Neubau Haus und Wärmepumpe

Diskutiere Neubau Haus und Wärmepumpe im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, mein Name ist Petra und ich möchte alle grüßen. Hier mein (unser) Problem : Wir fangen gerade an zu bauen, ein freistehendes...

  1. #1 petraneug, 26.10.2009
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    Hallo zusammen, mein Name ist Petra und ich möchte alle grüßen.

    Hier mein (unser) Problem : Wir fangen gerade an zu bauen, ein freistehendes Haus. Architekt ist beauftragt. Jetzt kommen wir zu der Frage der Heizung. Der Architekt hat das Thema Wärmepumpe angesprochen und auch einen Verkäufer mitgebracht, der uns über Wärmepumpen aufgeklärt hat.

    Ich muss dazu sagen, daß wir uns damit noch nie beschäftigt haben.

    Nun kommt meine Frage : Wenn das alles so günstig im Unterhalt ist (Stromkosten), warum gibt es Wärmepumpen nicht in allen öffentlichen Gebäuden, in großen Hochhäusern und Schulen???

    Warum wird nicht wie Windanlagen auch (die subventioniert werden, klar), solche großen Anlagen aufgestellt um damit Fernwärme einzuspeisen?

    Ich bin von natur aus sehr kritisch und sehe, das Wärmepumpen immer an EFH geliefert werden. Warum?

    Eure Antworten würden mir sehr in meiner Entscheidungshilfe helfen. Danke.
     
  2. WolfB

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    ...gibt´s doch, vielleicht noch zu wenig, aber die Wärmeleistung einiger Anlagen soll die Privatanlagen schon aufwiegen...

    Googel doch mal !

    Im Übrigen gab´s 1984 in meiner Ausbildungsstätte (Potsdam) bereits eine Wärmepumpe zum Heizen...


    gruß wolf
     
  3. #3 Pascal82, 26.10.2009
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    Hallom Petra,

    die wärmepumpe ist schon eine schöne sache,
    wenn alles richtig geplant und ausgelegt ist!
    so pi x daumen geht da aber nix! und einen zu hohe ennergiebedarf
    (schlecht gedämmtes haus) sollte man auch nicht haben......

    mit den günstigen stromtarifen für WP kann man damit in der tat ein gutes haus günstig heizen!

    was mich jedoch abgeschreckt hat war die überlegung was passiert wenn halb deutschlend ne WP drin hat (dadurch steigt der stombedarf in D natürlich sehr an) und die atomkraftwerke dichtgemacht werden........

    dann wird der strom natürlich teurer! und ob die stromanbieter dann noch sondertarife für die betreiber von WP anbieten??????
    dann müsstest du statt momentan 10cent/Kw/h dann vielleicht 30-50cent bazahlen.... und dann wirds wohl kalt in deutschland-oder teuer......
    deshalb schied die WP für mich persönlich aus!
     
  4. #4 rainerS.punkt, 26.10.2009
    rainerS.punkt

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    Das ist aber Kaffeesatzleserei: Genausowenig ist planbar, wie die Preise anderer Energieträger sich entwickeln.

    Ich mutmaße mal, der Umstieg auf eine WP würde erhebliche weitere Investitionen erfordern. Einfach mit Ölkessel gegen WP tauschen ist es sicher nicht getan.

    In einem gut gedämmten EFH ist die WP heute sicher eine seriöse und techn. ausgereifte Lösung. Aber die Wahl der Heiztechnik ist halt immer nur einer von vielen Punkten.

    Gruß
    Rainer
     
  5. Terra

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    Schau mal: http://www.badische-zeitung.de/kein-zweites-staufen-freiburg-zapft-erdwaerme-an

    Ist ja auch ne Kostenfrage bei großen Anlagen. In Staufen wurden für das Rathaus auch 7 x 140 m gebraucht. Ok, was dann passierte ist ne andere Sache.

    Ich bin zufrieden mit unserer WP und auch im ersten Winter (-20°C) war es mollig warm.

    Und über Strompreis, Atom etc.! Was passiert wenn der Russe mal wieder den Gaszufluß regelt, dann wird es auch teuer und ganz DE friert.

    Ist halt alles relativ! Und wenn das Wörtchen "Wenn" nicht wär,...;)
     
  6. #6 petraneug, 26.10.2009
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    Ja, wenn und Kaffeesatz. Fakt ist aber, daß die Grundanschaffung kein Kaffesatz ist und mit erheblichen Mehrkosten einhergeht. Das ist Fakt und was danach kommt weiß keiner .... für mich nicht besonders überzeugend.

    Und daß es in der Anschaffung teuer ist, ist nicht nur ein Problem der öffentlichen Gebäude und co .....

    Ich kenne keine Anlage die im großen für Fernwärme erstellt wurde, warum nicht, bietet sich doch sozusagen an.
     
  7. Terra

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    Was soll denn Deiner Meinung danach kommen???

    Bei uns wird ein Bürokomplex oder Mehrfamilienhaus, ich weiß nicht mehr ganz genau, damit gebaut.

    Vorhandene Gebäude sind meist nicht wirtschaftlich genug für die Umstellung auf WP. Soll heißen, Fbh + Dämmung sind schon mal wichtige Faktoren für die WP.

    Bei einem neuen Haus ist es wohl wirtschaftlicher als bei einem alten Haus.

    Aber Ihr müßt nicht wenn Ihr nicht wollt oder skeptisch dem gegenüber steht.

    Gas ist ja auch noch da!
     
  8. #8 rainerS.punkt, 26.10.2009
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    Ich glaube, die Frage ist einfach falsch gestellt: Ihr sucht ein Heizsystem für ein EFH und fragt, warum man System xy nicht in Größt-Gebäuden einsetzt (wobei Terra die Gründe ja gerade genannt hat). EFH und Wolkenkratzer sind aber vermutlich in kaum einer Hinsicht vergleichbar.

    Wenn du unabhängig von jeglichem Energieträger werden möchtest: Passivhaus ist auch eine Option. Aber mit den richtigen Rahmenbedingungen bist du ja auch nicht für alle Zeiten an eine Heiztechnik gebunden.


    Gruß
    Rainer
     
  9. #9 Pascal82, 26.10.2009
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    Hallo,

    ja antürlich ist das mit den preisen kaffesatzleserei und gas ist auch nicht das gelbe vom ein (bsp. russe....., verknappung ect...) deshalb ist auch gas für mich keine lösung um meinen vollen bedarf zu decken........

    deshalb hab ich für mich entschieden mit einem wassergeführten kachelofen einen großteil des wärmebedarf zu decken (holz kann ich kostengünstig selbst abschneiden und mit meiner arbeit geld sparen, und im notfall auch anderes brennbares material in wärme umsetzen) einen kachelofen wollten wir sowieso!
    da ich ein großer fan von solar bin war auch eine große solaranlage zur raumheizungsunterstützung gesetzt, durch diese beiden verianten musste auch ein großer pufferspeicher her... zur abdeckung von spitzen, faulheit und betriebssicherheit durch urlaub krankheit ect. haben wir noch ein gasbrennwertgerät (das hoffentlich nicht soo oft brennwertet:winken)


    aber für welches konzept man sich entscheidet sollte jeder genau prüfen,
    "die" ultimative technik gibts nicht. alles hat vor und nachteile die jeder für sich gegeneinader aufwiegen sollte.

    die große solargeschichte war deshalb nicht wegzudenken weil wir im keller einen ca 100m2 großen geschäftsbereich mit täglichem kundenverkehr beheizen müssen-auch im sommer....
     
  10. #10 HolzhausWolli, 26.10.2009
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    @ Petra:

    Letztendlich ist es eine Frage der Philisophie und der Investionsbereitschaft.

    Man muss sich halt die Frage stellen, wieviel es einem in der Erstinvestion wert ist dauerhaft mehr oder weniger die laufenden Betriebskosten zu senken.

    In welche Höhen der Ölpreis und auch der daran ärgerlicherweise gekoppelte Gaspreis steigen kann erfordert keine Kaffeesatzleserei, sondern lediglich ein Rückblick auf die Jahre 2004-2007. Ich bin davon überzeugt, dass es ähnliche Formen wieder annehmen wird, sobald Konjunktur und Wirtschaft wieder anspringt.

    Die Amortisationszeit unserer WP-Anlage (Inbetriebnahme 2007) wurde zugegebener Weise durch den Preisverfall von Öl und Gas um einige Jahre zurückgeworfen, aber das ist eben nur eine Momentaufnahme, da diese Preise aktuell wieder steigen.

    Die Strompreisentwicklung als solche sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, aber diese ist -zumindest ist das die erlebte Erfahrung- nicht den witschaftlichen Stimmungsschwankungen wie Öl oder Gas unterworfen und der Wettbewerb nimmt Jahr für Jahr zu.

    An deiner Stelle würde ich mit dem Thema ohne Euphorie und sogar ohne Leidenschaft für das eine oder andere herangehen und vollkommen nüchtern die Parameter und technischen Möglichkeiten abwägen.

    Vergleiche doch einfach mal die TATSÄCHLICHEN Mehrkosten der Wärmepumpe (auch dort die verschiedenen Varianten gegenüberstellen) zu einer modernen Gas-oder Ölheizung.
    Das relativiert sich beispielsweise schon mal ein stückweit, wenn Du z.B. eh Fussbodenheizung genommen hättest oder sowieso einen hohen Dämmstandard wählen wirst, weil Du in den Genuss eines der Kfw-Förderprogramme kommen willst.

    Die technische Ausgereiftheit von WP´s steht im Allgemeinen außer Zweifel, das sollte also kein Kriterium zur Entscheidungsfindung sein.

    Du solltest neutralen Rat einholen und nichts überstürzen.
     
  11. crax

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    Die EnEV garantiert keine Wirtschaftlichkeit
    Hallo,

    Eine belastbare Wirtschaftlichkeitsbetrachtung war sicherlich nicht dabei- oder?
    Bewahre Dir Deine natürliche Skepsis.

    Schau auch mal hier (gegen Ende der Seite 4):
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=38435&page=4

    mfg
     
  12. crax

    crax

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    Die EnEV garantiert keine Wirtschaftlichkeit
    Ergänzung

    Ich hole es für Kritiker noch mal hierher:

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    mfg
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Wobei so manche Wolkenkratzer über LWP klimatisiert werden, denn die LWP kann auch vorzüglich kühlen, was gerade bei Hochhäusern im Sommer ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. In vielen Ländern werden WP im großen Stil eingesetzt. Deutschland ist halt ein typisches Öl-/Gasheizer Land.

    Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, wenn der Architekt zusammen mit einem WP-Verkäufer im Schlepptau eine "Beratung" durchführt.....das könnte doch eine ziemlich einseitige Veranstaltung werden. ;)

    An Deiner Stelle würde ich zuerst einmal die ganzen threads zum Thema WP hier im Forum studieren. Es gibt wohl nichts was nicht schon diskutiert wurde.
    Dann musst Du klären, ob in Deinem Haus die Randbedingungen für einen sinnvollen WP Betrieb gegeben sind.

    Über Preise wird erst geredet wenn klar ist, in welche Richtung der Zug fahren kann. Ansonsten bleibt alles Spekulation.

    Richtig geplant und ausgeführt, sind die Mehrkosten gering......auch wenn Dir die Verkäufer alles mögliche erzählen. Wenn es so weit ist, einfach mal bei Kältefachbetrieben vorbeischauen.

    Gruß
    Ralf
     
  14. #14 petraneug, 26.10.2009
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    Danke für die Antworten!

    Ich werde mich glaube ich um anderweitige Möglichkeiten umsehen. Es entstehen bei uns Mehrkosten von 20.000€ und die müssen nicht sein.

    Die Grafik verstehe ich nicht ganz.... trotdem Danke!
     
  15. #15 Pascal82, 26.10.2009
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    Hallo Petra gegenüber was???
    gasbrennwert???

    ich hatte mir meinerzeit ein angebot über eine SE (namhafter hersteller) machen lassen die pumpe hätte tewa 10 gekostet und die bohrung nochmal 10
    dazu wären etwa 10 für FBH und ab/wasserinstallation gekommen

    was ungefähr 30T€ ausgemacht hätte (einen kachelofen wollten wir aber haben-der wäre noch zusätzlich gekommen)


    nun hab ich für solar gasbrennwert puffer FBH und Ab/wasser und die einbindungsgeschichte für den kachelofen gut 20 bezahlt
    der kachelofen kostet nochmal etwa 10....

    sind unterm strich auch wieder ca. 30T€ / nur mit kachelofen
    plus etwa 3000€gasanschluss
     
  16. Terra

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    :wow Soviel hat unsere komplette Anlage mit 190 m² Fbh gekostet.
    Also bei uns war der Unterschied zu Gas und nur 120 m² Fbh gerade mal 4000 €.

    Die Heizkosten liegen incl. Wartung bei ~ 800 € im Jahr. Und wir sind nicht gerade sparsam mit heizen.
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Aber nur wenn der Verkäufer 200% Provision bekommt. :mauer

    Gruß
    Ralf
     
  18. #18 rainerS.punkt, 26.10.2009
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    Mehrkosten gegenüber was? Ohne das Wissen darum ist eine Bewertung wie Kaffeesatz durch die Glaskugel gelesen ;) Aber 20.000 erscheint mir extrem zu hoch, egal in Vergleich zu welchem System.

    Ihr solltet einen unabhängigen Heiztechniker fragen. Dass ein WP-Vertreter nicht pro Pelletheizung argumentiert, ist ja irgendwie klar. Aufgrund der jetzt vorliegenden Infos schon eine Entscheidung zu treffen, dürfte arg verfrüht sein.

    Klar muss man bei einem Neubau auch auf die verfügbare Investitionssumme achten, aber gerade beim Thema Heizung entstehen die wahren Kosten erst im Betrieb. Oder wenn gut geplant, eben auch nicht.

    Ist sicher leicht möglich, wenn man exklusiver Lieferant eines Architekten ist ;)


    Gruß
    Rainer
     
  19. #19 petraneug, 26.10.2009
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    GasBrennwert inkl. Fußbodenheizung und Schnickschnack 38.000 €

    Wärmepumpe mit (angeblich aufwändiger) Erdbohrung inkl. Fußbodenheizung und co. 66.000 €
     
  20. #20 petraneug, 26.10.2009
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    Sorry, das ganze soll sogar 28 mehr kosten wie ich gerade sehe!
     
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Neubau Haus und Wärmepumpe

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