Nenn-COP was bedeutet das genau?

Diskutiere Nenn-COP was bedeutet das genau? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Irgendwie bin ich zu doof. Lauter unterschiedliche COP Werte. Was wird den da genau bezeichnet? Wenn mich jemand fragt, was hat die WP für...

  1. popolini

    popolini

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    Irgendwie bin ich zu doof. Lauter unterschiedliche COP Werte. Was wird den da genau bezeichnet?

    Wenn mich jemand fragt, was hat die WP für einen COP Wert, welcher ist dann gültig?

    Nenn-COP A-7/W35 2,67
    Nenn-COP A2/W35 3,34
    Nenn-COP A10/W35 4,54

    Betriebsbereich Außentemperatur (Heizen) °C Min: -20 / Max: 25
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  3. R.B.

    R.B.

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    Die Nennangaben bei LWP (Leistung, COP) beziehen sich meist auf AT +2°C. In Deinem Fall wäre das also A2/W35 3,34.

    Gruß
    Ralf
     
  4. coroner

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    Alle :D

    Es betrifft jedesmal andere Rahmenbedingungen.
    Du gibst deine Systemtemperaturen vor. (Warmwasser und Vorlauf)
    Bezogen darauf schafft deine WP dann unter den gegebenen Aussentemp.
    den angegebenen COP - unter Laborbedingungen. Denn die Luftfeuchte
    fehlt noch in dieser Betrachtung. (und je nachdem wie wissenschaftlich man
    es nimmt, noch viel mehr)
     
  5. popolini

    popolini

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    Also bei einer Aussentemperatur von -7° hat sie dann einen COP von 2,67
    Sind diese COP den Standardisiert, also wird immer bei A-7, A2, A10 gemessen bei allen Herstellern.

    Und noch eine Frage.
    Beinhaltet der Stromverbrauch alles, also Lüfter, Pumpen usw?

    Danke :)
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Die Messpunkte sind in der Norm (EN14511) festgelegt.

    Beim COP wird die el. Leistungsaufnahme der Hilfsaggregate mit berücksichtigt.

    Gruß
    Ralf
     
  7. popolini

    popolini

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    Ok danke.

    Gibt es diesen COP Wert eigentlich bei allen Heizformen?
    Also hat eine Pelletsheizung z.b auch den COP wert?
    Wie kann man verschiedene Heizungsformen miteinander vergleichen.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Nein.

    Bei Pellets, Öl, Gas gibt es Angaben zum Wirkungsgrad des Kessels/Therme. Diese Angabe ist nur sehr weitläufig mit dem COP einer WP verwandt.

    Der Vergleich verschiedener Heizsysteme ist umfangreicher als nur ein paar Zahlen nebeneinander zu stellen.

    Gruß
    Ralf
     
  9. popolini

    popolini

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    Ah verstehe.

    Dann kann man Stammtisch Gespräche über die Vor- und Nachteile einzelner Heizungssysteme eigentlich schnell vergessen oder? Man MUSS die Heizung doch dann immer in Relation zur Bauart der Hauses, der Dämmung und des Standorts sehen?

    Würde das soweit gehen, dass wenn man 2 identische Häuser baut eins am Südhang eines Berges und das andere am Nordhang im Tal, zwei völlig unterschiedliche Heizungssysteme anstrebt?
     
  10. R.B.

    R.B.

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    In den meisten Fällen ist es so.
    Natürlich kann man über grundsätzliche Dinge sprechen, wie Ölpreis, Strompreis, aber wenn ich schon höre "ich habe mit meiner Ölheizung im letzten Jahr nur 1.000,- € verbraucht" dann stellen sich mir (und wohl jedem anderen Fachmann auch) die Nackenhaare auf.

    Das ist zwar ein extremes Beispiel, aber denkbar. Spinnen wir den Gedanken weiter. Es wäre möglich, dass das eine Haus als Passivhaus funktioniert, und so gut wie gar keine Heizenergie benötigt (Heizungsanlage für den Notfall = Heizstab für 200,- €), das andere Haus aufgrund der Lage eine Heizlast aufweist, die eine LWP oder Sole-WP oder was auch immer wirtschaftlicher macht.

    Das hat aber alles noch nichts mit COP oder Wirkungsgrad zu tun.

    Gruß
    Ralf
     
  11. popolini

    popolini

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    Sehr spannend das Ganze.
    Wie wichtig ist in dem Zusammenhang die Ausrichtung und Lage des Haus und die Art der Fensterflächen? Nimmt das sehr großen Einfluss auf das Wärmeverhalten oder wird das wiederum allgemein überbewertet?
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Lage, Ausrichtung, Fensterflächen, das hat natürlich einen Einfluß auf die Heizlast. Bei einem schlecht gedämmten Gebäude sind das vielleicht nur ein paar Prozent, bei einem sehr hoch gedämmten Haus ist dieser Anteil prozentual viel höher. Sonst würden Passivhäuser nicht funktionieren.

    Gruß
    Ralf
     
  13. popolini

    popolini

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    Danke Dir. Ich habe die letzten Tage einiges von anderen Bauherren gehört das mir nicht eingeleuchtet hat.
    Zum Beispiel. Es ist egal ob ich 3 fach Verglasung habe oder 2 fache. Das wirkt sich nicht auf die Heizung aus.
    Oder: Viel wichtiger als große Fensterflächen nach Süden sind kleine Fenster, weil man über Fenster am meisten Energie verliert.
    Noch eine Meinung war. Ein nicht gedämmtes Ziegelhaus ist immer besser als ein gedämmtes Fertighaus.
    Pelletsheizung ist besser als Wärmepumpe, weil man für den gleichen Preis mehr Energie erzeugen kann.
    Eine Aussage war auch, dass man in einem Fertighaus keine Silikatfarbe anbringen darf, weil dann die Holzkonstruktion schimmelt.
     
  14. Jonny

    Jonny

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    und alles Blödsinn!

    kopfschüttel,

    PS rote Autos fahren schneller als Blaue

    Grüsse
    Jonny
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Tja, es gibt halt Gerüchte die halten sich hartnäckig. Ich verlasse mich da lieber auf die Physik, dazu noch ein bischen gesunder Menschenverstand, und schon sollte nichts mehr schief gehen.

    Das stimmt so nicht. mehr siehe nächste Antwort.

    Bei Fenstern hat man einen U-Wert (also die Wärmedämmung) und einen g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad). Befasse Dich mal mit diesen Werten.

    Richtig ist, dass man über kleine Fenster weniger Energie verliert als über große Fensterflächen. Das liegt allein schon daran, dass die Mauern normalerweise eine höhere Wärmedämmung aufweisen als Fenster (vgl. U-Werte).

    ABER jetzt kommt auch der Wärmegewinn über die Sonneneinstrahlung zum Tragen. Deswegen macht es auch einen enormen Unterschied, ob Fenster an der Nordfassade angebracht sind, oder an der Südfassade. Letztendlich geht es um die Energiebilanz über das Jahr betrachtet, und nicht nur um Momentaufnahmen.

    Das ist Quark. Man kann mit Ziegeln ein hoch gedämmtes Haus bauen, aber ein Ziegel erreicht nie das Dämmverhalten einer gleich dicken EPS o.ä. Dämmung. Letztendlich handelt es sich um 2 völlig unterschiedliche Materialien, die nebenbei bemerkt, auch 2 völlig unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen haben.

    Das ist Unsinn. Hier kommt es darauf an, wieviel Umweltenergie die WP nutzen kann und wie effizient der Pelletkessel die Pellets verbrennt. Letztendlich spielt auch der Strom-/Pelletpreis eine Rolle.

    z.B.

    Pellets kosten aktuell etwa 230,- €/to (lose, eingeblasen). Pro kg kann man mit etwa 5kWh "Energie" rechnen, davon sind durch Verluste bei der Verbrennung etc. vielleicht 4,5kWh nutzbar. Die kWh thermische Energie kostet mich somit ca. 5,1Ct.

    Bei der WP kommt jetzt die JAZ in´s Spiel. Unterstelle ich einen Strompreis von 17Ct./kWh und eine JAZ von 3, dann kostet mich die kWh thermische Energie 5,6Ct. Bei einer Sole-WP die eine JAZ > 4 erreicht, wären wir bei 4,2Ct./kWh. Noch zu berücksichtigen wäre der Grundpreis den man für den Stromzähler bezahlt. Bei einem geringen Stromverbrauch pro Jahr macht sich dieser schon heftig bemerkbar.

    Das ist weniger eine Frage der Farbe, als vielmehr eine Frage des Wandaufbaus und des Diffusionsverhaltens. Da könnte Dir jetzt der 100H2O einen Vortrag halten.

    Gruß
    Ralf
     
  16. OldBo

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    Moin Ralf,

    mit den "ich habe gehört" will er uns doch nur auf die Probe stellen. So viele bescheuerte Sachen kann man nicht gehört haben :mega_lol:

    Schade um die Lese- und Schreibzeit.

    Gruß

    Bruno
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Keine Ahnung, ich kenne Wasserburg nicht. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  18. Julius

    Julius

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    Und ich kenne Stammtische, da KANN man durchaus so viel Unsinn hören...!
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Stammtische? Da hast DU mir was voraus. ;)

    Gruß
    Ralf
     
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  21. popolini

    popolini

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    Danke für die Antworten. Ich will niemanden auf die Probe stellen. Ich baue ein Fertighaus in einem Ort in dem man nur Ziegel "kennen" will. Ich könnte ein paar Sachen erzählen vom Bauleiter der mir die Platte gegossen hat.
    Ich weis nicht ob das auch anderen "Fertigbauern" so geht, aber bisher habe ich nur solche Frage/Antwort Spielchen erlebt.

    Hier noch ein Beispiel. Kfw55 ist rausgeworfenes Geld. Ein Haus muss atmen, deins muss zwangsbelüftet werden, damit ihr darin nicht erstickt. Und dafür gibst Du mehr Geld aus.
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Ja, das atmende Haus ist schon der Klassiker. :bounce:

    Aber die massive Bauweise hat auch Vorteile, nur halt nicht die Vorteile die am Stammtisch gerne genannt werden. So hilft beispielsweise die Masse der Wände beim "Speichern" der Energie. Dadurch verzögert sich das Aufheizen und das Auskühlen.

    Mit zwangsbelüften hat das aber alles nichts zu tun. Für die Feuchteregulierung ist maximal die innere Schicht (Putz) hilfreich. Damit schafft man sich aber unter Umständen schon die nächsten Probleme.

    Gruß
    Ralf
     
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