?
     
  10. #10 Ralf Dühlmeyer, 14.09.2009
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    Weil Kunden wie Du die dann kaufen :smoke
     
  11. #11 Gast360547, 15.09.2009
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    der reihe nach

    Moin,

    a) kennzeichnend für das wasserdichte Unterdach ist die Einbundung der Konterlattung in die Abdichtung, während diese bei einem regensicheren Unterdach oberhalb der Abdichtung angeordnet ist.
    Die Qualität der Bahnen müssen denen einer normalen Abdichtung entsprechen, auch wenn die Hersteller anderes oder Gegenteiliges behaupten.

    b) Hersteller wollen verkaufen. Es gibt in der gesamten Branche einen riesen Diskussionspool um dieses Thema Dachneigung/Regeldachneigung.

    http://www.rudolf-mueller.de/phorum5/read.php?1,10223

    Die Artikel in den gängigen Printmedien, wie der Zeitschrift DDH, kann ich Ihnen hier leider nicht präsentieren.

    Grüße

    stefan ibold
     
  12. #12 Volker3, 15.09.2009
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    Jeder kann es, aber nicht alle machen es richtig !
    Haftungsfrage?

    Wer haftet eigentlich, wenn es schiefgeht? Angenommen ein Hersteller schreibt für DN 12 ° lediglich Unterspannung vor und es regnet durch. Haftet dann der ausführende Betrieb oder der Hersteller?

    Und an wen wendet sich der Endkunde? Der hat ja selten mit dem Hersteller einen Vertrag.
     
  13. #13 Ralf Dühlmeyer, 15.09.2009
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    Eigentlich ne blöde Frage - oder?
    Der DD ist der Dumme. Der Bauherr wendet sich an seinen Vertragspartner, den DD und der sich mit Grauen.
    Sollte sich der DD an den Hersteller wenden, hat dieser sicher die Erklärung parat, das Wissen um die Fachregelen und die Erläuterung samt Freizeichnung der Abweichung sei Sache des Fachbetriebs.

    Uuuuuups
     
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