Neubau KfW 85/EnEV-EFH: Einzelne dezentrale Lüfter im Keller?

Diskutiere Neubau KfW 85/EnEV-EFH: Einzelne dezentrale Lüfter im Keller? im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Wir bauen demnächst ein EFH nach EnEV 2009 bzw. KfW 85 Standard, mit Gas-Brennwerttheme und ohne kontrollierte Be-/Entlüftung (=KWL?). Habe...

  1. #1 Bauermann, 11. April 2011
    Bauermann

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    Wir bauen demnächst ein EFH nach EnEV 2009 bzw. KfW 85 Standard, mit Gas-Brennwerttheme und ohne kontrollierte Be-/Entlüftung (=KWL?).

    Habe mich ein wenig in die Thematik Be-/Entlüftung eingelesen, daraufhin ist die Entscheidung gefallen, keine KWL zu nehmen (Kosten, Lärm, Schimmelangst ...)

    Unser Haus soll auch tagsüber bewohnt und per Fenster gelüftet werden, zumindest das EG (= tagsüber Aufenthalt) und das OG (Schlaf-/Kinderbereich).

    Baufirma regt an, einzelne dezentrale Lüfter mit Wärmerückgewinnung (********) zu verbauen, z.B. im Keller. Wären gut für's Raumklima.

    Sind solche Lüfter z.B. im Keller erforderlich/sinnvoll, um Schimmel zu vermeiden? Im Keller wird man ja nicht besonders häufig per Fenster lüften.

    Nimmt man die besser paarweise für "Durchzug"?

    Gibt es vielleicht einfachere Alternativen ohne Wärmerückgewinnung, die für den Keller ausreichend sind? (ein dezentraler Lüfter soll ca. 1.000€ kosten).

    Kann man sich bei irgendeiner unabhängigen Stelle (außer diesem Forum :-) über so etwas informieren?

    Danke...
     
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  3. R.B.

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    Ohne WRG würde ich das Thema ganz schnell abhaken. Entweder KWL, dann richtig, oder halt bleiben lassen. Dann muss man sich eben selbst um´s Lüften kümmern, was erfahrungsgemäß oft in die Hose geht.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

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    Ein (zwingend luftdichter) Neubau ohne KWL ist ME ne Krücke mit minderem Gebrauchs- und Wiederverkaufswert.
    Daher solltes man diese Entscheidung nochmals dringend überdenken!

    Die Kosten (wenn sauber mit eingeplant) sind gering, bei korrekter Ausführung ist auch Lärm kein Thema (im Gegenteil, meist ist es durch geöffnete Fenster viel lauter).
    Und Schimmelangst muß man nur bei Gebäuden OHNE KWL haben!
     
  5. kaer1981

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    Ich würde sagen das eine schließt das andere nicht aus.
    Wenn er es nur zum Lüften nutzen will und Energieeinsparung kein Thema ist - warum dann keine KWL ohne WRG?
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Warum lässt er dann nicht einfach den ganzen Tag über das Fenster offen stehen? ;)

    Wenn ich mir schon die Mühe mit einer KWL mache (Aufwand), dann ist der Schritt zur WRG eine logische Konsequenz.

    Gruß
    Ralf
     
  7. Bautz

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    Ich vermute eher, dass ein solches Lüftungskonzept erheblich zur Schimmelbildung im Keller beiträgt.
    Situation im Sommer: Keller relativ kalt, Außenluft warm. Außenluft wird in den Keller gezogen und kühlt ab. Als Folge kommt es an den relativ kalten Wänden zu einem Kondenswasserausfall. => Schimmel vorprogrammiert.
     
  8. Bautz

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    Weil der finanzielle Mehraufwand - wenn man sich ohnehin für KWL entschieden hat - nicht mehr so groß ist.
    Weil nur die WRG dazu beiträgt, dass sich eine KWL wenigstens ein bischen rechnet.
    Weil mit WRG ein echter Komfortgewinn verbunden ist.
     
  9. kehd

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    Wir haben ein KfW60 Haus 2009 mit dezentraler Lüftung im SZ und im Bad. SZ ohne Mief ist schon ganz angenehm. Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich eine zentrale Lüftungsanlage vorsehen. Das Haus ist drinnen trocken. Wir lüften auch nicht viel. Ich habe versucht die Luftfeuchtigkeit im Keller unter 65% zu bekommen. War bis jetzt erfolglos. Wenn es draußen über 5°C ist, steigt manchmal die Luftfeuchtigkeit über 65%. Ich würde mir jetzt einen Bautrockner hinstellen. Funktioniert auch im Sommer.
    Für's Überwintern von Pflanzen sind 65% zu niedrig. Die Dahlien sind recht eingetrocknet.
     
  10. kaer1981

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    Nun, ich bin eher der Meinung, dass eine KWL mit WRG einiges mehr kostet als ohne.
    Es gibt gute und günstige KLW
     
  11. Bautz

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    Was anhand konkreter Angebote zu prüfen wäre.
    Ich vermute aber, dass sich der Mehraufwand für WRG sehr schnell amortisieren dürfte. Denn teilweise sind bei mordernen Häusern die Lüftungswärmeverluste schon deutlich größer wie die Transmissionswärmeverluste. Hier lassen sich also durch WRG echte Euros sparen.

    Die gesamte Lüftungsanlage "rechnet" sich sicherlich nicht. Aber die isoliert betrachteten Mehrkosten für WRG dürfte man in einem erträglichen Zeitraum wieder drin haben. Insofern dürfte eine KWL mit WRG bei Vollkostenbetrachtung günstiger sein als eine KWL ohne WRG.

    Abgesehen davon würde meine Frau die Scheidung einreichen, wenn im Winter die Luft mit Minugraden aus den Lufteinlässen strömt. :irre
     
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  13. Bauermann

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    Angst vor Schimmel- bzw. Bakterien-/sonstigem Keimbefall bei KWL habe ich nicht in den Räumen sondern in der Anlage selbst bzw. in den Kanälen. Lärm durch Fenster hat man nur beim Lüften, sonst ist ja Ruhe. Daher und weil es mir insgesamt zuviel prinzipiell anfällige Technik ist habe ich mich bisher gegen eine zentrale KWL entschieden. Würde vom BT übrigens inkl. aller Öffnungen ca. 12 TEUR kosten, also auch nicht gerade günstig.

    Meine Überlegung ist, den Feuchtigkeitsanfall im Haus durch gezielte Maßnahmen (Wäschetrockner mit Abluft statt Lufttrockung der Wäsche, mehrfaches Durchzugslüften am Tag etc.) zu vermeiden und somit eine zentrale KWL nicht zwingend zu bnötigen. Ist laut Architekt auch machbar.

    Mit 2-3 dezentralen Lüftern, am besten wohl MIT WRG, wollte ich dennoch für eine gewisse Grundlüftung sorgen. Habe inzwischen gelernt, dass diese (zumindest die vom BT empfohlenen) aber nicht für "Durchzug" im Haus sorgen sondern durch intervallartiges Wechseln der Drehrichtung eigentlich nur jeweils einen Raum belüften.

    Daher frage ich mich jetzt:

    1. Lässt sich mit "manuellen", sinnvollen Maßnahmen (s.o.) ein einigermaßen luftdichter Neubau überhaupt trocken bekommen bzw. bewohnen oder handelt man sich wahrscheinlich früher oder später zuviel Feuchte und damit Schimmel ein?

    Gibt es denn Häuslebauer mit fertigen Häusern OHNE KWL, die damit zufrieden sind und nicht in einer schimmeligen Tropfsteinhöhle wohnen?

    2. Könnte man mit 2-3 dezentralen Lüftern mit WRG für eine gewisse Grundlüftung des Hauses (z.B: im OG im Flurlur, im EG im offenen Wohn-/Essbereich) sorgen und damit die Maßnahmen zu 1. unterstützen oder bringt das kaum was?
    Die Dinger ließen sich ja auch theoretisch nachträglich einbauen, wenn man merkt, dass man mit den Maßnahmen aus 1. nicht hinkommt.

    Keller war nur so eine Idee, weil es dort ja eben am kühlsten ist und sich dort dann die Feuchtigkeit sammelt/kondensiert? Scheint aber demnach nur so zu sein, WENN man im Sommer den Keller lüftet per Fenster oder elektr. Lüftung?
    Also besser im Sommer nur nachts lüften und tagsüber die Tür zwischen Keller und EG geschlossen halten?
     
  14. sk8goat

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    1. Ja gibt es.

    2. Wieviel das bringt hängt von der Leistung der Geräte ab und wieviele man davon einbaut. Da gibt es große Unerschiede. Betrachte das Verhältnis von bewegtem Luftvolumen zu Raumvolumen.

    Für den Keller würde ich einen Entfeuchter empfehlen. Hygrometergesteuert und mit Ablaufschlauch.
    Beim Keller ist tatsächlich wichtig die Tür zwischen Keller und EG geschlossen zu halten. Oft ist aber auch das Problem, dass der Schornstein bis in den Keller runtergeht und ganz unten einen Kondensatablauf in HT DN50 hat. Das ist dann im Sommer wie ein Einstömventil für warme Luft.
     
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