Neu- oder Altbau?!? Und wie ist das überhaupt so??

Diskutiere Neu- oder Altbau?!? Und wie ist das überhaupt so?? im Schlüsselfertig Bauen ? Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo! Habe mich hier mal angemeldet, da ich/wir nicht mehr richtig weiter wissen. Wir würden uns gerne ein Eigenheim zulegen um aus unserer...

  1. TS9088

    TS9088

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    Hallo!

    Habe mich hier mal angemeldet, da ich/wir nicht mehr richtig weiter wissen. Wir würden uns gerne ein Eigenheim zulegen um aus unserer Mietwohnung raus zu kommen. Da wir noch ziemlich Jung sind (beide unter 25 Jahre) macht das ziemlich Sinn. Bei der Bank waren wir auch schon, die uns sagte, dass es keine Probleme geben würde.
    Wir haben zwei Objekte die uns gefallen würden.
    Allgemein könnte mein Partner viel machen und mein Papa auch. Genauso wie der Onkel von meinem Partner, der eine eigene Innenausbaufirma hat, würde uns bei allem (meist Elektroarbeiten) unter die Arme greifen.
    Für die Dinge sind wir also hoffentlich rundum versorgt ;)

    Von diesem besagten Onkel bekamen wir vor 1 Monat einen Tipp. In der Gegend, in die wir gerne ziehen würden, wäre ein Haus frei. Das Haus schauten wir uns auch an und mein Freund war direkt begeistert. Das Haus ist eine Art Bungalow, Keller und EG aus den Jahr 1960. Das Dach wurde vor einem Jahr, natürlich vom Onkel, neu gemacht und sehr gut isoliert. Genauso wie die wichtigsten Fenster getaucht wurden. Heizungsanlage wurde 2005 erneuert.
    Bei diesem Haus würden noch einige arbeiten auf uns zu kommen die ich hier gerne mal erläutern würde, damit man sich das mal vorstellen kann.

    Im Keller ist eine nasse Stelle vorhanden, dass muss weg.
    Fenster im Keller müssen alle erneuert werden, ca. 7 Stk.
    Im Garten stehe zig Tannen. 10 Stk müssen gefällt werden (Wurzel bleiben stehen)
    Heizungskörper müssen erneuert werden.
    Haustür und Glasbausteine müssten raus und beides erneuert werden.
    Von Keller zu EG hatte ich gerne komplett geschlossen. (Momentan offene Treppe mit Edelstahlgeländer bis runter)
    Ggf. müssen die Wasserleitungen erneuert werden, was wir aber größtenteils auch in Eigenleistung machen könnten.
    Küche neu, Decke neu, zwei Wände raus reißen, Fliesen neu, streichen, Elektronik neu, Bad neu, Innentüren neu, diverse Gartenarbeiten und Geländer außen anbringen.

    So....das Häuschen würde uns ca. 140.000 € kosten. Finde ich zu viel wenn ich die ganzen Nebenkosten noch zusammenrechne bin ich über 200.000 €. Oder was sagt ihr?? Kalkuliere ich zu wenig/zu viel?? Ist der Preis angemessen?? Das Haus steht in Rheinland-Pfalz in der reinhessischen Schweiz in einer kleinen Stadt (wenn man dazu Stadt sagen kann :D ), falls das noch wichtig wäre.

    Als weitere Option haben wir uns vorige Woche ein Ausbauhaus/Fertighaus der Firma ***** ausrechnen lassen. Das Haus mit Grundstück würde ca. 155.000 € kosten (ohne Keller). Wir müssten, was wir alles in Eigenleistung + Onkel bewerkstelligen könnten, den Innenausbau selbst machen. D.h. Beplankung der Innenwände, Elektro, Boden + Decke belegen und streichen.
    Garage/Carport wäre auch noch was bei dem ich gar keine Ahnung habe was auf mich zu kommt vom Preis!?
    Nur der Küchenaufbau würde anderweitig übernommen werden.

    Garten kommt natürlich auch dazu, wobei wir den hinten anstellen und immer mal was machen können.

    Mit Notarkosten, Grundbuch etc. sind wir bei einem neuen Haus aber auch bei ca. 240.000 € dabei, lt. Beraterin.


    Was und wie würdet ihr euch entscheiden? Und aus welchem Grund?

    Was uns noch beschäftigt ist, wie das mit der Finanzierung läuft....ich Blicke da kaum durch :(
    Wir würden gerne um die 600€ kommen, aber irgendwie könnten wir dann nur ca. 177.000€ finanzieren und das noch extrem lange?!? Haben und das mal bei nem abhängigen Berater ausrechnen lassen und dieser kam auf die Berechnung bei dem Altbau. Aber das wäre zu wenig, denke ich.
    Jetzt sagt aber die Beraterin von ***** das wir mit 700 € die 240.000 € auf alle Fälle finanzieren können! Ja was den jetzt?

    Man merkt schon, wir kennen und Null in Sachen Finanzierung aus, was mich extrem schlaucht, wenn ich höre, dass wir noch nicht mal 200.000 € aufnehmen können. Klar müssten wir dann an unserer monatlichen Zahlung was ändern, aber wir wollen eben ungern höher, da ja auch noch Nebenkosten zu bezahlen sind!
    Kann uns jemand eine Bank empfehlen?

    Wir müssen uns bei dem Altbau schnell entscheiden und bei ***** hätten wir noch lange Zeit.


    Könnt ihr mir vielleicht irgendwie unter die Arme greifen und durch Erfahrung einfach mal eure Meinung niederschreiben??
    Ich habe Angst irgendwas falsch zu machen, weil ich die Finanzierung nicht richtig verstehe, zu wenig aufnehme und mir dann mein ganzes Leben ruiniere.

    Ich weiß, dass ihr hier nur Fernprognosen machen könnt, aber für nur ein paar Tipps wäre ich schon dankbar! :)


    Vielen Dank fürs durchlesen und Antworten :)
     
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  3. Baufuchs

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    Da Du nix von vorhandenem Eigenkapital schreibst, gehe ich mal davon aus, dass auch keines vorhanden ist.

    Wenn Du eine Belastung von max. 600.- € haben willst, bleib zur Miete wohnen.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 5. August 2013
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Für 155k€ bekommst Dunirgends!!! auch nur ein Haus auf ein schon gekauftes Grundstück. Nicht mal ein brauchbares Ausbauhaus!!!

    Die Beraterin der ***** wird Dir das Blaue vom Himmel versprechen, nur um Deine Unterschrift zu bekommen. Wieviel davon nach der Unterschrift dann noch stimmt, ..... (Wahrscheinlich wenig)

    Mit Anfang 20 wisst Ihr (nicht falsch verstehen) wahrscheinlich noch gar nicht, was Ihr wollt und braucht, wenn es um ein Haus geht.
    Sammelt erst einmal Wohnerfahrung, dann könnt Ihr einschätzen, was Euch gut und was Euch gar nicht gefällt.
    Gleichzeitig könnt Ihr jeden Ct., den Ihr nicht "verlebt" zur Bildung von Eigenkapital nutzen! Mit dem Ergebnis, in 10 Jahren einen guten Eigenkapitalstock zu haben.
     
  5. Thomas B

    Thomas B

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    Die Beraterin ist eine Verkäuferin!

    Sie erhält Geld dafür, daß Sie Jemandem das Produkt ihres Vertragsparners verkauft. In diesem Fall ein Haus.

    Eine solche "Beratung" ist daher keine, weil Sie Euch nicht ergebnisoffen berät, sondern weil sie darauf abzielt Euch etwas zu verkaufen!
     
  6. TS9088

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    Nein, Eigenkapital ist vorhanden!
     
  7. Julius

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    Wieviel?
    Und warum erwähnst Du diesen wesentlichen Faktor dann nicht unaufgefordert?

    Wenn man in Eurer Lage wirklich kaufen will, sollte man den besagten Altbau in Betracht ziehen UND überprüfen, welche Arbeiten dort wirlich JETZT ZWINGEND sind und welche nicht!
    Deine Aufzählung klingt mir zu sehr nach "hätten wir gerne". Aber das ist mit Eurem Budget einfach nicht drin.
     
  8. #7 Zellstoff, 5. August 2013
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    bei dem Satz bin ich schon stutzig geworden. Wir hatten das erst in einem anderen Faden. Aktuell ist es fast schon "unverantwortlich" keine Immobilie zu besitzen/zu kaufen, so die Volksmeinung. Das vermute ich bei Euch als Hauptmotivation.

    das macht einem noch mehr Angst. Nehmen wir einfach mal 200.000€ Kredit, 2,8% Zinsen für 15 Jahre fest. 700€ monatlich. Bei gleichbleibenden Zinsen (!!!) über die ganze Laufzeit, zahlt Ihr 40 (!) Jahre lang das Haus ab. anfängliche Tilgung rd. 1,4%
    Zum Ende der Zinsbindung nach 15 Jahren habt Ihr noch 150.000€ Schulden, also rund erst 1/4 abbezahlt. Wass wenn die Zinsen steigen (und das werden sie)? Bis Rentenbeginn ist dann das haus dann noch lange nicht bezahlt.
    Mit steigenden Einkommen darf man nicht wirklich rechnen.

    Ich finde es, um zu überschlagen was man sich leisten kann, rel. einfach. Bei den aktuell niedrigen Zinsen, muss man mit einer höheren Tilgung an die Sache rangehen. Wenn Ihr Euch keine mind. 2,5% Tilgung leisten könnt, braucht man nicht anfangen.
    Das Haus muss spätestens bis Rentenbeginn (ich würde bis max 65 rechnen) sicher abbezahlt sein, auch wenn die Zinsen nach der erste Zinsbindung um 2 oder gar 4% steigen.
    Fälle durchrechnen, es gibt genug Onlinerechner z.B. dieser.

    Dann ehrlich sein, ob man es sich inkl. Nebenkosten leisten kann. Renovierungsrücklagen, bei den Nebenkosten Versicherungen und Grundsteuer etc. nicht vergessen. Schnell kommen dann neben den Heizkosten, nochmal 200-250€/Monat oben drauf.

    Das ganze Thema: Jung und Ihr wisst doch noch gar nicht was Ihr wollt ist übrigens ebenfalls sehr valide. Berufs- und Partnerwahl 100% sicher? Für immer und ewig? mal als erste und dringendste Frage...

    Auch meine Meinung: wenn das nicht wirklich solide finanziert werden kann, finger weg von beidem.

    Nebenbei: das was Ihr bei dem Altbau vorhabt, klingt quasi nach Entkernung und komplett Neuaufbau ausser dem Dach und den Fenstern...das ist ne Hausnummer.
    Neubau: egal was und mit wem Ihr baut.
    Rechnet für ein normales EFH mit 140m² Wfl. einfach mal min. 200.000€, mit Keller plus 30.000, nur als ganz groben Anhaltspunkt PLUS Grundstück und Nebenkosten (Kanal, Grunderwerbst. Anschluß etc.). Nach oben eh keine Grenzen, nach unten aber quasi keine Luft mehr.

    Mit Eigenleistung kann man sich unterm Strich mMn max 10% der reinen Baukosten sparen, wobei man hier sparen definieren muss. Wie lange dauert es alles selber zu machen, wie lange zahlt man da Miete, was kosten die ganzen ungeplanten Anschaffungen hierfür, wieviel macht man doppelt usw usf
     
  9. TS9088

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    Richtig! Das wir das nicht in einem Rutsch über die Bühne bekommen ist uns klar! Dafür fehlt auf alle Fälle die Zeit und das Geld....
     
  10. TS9088

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  11. Julius

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    Wer soll das lesen???
    Übe bitte in der Testrubrik erst einmal das abschnittweise Zitieren!
    Soviel zur gegebenen EDV-Kompetenz der jungen Generation...
     
  12. TS9088

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    Oh entschuldige bitte!!!!
    Sorry das meine "EDV-Kompetenz" nicht gegeben ist....ich bin ja so schusselig :D
    ....und das für die junge Generation....
     
  13. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    nicht gleich eingeschnappt sein. Der Ton ist hier etwas rauher, wir sind ja schließlich auf dem Bau :biggthumpup: aber er hat ja recht. Das zu lesen ist schon nicht einfach...

    aber in 5-8 Jahren hast Du etwas mehr EK. Die Faustregel sagt, mind. 20% Eigenkapital. Klar gibt es auch 90 oder gar 100% Finanzierungen, die Folge sind aber eben diese langen Laufzeiten und höhere Zinsen als mit mehr EK.
    Und in 10 Jahren seid Ihr gerade mal Mitte 30. das ist ein übliches Alter für einen Immobilienkauf. Familiensituation ist meist halbwegs klar (Anzahl Kinder) und beruflich ist man stabil.

    Berufswahl ist schon wichtig. Man sollte sich schon rel. sicher sein, was man die nächsten 30a Jahre macht und vor allem wo. Wenn Du in 5 Jahren 200km weiter weg arbeiten willst/musst, was machst Du dann mit Deinem Haus? Bei der Immo zählt in erster Linie Lage und nochmal Lage bzgl. Wert. Wenn Ihr dann verkaufen müsst, voraussichtlich mit deutlichem Verlust, da es sich hier offenbar nicht gerade um ein stark nachgefragtes Ballungszentrum handelt.

    ich versteh ja den Wunsch nach einem Eigenheim, auch ist die aktuelle Lage so, dass quasi jeder aufgrund der niedrigen Zinsen darüber nachdenkt. Aber: der Vorteil der niedrigen Zinsen wird zu einem guten Teil durch die höheren Kosten für den Erwerb wieder aufgefressen. Baufirmen sind voll mit Aufträgen und haben/hatten starke Preissteigeruungen. Bestandsimmos genauso.
    Wenn in 5-10a die Zinsen wieder deutlich gestiegen sind, werden viele derer, die heute auf Kante fianziert haben, sich den Traum vom Eigenheim nicht mehr leisten können. Wollt Ihr da dazugehören oder lieber dann mit mehr EK vernünftig eine Immo finanzieren?
    Auch wenn Ihr es nicht gerne hört: lasst es. Aber hat man sich einmal auf so ein Projekt eingeschossen, können einem viele was erzählen. Dann überwiegen einfach die "Alles wird Gut" Hormone.

    Ganz ehrlich: geht nicht zu einer Bank oder einem Hausverkäufer und auch nicht in ein Forum, sondern zu einer wirklich unabhängigen Beratung auf deren Urteil Ihr vertraut, z.B. den Verbraucherzentralen. So ne Beratung kostet ein paar €, ist aber bei der wichtigsten finanziellen Entscheidung im Leben mehr als nur sinnvoll.
    Hinterfragt Euch ganz ganz ehrlich selbst, ob Ihr das wirklich wollt und geht bitte ohne vorgefertigte Meinung zu diesem Beratungsgespräch.
    Wenn dann immer noch der Wunsch realistisch besteht und Ihr das durchziehen wollt, wünsche ich Euch ganz ehrlich viel Glück. Ein Hausbau oder nch schlimmer Renovierung in dem Umfang, ist kein Zuckerschlecken und stellt so manche Beziehung auf eine harte Probe.
    Grüße
    Zellstoff
     
  14. TS9088

    TS9088

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    Habe doch auch gemerkt, dass ich nicht richtig zitiert hab, aber erst später. Kann ja mal passieren....für mich kein Weltuntergang :) ;)
     
  15. bartimes

    bartimes

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    Bis auf den ausführlichen Startbeitrag ist der Inhalt deiner Antworten sehr sehr knapp.

    Ich an eurer Stelle würde auch noch in jedem Falle 10 Jahre warten bevor ihr eine Investition in dieser Größenordnung ZUSAMMEN tätigen wollt. Geräde in jungen Jahren verläuft die Zeit noch zu schnelllebig.
     
  16. githero

    githero

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    Jetzt mal Butter bei die Fische:
    Wie viel EK habt ihr?
    Wieviel verdient Ihr netto?
    Wie hoch sind eure monatlichen Ausgaben?

    Mit 600 EUR pro Monat ein Haus zu finanzieren, was in absehbarer Zeit abbezahlt sein soll (30 Jahre) wird wohl nur gelingen, wenn viel EK vorhanden ist oder eine unglaublich hohe "Muskelhypothek" erbracht werden kann.
     
  17. dare100em

    dare100em

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    Also ich würde nicht grundsätzlich vom Immobilienerwerb abraten, wie Einige hier. Bin selbst zwar etwas älter (31), aber meine Partnerin ist auch erst Mitte 20 und wir haben uns ebenfalls für den Erwerb einer gebrauchten Immobilie - wo aber wenig unmittelbarer Investitionsbedarf besteht - entschieden. Wir Tilgen mit 1,5% Start, Sondertilgungen sind aber immer möglich.


    Grundsätzlich gibt es natürlich Argumente gegen einen Immobilienkauf in Eurer Konstellation, welche hier genannt wurden, aber:

    • Es wurde viel auf eine steigende Zinslast durch höhere Kreditzinsen hingewiesen, was sicher richtig ist, das bedeutet aber dann einen Widerspruch mit "nicht mit steigendem Gehalt rechnen" (schon gar mit Mitte 20), da den steigenden Zinsen ja eine Inflation vorrausgeht mit - zumindest gewissen - Konsequenzen für das Gehalt, solange Ihr nicht Lagerist + Floristin seit (nicht abwertend gemeint)
    • Im Zusammenhang mit (wahrscheinlichen) steigenden Zinsen UND DAMIT STEIGENDER INFLATION steht allerdings auch zwangsweise eine "der Inflation hinterhersparen" in Sachen Eigenkapital, zumindest in gewissen Grenzen, das Fertighaus, was vieleicht jetzt 250k kommt, kommt dann in 10 Jahren 300k plus
    • Es besteht eine gewisse (!) Wahrscheinlichkeit, dass sämtliche Alternativanlagen zur Immobilie in unserem aktuellen fragilen Umfeld (unser Wirtschaftssystem) komplett ausfallen, sicher nicht in 5 Jahren, in 15 Jahren schon möglich, in 25 jahren wenn die westdeutschen 60er Jahrgänge komplett "weg" sind bzw. sehr alt hingegen wird es sehr interessant. Das ist ja mit ein Grund für den aktuellen "BOOM", der sicher überzogen ist, völlig falsch sind die Gründe dafür aber auch nicht, zumindest nicht nur.
    • Eine Immobilie kann auch wieder verkauft werden, natürlich i.d.R. mit Verlusten, sie verliert aber selten 99% Wert wie eine Solarworld Aktie

    Was man aber uneingeschränkt sagen muss, ist dass für Euch der günstigere Altbau, bei dem zur Not auch nicht Alles sofort gemacht werden muss sicher die bessere Alternative zu einem Fertighaus ist, wo die Kosten unter Umständen davonlaufen bei der Feinplanung und ganz allgemein locker 100t € mehr am Ende anfallen mit entsprechenden Konsequenzen für die Nettobelastung.

    Es gibt eine "Faustformel", die besagt, dass die Kreditlast + laufende Nebenkosten mit ordentlicher Tilgung ab 2% nicht mehr wie 40% des Nettoeinkommens betragen sollte, daher wäre Eure Kreditlast bei 2% Tilgung 800 €/ Monat + 200 € NK/Monat , solltet ihr ein Nettoeinkommen von 2500 € haben, eher noch 10% mehr. So bleiben 1500 € zum "Leben" inkl. Auto, private Rente, Urlaub usw. übrig.
     
  18. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    so einfach ist der Zusammenhang nicht. Kreditzinsen hängen nicht (mehr) direkt mit der Inflation zusammen. Siehe hier.Kreditzinsen hängen ja auch nicht am Leitzins der EZB sondern an der Umlaufrendite.
    Normale Lohnsteigerungen gleichen meist noch nicht mal die Inflationsquote aus
     
  19. RadicekS

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    An die Threadstarterin: was spricht dagegen noch mal ein halbes Jahr oder mehr zu warten. Vermutlich ergibt sich ein billigere und besserer Hauskauf in eurer Gegend.
    Grundsätzlich zur Frage der finanzierung: lasst euch nicht von der Bank oder ähnlichen Instituten "beraten" sondern geht zu mindestens 2 unabhängigen Finanzberatern. Auch wenn es im Bekanntenkreis Leute gibt, die sich mit finanziellen Dingen oder einem Hausbau/Hauskauf auskennen oder damit Erfahrung haben, lohnt es sich die anzusprechen.
    Wie auch einige hier schon gesagt haben, das Alter ist relativ zweitrangig. Eine befreundetet Familie hat vor kurzem auch ein Haus gekauft (35 und 41 Jahre). Nach deren Rechnung werden sie das Haus kurz vor der Rente abbezahlt haben. Das geht, weil er mit 41 erheblich mehr verdient als mit 25.
     
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  21. RingoStar

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    Altbau und Bungalow ist eine schlechte Kombination. Baut lieber neu, da spart ihr euch eine Menge Ärger und vor allem Arbeit. Da ihr bar bezahlen könnt würde ich immer den Neubau empfehlen.

    Grüße,
    RINGO
     
  22. Kolumbia

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    vielleicht hat er ja das Haus inzwischen gekauft....mich hätte es auch sehr interessiert wie er "seine" Probleme gelöst hat.
     
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