Neubau Dachziegel Creaton Balance - Biberschwanz, Tipps?

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  1. Suelze81

    Suelze81

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    Hallo an alle,

    wir haben jetzt schon Fortschritte in der Planung und sollen uns für einen Dachziegel entscheiden. Unser Bauträger hat den Creaton Balance vorgeschlagen - allerdings sieht der im Prospekt und in Natura sehr groß aus (ca. 8,7 / m²) und wir haben Bedenken, dass er für ein Einfamilienhaus 1,5 geschossig zu klotzig wirkt.

    Wir lassen uns jetzt doch noch ein Angebot für Biberschwanzkronendeckung machen und hoffen, dass es nicht zu teuer wird. (Unsere Dachfläche ca. 177 m², gibt es da Daumenwerte?)

    Als Alternative haben wir noch "Creaton Sinfonie" ausgesucht. Hat hier jemand noch Tipps oder Erfahrungen damit am eigenen Bau? Gern auch irgendwo ein Bild, denn bei uns hier gibt es nicht viele Häuser mit "Sinfonie".

    Natürlich kann auch jemand einen tollen anderen Ziegel vorschlagen. :-)

    Danke und Guten Abend!
     
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  3. Kalle88

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    Was hast denn für ne Dachform?
     
  4. Biber53

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    hallo Suelze,

    wie Kalle bereits angedeutet hat, "lebt" der Biberschwanz von der Dachform, Gliederung derer, Gauben, Kehlen... Ebenso braucht er eine gewisse Dachneigung, damit er überhaupt zur Geltung kommt. Ich würde sagen, so aufwärts 35°.
    Dann ist er, n.m.M. anderen Dachziegeln eindeutig "überlegen".

    Das Biberdach ist wesentlich teurer als ein Pfannendach. Wenn man sparen will oder muß, sollte man sich mit so einem Dach gar nicht auseinandersaetzen.
    Die Details gehören unbedingt vorher festgelegt. Wenn gut ausgeführt, dann ist und bleibt das Dach eine Augenweide.
    Kronendeckung (früher bei Euch zu 100 Prozent vorherrschend) oder doch vielleicht die Doppeldeckung, sollte auch unter Hinzuziehung des potenziellen Ausführenden, besprochen werden. Wenn dieser hier keine Argumente hat (nur larifari) dann ist er bereits der falsche Dachdecker für so eine Aufgabe.
    M.M.n. hängt die Deckung hauptsächlich mit der Schnittform zusammen. Z.B. sind Kronendeckung und Rundschnitt ein nogo!
    In Cottbus habe ich bereits gearbeitet, kann mich aber an die Objekte kaum noch erinnern. Nur das Lausitz-Center vom Einkaufen her...

    Gößere Pfannen fallen auch auf EFH kaum nachteilig (wegen der Größe) auf, da der direkte Vergleich nicht vorhanden ist.
    Allerdings gibt es bei den Preßdachziegeln (Pfannen) eindeutig Qualitätsunterschiede, welche bereits durch deren Konstruktion (Verfalzung...) bedingt sind. Dies sollte wiederum der potenzielle Ausführende darlegen. Wenn hier nichts kommt, dann ist er, in meinen Augen, s.o. der falsche.

    mfg
     
  5. Kalle88

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    Dem Rest stimme ich absolut zu aber das, nee :D Ich finde die Großformat Ziegel/Steine kannst du auf ne Scheune, Gewerbebau oder so hauen, aber niemals nie auf ein EFH... Das wirkt irgendwie garnicht. Und wer schon Biber in betracht zieht, da wäre das ja irgendwie *gruselig* - finde ich :D
     
  6. Biber53

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    Kalle,

    in meiner Zeit bei Creaton habe ich an der Entwicklung von Großpfannen mitgewirkt.
    Der Sprung von ca. 15 Stück/m² auf ca. 10 Stück/m² war enorm und hat in allen Bereichen Probleme (neudeutsch Herausforderungen) mit sich gebracht. (Produktion, Paletten, Transport, Handling durch DD...)

    Ich habe nicht gesagt, daß die Pfannen in der Verlegung unproblematisch sind.
    Wenn z.B. traufseitige Anschlüsse nicht mit einer ganzen Pfannenlänge geplant oder eingeteilt wurden.
    Kehlschnitte mit ellenlangen und hoch aufstehenden Diagonalschnitten.
    Durchtrittsituation der großen Lattweiten...

    Natürlich müssen dann auch noch Regeln in der Konstruktion eingehalten werden, wie z.B. der "Goldene Schnitt" bezüglich der Breite und Länge der Pfanne.
    Wenn solche Sachen berücksichtigt wurden, dann fällt so eine Pfanne wenn verlegt, nicht ungenehm auf, im Vergleich zu kleinformatigen Pfannen.

    mfg
     
  7. Kalle88

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    Hab Nachsicht mit dem Jungspund :D Mag durchaus möglich seien, ich hab aber noch kein Dach gehabt wo das der Fall war. Ist einfach nicht mein Geschmack, aber das lässt sich ja bekanntlich nicht drüber streiten.
     
  8. Biber53

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    Soll ich Dir sagen, was mich an den großen Schinken immer am meisten gestört hat?
    Schuck mal 2 "normale" Flachdachpfannen durch die Gegend und dann schuck mal 2 Großformate!:mauer
     
  9. Kalle88

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    Nur zwei? :D Aber ja stimmt wohl. Ich hab auch schon mal nen ganzes Paket zugeworfen bekommen... War wohl nen Test ob ich fange :D
     
  10. Biber53

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    Geht ihr da oben - in Südschweden - nach Travemünde? Kennst Du dann Sterly, Böttcher, Walter?
     
  11. Kalle88

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    Ich wohne jetzt nicht unweit von Travemünde weg. Falls das jetzt Dachdeckereien sind, dann kenne ich die nicht.
     
  12. Biber53

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    Eigentlich meinte ich Eure Landesfachschule fürs Dachdeckerhandwerk
     
  13. Kalle88

    Kalle88

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    Die is aber nicht in Travemünde. Die is in Lübeck am Flugplatz. Ich habe meine "Lehre" auch nicht regulär gemacht ;) Alles weitere bei Intresse per PN, sonst spamen wir hier den Thread völlig zu :D
     
  14. #13 Gast360547, 17. März 2014
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    Kalle spricht mir aus der Seele. Großformatziegel auf einem EFH-Dach sind schlimm und können Augenkrebs beim Fachmann auslösen.
    Bei einem einfachen Satteldach ohne weitere Applikationen gehts evtl. noch, kommt nen DFF hinzu, wird´s kritisch, bei ner Gaube (möglichst noch mit Satteldach) wird es ein nogo.
    Ich freue mich immer wenn von der Industrie das Argument kommt: nimmste den, dann sparste Zeit und damit Geld.
    Inzwischen kann man die Bauträgerhäuser optisch gut von wirklich geplanten unterschieden ;-)

    Grüße

    si
     
  15. Suelze81

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    Also danke erst mal für die interessante Diskussion an Biber und Kalle ;-)...

    wir wollen ein Satteldach, eine Gaube soll drauf, 38° Neigung. Ab wann heißt es denn Großformatziegel? Also ich habe mir heute noch den E32 MArke "Görlitz" angeschaut, da kommen ca. 14,5 Stück/m². Wir wollen auch zumindest engobierte nehmen, die halten wohl länger den Dreck ab.

    Die Biber sehen sicher am besten aus aber ich befürchte zu hohe Kosten, daher suche ich nach einem Kompromiss.

    @Stefan Ibold, was ist denn "dff"?
     
  16. Biber53

    Biber53

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    hallo,

    die E 32 ist eine Flachdachpfanne, welche früher von Müller Eisenberg produziert wurde. Heute wird sie vom Unternehmensnachfolger produziert.
    Grundsätzlich ist die Wahl einer Flachdachpfanne zu begrüßen. Die Technik in Verfalzung, Anordnung der Deckfuge... ist anderen Pfannen weit überlegen.
    Aber auch hier sollte Dich Dein potenzieller DD noch beraten.
    Selbstverständlich gibt es zwischen den Herstellern auch noch Unterschiede. Bei einer Engobe, welche aus meiner Sicht zu begrüßen ist, würde ich eine Glanzengobe bevorzugen. (aus von Dir erwähntem Grunde)
    14,5 Stck/m² sind althergebrachte Formate/Größen.

    Großformate, 10 Stck/m² und weniger. Andere sprachen früher schon von Großformaten bei 12 oder 13 Stck/m²
    Die Ziegelhersteller haben sich an Großformate getraut (wirklich nicht einfach) um den Markt für den Dachziegel zu erweitern. Insbesondere um dem Dachsteinhersteller mit dem großen B etwas entgegensetzen zu können.

    Zeitersparnis beim Verlegen oder ein Mehrwert, der in der Tasche des DD landet, ist den Herstellern egal.
    Irgendwelche Milchmädchenrechnungen, welche sogar in Fachmedien publiziert wurden, sind ausgemachter Unsinn.
    Leider sind die Stückgewichte höher als bei den Dachsteinen, was letztlich der DD mit seiner Gesundheit "bezahlt".

    Die mich kennen wissen, daß ich kein ausgemachter Befürworter von großformatigen Dachziegeln bin.
    Doch das Thema der Optik
    kann ich so nicht stehen lassen.
    Den Hauptgrund, warum es zu solchen Ziegeln gekommen ist, habe ich bereits benannt.
    Ich habe noch nie davon gehört, daß sich Dachdecker aufgeregt haben, weil Dachsteine 10 Stck/m² decken und demzufolge viel zu groß sind.

    Das Dachdecken mit großformatigen Ziegeln ist schwieriger, als mit kleinformatigen. Gründe sind schon genannt worden.
    Hier ist eindeutig wieder ein Dachdecker vonnöten, andere kotzen hier regelmäßig ab.
    Beim Neubau, sollte das auch mit Gauben und Dff (Dachflächenfenstern) kein Problem sein, können doch die Sparrenlängen geplant werden.
    Beim Bestandsbau sicher schwieriger, ev. muß der Meister hier mal vorher aufs Dach und gucken was geht. (oder nicht)
    Natürlich ist das Zubehör des jeweiligen Herstellers ausschlaggebend. Einer mit Rumpfprogramm käme für mich nicht in Frage.

    mfg
     
  17. Suelze81

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    Vielen Dank @Biber, ich werde meinen Dachdecker jetzt fundierter bearbeiten können ;-). Wer ist denn der Dachsteinhersteller mit dem großen B?
     
  18. Kalle88

    Kalle88

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    Br**s Ist der Hersteller ;)
     
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  20. Suelze81

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    Ich habe mich für den Biberschwanz entschieden, kostet ca 3500,- mehr brutto. In Kronendeckung, da sollte ich dann keinen Rundschnitt nehmen? Ist das so außergewöhnlich? In Doppeldeckung würde es nochmal 1000 mehr kosten... :-(
     
  21. Biber53

    Biber53

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    Hallo,

    Sehr gute Wahl!
    Die Voraussetzungen haben wir ja, ansatzweise besprochen.

    Rundschnitt gibt bei Verlegung in Kronendeckung "schwarze Löcher"
    Nasenlänge i.d.R. 4 cm, Versatz Eckpunkte Rundschnitt zum Fußpunkt ca. 6,5 cm.
    Die Deckschicht überdeckt somit die Eckpunkte der Lagerschicht. Ergebnis s. o.

    Rundschnitt war bei Euch früher nie üblich.
    Üblich war der Segmentschnitt, welcher zur Kronendeckung paßt, da die waagrechte Linienführung betont wird.
    Rundschnitt eignet sich eigentlich nur für die Doppeldeckung. (und Einfachdeckung)

    mfg
     
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