Neuauflage der Eigenheimzulage...

Diskutiere Neuauflage der Eigenheimzulage... im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; ... als Konjunkturpaket???!!! Ich stelle dieses These mal so ein. Ich bin dabei von folgenden Zahlen ausgegangen: Kosten waren zuletzt...

  1. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    ... als Konjunkturpaket???!!!

    Ich stelle dieses These mal so ein. Ich bin dabei von folgenden Zahlen ausgegangen: Kosten waren zuletzt irgendwas zwischen 6 und 10 Mrd pro Jahr. Den ach so armen Banken wirft man jetzt hunderte Mrd. in den gierigen Schlund. Na ja, und für die Opelaner, Ford-Indianer gibts ja auch noch ein paar cent.

    Was meint Ihr: ob irgendeiner der Staatslobbyisten mal an die Bauwirtschaft denkt?
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    und noch gleich die Spekulationssteuer für den Bereich abschaffen (verlängern)
    dann brummt der Laden wieder (!)
     
  4. #3 HolzhausWolli, 4. Januar 2009
    HolzhausWolli

    HolzhausWolli

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    Die Frage hatte ich mir auch schon gestellt.

    Es kommt sicher darauf an wieviele neue Bauherren alleine dadurch generiert würden, weil es diese EHZ wieder gäbe. Eine Kennzahl -wenn es sie gäbe- wäre wohl wieviele aufgrund des seinerzeitigen Wegfalls nicht mehr bauen KONNTEN. Nach meiner damaligen Wahrnehmung war das ein erheblicher Anteil Bauwilliger. Da dies aber gleichzeitig die Gruppe derer mit einer ausgeprägten Bereitschaft zur Eigenleistung ist, haben die Handwerksfirmen nicht sehr viel davon. Aber selbstverständlich werden auch Gewerke vergeben.

    Fakt ist aber auch, daß sich die Bauwirtschaft im Bereich der privaten EFH´s seit dem Wegfall der EHZ nie wieder richtig erholt hat. Die wirtschaftlichen Rahmendaten im Hinblick auf mögliche Arbeitslosigkeit etc.pp jedoch haben sich zudem verschärft.
     
  5. driver55

    driver55

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    Statistik?

    Was sagt denn die Statistik, speziell 2000-2008?
     
  6. #5 HolzhausWolli, 4. Januar 2009
    HolzhausWolli

    HolzhausWolli

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    Welche genau meinst du denn?
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Nehmen

    wir mal diese hier.
    Zahl der Baugenehmigungen, Quelle Statistisches Bundesamt.

    Verlauf eindeutig. Vorzieheffekt Ende 2006, Absturz in 2007, danach nicht wieder erholt.
    Die Spitze in 2004 ist wohl dadurch erklärbar, dass zu diesem Zeitpunkt schon einmal die Abschaffung der EHZ geplant war, aber nicht durchkam.
     
  8. dquadrat

    dquadrat

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    meine weltanschauung sagt mir, daß subventionen, wie auch immer geartet, nie nie nie gut sein können.

    im endeffekt ist die eigenheimzulage doch auch nur eine umverteilung von den taschen der mieter in die taschen der bauwilligen. und das ist schlicht und ergreifend ungerecht.

    zumal bei uns im osten derartige subventionen komplett am ziel vorbeigehen. wir haben gerade hier in leipzig so viel leerstand in unserer wunderschönen bausubstanz aus der gründerzeit, da gebietet es sich quasi von selbst, die leute nicht mit derartigen geschenken in die zahlreichen gesichtslosen neubausiedlungen zu locken und die alte bausubstanz ohne mieter verrotten zu lassen.

    da ich trotzdem der meinung bin daß wohneigentum zu den grundbedürfnissen eines menschen gehört, würde ich die finanziellen möglichkeiten potenzieller häuslebauer lieber durch steuersenkungen verbessern. vielleicht einen geringeren mwst-satz für bauleistungen. das hat auch den vorteil, daß der staat nicht sinnlos viel kohle in die finger kriegt die er dann planlos wo anders wieder ausgibt :biggthumpup:. abgesehen von den positiven effekten bzgl. schwarzarbeit.

    eventuell wäre auch ein gesenkter beitrag zur gesetzl. RV denkbar, denn immerhin gehört wohneigentum mit zur altersvorsorge. aber für solche spielchen müßte man dem volk etwas eigenverantwortung zutrauen und das kann ich mir in dtl. beim besten willen nicht vorstellen.

    dagegen :konfusius
     
  9. driver55

    driver55

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    Ja, z.B. (habe sie gerade auch gefunden...)
    Die spricht doch eine eindeutige Sprache...
     
  10. driver55

    driver55

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    Abgeschafft wurde sie E2004 noch nicht, aber deutlich reduziert!
     
  11. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Stichwort

    Mehrwertsteuer/Umverteilung.

    Steuerbelastung eines Bauherren + ausgelöste Steuern, mal simpel gerechnet:

    Grundstückskauf 75000.- € x 3,5% = 2.625.- €
    Baukosten 200.000.-, davon 19% = ca. 32.000.- €Lohnsteuer der am Bau beteiligten bei angenommenen Lohnanteil 25% und 25% Steuersatz= 12.500.- €

    Sind zusammen schon 47.125.- €, also mehr als die EHZ.

    fett= direkt vom Bauherren gezahlte Steuern
     
  12. Carolis

    Carolis

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    Die Eigenheimzulage wird nicht mehr kommen. Stattdessen wurde ja 2008 die riestergeförderte Baufinanzierung eingeführt.
     
  13. driver55

    driver55

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    Kann nicht folgen...
     
  14. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @Driver55

    Schon die Diskussion über die mögl. Abschaffung hat solche Effekte ausgelöst.

    Die Erfahrung zeigt auch, dass z.B. nicht aktuelle Zinsstände Bauentscheidungen herbeiführen, sondern Diskussionen darüber ob Zinsen steigen oder fallen werden.
     
  15. #14 HolzhausWolli, 4. Januar 2009
    HolzhausWolli

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    Damit gibst du dem Kind aber nur einen anderen Namen. Im Grunde geht es um staatliche Zuwendungen zur Konsumsteuerung. Die Idee mit der Mwst.-Senkung für Bauleistungen halte ich jedoch auch für sehr gut. Allerdings im merklich-spürbaren Bereich von deutlich unter 10%. Sonst zieht es nicht. Wenn der Staat da wirklich was tun wollen würde und echte Hilfe zielgerichtet einsetzen sollte, dann muß er beim kalkulatorischen Steuerausfall an die Grenzen seiner eigenen Belastung gehen in der Hoffnung des Effektes daß WENIGER plötzlich zu MEHR wird.
     
  16. dquadrat

    dquadrat

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    na, ist doch ganz einfach :)

    wir alle zusammen finanzieren den haushalt unseres landes, damit auch das paket eigenheimzulage mit der summe x.

    familie A will weiterhin zur miete in ihrem schönen zentrumsnahen altbau wohnen bleiben.
    familie B möchte gerne bauen und nimmt die eigenheimzulage in anspruch.

    somit finanziert familie A die wünsche von Familie B, wobei familie A davon keinen vorteil hat.
     
  17. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Das ist

    interessant.

     
  18. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @quadrat

    Bauherr A hat die EHZ über die beim Bau seines Hauses ausgelösten Steuern ohnehin selbst gezahlt.

    Ist ne Nullnummer.

    Übrigens:
    Wer hat eigentlich die Subventionen für die Renovierung der in Leipzig leerstehenden Gründerzeitwohnungen finanziert?
    Waren da die Bauherren ausgenommen?
     
  19. #18 HolzhausWolli, 4. Januar 2009
    HolzhausWolli

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    @dquadrat: Du hast zwar im Grund recht...aber dann kannst Du jede Bezuschussung, die nicht jeder Bürger erhält, weil er sie nicht benötigt abschaffen um Deine Gerechtigkeit herbeizuführen.

    Das führt doch zu nix!

    Der Staat -das sind im Übrigen wir- soll doch dort fördern, wo eine Entwicklung für alle positives bringt aber vom Bürger/einer Gruppe/einer Firma alleine nicht zu stemmen ist. Baumaßnahmen im Kleinen wie im Großen erreichen alleine schon durch Ihre manigfaltigen Bedarfe soviele Wirtschaftszweige in den auch deine BauUNWILLIGEN überzeugten Mieter arbeiten daß sie schon deshalb förderungswürdig sind.

    Es ist ein weites Thema
     
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  21. dquadrat

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    im grunde sehe ich (wohn)eigentum als menschenrecht an. genauso wie man das recht auf auskömmlichen lebensmittelerhalt und das recht auf den erwerb von presseartikel durch geringere mwst-sätze unterstützt, ist es also nur recht und billig auch den erwerb von wohneigentum nicht durch zu hohe mwst-sätze zu erschweren oder gar zu verhindern. das ist alles.

    theoretisch hast du aber wahrscheinlich recht, weil mein vorschlag gezielt auf bauleistungen abzielt.

    trotzdem wehre ich mich dagegen, steuersenkungen als zuwendungen zu betiteln. das ist die gleiche argumentation wie wenn der peer von steuergeschenken spricht. wenn ich leuten weniger von ihrem geld wegnehme sind das keine geschenke und demzufolge auch keine zuwendungen :D
     
  22. dquadrat

    dquadrat

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    das ist ein sehr weites thema :)

    fakt ist, der staat fördert in der regel an den bedürfnissen der menschen vorbei, genauso wie der staat damals in der ddr an den bedürfnissen der menschen vorbeiproduziert hat. bürokraten sind i.d.R. nun mal nicht so nah am menschen wie sie es gerne sein wollen. soviel hab ich zumindest aus der vergangenheit gelernt.

    und die publikationen des bundes der steuerzahler erzählen uns jedes jahr wieder, das nicht nur in der ddr am menschen vorbeigewirtschaftet wurde.

    der markt ist gegenüber dem staat bis auf wenige einzelfälle um längen effektiver und wohlstandsfördernder. deswegen im zweifelsfall immer das geld beim bürger lassen und nicht dem saat geben.

    ich respektiere natürlich auch andere meinungen :konfusius
     
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