Neubau - 3 fach verglaste Fenster - Schallschutz keine Spur!?!?

Diskutiere Neubau - 3 fach verglaste Fenster - Schallschutz keine Spur!?!? im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, nachdem wir nun einige Monate nun in unserem EFH-Neubau wohnen fällt uns auf das zuviel tief Frequentes in unsere Wohnräume von...

  1. #1 WayneDW, 13. September 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. September 2015
    WayneDW

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    Hallo zusammen,

    nachdem wir nun einige Monate nun in unserem EFH-Neubau wohnen fällt uns auf das zuviel tief Frequentes in unsere Wohnräume von außen dringt.
    Frequenzen zwischen 50 und 100 hz.

    Wir haben uns mal an die Fußbodentiefen Fenster mit dem Ohr gestellt und eine Zeitlang gelauscht und vom Gefühl her sagen würde ich das die Umweltgeräusche durch die Fenster dringen.

    Die Fenster nennen sich, -0.5, 3-fach Verglasung.

    Kann das wirklich von den Fenster kommen? Immerhin waren diese Fenster von einem hochgelobten Fachbetrieb und in der heutigen Zeit hätt ich jetzt erwartet das wenn man Fenster zu macht sich die Umweltgeräusche soweit verziehen aus den Räumen.

    Also unsere damals 2 fach verglasten in der Wohnung würde ich jetzt direkt als Geräuschärmer einstufen....

    Wie ist Eure Meinung dazu?

    Grüße
    Wayne
     
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  3. Stoneway

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    Die Verglasung müssten um die 34db haben falls das weiterhilft..

    MfG.Stoneway
     
  4. WayneDW

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    hmmm sagt mir jetzt nicht viel in Bezug auf den Anteil der Geräusche die in unsere Räumlichkeiten dringen.... Kann das denn sein das das darf? Wenn z.B. jemand mit einem Autoradio an vor unserem Haus steht dringen die tiefen Frequenzen irgendwie "Röhrig" in den Wohnraum rein??!? Ich bin irritiert ob sowas sein darf?
     
  5. Skeptiker

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    Deine Fenster haben nur dann einen nennenswerten Schallschutz, wenn dieser definiert und ausdrücklich vereinbart wurde. Eine Dreifachverglasung bedeutet je nach Aufbau erstmal nur einen minimal besseren Schallschutz als zweifach - oder gar den gleichen.
     
  6. WayneDW

    WayneDW

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    Ok aber woran erkenn ich jetzt das ich wertige Fenster habe?
     
  7. ThomasMD

    ThomasMD

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    Was ist denn nun wieder wertig?
    Du hantierst nur mit Gefühlen. Damit kannst Du keinen Blumentopf gewinnen.
    Hast Du denn Schallschutzfenster mit einer bestimmten Schalldämmeigenschaft bestellt?
     
  8. Taipan

    Taipan

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  9. Julius

    Julius

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    Für tieffrequenten Schall ist überhaupt kein Mindestdämmaß definiert. Und kein Höchstpegel.

    Ursache kann auch der Wandaufbau sein. Oder evtl. das Dach.

    Daher:
    Wie sieht der Wabndaufbau aus?
    Was für Spezifikationen sollen die Fenster vertraglich besitzen, welche haben sie tatsächlich?
     
  10. Roth

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    Ursache könnte auch der Einbau sein? Nicht luftdichte Anschluss-Fugen, durch die der Schall in die Wohnräume kommt?
     
  11. rose24

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    Julius ist hier auf der richtigen Spur. Tieffrequente Geräusche sind ein Thema für sich. Die sind kaum draußen zu halten und für den, der sie wahrnehmen kann, häufig ein bleibendes Problem.
    Also wäre hier erst einmal genau zu klären, um was es sich handelt und wo die Geräusche herkommen.
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Das Glas wird vom Hersteller mit einem Schalldämmaß von 35 (-2;-6)dB(A) angegeben, im Bereich 100Hz-5.000Hz liegt der Korrekturwert ähnlich.
    Wieviel davon bei einem eingebauten Fenster übrig bleibt, das kann man nur vermuten, denn da spielt die Schalldämmung der Profile genau so mit rein wie der Einbau selbst. Auch die Größe des Fensters und ob quadratisch oder rechteckig hat einen messbaren Einfluss. Während der Einfluss der Profil noch geringfügig ist, kann durch den Einbau der Schallpegel um 3dB niedriger ausfallen.

    Diese Werte sagen noch nichts über den Verlauf der Schalldämmung über die Frequenz aus. Aus den Korrekturwerten kann man zwar bedingt Rückschlüsse ziehen, aber niederfrequente Anteile (< 100Hz) bleiben außen vor.
    Der Schallpegel bei Frequenzen < 100Hz kann problemlos unter 20dB (A) liegen, wobei gasgefüllte Zwischenräume (Luftdichte) im niedrigen Frequenzbereich eine etwas schlechtere Schalldämmung aufweisen.

    Dieser "Messaufbau" taugt bestenfalls als Indikator. Es wird gerne mal unterschätzt, welchen Einfluss Umgebungsgeräusche haben, und die wiederum hängen nicht nur von den Fenstern sondern auch von Wandaufbau, Dach, und sogar von der Geometrie der Räume ab.

    Das wäre sehr gut möglich wenn es sich um 2 fach verglaste Schallschutzfenster handelte. Diese können je nach Aufbau bei > 50dB(A) liegen. Das sind dann aber schon richtig "dicke" Scheibenpakete.

    Keine Ahnung was Du mit der Baufirma bzw. dem Fensterbauer vereinbart hattest. Waren Schallschutzfenster Klasse x vereinbart, dann wurden die falschen Fenster eingebaut. Wurden "nur" Fenster 3fach Verglasung mit Ug = 0,5W/m2K vereinbart, dann wären die Fenster korrekt.

    Vermutest Du Abweichungen beim Schallschutz gegenüber der Vereinbarung, dann bleibt Dir nur den Einbau kontrollieren zu lassen (auch Einstellung der Fenster, Anpressdruck an den Dichtungen etc.) und dann muss man die Schalldämmung messen. Vermutest Du eine Schallbelästigung bei niedrigen Frequenzen, dann wird´s kompliziert. Die meisten Messverfahren sind nicht dafür ausgelegt und es gibt auch wenige Normen und Richtlinien an denen man sich orientieren könnte. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass Du diesbezüglich nichts mit Deinem Lieferanten vereinbart hast, so dass diese Messungen kaum einen Hinweis auf einen Mangel geben könnten. Sie wären somit mehr informativ, sprich für Dich.
    Bei Infraschall (typ. < 16Hz) hört es dann ganz auf. Messungen in diesem Bereich kann man eher als Experimente bezeichnen.

    Fazit: Schallschutz muss man speziell im EFH Bereich vereinbaren. Möchte man zudem Schallschutz im niederfrequenten Bereich, dann wird´s fast unmöglich einen Anbieter zu finden der da mitspielt, da selbst die noramtiven Grundlagen dafür sehr dünn sind.
     
  13. #12 rechter Winkel, 14. September 2015
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    Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass oftmals nicht press an den Dichtungen anliegende Fenster zu einer erhöhten Schallwahrnehmung führen. Drückt man den Fensterflügel dann manuell gegen den Rahmen, ist eine hörbare Besserung zu vernehmen.
    Meist eine Einstellungsache. Auch eine zusätzliche mittlere Anschlagsdichtung kann den Schalldurchgang reduzieren.
     
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  15. Corinna72

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    R.B. hat es sehr genau beschrieben.
    Hier nochmal in einfacheren Worten:

    Die DIN Normen messen Schall nur bis 100 Hz herunter, das schlimmste Wummern und Brummen findet aber zw. 50 und 100 Hz statt aber das wird von der DIN Norm gar nicht erfasst!
    Wird jetzt bei Dir nachgemessen, kommt wahrscheinlich heraus, ab 100 Hz alles ok, darunter brummt es zwar, aber Pech gehabt. Und die Messung darfst Du dann auch noch bezahlen.
    Bei uns in DHH hat die MEssung 1200.- gekostet. Es brummt ordentlich durch bei 63 Hz Hertz (man hört Schritte wummernd durch), liegt aber unterhalb 100 Hz, also Pech gehabt. Und die 1200.- durften wir auch noch bezahlen.

    Hier zur Verdeutlichung:
    https://www.youtube.com/watch?v=YTmLWkplNCI

    Achte mal v.a. auf den Bereich 50-100 Hz! Aber nicht über billige Lautsprecher abspielen, da hört man das gar nicht richtig.
     
  16. rose24

    rose24

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    Das wäre auch noch eine Möglichkeit - dann würde man aber nicht nur tieffrequenten Schall hören.
    Man kann z.B. bei starkem Regen hören, ob die Fensterdichtungen ganz dicht anliegen. Wenn das nicht der Fall ist, zieht es bei Wind auch durch. Bei mir wurde ein solches Fenster nachgestellt und mit einem Kunststoffklotz versehen und jetzt ist es dicht und ich höre den Bach von innen nicht mehr rauschen.
     
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