Neubau KFW70 zu große Nutzfläche?

Diskutiere Neubau KFW70 zu große Nutzfläche? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Neubau KFW 70 --> Erdgeschoss steht schon Gastherme + Solarthermie 16m² + Holzofen mit Wassertaschen Wohnfläche ca. 175m2 Keller ist ebenfalls...

  1. duffman85

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    Neubau KFW 70 --> Erdgeschoss steht schon
    Gastherme + Solarthermie 16m² + Holzofen mit Wassertaschen
    Wohnfläche ca. 175m2
    Keller ist ebenfalls dabei, hier soll aber nur das Treppenhaus und der Hobbyraum(in Ausnahmefällen) beheizt werden.

    Ich habe zur Berechnung von menem Haus ein Ingineurbüro beauftragt. Mein Heizungsbauer sagt das die Auslegung der Solarthermieanlage viel zu groß ist und mit dieser Anlage im Sommer zu viel Wärme erzeugt wird.

    Zur Berechnung wird durch das Ingineurbüro eine Gebäudenutzfläche von 402m² verwendet. Das komplette Haus wird praktisch als beheiztes Volumen angenommen. Macht das Sinn? Ich heize den Keller eigentlich ja gar nicht.
     
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  3. mastehr

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    Warum heizt Du den Keller nicht, wenn er in der thermischen Hülle liegt?
     
  4. #3 Alfons Fischer, 18. November 2015
    Alfons Fischer

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  5. #4 Thomas Traut, 18. November 2015
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    402 m² Nutzfläche entsprechen 1256 m³ beheiztem (Brutto-)Volumen. Ist das so groß? Einfach mal mit dem Bruttorauminhalt vergleichen, der kann auf jeden Fall nicht größer sein.
     
  6. duffman85

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    Ich nutze den Keller nicht als Wohnraum, deshalb möchte ich auch nicht unnötig den Keller heizen. Da wird ein Heizraum, 2 Lagerräume, Werkstatt, Waschküche und ein Hobbyraum sein. In den Hobbyraum ziehe ich ne Fußbodenheizung aber aus meiner Sicht muss der nicht in die Berechnung da ich ihn nur bei "Veranstaltungen" heizen möchte. Ich würde gerne die Gebäudehülle ohne Keller definieren.

    @Alfons Fischer: ganz schlau werde ich jetzt nicht aus dem Link: kann definitiv der Keller und das unbeheizte Dach aus der Rechnung rausgelassen werden?

    @Thomas Traut: das Volumen stimmt wenn der Keller und der Dachboden mit eingerechnet sind. Meine reale beheizte Nutzfläche liegt bei 187m², da ist also der Fasktor 2 dazwischen
     
  7. mastehr

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    Dann muss zwischen Wohnraum und Keller eine wärmegedämmte Tür (praktisch eine Haus- oder Nebeneingangstür) angeordnet werden und alle Decken und Wände zwischen Wohnraum und Keller gedämmt werden. Dadurch verlierst Du Deckenhöhe im Keller.

    Wenn die Heizung außerhalb der thermischen Hülle aufgestellt wird, gibt das auch noch ein paar Abzüge bei der EnEV-Berechnung -> Eventuell wird kein KfW-70 mehr erreicht.
     
  8. juwido

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    Im gut gedämmten Haus ist alles, was innerhalb der Dämmung liegt, auch zumindest mitbeheizt. Wenn Keller und Dachboden "rausfallen" sollen, dann brauchts prinziepiell eine Dämmung der Kellerdecke und der obersten Geschossdecke.

    juwido

    (mastehr war schneller...)
     
  9. R.B.

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    Die spätere Nutzung spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, ich kann ja auch in meinem Wohnzimmer die Heizfläche abstellen. Es geht ausschließlich darum, welche Fläche zum Beheizen vorgesehen ist, bzw. welche auch durch benachbarte Räume mitgeheizt werden könnte. Stichwort thermische Hülle.

    Wenn der Keller innerhalb der thermischen Hülle liegt, dann muss er so gerechnet werden als würde er beheizt (egal wie).

    Was die Aussage zur Solarthermie betrifft, so teile ich diese nicht. Die 16m² sind jetzt nicht so gewaltig, da gibt es auch deutlich größere Anlagen. Die Frage ist eher, ob Du die erzeugte Energie auch sinnvoll nutzen kannst. Hier wäre also das Nutzerverhalten und vor allen Dingen das Anlagenkonzept entscheidend. Bei der genannten Fläche kann man wohl davon ausgehen, dass Heizungsunterstützung geplant ist. Da gehen die paar kWh ganz schnell unter. Kritisch ist dann der Sommerbetrieb, da zu dieser Zeit ja keine Heizenergie benötigt wird, und der WW-Bedarf einer typischen Familie ist jetzt auch nicht so riesig. Da kann es dann passieren, dass so eine Anlage bei falscher Planung schon mal durch die Decke geht.

    Bei 16m² kann die Anlage, je nach Art der Kollektoren und Anlagenkonzept, über 5.000kWh an verwertbarer Energie liefern. Mit viel Optimierung reden wir auch über 6.000kWh. Ein Großteil der Energie fällt in den Sommermonaten an, und genau da beginnt dann das Problem.
     
  10. dimitri

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    Solare Heizungsunterstüzung + Wassertasche im Holzofen? War das Deine Idee?
     
  11. #10 Alfons Fischer, 19. November 2015
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    ja klar, dann muss halt umgerechnet werden.

    Das ist auch ein bisschen das Problem an der Berechnung nach DIN 4108-6 i.V.m. DIN 4701-10. Bei diesen Fällen würde ich ja auch auch gerne mal nach 18599 rechnen, weil hierbei dann die tatsächlich vorgesehene Kollektorfläche mit ihrer Neigung und Ausrichtung eingearbeitet werden kann (zumindest in meiner Software). Da habe ich dann aber das Problem, dass der zweite Heizkessel nicht zu modellieren ist.
    Ein leider nicht vollständig gelöstes Problem.
    Also bleibt nur die Möglichkeit, den Keller und den Dachboden, wie oben schon erwähnt, in der Berechnung nach 4108-6 rauszurechnen und die Trennbauteile in der Berechnung zu berücksichtigen.

    Dabei kann aber das Ergebnis auch sein, dass man den Effizienzhausstandard nicht mehr erreicht.
    Dann also doch wieder mehr investieren - oder einfach auf die KfW-Förderung verzichten, weil diese nicht zu Eurem Hauskonzept passt...
     
  12. R.B.

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    Da fällt mir ein:

    WAS sollte das Büro denn berechnen? EnEV? KfW? Heizlastermittlung? Heizflächendimensionierung? Anlagenenplanung? Oder das all inclusive Paket?
     
  13. Jonny

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    Ich schätze enev mit Vorgabe kfw70, daher die grosse solarfläche. :D
    Grüsse
    Jonny
     
  14. duffman85

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    Enev2014 mit Erreichen des KFW70 wurde berechnet
     
  15. R.B.

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    Dann braucht´s die große Solarfläche vielleicht zum Schönrechnen. Wer weiß welche Register da gezogen wurden.
     
  16. duffman85

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    Schönrechnen wäre ja super, aber das hört sich für mich eher streng nach Vorschrift an.
     
  17. mastehr

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    Mit der großen Solarfläche wird praktisch nicht wirklich viel erreicht, aber auf dem Papier sieht es gut aus. Das ist wahrscheinlich die billigste Art und Weise, doch noch KfW-70 zu erreichen. Andere Maßnahmen würden vielleicht einen echten Nutzen bringen, aber teurer sein.
     
  18. R.B.

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    Na ja, irgendwie muss ja KfW70 erreicht werden, und wenn man die Hülle nicht anfassen möchte, dann muss man halt versuchen über die Technik das hinzubiegen. Die Frage ist halt, welchen Nutzen man dadurch hat.
     
  19. duffman85

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    Ja, darum geht es mir in diesem Thread und ursprünglich war ja die Überlegung von mir den Keller aus der Rechnung raus zu lassen. So könnte ein sinnvolles Maß an Kollektorfläche erreicht werden.
     
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  21. R.B.

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    Dann dürfen sich im Keller aber keine beheizten Räume befinden, der Keller muss gegenüber dem EG thermisch entkoppelt werden, de Wärmeerzeuger befindet sich dann außerhalb der thermischen Hülle, usw. Machbar ist fast alles, aber dann vielleicht doch besser ein paar m² mehr Kollektorfläche auf´s Dach.
     
  22. mastehr

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    Warum soll denn überhaupt KfW-70 erreicht werden?
     
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