Netzartige Fugenrisse in 30 cm Porenbetonmauerwerk

Diskutiere Netzartige Fugenrisse in 30 cm Porenbetonmauerwerk im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo eine Frage an das Forum, ich habe ein Einfamilienhaus aus 30 cm Porenbetonstein Außenmauerwerk und 15 mm Leichtputz hergestellt. Der...

  1. Andithoen

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    Hallo eine Frage an das Forum,
    ich habe ein Einfamilienhaus aus 30 cm Porenbetonstein Außenmauerwerk und 15 mm Leichtputz hergestellt.
    Der Bauherr bemängelte nach ca. 2 Jahren Netzartige Fugenrisse (ca. 0,1 - 0,2 mm) hauptsächlich auf der Wetterseite (Schlagregenseite).
    Ich habe hier 5 Kernbohrproben, aus den Lagerfugen entnehmen lassen,
    die Lagerfugen haben einen festen Verbung zum Stein.
    Darauf hin habe ich, in Abstimmung mit dem Porenbetonhersteller das Haus komplett, mit einen auf den Putz abgestimmten dauerelastischen Anstrich versehen lassen.
    Dies hat leider wenig gebracht, da sich hier wiederum die Lagerfugen bei Niederschlag abzeichneten.
    Zweite Maßnahme war dann den kompletten Außenputz mit einem faseramierten Sanierungsputz (ca.8 - 10 mm) inkl. Gewebeeinlage nochmals zu überputzen u. mit einem Anstrich zu versehen.
    Ca. 1 Jahr nach dieser Maßnahme traten dann wiederum Risse (unter 0,1 mm) im Lagerfugenbereich auf (im Bereich EG Decke u. Innenliegenden Rolladenkästen konnten KEINE Risse entdeckt werden).
    Das Schlimmste zum Schluß, auch nach der letzten Sanierung dringt Wasser, bei extrem starken Schlagregen durch die Wandkonstruktion, und schlägt sich innen erkennbar ab.
    Hat jemand schon mal ähnliches gehört oder erlebt ?
     
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  3. Robby

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    alle Lagerfugen oder nur der Auflagerbereich? ... bei leichten Steinen ohne Stoßfugenvermörtelung gibt es das Problem schon, aber nach den vorgenommenen SAnierungsmaßnahmen sollte eigentlich Schluss sein...
     
  4. Andithoen

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    leider alle Lagerfugen, wie bereits gesagt in den typischen Bereichen Decke, Rolladenkästen u. unter den Fenstern diagonal sind keine Risse.
     
  5. Bauwahn

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    Nur so ein paar Vermutungen ins Blaue (definitiv nicht meine Kernkompetenz): Der Mörtel war aber schon ok? Sind die Steine übermässig nass geworden in der Bauphase?
     
  6. Andithoen

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    Der Mörtel stammt vom Steinhersteller, Übermäßige Feuchtigkeit kann ich nicht sagen.
    Bei den entnommenen Kernbohrproben konnte keine erhöhte Feuchtigkeit festgestellt werden.
     
  7. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Risse

    Hallo,

    jetzt versuche ich es mal mit Kaffesatzlesen:

    Wenn Schlagregen durch das Mauerwerk bzw. dessen Fugen kommt, kann das doch eigentlich nur ein kapilarer Transport durch kleine Risse im Fugenbereich sein.
    Wenn die Steine nicht zu naß waren, stellt sich die Frage, waren sie vielleicht zu trocken und haben den Mörtel verbrennen lassen.

    Wurden die Steine vieleicht noch im warmen Zustand („just in time“) verbaut?

    Gibt es dazu noch Aufzeichnungen im Bautagebuch über das damalige Wetter und die Lieferzeitpunkte?

    Wenn der Schlagregen durch die Fugen dringt, sollte doch in einer Kernbohrung, kurz nach dem Regen(!!), etwas zu finden sein.

    Könnte Frost die Risse auf der Wetterseite geweitet haben?

    Abhilfe: Im Ausland werden Betonbauwerke viel erfolgreicher mit Hydrophobierung gegen Wasser und vor allem gegen die Karbonatisierung geschützt als das mit unseren Beschichtungen möglich ist.

    Könnte das hier auch eine Lösung sein? Ich kann die Frage nicht beantworten!
    Aber es gibt ja einen „Experten“, der jeden meiner Beiträge kritisch betrachtet. Vor allem aber gibt es die anwendungstechnischen Abteilungen zur Hydrophobierung der entsprechenden Hersteller.

    Gruß

    pauline
     
  8. Robby

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    Auch Sprengwirkung durch Etringit in der Fuge wäre möglich.... Die Kernbohrung wäre eine gute Idee wobei hier weniger Wassertransport kapillar passieren dürfte als Schlagregen (wasserführend!)
     
  9. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Bohrkerne

    Hallo,

    also ob sich hier Etringitt bilden kann möchte ich mal mit einem Fragezeichen versehen. Dazu ist Zement, Wasser und Schwefel (=Gips) erforderlich. Ich weiß nicht, wo der Schwefel herkommen soll. Letztlich ist das aber ein Streit um des Kaisers Bart.

    Ein anders Problem sind die bisher gezogenen Kernbohrungen. Wenn man die Proben zur Bestimmung des Feuchtegehaltes mehrere Stunden bei 105 Grad trocknet, wird man keine weltbewegenden Ergebnisse erhalten, wenn die Feuchtigkeit vorwiegend in der Fuge, bzw. einem Spalt in der Fuge sein sollte.

    Aber man könnte diese Kerne mit der Außenseite in eine Pfütze Wasser stellen und mit einem darüber gestülpten Einmachglas vor der Verdunstung schützen.

    Evtl. kann man dann ein Aufsteigen des Wassers in einen Fugenspalt beobachten. Oder eben auch nicht.

    Ein genormter Versuch ist das sicher nicht. Also probieren und ggf. mit einem Bohrkern aus einer ähnlichen, aber intakten Wand vergleichen.

    Gruß

    pauline
     
  10. Robby

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    Genau bei dem Wandaufbau gab es durch Etringit gleiche erscheinungen.. ob das hier auch so ist?
     
  11. #10 Eckensetzer, 1. Juni 2012
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    Ich kenne das Problem - Du hast sicherlich Plansteine geklebt (und nicht gemörtelt) ? Sind die Haarrisse an den Stellen an denen auch das Wasser eintritt ? Die Theorie mit dem Kappilar-Effekt (wie in Pflanzenstängeln) zwischen den Plansteinen ist nicht von der Hand zu weisen... Kannst du den Steinhersteller nennen ?
     
  12. #11 wasweissich, 1. Juni 2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    nach viereinhalb jahren sollte das problem behoben/geklärt sein .... :p
     
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  14. #12 Porenbeton9, 29. Juni 2017
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    Hallo Andithoen,

    der Beitrag ist zwar sehr lange her, habe aber exakt das gleiche Problem.
    Netzartige Fugenrisse bei geklebten großformatigen Porenbeton-Plansteinen der Firma Hebel.
    Risse an einer Schlagregenseite zugewandten Wandseite sogar mehrer Millimeter breit und ca. 2 Meter lang.
    Ansonsten in anderen Bereichen ca. einen mm breit.

    Bitte erläutern Sie wie Sie das Problem gelöst haben.

    Vielen Dank im Voraus.

    Viele Grüße
     
  15. Wieland

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    Ich vermute verschiedenes Schwund bzw.Quell verhalten. Durch unterschiedliche Materialen,zwischen Aussen und Innen-Mauerwerk.
    Die gleiche Beobachtung kann man machen. Wenn Aussen-Mauerwerk aus Poren-Ton hergestellt ist und Innen Mauerwerk aus KS.
    Da Poren-Ton quillt werden die Stahlbetondecken im mm Bereich angehoben. Die enstehende Durchhaengung sorgt dann fuer
    Risse unterhalb der Decke und Mauerwerk-Pfeiler. ( Da hilft das nahezu gleiche Schwundverhalten nichts ).

    Gruesse aus Dubai
     
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